Tagebuch schreiben bei Angststörungen & Panik

TräneausKristal.

Ich weiß nicht, ob es jemanden nützlich sein kann, aber ich möchte euch einmal ein Arbeitsblatt
geben, das wir in der Klinik erhalten haben.

Jede Angstsituation kann man damit durch spielen und es immer und immer wiederholen. Es soll helfen,umzudenken.

Das Ganze dauert natürlich seine Zeit,aber wenn mann immer am Ball bleibt, sehr hilfreich....


Situation:

hier schreibt ihr eure Angstsituation hin. (Z.B.Der Chef möchte mich sprechen)

Gefühl
das Gefühl das ihr dabei empfindet (z.B. Angst )
wie intensiv?(0%-100%)
(z.B. 90%)


Negativer Automatischer Gedanke (NAG)
1.Was ging mir durch den Kopf?
(z.B. Ich habe etwas falsch gemacht)

2.Wie wahr erschien mir der NAG? (0%-100%)
(z.B. 85%)



Antwort:Positiver Angemessener Gedanke (PAG)
1.Antwort auf den NAG (s.u.)
(z.B. Der Chef möchte nur den Dienstplan mit mir besprechen)

2. Wie wahr erscheint mir die Antwort? (0%-100%)
(z.B. 80%)




Ergebnis
1. Wie wahr erscheint der NAG jetzt? (0%-100%)
(z.B. 10%)

2. Wie intensiv ist das Gefühl jetzt?(0-100)
(z.B. 10%)



Was ich daraus lerne:
(z.B. das ich nichts falsch gemacht haben MUSS, nur weil der Chef mit mir sprechen möchte)


Fragen zur Anregung, um positive, angemessene Gedanken zu finden:

* Was spricht dafür, was dagegen, dass der NAG wahr ist? Gibt es eine andere Erklärung?
*Was könnte schlimmstenfalls passieren? Könnte ich es überleben? Was könnte bestenfalls passieren? Was passiert am wahrscheinlichsten?
*Welche Konsequenzen hat meine Überzeugung, dass der NAG wahr ist? Welche Konsequenzen hätte der PAG?
*Wenn ein guter Freund, eine gute Freundin in dieser Situation diesen Gedanken hätte, was würde ich ihm/ihr sagen?


Das kann man jetzt natürlich mit jeder Situation durch spielen...U-Bahn fahrten, Einkaufen,Wohnung verlassen,Rede halten...

Bei der Prozentzahl nicht lange überlegen, einfach schreiben was grad als erstes kommt....

03.11.2010 06:28 • #1


Avatar

soulmate88

375
15
2
So etwas ähnliches ist das ABC-Schema

Muss sich aber nicht unbedingt auf Angst beziehen, sondern generell darauf wie man auf Situationen reagiert, sie bewertet, welche Gefühle ausgelöst werden und natürlich ganz wichtig wie man die Gedanken ändern kann, um die Gefühle positiv zu beeinflussen oder abzuschwächen.

Wenn gewünscht kann ich das ja nochmal genauer beschreiben und ein Beispiel dazu geben

19.02.2011 21:30 • #2

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag