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Therapeut hält Zusage nicht ein

Dakota
Es stimmt schon, generell wird es immer schwieriger und Wartelisten bzw. Wartezeiten immer länger. Die einen sagen, der Bedarf sei gestiegen, die anderen sagen es würden sich mehr "trauen" in Therapie zu gehen. Vielleicht kommt auch beides zusammen. Fakt ist, es gibt mehr Bedarf als Angebot und ich werfe mal etwas Provokantes in die Runde-Psychotherapiepraxen sind Goldgruben. Theras können sich Klient:innen/Patient:innen aussuchen. Sicher gibt es viele gute Theras, aber es gibt eben auch (wie in jeder Branche) die abgestumpften, faulen, Job nach Schema, keine Weiterbildung (warum soll man sich auch mit aktueller Wissenschaft und Einschätzungen auseinander setzen? Geld fließt doch, Patient:innen rennen die Bude ein), kein Updaten neuer Diagnosekriterien etc. etc. Ich habe Dinge erlebt... da fasst man sich den Kopf. Da frage ich mich immer, warum manche Theras studiert haben, wenn sie nicht bereit sind, sich auch in bisher für sie fremde Sachverhalte einzulesen etc.
Ich blicke mittlerweile auf über 30 Jahre Therapieerfahrung zurück und mein Fazit-noch nie war es so schwer, einen Therapieplatz zu bekommen. Was sich vielleicht positiv verändert hat-die jungen Theras, die, die quasi frisch von der Uni und der Ausbildung kommen, sind eher bereit, wissenschaftlich und konkret zu arbeiten, während viele ältere Theras nur Job nach Vorschrift machen und ehrlich gesagt nur labern und nicken, wie schwer alles sei.

x 2 #31


Dys
Ich kann mich über meine Therapeutinnen nicht beschweren. Fachlich versiert und auf ihrem Gebiet kompetent. Allerdings brachte mir eben tiefenpsychologisch fundierte Therapie nur bedingt etwas. Die Vehaltenstherapien waren für mich aufschlussreicher. Es macht auch einen Unterschied ob und in welcher Reihenfolge die Therapieformen konsultiert werden. Es kann durchaus sinnvoll sein verschiedene zu machen. Aber es kann auch sein, dass erstmal mittels Verhaltenstherapie ein zurechtkommen im aktuellen Leben möglich gemacht wird, bevor ein zurückliegendes Trauma überhaupt in Angriff genommen werden kann. Oder eben auch umgekehrt. Das findet man meines Erachtens am besten heraus, indem man das mit dem Therapeuten auch bespricht, bevor man einen Behandlungsvertrag macht.

Tatsache ist aber auch, Therapeuten wollen und müssen Geld verdienen. Und Kassen zahlen nach Gebührenordnung. Vermieter von Praxis Räumen interessiert das aber nicht, wenn sie ihre Miete festsetzen. Auch Weiterbildung kostet Geld und vielleicht will das ein Therapeut kurz vor der Rente dann auch nicht mehr investieren. Jede Mediale hat zwei Seiten. Dennoch ist Frust bei Klienten völlig nachvollziehbar und verständlich. Es lässt sich aber nicht pauschalisieren, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Genauso wenig, wenn man gute gemacht hat. Es ist wie eigentlich bei allem, gerne auch komplexer als man denkt.

#32


A


Hallo Dakota,

Therapeut hält Zusage nicht ein

x 3#3


Dakota
Es gibt genügend Therapeut:innen, die bspw. gerne BG Patient:innen nehmen, da bekommen sie extra Geld und können noch zusätzlich Entspannungstraining absetzen. Manche Praxen legen da eine Matte aus und machen nichts. Alles schon mitbekommen. Woher ich das weiß? Insiderkenntnisse durch Leute, die in Praxen Management machen (Termine, Telefon, Abrechnung etc.). Es kommt übrigens gar nicht so selten vor, dass die Kassenärztliche Vereinigung eine Praxis anmahnt, wenn auffällt, dass zu viele Patient:innen behandelt werden und dies nicht mit den Vorgaben übereinstimmt.
Zuletzt in einer Klinik habe ich ebenfalls erlebt, wie versierte Psychotherapeut:innen mir weis machen wollte, Binge eating habe damit zu tun, durch Schokolade Muttermilch aufnehmen zu wollen.
Essstörung ist nun wahrlich keine "exotische Diagnose" sondern Grundstock des therapeutischen Wissens.
Ich möchte das Tätigkeitsfeld der Theras entmystifizieren. Es gibt viele schwarze Schafe.

