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Sohn mit Depressionen ist in Klinik - 17 Jahre alt

Wolkenboot

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Hallo,
mein Sohn, 17, ist seit 2 Wochen in der Akutpsychatrie für junge Erwachsene. Er hat mir und meinem Mann vor ca 3 Wochen gesagt, dass er depressiv ist. Wir haben sofort alles in Bewegung gesetzt und über Kontakte sehr schnell einen Platz bekommen. Wofür wir sehr dankbar sind.
Abgesehen von der Hilflosigkeit, die uns immer wieder überfällt, dieser Machtlosigkeit, diese Traurigkeit. .wie bleiben wir für ihn stark?
Und was könnte ihm eine Freude bereiten, ich meine ich würde gerne eine Kleinigkeit in seine Wäsche packen. was könnte es sein? Hilft ihm das?
Des Weiteren sind wir sehr unsicher: was darf man sagen, was nicht. .
Ich muss doch meinem Kind irgendwie helfen können?
Liebe Grüße
Heike
Er weiss jetzt schon, dass er nur 6 Wochen drin bleibt. Die Therapien sind irgendwie nichts für ihn. Gibt sich das? Findet er die Therapien irgendwann hilfreich?

07.09.2020 10:19 • x 1 #1


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Hallo Wolkenboot erstmal willkommen hier im Forum.
Zitat von Wolkenboot:
wie bleiben wir für ihn stark?

Das ist sicher eine Frage, die euer Elterherz euch stellt, nur beantworten lässt sie sich nicht ganz so pauschal. Wichtig ist für Angehörige von Betroffenen glaube ich , dass sie sich nicht permanent mit Sohn und Depression beschäftigen, sondern in der Zeit auch mal was für sich macht. Vielleicht genießt man das nicht ganz so sehr wie sonst, aber kleine Inseln der Ruhe innerhalb des Tages können helfen aus dem Sorgenkarussel auszusteigen
Zitat von Wolkenboot:
Und was könnte ihm eine Freude bereiten,

Da ist noch schwieriger, aber ich würde es mit Dingen versuchen die ihm vor der Depression gefallen haben. Eine bestimmte Sorte Schoki, Fotos von ihn und seinen Freunden vielleicht.
Zitat von Wolkenboot:
Er weiss jetzt schon, dass er nur 6 Wochen drin bleibt. Die Therapien sind irgendwie nichts für ihn. Gibt sich das? Findet er die Therapien irgendwann hilfreich?

Wenn man tief drin steckt hat man für Therapie zu Anfang keinen Blick, das muss sich erst einmal einspielen.
Euch viel Kraft

07.09.2020 10:37 • x 2 #2


Wolkenboot

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Vielen lieben Dank für die schnelle Nachricht.
Das hilft mir schon mal. Dankeschön.
Es ist halt sehr schwer, wenn man sieht, wie sein Kind leidet. Ich habe meinen Mann zum ersten Mal richtig weinen sehen.

07.09.2020 11:57 • x 2 #3


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Da hast du recht, es ist schlimm das mitanzusehen, ich weiß noch wie ich meinen Eltern damals erzählt hab dass ich wegen meiner Panikstörung in die Klinik möchte. Ich hab sie noch nie vorher so voll Schmerz gesehen.

07.09.2020 12:09 • x 2 #4


Wolkenboot

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...aber es ist gut soviel Vertrauen zu seinen Eltern zu haben.

07.09.2020 12:24 • x 2 #5


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111Sternchen222

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Das Stimmt auch! Ich hoffe dass ihr den beschwerlichen Weg gemeinsam gut überstehen könnt.

07.09.2020 12:30 • x 1 #6


bones

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Eins versteh ich nicht so ganz. Denn wie kann man vorher sagen, dass man nur 6wochen in der Klinik bleibt, wenn man überhaupt nicht wissen kann, wie sein Zustand da dann ist!?! Wenn sein Zustand sich nicht bessert, und dann? Entlassung trotzdem oder wie gehen die in der Klinik vor?

07.09.2020 17:59 • x 1 #7


Wolkenboot

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Zitat von bones:
Eins versteh ich nicht so ganz. Denn wie kann man vorher sagen, dass man nur 6wochen in der Klinik bleibt, wenn man überhaupt nicht wissen kann, wie sein Zustand da dann ist!?! Wenn sein Zustand sich nicht bessert, und dann? Entlassung trotzdem oder wie gehen die in der Klinik vor?

Lt Auskunft von meinem Sohn hat man da wohl Mitspracherecht. Ich denke, dass es so eine allgemeine Erklärung war, denn eine endgültige Diagnose steht bei ihm noch nicht fest. Die Medikamente wurden auch schon verändert.
Mir kommt das auch komisch vor.
Ich muss abwarten. Die Diagnose soll wohl Mitte der Woche kommen (wurde aber auch schon vor einer Woche angekündigt).
Da mein Sohn im Oktober 18 wird, wird er auch als Erwachsener behandelt.

07.09.2020 18:28 • x 1 #8


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Irgendeine

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Zitat von bones:
Denn wie kann man vorher sagen, dass man nur 6wochen in der Klinik bleibt, wenn man überhaupt nicht wissen kann, wie sein Zustand da dann ist!?! Wenn sein Zustand sich nicht bessert, und dann? Entlassung trotzdem oder wie gehen die in der Klinik vor?

Das ist in vielen Kliniken so. Wenn es einem danach nicht besser geht, darf man gehen oder kommt wieder auf eine Akutstation (falls man auf einer Therapiestation war) bzw. sogar auf die Geschlossene.
Wurde mir auch mehrfach "angeboten" bzw. ist so passiert: Entweder Geschlossene (ein Mal sogar mit Androhung eines PsychKG) oder nach Hause.

Das Problem ist, dass Therapiestationen teuer sind. Es gibt Fallpauschalen und irgendwann zahlt die Klinik drauf. Also darf man nur bleiben, wenn es einem wirklich so schlecht geht, dass es medizinisch nicht anders zu verantworten ist. Denn dann kann der Arzt das mit Eigengefährdung begründen und die Krankenkasse muss zahlen. Aber jemand, der an dem Punkt ist, gehört (in den Augen der Krankenkasse) dann halt nicht auf eine Therapiestation.

07.09.2020 18:40 • x 1 #9


Wolkenboot

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Vielen lieben Dank für die Info

09.09.2020 18:55 • #10


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Alexandra2

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Liebes Wolkenboot,
Eine Freundin schickte mir ein Carepaket mit selbstgebackenem Kuchen, leichter Lektüre und eine sehr persönliche Karte. Das hat mich zutiefst berührt.
Liebe Grüße Alexandra

09.09.2020 19:49 • x 1 #11


Wolkenboot

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Vielen lieben Dank für deine Antwort. Mein Mann und ich haben ihm heute eine persönliche Karte mit einer Leckerei aus der Kindheit gebracht. Er war sehr gerührt.
Wir haben ihm u.a. geschrieben, dass er uns immer auf seiner Seite hat.
Ganz liebe Grüße
Heike

09.09.2020 20:31 • x 4 #12

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