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Selbsthass Ursachen - wie damit umgehen?

LucyChan

LucyChan

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Seit ich mich erinnern kann hasse ich mich selbst und habe kein Selbstwertgefühl, geschweige denn Selbstbewusstsein. Meine Eltern haben mir mal erzählt dass das schon immer so war. Auch in frühster Kindheit habe ich wohl des Öfteren gesagt dass ich mich selbst hasse und das ich nicht leben möchte.
Meine Eltern haben mich immer in allem was ich gemacht habe unterstützt. Sie haben nie Sachen gesagt wie dass ich zu nichts tauge oder nichts auf die Reihe bekomme, oder dass ich was nicht kann.
Allerdings hatte ich seit Jahren enorme Probleme mit meinem Vater. Wir stritten jeden Tag, über belanglose Dinge. Wir haben uns angeschrien und manchmal schlug er mich auch. Ich durfte nur selten raus gehen, wenn dann musste ich sehr früh zuhause sein, ich musste wegen allem fragen, z.B. ob ich mir ein Glas Wasser trinken darf oder was essen darf (wenn wir denn was zu essen hatten) Ich war also quasi immer zuhause eingesperrt. Ich denke daher kommt meine Sozialphobie. Auch als ich 18 wurde musste ich noch wegen allem fragen und durfte nicht immer raus. Dank meinem Therapeuten und einem Kompromiss habe ich seit einigen Monaten endlich die Freiheiten die ich brauche. Seit dem ist das Verhältnis mit meinem Vater auch besser. Nur wenn er gestresst ist, z.B. von der Arbeit lässt er das gerne mal an mir aus.
Von der Grundschule bis in die 7./8. Klasse hin wurde ich von meinen Mitschülern gemobbt. Sie schlossen mich überall aus (manchmal auch ein), nutzten mich aus, beleidigten mich usw.

Mein Selbsthass war mal so schlimm dass sich mein Unterbewusstsein eine Figur dafür ausgedacht hat. Die sah genauso aus wie ich, nur dünner, hübscher und Selbstbewusster. Sie hat mich wegen allem niedergemacht, mich beleidigt, bei allem gesagt dass ich das nicht schaffe usw. Mittlerweile ist sie nur manchmal da, das mich runtermachen habe ich wieder selbst übernommen.

Ich kam mit meinem Therapeuten zu dem Schluss dass mich mein Selbsthass beschützen will. Vor Kritik von anderen, weil wenn ich mich selbst schon wegen irgendwas runter mache, dann tut es nicht so sehr weh wenn andere das tun. Dennoch kann ich null mit Kritik umgehen.
Ich bin dabei zu lernen damit umzugehen. Ihn zuzulassen, aber in Kontrolle zu behalten. Ihm beizubringen dass er mich nicht zu schützen braucht. Das klappt mal besser mal nicht so gut. Momentan wird es wieder schlimmer. Ich kann nicht in den Spiegel gucken, wenn ich mein Spiegelbild irgendwo, z.B. In einer Tür von einem Bus oder sowas sehe muss ich mich wegdrehen. Ich hasse meinen Körper. Ich ekel mich vor mir selbst. Ich verachte mich für jedes Wort dass ich sage oder auch nur denke. Ich hasse mich für meinen Charakter, ich hasse mein Lachen usw. Und ich habe das Bedürfnis mich zu bestrafen. Ich will mir weh tun, wieder anfangen zu ritzen. Gleichzeitig will ich das aber auch nicht weil ich hatte damit aufgehört. Und ich will nicht wegen meiner Freundin. Ich will nicht schwach sein aber gleichzeitig auch nicht stark. In irgendeiner Form verletze ich mich bereits selber. Ich tu mir "Ausversehen" auf der Arbeit weh wenn ich gestresst bin, klemm mir irgendwo "ganz ausversehen" den Finger ein, lass heißes Wasser über meine Hand laufen, schlag mir den Ellenbogen an. Schneide mir ganz "Ausversehen" in den Finger und desinfiziere mir dann die Hände dass es auch schön brennt.
Außerdem denke ich dass ich es verdient habe wieder so depressiv zu sein und mich schlecht zu fühlen.
Es kommt auch immer wieder der Gedanke dass meine Freundin mit mir Schluss machen soll damit ich wieder ganz runter rutsche und wieder einen "Grund" habe mir wie früher wehzutun. Eigentlich will ich das gar nicht ich liebe sie über alles.

Nun aber zu euch. Kennt ihr das? Kommen euch Sachen bekannt vor? Wie ist das bei euch? Wie geht ihr damit um und was hilft euch dabei?
Das interessiert mich wirklich mal weil ich habe nicht wirklich jemanden mit dem ich mich darüber austauschen kann.

