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Tiefenpsychologie Erfahrungen

Sonne59

Sonne59
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Hatte heute nach fast 3 Wochen mein erstes Einzelgespräche mit meiner Psychologin in der Tagesklinik. Bisher habe ich nur Bekanntschaft mit Verhaltenstherapie gemacht. Sie möchte mir mir, meine Kindheit bearbeiten, also Tiefenpsychologie. Angefangen haben wir heute. Voraussichtlich bin ich noch 5 Wochen in der Tagesklinik mit Max. 50 Minuten in der Woche, vorausgesetzt sie ist auch immer da. Heute Nachmittag kamen mir dann die ersten Zweifel. Was mache ich nach den 5 Wochen, wenn sie etliche Wunden aufgerissen hat? Dann hänge ich ja vielleicht wenn es schlecht läuft, 1 Jahr ohne Therapeuten da, vorausgesetzt ich finde überhaupt jemanden, mit dem die "Chemie" stimmt. Wartelisten sind ja überall lang, vorausgesetzt ich schaffe es überhaupt auf diese Liste. Kenne ich ja leider bei der Suche damals nach einem Therapeuten für Verhaltenstherapie.

• #1


8 Antworten ↓

Lunatica
Vor zwei Jahren, als ich den Termin bei meiner Psychologin hatte, war es gleich eine Doppelstunde.
Sie hat Fragen von der Kindheit bis zum Jetzt gestellt, in zwei Stunden vielleicht alles im Schnellprozess und durcheinander. Jedenfalls hatte ich anschließend einen Termin beim Radiologen, wobei mein Blutdruck auf fast 200/110 war.
Ich habe es noch bis zum Tschibo gegenüber geschafft. Es war eine Panikattacke und meine Gedanken haben sich nur um meine Tochter gedreht. Wie ein Film wenn man stirbt. Es konnten mich einige Leute wieder beruhigen aber der Notarzt kam trotzdem.
Panikattacke und unterzuckert.
Ob es an der zweistündigen PT lag kann ich leider nicht sagen.

• #2


A


Hallo Sonne59,

Tiefenpsychologie Erfahrungen

x 3#3


Nuance
Ich kann Deinen Gedankengang sehr gut nachvollziehen.
Es ist wirklich von Vorteil, wenn sich alles leicht verdrängen läßt bzw. erst gar nicht verdrängt werden muss.
Das Bedürfnis nach so einer Tiefenpsychologie könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Vergangenheit problematischer war und auf- bzw. bearbeitet werden sollte.
Oder aber es ist wie bei der Werbung. Wir sind heute alle derart aufgeklärt und informiert, hören von solchen Therapien und bezahlt werden sie auch...
Nur Durchhaltevermögen benötigt man - und das hat man meist nur, wenn es einem noch gut genug geht.

Man liest auch hier häufig von Leuten, die sich - oft nach mehrfachen - stationären Therapien alleine gelassen fühlen.

Ach - wären Beziehungen zu Menschen, mit denen man sich gut versteht, die es gut mit einem meinen und auch das richtige tun - wären sie doch endlos, lebenslang - ewig...

Viel Erfolg bzw. Glück!

• x 1 #3


Wuslchen
Hast du denn bezüglich der Thematik irgendeine Frage an uns? Oder magst dich austauschen? Das fände ich erstmal interessant und wichtig zu wissen.
Möchtest du unsere Erfahrungen lesen, magst du Tipps bei Überlegungen, generell Austausch, oder möchtest du nur teilen und loswerden wie es bei dir läuft, brauchst du diesen Ort also eher für dich?

• x 4 #4


Sonne59
Zitat von Wuslchen:
Hast du denn bezüglich der Thematik irgendeine Frage an uns? Oder magst dich austauschen?

Da ich ja ein sehr unsicherer Mensch bin, stelle ich immer sehr viele Fragen. Ich weiss aus meiner Kindheit sehr, sehr wenig. Meine Tochter sagt immer zu ihrem Bruder, Mutter brauchst du erst garnichts fragen, die weiss sowie von nichts. Daher hatte ich überlegt, vielleicht doch mal Tiefenpsychologie zu machen. Dabei kann ja aber etwas "böses aufbluppen". Da weiss ich aber nicht, ob ich dann auch damit klar komme. Es wird ja einen Grund haben, warum ich aus meiner Kindheit so wenig bescheid weiß.

