Therapie ist zu Ende - weiter behandeln lassen?

achtsamkeit
Hallo, mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dem Ende der Therapie gemacht habt. Wie seid ihr damit klar gekommen?
Bei mir ist das Kontingent leider bald erschöpft und es gibt keine Möglichkeit der Verlängerung mehr, obwohl meine Therapie meint, dass ich die Sitzungen noch brauchen würde. Nur Psychiater dürfen problemlos weiter behandeln.
Was soll ich machen? Zwei Jahre warten bis es weiter gehen kann?
Wie soll ich überhaupt die Trennung von meiner Therapeutin durchstehen????????????
Pelle

12.08.2009 12:14 • #1


Oje oje ...

Wenn ich so sehe, welche Bindungen sich da zwischen Therapeuten und Patienten so aufbauen
können lass ich das mit Therapie wohl am Besten gleich.
Kann mir auch so vorstellen, dass eine Beendigung der Therapie von einer solchen Vertrauensperson
sehr an die Nieren geht ... wär sicher bei mir auch so.

Was Du tun kannst weiß ich leider nicht - vielleicht irgendwie den Kontakt aufrechterhalten per mail?

Hoffe, Dir können andere Therapieerfahrene User da weiter helfen.

Ich drück Dich -> Kopf hoch!

Angie

12.08.2009 12:22 • #2


Hallo Pelle,

bei mir hat die Therapie ich glaube so vor ca. einem Jahr aufgehört.
Ich hatte dann 5 Jahre Therapie hinter mir und kann auch erst nach einer gewissen Zeit eine neue Therapie beantragen.
Meine Psychologin hat mir aber angeboten, wenn ich Gespräche bräuchte jederzeit dafür auch bereit zu sein.
Sie hat ein Kontingent an Gesprächen, das von den Kassen ohne Beantragung bezahlt wird.
Wie das genau von statten geht kann ich dir nicht sagen. Fakt ist jedenfalls, das ich einmal im Monat einen Gesprächstermin bei ihr habe.
Also gehen tut es und meine Psychologin ist auch kein Psychiater.

LG eichenlaub

12.08.2009 12:29 • #3


achtsamkeit
Hallo Danke erst einmal für die mitfühlenden Worte Angie. Der Gedanke an die Trennung schmerzt wirklich....
Hallo Eichenlaub, wie hast du das geschafft fünf Jahre Therapie zu bekommen? Bist du privat versichert?
Meine Thera sagt, dass wenn weiter Therapiebedarf besteht eine Grundversorgung möglich sei und die führt dann aber der hausarzt oder ein Psychiater durch. Da hat man da so 1x im Monat einen Gesprächstermin. Aber das hilft mir ja nicht, da das Problem wohl die Bindung an meine Thera ist.
Die letzte Möglichkeit wäre Stunden selbst zu bezahlen.
Pelle

12.08.2009 13:02 • #4


Hallo Pelle,

nein ich bin nicht privatversichert.

Ich habe einmal eine Verlänerung beantragt und habe mit Begründungen meiner Psychologin die Stundenzahl ohne Gutachter erhalten. Die erste Beantragung ist über meinen Arzt und meiner Psychologin gelaufen und die Verlängerung nur noch über meine Psychologin.
Hier ist es definitiv nicht so, dass diese Stunden nur von Psychiatern oder Hausärzten gegeben werden dürfen.

Mit der "Abhängigkeit zum Therapeuten" komme ich ganz gut klar, da es mit den Jahren abnimmt, um so selbstständiger ich selbst werde.
Wenn ich sie noch brauche ist es für mich ok. Ich fühle mich eigentlich auch nicht abhängig, sondern ich empfinde sie eher als Hilfe zur Selbsthilfe.

Vielleicht ist die Abhängigkeit bei dir und deiner Thera aber auch anders gelagert und deine Thera will dir helfen von Ihr loszukommen und deshalb eine weitere Versorung über einen Arzt.