Wer bis hier hin gelesen hat: Dankeschön und einen schönen Tag noch.
LG Lucy

15.01.2019 15:31 • x 1 #1


Frederick1

Frederick1

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liebe Lucy Chan,

deine negativen Werturteile über dich selbst sind nicht angeboren. Ein Mensch hat kein angeborenes Wissen, was richtig und falsch ist, angemessen oder unamgemessen. Es sind deine eigenen Gedanken und Gefühle, für die du dich entschieden hast, das Resultat, so wie du denkst und fühlst.

Aber oft sind es Lebenslügen, denn ich meine jetzt ehrlich das du wertvoll bist. Selbst mag ich Bäckerei-Mitarbeiterinnen, die mir mein Brot geben, oder meinen so geliebten Kuchen. Meine Oma und meine Opa hatten eine Bäckerei.

Aber nicht nur dein Beruf macht dich wertvoll, sondern weil DU bist, so wie DU bist, DU bist ein Original, kein Mensch denkt und handelt und fühlt wie DU.

Doch du kannst dein negatives Denken über dich verändern, deine Gesinnung, deine Einstellung, deine Vorurteile.

Das durfte ich bei mir auch erleben, nicht volkommen, nicht perfekt, aber so, das ich heute besser mit mir leben darf.

Denn lang anhaltende negative Gedanken und Gefühle über dich, die machen dich depressiv, ängstlich, wütend, du entwickelst Schuldgefühle Hass usw.

Wichtig finde ich, das du es lernen darfst, konsequent gut und positiv über dich zu denken. Kein Mensch ist perfekt, vollkommen, und du musst dich auch nicht mit anderen vergleichen, denn DU bist und bleibst DU. Kurzfristig mal wütend oder enttäuscht über dich selbst zu sein das darfst DU, aber nicht für längere Zeit.

Gute Gedanken schenken dir gute Gefühle. Gute Erfahrungen mit deinem Vater, deiner Mutter, Geschwistern, Verwandten usw können ganz arg helfen.

Denn DU bist das, was DU denkst.

Viele Krankheiten, Leid und Schmerzen entstehen durch falsches Denken. Wenn du bitter denkst, wird bitter, wenn du gedanklich deine Angst förderst, wirst du ängstlich.

Wenn du zuhause zu wenig Liebe und Annahme erfahren hast, wenig Zuwendung, musst du es heute ausbaden.

Nein nicht alles im Leben ist gut, oder war gut für dich, aber wenn du umdenken kannst, du möchtest aus deinem Leben das Beste für dich machen, dann ist es für dich gut und heilend.

Fülle deinen Tank der Liebe und Annahme in dir.

Denn Mangel ist schlimmer als Vitaminmangel. Es lässt dich verkümmern und unglücklich werden. Mangel an Liebe, da fehlt dir die Luft zum Atmen. Mange an Liebe zerstört die Beziehung zu dir selbst und zu anderen Menschen. Ohne Liebe zu dir selbst bekommst du deine Probleme und Konflikte nicht in Griff.

Es kommt auf dich an, was du mit der Kritik deines Vaters machst, wie du damit umgehst. Vertraue dir selbst, liebe dich selbst, dann wirst du dem Mobbing gegen dich widerstehen.

Du bist deines Lebens und Glückes eigener Schmied, nur was du willst, das passiert.............


....in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße,


Frederick

15.01.2019 18:57 • x 3 #2


LucyChan

LucyChan


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@frederik1 Erstmal vielen Dank für deinen Beitrag dein Text ist wirklich sehr schön geschrieben. Ich hoffe ich lerne mein Denken über mich zu verändern, so wie du sagst. Aber das ist sehr schwierig für mich, ich denke das ist einfach so sehr einmanifestiert.
Liebe Grüße
Lucy

15.01.2019 19:54 • #3


PFK23D

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Liebe Lucy
Auch ich habe dieses 'zweite Ich' in mir, welches mir sagt, wie schlecht und hässlich ich bin. Ich habe sie (also mich) zu ihm modelliert und ihm einen Namen gegen, habe versucht ihn optisch hässlich zu machen und er ist mein offizieller imaginärer Freund. Meine Freunde finden ihn lustig und lachen über meinen Scherz. Aber für mich wurde er in gewisser maßen real. Ich kann ihn überall alles heißen, mit ihm schimpfen oder auch mal loben. Für Außenstehende ist es nur ein Spaß, für mich ist es Kritik an mich selbst die ich jederzeit ausüben kann um mich mir selbst zu stellen, wann und wo ich möchte, ohne das es auffällt.