x 1 #33


Fritz
Hi Dakota
Ich denke über unsere Einstellungen und vor allen deren der Ärzte, Therapeuten usw..
Viele sind arrogant, viele kennen sich nicht besonders aus und viele denken nur an sich selbst.
Viele Ärzte oder Therapeuten besitzen nur Bücherweisheien und mit dieser Weisheit glauben sie, andere therapieren zu können.
Termin: ein Jahr, das macht doch nichts.
Naja, darüber sollten wir mal nachdenken.
Es ist grausam, wie da mit dir umgegangen wird.
Mehr kann ich nicht sagen, traurig, traurig, traurig

x 1 #34


E
@Dakota
Liebe Dakota,

ich danke dir sehr für deinen Beitrag zu diesem Thema.

x 1 #35


Dakota
Update: Ich habe mich nun nach insg. 5 Terminen (2 x Sprechstunde und 3 x Probatorik) gegen den besagten Therapeuten entschieden. Es passt einfach vorne und hinten nicht. Ich brauche Verständnis und Empathie in einer Therapie, um meinen Weg mit Mut und Hoffnung gehen zu können. Bei ihm war es ein Kampf, jedes Mal. Gewisse Verhaltensweisen von mir, die einfach mit meinem Charakter/Hochsensibilität zu tun haben, haben ihn irritiert und ich spürte, dass er darin ein Problem sah. Meine Versuche, ihm zu erklären, dass das gesund ist wenn ich Prinzipien habe und nichts mit der Depression zu tun haben, griffen nicht. Er diskutierte mit mir tatsächlich auch über Politik, weil ich erwähnte, dass ich früher politisch aktiv gewesen sei (er fragte nach Biographie). Es irritierte ihn, dass ich nicht in einer Partei sondern u.a. im Rahmen eines Kulturvereins aktiv war, er lachte sogar und meinte, Kunst und Politik, na ja, ob das zusammen gehört. Ich konterte und argumentierte, dass man sich bei einigen etablierten Parteien durchaus fragen darf, ob das Realpolitik sei oder Satire. Er hat den Punkt nicht verstanden und ich dachte mir, ich vertue da meine Zeit, ich kämpfe, erkläre, rechtfertige mich. Das passt alles nicht. Für mich ist der definitiv nicht geeignet.

x 5 #36


Dys
@Dakota
Wenn es nicht passt, dann ist das so. Ich würde es abhaken und mich dann Anderem widmen. Vielleicht passt es bei einem anderen Therapeuten oder einer Therapeutin. Die probatorischen Sitzungen sind ja dazu da, genau das herauszufinden.

x 1 #37


Dakota
Zitat von Dys:
Vielleicht passt es bei einem anderen Therapeuten oder einer Therapeutin.

Ja, ich hatte ja noch einen anderen Ansprechpartner und für den habe ich mich nun entschieden. Ich hatte Glück, sonst stünde ich jetzt ohne da.

x 8 #38


E
@Dakota

Ich 🤗mich für dich und hoffe, du hast jetzt jemanden gefunden, der dich versteht.

x 1 #39


mecca
Also ganz ehrlich, so wie Du in meinem Ärzte Post aufgetreten bist und hier schreibst.
Dich hätte ich auch nicht gern als Patientin. Du ziehst hier in einer Tour über einen Berufsstand her, von dem Du Dir Hilfe einforderst und am Ende ist aber keiner gut genug für Dich.
Ich lese ganz viel Ansprüchlichkeit aus Deinen Zeilen heraus, viel Gemeinheit, Hass und Neid auf andere.
Gleichzeitig möchtest Du bedauert werden, weil Du ja so "hoch sensibel" bist. Das gilt aber anscheinend nur für Dich selbst, mit anderen Leuten gehst Du nicht besonders sensibel um. Was für eine Doppelmoral Du fährst.
Dir sollen alle alles recht machen und was machst Du, rumpöbeln, jammern und über diese böse Welt schimpfen in der ja alle so doof und ungerecht sind.

Da kann ich ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln.
Kleiner Tipp, so wirds schwierig mit einer gut laufenden therapeutischen Beziehung zwinkern Jeder Therapeut der was drauf hat riecht den Braten gleich bei Dir und at dann wohl lieber keine zeit für Dich. Wer möchte sich schon so entwerten lassen.
Aber sicher bist Du ganz arm dran und darfst deswegen so mit anderen umspringen.

#40


A


Hallo Dakota,

x 4#11


Dakota
Gekränkte Persönlichkeiten werden immer gleich so herrlich persönlich. 😅
Ist das histrionisch bei Dir?

#41

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