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Tiefenpsychologie Erfahrungen

Hi,
Ich habe hier schon einiges geschrieben und wollte mal wissen, da meine Therapeutin mich zu einer/einem Tiefenpsychologin/e geben möchte, wie Eure Erfahrungen damit sind.

Danke

13.04.2017 13:55 • #1


Cleofee
Hallo kooper,

ich mache schon sehr lange Tiefenpsychologie und finde, dass es für mich die richtige Therapieform ist.
Ich bin eine, die das "Warum" wissen muss, bevor ich mein Verhalten ändern kann. Mir ist es wichtig zu verstehen, warum ich mich auf eine bestimme Art verhalte oder woher meine negativen Glaubenssätze kommen. Erst dann kann ich über Verhaltensänderungen nachdenken und sie mit meinem Therapeuten auch erarbeiten.
Tiefenpsychologie geht natürlich ans "Eingemachte". Es kann ganz schön weh tun, wenn man Dinge aus der Kindheit wieder aufdeckt. Und es ist auch hart zu sehen, wie man andere Menschen immer wieder verletzt, das es gar nicht die Verantwortung der anderen ist, sondern die eigene.
Für mich war und ist es eine emotionale Achterbahnfahrt, aber ich habe dabei auch sehr viel über mich erfahren.
Wenn du weitere und spezifischere Fragen hast, versuche ich sie gerne zu beantworten.

L.G.

Cleofee

13.04.2017 16:22 • x 1 #2


Hallo Cleofee,
Ja.ein paar Fragen hätte ich schon. Wie du schon erwähnt hast, das wie und warum zu wissen, wäre mir auch sehr wichtig. Seit 1 1/2 Jahren mache ich eine Verhaltenstherapie und so langsam kommt meine Therapeutin an ihre Grenzen. Das ganze geskille, die ganze gewaltfreie Kommunikation, das ewige, wir sind alle Individuen usw. ist alles ok, aber genau das ist es, was mir Sorgen macht. Warum soll ich mich ändern? Ich finde mich doch super, so wie ich bin. Nur stoße ich, seit ich Kinder habe an meine Grenzen und immer wieder weiter hinaus, so dass ich das alles in meinem Kopf nicht so schnell sortiert bekomme.
Jetzt zu deN Fragen: Macht man da auch Hypnose? Sollte ich jemanden suchen, der sich nur darauf spezialisiert hat? Und was genau kommt da auf mich zu?

Danke schon mal
LG

13.04.2017 16:45 • #3


Cleofee
Mein Therapeut macht keine Hypnose. Ich denke, dass das auch eine Zusatzausbildung erfordert. Mit einer leichten Trance hat mein Therapeut das bei mir mal versucht, aber da bin ich in Panik geraten. Kontrollverlust ist nicht so mein Ding. Ich bin mir da auch nicht so sicher, ob Hypnose schon gleich am Anfang so sinnvoll ist. Unser Gehirn hat viele Schutzfunktionen eingebaut, damit wir uns eben nicht erinnern. Meiner Meinung nach sollte man erstmal eine ganz normale tiefenpsychologische Therapie machen und sich langsam nach und nach mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Aber da ist ja auch jeder Mensch anders. Was sich für den einen als sinnvolle Vorgehensweise erweist, kann für einen anderen ein Flop sein.
Du könntest dir ja einen Psychotherapeuten suchen, der zusätzlich Hypnose anbietet und in den Erstgesprächen das klären. Was hält den deine derzeitige Therapeutin von der Hypnose?

14.04.2017 16:19 • #4


Wie schon erwähnt, habe ich das Gefühl, dass sie mit ihrem Latein am Ende ist und sie mich los werden will. Sie macht jetzt nächste Woche Urlaub und fragte mich, ob wir übernächste Woche auch ausfallen lassen können, als ich erwähnt habe, dass wir uns ja da wiedersehen. Und dadrauf die Woche kann sie nicht. Ich sehe sie also erst in 4 Wochen wieder. Ist schon komisch. Egal. Ich dachte, dass bei einer Tiefenpsychologischen Therapie auch Hypnose vorkommt. Wie machen die das denn, dass man sich an Sachen zurück erinnert, die man schon längst verdrängt hat?
Das Problem ist einfach, dass ich das Vertrauen in die Menschheit verloren habe und es sich jetzt wieder bei meiner Therapeutin bestätigt. Sie könnte doch mit offenen Karten spielen, aber nein, sie druxt auch nur rum. Ich kann mit "geraderaus" mehr anfangen.

LG

14.04.2017 18:47 • #5


Wie schreibe ich auch eine selbstverfasste Nachricht ?????

15.04.2017 22:52 • #6


Forenübersicht-Thema aussuchen z.b. Depressionen-Neues Thema

17.04.2017 14:28 • #7


Cleofee
Tiefenpsychologie ist reden, reden und reden.
Versuche mal etwas meine Therapiestunden zu rekapitulieren. In der Regel spreche ich ein aktuelles Problem an. Dann geht es darum was ich dabei gedacht habe und gefühlt habe, wie ich mich jetzt fühle, wenn ich das Problem schildere. Weiter schauen wir uns dann an, wann ich mich schon mal so gefühlt habe, vielleicht ähnliche Situationen. Und irgendwie kommt man dann immer weiter in die Vergangenheit. Man stellt Verbindungen zu früheren Situationen her und nach und nach kommen auch unterdrückte Erinnerungen hervor. Der Therapeut stellt auch immer irgendwelche Fragen, damit man selbst in sich immer weiter forscht. Man selbst ist halt viel am reden. Das ist allerdings ein sehr, sehr langer Prozess. Nicht umsonst ist eine tiefenpsychologische Therapie länger als eine Verhaltenstherapie. Eine Verhaltenstherapie zeigt auch schneller Erfolge als eine tiefenpsychologische Therapie. Erwarte also keine schnellen Ergebnisse. Alles braucht seine Zeit.
Das Gefühl, dass ein Therapeut einen "loswerden" will kenne ich. Das ist aber in der regel ein trügerisches Gefühl. Bei mir z.B. spielt meine hohe Verlustangst eine große Rolle. Ich habe aber gute Erfahrungen damit gemacht, meinen Therapeuten einfach zu fragen. So kann man dem Gefühl die Aussagen des Therapeuten entgegenstellen. Klappt allerdings nicht immer auf Anhieb.

17.04.2017 16:15 • #8





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