Auch mein Vater bereitete mir ein Leben lang Probleme. Zwar in einem anderem Maße, wie deiner,dennoch prinzipiell ähnlich. Ich bin dabei den Kontakt ein wenig zu brechen. Auf eine komische Art und Weise liebe ich ihn, ist ja schließlich mein Papa. Dennoch gebe ich auf seine Meinung keinen Wert mehr, lasse ihn das aber nicht spüren. Dazu gehört ein gewisses Talent an Schauspiel. Sehr schade, das deiner versucht dich in eine Ecke zu treiben, in die du nicht möchtest. Hast du mit ihm mal offen und direkt darüber geredet? Ginge das Überhaupt? Weiß ja nicht, was für ein Typ Mensch er ist.
Selbstbewusstsein ist etwas, was man lernen kann. Zum Beispiel sage ich mir jeden Morgen beim Zähne putzen, also beim Blick in den Spiegel, das ich gut so bin, wie ich bin und lächle danach. Anfangs kommt man sich dabei sehr bescheuert vor, was einem aber zum ernsthaften Lachen bringen kann. Aber nach und nach hilft es ein wenig.
Das Ritzen verwandelt kurzzeitig seelischen Schmerz in körperlich. Aber dieses Gefühl ist nicht von Dauer und sorgt nur für Unmut in der Umgebung. Zudem muss man sich ständig erklären, was lästig wird. Versuch es doch mal anders herum. Denke an etwas, was dir Freude bereitet, an jemanden den du liebst und klopfte dir auf eine Stelle, die du selbst als angenehm empfindest. Ich z. B. massiere mir die Augenbrauen und denke dabei an meinen über alles geliebten Kater. Das massieren entspannt und mildert ein wenig den Dauerkopfschmerz und irgendwann assoziiert du automatisch diese Berührung mit angenehmen Gefühlen.

Ich bin kein biblischer Mensch, aber eines der Gebote bringt mich immer wieder zum Nachdenken. Liebe deinen nächsten, wie dich selbst. Wenn du dich selbst nicht liebst, kannst du auch andere nicht lieben. Genau daran scheitern alle Beziehungen, egal in welcher Hinsicht. Fange an, dich selbst zu schätzen, nur dann kannst du auch andere zu schätzen wissen

Und lasse dich von niemandem so behandeln, wie du es nicht möchtest! Auch wenn es dein Papa ist.
liebe Grüße PFK

15.01.2019 22:16 • x 1 #4


LucyChan

LucyChan


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Zitat:
Auch ich habe dieses 'zweite Ich' in mir, welches mir sagt, wie schlecht und hässlich ich bin.


Lieber PFK
Das beruhigt mich etwas dass ich nicht die einzige bin die solch ein "Zweites-Ich" in der Form hat. Wobei das bei mir besser geworden ist. Sie ist nur noch selten da, manchmal steht sie halt auch einfach nur im Raum und beobachtet mich, wobei nicht mal mehr das wirklich vor kommt aber dazu möchte ich im nächsten Beitrag noch was sagen.

Ja mit meinem Vater ist es ja schon wesentlich besser geworden, es ist halt nur wenn er gestresst ist. Aber evtl. wird bald ein Gespräch mit meinen Eltern und mir und meinem Therapeuten stattfinden in dem wir die ganze Sache einmal klären.
Und ja, ich habe des Öfteren versucht das anzusprechen manchmal ist er mindestens ein wenig darauf eingegangen, mal hat er es abgestritten, mal endete es im Streit... Meine Mum hat mir aber letztens erzählt dass er das auch selber merkt, dass er seinen Frust gerne an mir auslässt. Das ist zumindest schon mal ein Anfang.
Also das mit dem Gegenteil vom Schmerz ist eine gute Idee, das werde ich mal ausprobieren. Sofern der Gedanke dass ich gute Gefühle nicht verdient habe nicht überwiegt, aber ein Versuch ist es dennoch wert, danke!

Liebe Grüße
Lucy

15.01.2019 22:39 • #5


LucyChan

LucyChan


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Also ich hatte heute seit langem endlich mal wieder einen Termin bei meinem Therapeuten, das war echt mal wieder nötig. Ich fühl mich echt erleichtert das alles nochmal losgeworden zu sein, darüber gesprochen zu haben und noch eine andere Sichtweise zu hören.