Gruß eichenlaub

12.08.2009 13:57 • #5


achtsamkeit
Hallo Eichenlaub, eigenartig, dass das bei dir so läuft. Also ich bin vom Hausarzt zur Psychotherapie damals überwiesen worden. Dann mussten die Verlängerungen immer von der Krankenkasse genehmigt werden.
Ich glaube nicht, dass meine Thera "mich los sein will", weil wir die verbleibenden Stunden jetzt zeitlich auseinanderziehen, damit wir noch länger arbeiten können. Ich wäre auch die erste der sie anbietet Stunden privat zu zahlen als letzte Möglichkeit.
Kann ja auch verstehen, dass die Krankenkasse nicht ewig bezahlen.
Pelle

12.08.2009 14:57 • #6


Ja, die Verlängerungen und der Erstantrag haben wir bei der Krankenkasse beantragt.
Das war aber kein Problem.
Die jetzigen Stunden brauche ich aber nicht zu beantragen .

Also eine Überweisung bekomme ich von meinem Hausarzt auch alle viertel Jahre und damit ist alles ok.

Frage doch einfach mal deine Psychologin, ob sie dir von Ihrem Kontingent an Vorgesprächen eine Stunde im Monat für dich reservieren kann, das kann sie nämlich mit einer Überweisung von dir auch abrechnen.
Die Stunden sind natürlich eigentlich dazu da um neues Klientel kennen zu lernen.

Privat finanzierte Stunden hätte ich mir nicht leisten können.

Gruß eichenlaub

12.08.2009 17:49 • #7


Hallihallo,
also ich bin seit jetzt fast 5 Wochen aus der Therapie entlassen! Auch für mich, war es der Horror zu hören: Jetzt beginnen die letzten 4 Wochen, die ich auch in der Tagesklinik verbringen mußte! Das hieß für mich abends von den Menschen getrennt zu sein, die mich mögen und schätzen wie ich bin und mich auch sein lassen wie ich bin also, wenn ich lustig bin lustig, wenn ich traurig bin, traurig usw und die ich natürlich auch total gemocht und geschätzt habe. Außerdem zu wissen, das ich jetzt alle Probleme allein bewältigen muß ohne sie direkt mit meiner Therapeutin bearbeiten zu können. Um zu wissen: Ich war 19 Wochen in Therapie davon 15 stationär und 4 Tagesklinisch. Habe mich dort echt wohl und aufgehoben gefühlt und ich denke dieses Gefühl der Unsicherheit und Angst ist ganz normal. Bei mir war ja 2x täglich Therape, die mir jetzt auch fehlt. Aber im Moment läuft alles ganz gut. Die Angst ist normal und auch du wirst es hinbekommen, ganz sicher ich denke wir müssen einfach versuchen uns mehr zuzutrauen. Wenn du mal Fragen hast, dann frag vielleicht kann ich dir Tipps geben oder umgekehrt.

Liebe Grüsse, du machst das schon ganz sicher!!

Keki

12.08.2009 18:48 • #8


... vergeßt bitte bei all eurer Überlegung nicht, dass es inzwischen die tolle
Gesundheitsreform gegeben hat.

Ich hab noch nicht mal nen Therapeuten gefunden, aber mir wurde schon von vornherein von den Therapeuten,
mit denen ich gesprochen hatte, gesagt, dass alle Krankenkassen nur noch "ein gewisses Kontingent" an Stunden bezahlen würde -
auch in der Traumatherapie. Und dieses Kontingent sei ziemlich gekürzt worden ...

12.08.2009 19:26 • #9


...als meine ersten 50 h vorbei waren,haben meine Therapeutin und ich nochmals 25 h beantragt bei der Krankenkasse,welche abgelehnt wurden...
Meine Therapeutin ist dann in Widerspruch gegangen und sie wurden genehmigt...
Also auf jeden Fall Widerspruch einlegen...!!!

Desweiteren hat jede Therapeutin 3 Stunden im Quartal,die Sie so abrechnen kann,die könntest Du ja auch noch nutzen.
Ich habe mir die letzten Stunden aufgehoben und falls mal ein " Notfall " einkehrt,rufe ich Sie an und kann meist schnellstmöglichst vorbeikommen...


Also ,keine Sorge...


lg Sylvana

12.08.2009 19:47 • #10




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