Zitat von Dakota: Ist richtig, aber ich habe gezielt bei diesem Therapeuten eine Therapie gesucht, da er einer der ganz wenigen in meinem Umkreis ist, der ambulant CBASP anbietet (spezielle Therapieform bei chronischer Depression).
Zum Thema Handhabung - er handhabt es gezielt so, dass er eine:n anruft, er will explizit keine Nachrichten in bestimmten Zeitabständen auf dem AB, dass man nach wie vor interessiert sei. Sobald ein Platz frei ist, ruft er die Leute seiner Liste der Reihe nach an.
Als an Dysthymie Erkrankter habe ich CBASP auch schon durch und festgestellt dass bei mir persönlich Schematherapie, nachdem ich das Konzept endlich mal richtig verstanden hatte, die Therapieform ist, die mich wirklich weiterbringt und vor allem aus der Double Depression am besten heraus geholt hat, ohne Medikamente, die es sonst immer brauchte.
CBASP war lediglich hilfreich, die autobiografischen Aspekte zu beleuchten, die heute als Auslöser und Ernährer meiner chronischen Depression fungieren. Das half mir aber nicht, meinen Umgang oder Verhaltensweisen in günstigere weil zielführendere Bahnen zu leiten.
Aber nun kann ich nachvollziehen, weshalb mittlerweile die Wartezeit direkt ein Jahr bedeuten kann, da erstmal Zeit ins Land geht für den analytischen Teil der Therapie und je älter man ist, umso mehr Biografie wäre ja zu berücksichtigen. Wenn aber bislang noch nie im Rahmen vielleicht einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie die biografischen Aspekte beleuchtet wurden, kann CBASP sicher was zu Tage fördern, dass dann gezielt bearbeitet werden könnte. Als ich damals von CBASP gehört habe, waren meine Erwartungen entsprechend hoch und es war zumindest nicht schädlich, mich darauf einzulassen, aber wirklich weitergebracht fürs hier und jetzt, also dem nach der Therapie, hat es mich nicht. Aber auch bei dieser Therapie gilt, was hilft hilft. Ich wünsche Dir, dass es bei Dir so ist und sich die Wartezeit gelohnt hat.
Aus meiner CBASP habe ich mitgenommen, dass sie teilweise so behutsam war, dass ich mich in meiner Erkrankung bisweilen sprichwörtlich wohlgefühlt habe und zu wenig ein Da Rauskommen wollen präferierte. Die Schematherapie ist tatsächlich fordernder und auch teilweise hart, zwingt mich aber den Umdenkprozess voranzubringen, weil es tatsächlich den logischen Teil von mir aktiviert, der mir auch sagt, dass selbstverständlich nur ich umsetzen kann, was ich umsetzen will, also das „erlernte“ anwenden sollte oder sogar muss, wenn es mir besser gehen soll.