Also wegen diesem "Zweitem Ich" meinte mein Therapeut dass es sein kann dass sich das grade auflöst bzw. verändert. Weil ich sehe ja nicht mehr dieses andere Ich als solches. Mittlerweile höre ich Stimmen, die aber nur meinen Namen sagen, rufen, flüstern, schreien und husten kam auch schon mal vor. Oder ich sehe Dinge die nicht da sind, Schatten die sich auf mich zubewegen oder ich bilde mir ein jemand steht in meinem Zimmer wenn ich Schlafen will und starrt mich an.

Übrigens hat er mir auch gesagt dass er denkt dass ich wohl sehr nah an der Grenze zur Schizophrenie bin. Hat da jemand irgendwelche Erfahrungen mit?

Und genau das mit meinem Vater werden wir wahrscheinlich in einem Elterngespräch mit dem Therapeuten besprechen weil er immerhin schon den Schritt gemacht hat es überhaupt zu sehen.

Liebe Grüße

Lucy

15.01.2019 23:02 • #6


Dani96

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hey du,

erstmal find ich es super stark, dass du so offen darüber reden kannst, dass ist doch schon mal eine Stärke. Und des weiteren bist du auch relativ selbstreflektiert, also du bist dir über allem im klaren, also dass du dir weh tun möchtest und sonstige Dinge. Das ist erst mal immer sehr wichtig zu wissen.
Zu mir, bei mir ist es nicht so extrem aber ich habe auch sehr große Schwierigkeiten mich selber zu akzeptieren und mich zu lieben. Ich bin relativ introvertiert und habe Probleme mich in neuen Umgebungen zu "entfalten", sag ich jetzt mal, weil ich immer Angst habe irgendetwas falsches zu sagen. Ich bin dann immer so blockiert, dass mein Gehirn sich einfach abschaltet. Ich hab auch Probleme mit körperlicher Nähe und kann meine Gefühle anderen Leuten schlecht zeigen. Ich spreche auch nicht so gerne darüber. Ich hatte immer eine schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Das hat mich so geprägt. Ich trau mich sehr wenig, mir ist so vieles unangenehm. Am liebsten würd ich manchmal wohl unsichtbar sein.

Ich habe auch viel Therapie schon hinter mir und würde auch behaupten, dass du dich mehr oder weniger Selbst schützen möchtest. Nur ist das Problem, dass du über Jahre hinweg eine Einstellung zu dir selber entwickelt hast, die sehr negativ geprägt ist, dass ist Programmierung. Unser Hirn ist ja praktisch wie ein Computer.. Ich glaube es ist ganz wichtig, dass du neue Erfahrungen machst und siehst und lernst, dass es auch anders geht und vor allem gehen sollte. Ich meine das wichtigste, dass ich momentan am lernen bin ist, dass ich es Wert bin geliebt zu werden, nur weil ich existiere. Also ich war immer der Meinung ich muss anderen Helfen, oder irgendwas machen, um geliebt zu werden. Aber das ist Schwachsinn wir alle verdienen es geliebt zu werden ohne etwas dafür tun zu müssen.
Wie steht es denn mit deinem Vater, hasst du ihn dafür, was er getan hat ?

15.01.2019 23:15 • x 1 #7


PFK23D

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Zitat von LucyChan:
dennoch


Bin neu hier und mir deshalb jetzt nicht sicher, ob ich dir ein direkte Antwort gebe. Aber ich versuche es und hoffe das beste.

Es hört sich für mich so an, als läge dir an deinem Dad recht viel. Wenn er selbst gestresst ist, ist das in Ordnung. Aber nicht, das er seine Launen an dir heraus lässt. Anscheinend bist du volljährig und kannst somit über dich selbst bestimmen! Lasse dir auf keinen Fall körperliche Gewalt gefallen! Du kennst ihn und weißt, womit du ihn verbal treffen kannst.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. denke immer daran, NIEMAND ist alleine auf dieser Welt

15.01.2019 23:32 • x 1 #8


LucyChan

LucyChan


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Zitat:
erstmal find ich es super stark, dass du so offen darüber reden kannst


Mittlerweile ja , zumindest mit der Anonymität des Internets fällt es mir mittlerweile leichter über so was zu reden.

Die Dinge die du da aufzählst kommen mir auch sehr bekannt vor. Wobei es bei mir oft auch in einer bekannten Umgebung so ist dass ich immer Angst habe was falsches zu sagen und ich auch einfach nicht richtig denken kann. In einer völlig fremden Umgebung bekomme ich gerne mal Panik.

Zitat:
Ich meine das wichtigste, dass ich momentan am lernen bin ist, dass ich es Wert bin geliebt zu werden, nur weil ich existiere.