• #5


Anne_S
Zitat von Sonne59:
Hatte heute nach fast 3 Wochen mein erstes Einzelgespräche mit meiner Psychologin in der Tagesklinik. Bisher habe ich nur Bekanntschaft mit ...


Hi @Sonne,
ich würde all diese Bedenken, die du hast , aktuell tatsächlich -in der nächsten Therapiestunde- ansprechen.
Wenn sie in den 50 Minuten nicht geklärt werden, dann -auch - in den nächsten Stunden.

Keinesfalls solltest du dich drängen lassen so etwas anzufangen , wenn du keine Perspektive für später hast.

Ich hatte selbst in einer Tagesklinik vor einigen Jahren eine relativ erfahrene Therapeutin, die dann tatsächlich krank wurde; statt der 50 Minuten wurden mir dann - nur auf meine Initiative hin (!) - gerade mal 20 Minuten von einer Kollegin als Ersatz angeboten.

Ich hatte damals recht viel Therapieerfahrung ; dennoch fand ich das ziemlich daneben.
Will dir keine Angst machen; aber eine intensivere Therapie kannst du später- nach der Klinik- ja immer noch machen.
Dann eben gut überlegt.

• x 1 #6


W
Ich hatte 2014 das Glück, direkt eine Therapeutin für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zu finden, mit der es auf Anhieb super gepasst hat. Und ich für meinen Teil kann nur sagen, dass das die beste Entscheidung meines Lebens war.

Bis letztes Jahr habe ich locker fünf Therapien bei ihr absolviert, die mir auch immer geholfen haben. Von den rezidivierenden Depressionen mal abgesehen, hat sie mich auch beim Verlust meiner Eltern begleitet, was ebenfalls hilfreich war.

Jedenfalls haben wir im Laufe der Zeit vieles aus der Kindheit aufgearbeitet, und ich muss sagen, dass mir das enorm geholfen hat. Ich kann wirklich sagen, dass da etliche Aha-Momente dabei waren und mich dadurch als Mensch arg weiterentwickelt habe. In der letzten Therapie ging es hauptsächlich um Identität, was seinen guten Teil dazu beigetragen hat, dass ich mich selbst jetzt wesentlich mehr mag und mit vielen Aspekten, die noch im Argen lagen, meinen Frieden gemacht habe.

Gerade in den ersten Therapien sind wir weit in meiner Kindheit zurückgegangen, sogar bis zur Geburt, aber grundsätzlich kann der Psychologe auch nur mit dem arbeiten, was du ihm sagst. Wenn du ohnehin nur wenige Erinnerungen hast, wird es natürlich schwierig. Ich hatte z.B. sehr viele Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend, weil ich mir ohnehin viel merke, und das war für die Therapie natürlich Gold wert.

Allerdings bekam ich zu Beginn auch gleich den „Disclaimer“, dass das, was wir da herausarbeiten, grundsätzlich Hypothesen seien. Da kann man sich dann überlegen, ob diese Schlussfolgerungen logisch sind. Wie es ja auch eigentlich immer ist, geht die Therapie dann ja für einen selbst im Alltag weiter. Aber wie gesagt, mir hat es eigentlich immer sehr geholfen.

• #7


Grenzgaenger
Hallo @Sonne59

Ich habe da mal eine Idee, die mir in einer ähnlichen Situation sehr geholfen hat:

Ich habe meine Geschichte vorher zu Papier gebracht, und dabei sehr schnell gemerkt wo die möglichen Ursachen begraben sein könnten (Was zunächst ein Gefühl der inneren Befreiung ausgelöst hat) bevor ich dann mit den Therapeuten gezielt genau diese Punkte angesprochen habe, so das ich danach nicht das Gefühl man hätte mich nach ein paar Stunden Hilflos zurück gelassen...

Vielleicht wäre das ja eventuell auch eine Möglichkeit für Dich?

Gruß
Gz Glaskugel

• #8


A


Hallo Sonne59,

x 4#9


Fritz
Hi Sonne59
Eine Therapie mit einem Profi Therapeuten, mit dem einfach die Chemie stimmt, ist sehr, sehr wichtig.
Ich denke, dass du zuerst die Auslöser finden musst.
Mach dir keine sorgen, die Wunden aufzureißen, denn dahinter verbirgst sich das Problem.
Finde und dann überwinde den Auslöser!
Ab da lösen sich die psychischen Probleme auf.
Das sind meine Erfahrungen.
Aber alles einfacher geschrieben als getan und von heute auf morgen passiert nix.
Also Geduld, Geduld, Geduld.
Servus

• #9

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