Suche Freundin für immer bzw Leidensgenossin

Venla86

Hallo ihr Lieben,

ich bin Sarah, 34, wohne in Karlsruhe. Ich bin verheiratet und wir haben eine Tochter. Ich bin seit 5 Jahren an einer Depression erkrankt. Damals habe ich die Depression mit Citalopram, einem Antidepressivum bekämpft und war bei einer ambulanten Psychotherapie. Diese Dame war sehr unprofessionell und hat mit Dinge empfohlen und geraten die schon Ehen zerstört haben, wie ich bei den Googlebewertungen schon gelesen habe. Ich bin seit damals also seit 5 Jahren auch in engem Kontakt mit meiner Psychiaterin. Seit Oktober/November ist jetzt die 2. Episode meiner Depression mit voller Wucht zurück. Das liegt an meiner Kindheit/Jugend und Vergangenheit. Auch damals also vor 5 Jahren war das rückblickend betrachtet die Ursache. Ich habe früher in meiner Jugend von meinen Eltern und meiner Schwester immer eingetrichtert bekommen: "Du bist nix, du kannst nix. Nimm dir ein Beispiel an deiner Überfliegerschwester". Wie kann man so etwas zu einer Jugendlichen sagen, die eh eine Einzelgängerin war und auch in der Schule gemobbt wurde. Heute wenn ich meine Eltern und meine Schwester darauf anspreche war alles natürlich ganz anders, es war nur gut gemeint und keiner will das jemals zu mir gesagt haben.
Meine Schwester und meine Mutter meinen bis heute mir mit Ratschlägen, die sie mit Worten formulieren mit "Du musst. .", mein Leben verändern zu müssen. Deshalb hab ich den Kontakt zu meiner Schwester aufs Nötigste beschränkt, da sie mir weh tut. Meine Mutter meint immer zwischen uns vermitteln zu müssen. Und so weiter und so fort. Ich nehme Aktuell Venlafaxin morgens 150mg ein und bin seither deutlich positiver gestimmt als vor einigen Wochen als ich noch Citalopram einnahm.
Ich hatte Ende Januar 2021 aufgrund des Einweisungsscheins meiner Psychiaterin, einen Termin zum Vorgespräch in der Psychosomatischen Klinik des Diakonissenkrankenhauses Karlsruhe-Rüppurr. Die Ärztin hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und ich hab mich wohl, ernst genommen und gut aufgehoben gefühlt, Wir sind einen Fragebogen durchgegangen und ich habe mich auf die Warteliste für eine stationäre Therapie setzen lassen. Ich würde dann 6 Wochen stationär aufgenommen werden. Als ich das meiner Mom erzählt hat hat sie das natürlich wieder nicht ernst genommen. Sie und meine Schwester sind daran Schuld dass ich mindestens einmal die Woche Suizidgedanken habe. Aber wenn ich das meiner Mutter sagen würde, dann wäre sie wieder so down, dass sie mir wieder an den Kopf werfen würde wie schon mal dass sie auf das Leben keine Lust mehr hat. Sie hat mich damit schon mal emotional unter Druck gesetzt.
Parallel zu der Warteliste und der Behandlung bei meiner Psychiaterin habe ich jetzt mit einer Psychotherapeutin den Konsiliarbericht meiner Hausärztin zur Beantragung einer Kurzzeittherapie bei meiner Krankenkasse eingereicht. Meine Psychotherapeutin nimmt mich ernst und arbeitet mit mir Konflikte meiner Vergangenheit auf. Aber jetzt muss ich erst mal warten bis die Krankenkasse (DAK) den Antrag genehmigt. Die Therapie tut mir gut und jetzt hab ich erstmal keine Stunden mehr und das schlägt mich sehr nieder und macht mir Angst.
Warum ich das ganze jetzt hier schreibe, ich hatte nur eine wirkliche Freundin, diese lebt komplett anders als ich, ist zwar für mich da gewesen, aber versteht mich oft nicht. Diese hat mir jetzt am Telefon gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr möchte, weil sie meine Tochter störend findet und nichts mit depressiven Menschen zu tun haben möchte. Das hat mir fast den Boden unter den Fußen weggezogen. Wie kann man so etwas sagen? Es war dann rückblickend betrachtet keine Freundin.
Ich hatte außer ihr keine Freundinnen. Mein Mann und meine Tochter stehen zu 100% hinter mir und ich bin ihnen so dankbar.
Aber ich suche hier nun eine Seelenverwandte, die das gleiche Problem hat, mich versteht, vielleicht auch Mama ist und auch meine Freundin bleibt und nicht nach dem ersten Konflikt mich wieder verlässt und das auch noch ohne Angaben von Gründen. Ich bin ehrlich, hochsensibel, zuverlässig, hilfsbereit und kein Topmodell.
Ich würde mich sehr über eure Nachrichten freuen.
Bitte schreibt mir eine private Mail.

Ich sende euch viele liebe Grüße und bleibt gesund.

Sarah

08.03.2021 13:50 • #1


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Debra

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Huhu ich bin auch Mama aber aus NRW ich habe schon ganz ähnliche Situationen bzgl "Freunden" und Psychologen erlebt und habe Depressionen und Bipolare Störung.
Ich habe auch niemanden außer meinen relativ neuen Lebensgefährten und meinen Sohn. Ich bin 26. Wenn du magst kannst du mich gerne auch privat anschreiben.
LG Debra

05.04.2021 16:44 • #2

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