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Sohn 18 Jahre hat psychische Probleme - wie helfe ich ihm?

Karin1972

Hallo zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen: ich bin 46 Jahre alt und Mutter eines 18jährigen Sohnes. Ich habe mich von meinem Mann getrennt, als mein Sohn 7 Jahre alt war. Es lief alles gut bei uns. Als mein Sohn 14 Jahre alt war hat sein Vater den Kontakt abgebrochen und hat bis heute kein Interesse an seinem Kind. Seitdem geht es auf und ab in unserem Leben. Mein Sohn war die letzten Jahre schon 3x in der Kinder und Jugendpsychiatrie, da er zuhause keine Struktur anwenden kann. Sobald andere ihm sagen was er machen muss, klappt es, bei mir leider nicht. Er ist ein intelligenter Bursche, liebenswert, höflich, hilfsbereit. Aber er steht sich leider immer wieder selbst im Wege. Er bekommt jetzt Medikamente, aber ich habe nicht das Gefühl das die so richtig helfen.
Er kommt morgens nicht aus dem Bett, steht total neben sich. Nachmittags geht es dann wieder, und nachts kann er nicht schlafen. Er hat momentan nicht die Kraft, selbst an seiner Situation was zu ändern. Nun steht wieder die Entscheidung an, ob er in eine Klinik kommt oder in ein betreutes Wohnen.
Ich hoffe, dass ich hier richtig bin und gleichgesinnte Angehörige finde.

08.05.2019 08:23 • #1


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mutmacher

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Traumatische Vergangenheit, die Dein Sohn da hinter sich hat- auch gerade, dass sein Vater keinerlei Interesse an ihm zeigt, wird ihn sicherlich schwer verletzt haben.
Darf ich fragen, was Dein Sohn gerade macht- geht er noch zur Schule, Ausbildung od. jobt er ?
Warst Du schon mal bei einem sozialpsychiatrischen Dienst mit ihm ? Gibt es fast in jedem größeren Ort- da auch angeschlossen Angehörigen-Treffen für psychisch auffällige Menschen, die sich gegenseitig austauschen u. unterstützen. Diese Dienste werden von Fachpersonal geleitet und können in Konfliktsituationen, wie bei Dir jetzt gerade sehr gut weiterhelfen.
Hast Du als Mutter einen guten vertrauensvollen Kontakt zu Deinem Sohn, öffnet er sich Dir gegenüber oder ist er eher verschlossen ?
Wie sieht er sich selbst ?

08.05.2019 11:09 • x 1 #2


Karin1972

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung
Er macht gerade eine Beruflichen Vorbereitungs Maßnahme über das Arbeitsamt. Am Anfang lief es super, aber dann hatte er zwei Bänderrisse und das hat ihn wieder nach hinten geworfen. Es wurde festgestellt, dass er hochsensibel ist und alles dann viel schlimmer empfindet. Der sozialpädagogische Dienst ist im Gespräch mit mir, er meint auch das eine Unterbringung bzw von zuhause raus, gut für ihn wäre. Wir haben ein tolles Verhältnis, in manchen Phasen öffnet er sich mir gegenüber total, an manchen wieder gar nicht.

08.05.2019 11:39 • #3


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mutmacher

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Dass Ihr ein gutes Verhältnis habt ist doch super- und sicher normal für sein Alter ist auch, daß er sich hin und wieder verschließt.
Ein betreutes Wohnen ist doch eine gute Sache um etwas selbständiger zu werden und wenn man Dir das anrät, würde ich das machen an Deiner Stelle. Sehen könnt Ihr Euch ja trotzdem öfter, je nach Bedarf- finde ich gut.

08.05.2019 14:11 • #4


Karin1972

Das denke ich auch, das es eine gute Wahl wäre.
Wüsstest du eine Maßnahme, diese Blockade zu lösen? Wir wären mal einer Heilpraktikerin und die hat Kinesiologie angewendet. Da ist das Innere von ihm schon ziemlich ausgebrochen. Oder ich habe auch schon über Hypnose nachgedacht, aber ich möchte natürlich auch nicht, daß es schlimmer wird.

08.05.2019 14:26 • #5


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mutmacher

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Wir sind ja hier ein Laienforum und würden uns sicher zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn wir medizinische Ratschläge geben würden und Deinen Sohn gar nicht kennen. Vlt. kannst Du seinen behandelnden Arzt mal befragen oder vlt. wäre eine psychiatrische Tagesklinik hilfreich.
Ich denke, dass Du noch den ein oder anderen Tipp hier bekommst.

08.05.2019 15:45 • #6


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Alexandra2

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Liebe Karin,
Herzlich willkommen im Forum.
Mir ist noch nicht klar, was genau das Problem ist und welche Diagnosen gestellt wurden? Kannst Du da bitte noch mehr berichten?
Manches klingt wie bei uns, mein Sohn ist 19
Liebe Grüße
Alexandra2

08.05.2019 20:57 • #7


Karin1972

Also das Problem ist das er bis mittags schläft, keine Motivation hat in die Maßnahme zu gehen (da ist er auch ziemlich unterfordert). Diagnose: psychosomatische Störung.
Er kann alleine irgendwie nichts durchziehen, hat keinen Ehrgeiz, außer bei seinen PC spielen. Er ist intelligent und könnte so viel für sich erreichen, aber es klappt nicht. Er wird so auch immer träger und fauler.

08.05.2019 21:06 • #8


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Alexandra2

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Mir fällt dazu ein:
Unterforderung, die krank macht,
Ziellosigkeit- was will ich machen? Das war bei uns ein sehr zäher Prozess unter vier Augen, und dann Berufsberatung, Lerncoaching danach
Mein Sohn meinte, gar nichts machen zu müssen nach Schulende, das habe ich konsequent abgelehnt. Wenn er keinen Ausbildungsplatz gefunden hätte, hätte ich ihn zur Arbeit geschickt, bis irgendwann rumlungern dulde ich nicht, der Absturz wäre hier vorprogrammiert gewesen
Es könnte auch eine Depression und Antidepressivas/ADHS bestehen. Das würde die Antriebslosigkeit erklären. Ist Dein Sohn beim KiJu Psychiater? Dort könnte er ggf in einigen Sitzungen mit dem Psychologen das Problem näher einkreisen, das wäre bestimmt gut für sein Selbstwertgefühl.
es könnte eine Durchhängerphase sein?

08.05.2019 21:23 • #9

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