Da habe ich auch extreme Probleme mit. Ich denke sehr häufig dass mich jemand nicht mag, weil warum sollte er? Es gibt gar keinen Grund mich zu mögen, im Gegenteil. Das muss ich auf jeden Fall noch lernen.

Zitat:
Wie steht es denn mit deinem Vater, hasst du ihn dafür, was er getan hat


Nein, hassen tu ich ihn dafür nicht. Er ist immerhin mein Vater und er ist ja auch für mich da, und unterstützt mich wo er halt kann und das hat er auch schon immer. Es gab halt nur immer die ganzen Ausraster die er immer hatte aber hassen tu ich ihn dafür nicht.

15.01.2019 23:38 • #9


LucyChan

LucyChan


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Zitat von PFK23D:
Bin neu hier und mir deshalb jetzt nicht sicher, ob ich dir ein direkte Antwort gebe. Aber ich versuche es und hoffe das beste.

Es hört sich für mich so an, als läge dir an deinem Dad recht viel. Wenn er selbst gestresst ist, ist das in Ordnung. Aber nicht, das er seine Launen an dir heraus lässt. Anscheinend bist du volljährig und kannst somit über dich selbst bestimmen! Lasse dir auf keinen Fall körperliche Gewalt gefallen! Du kennst ihn und weißt, womit du ihn verbal treffen kannst.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. denke immer daran, NIEMAND ist alleine auf dieser Welt


Ich bin auch neu, und habe das Prinzip hier noch nicht ganz verstanden ^^

Ja, da hast du Recht. Ich verurteile ihn auch nicht wirklich dafür was er getan hat bzw. tut.
Gewalt übt er an mir gar nicht mehr aus zum Glück, also es hat sich schon enorm gebessert.

Danke für deine Hilfe ^^

15.01.2019 23:42 • #10


Dani96

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Okay, ja ich bin gegenüber meinen Eltern auch sehr kontrolliert und habe oft Probleme damit, ich selbst zu sein, da dass nie so ganz akzeptiert wurde. Ich bin anders, wie der Rest meiner Family und bekomme das manchmal zu spüren aber das ist Ok die wissen es halt nicht besser.

Ich glaube da ist es bei uns beiden ganz wichtig zu lernen, auf uns selber zu hören und zu vertrauen.

Ja das mit dem Mögen ist halt so eine Sache, man muss eben auch akzeptieren, dass es menschen gibt die dich einfach nicht mögen. Aber das ist ja OK und auch gut so. Du magst ja auch nicht jeden.

Ich glaube du bist schon viel weiter als du denkst, das braucht alles nur Zeit. Wenn man diese Punkte mal versteht, also mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand, dann gehts richtig voran. Etwas, dass auch wichtig ist, ist sich nicht mit dem Denken zu identifizieren. Wir glauben ja immer das, was wir denken. Aber wir sind viel mehr als das, Gedanken sind auch nur ein biochemischer Vorgang in unserem Körper. Das ist unser "Ego". Informier dich mal bisschen über das "Ego", dass hat mir sehr geholfen. N super Autor zu dieser ganzen Sache ist der Eckhart Tolle, lies mal was von ihm :)

Okay das ist schön, Vergebung ist nämlich auch ein sehr wichtiger Teil der Heilung, solange du Hass gegen andere, einschließlich dich selber hast, wirst du nicht heilen können. Dir selbst und anderen zu vergeben ist ein ganz wichtiger Bestandteil. :)

15.01.2019 23:46 • x 1 #11


LucyChan

LucyChan


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Ja klar, aber ich denke immer durch die Zeit in der ich gemobbt wurde "Ok, wenn mich jemand nicht mag macht der mich runter usw."
Und auch habe ich Schwierigkeiten damit zu verstehen dass meine Freundin bei mir ist und sich nicht "jemand besseres" sucht. Das klingt so niedergeschrieben irgendwie total bescheuert aber ich weiß grad nicht wie ich mich anders ausdrücken soll.

Ok werde ich bei Gelegenheit mal machen ^^

Danke für deine Hilfe ^^

15.01.2019 23:52 • #12


Dani96

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Ach bescheuert klingt das definitiv nicht, dass ist völlig okay solche Gedanken zu haben.
Mh ja das mit dem Mobbing sitzt sehr tief... das Gefühl kenne ich auch. Ich versuche halt immer so damit umzugehen, dass ich mir denke, wer sind die Leute schon, dass ich ihre Anerkennung brauche. Also das soll nicht Arrogant klingen aber ich meine, dass was die sagen muss ja nicht immer sofort die Wahrheit sein. Die Leute reden so viel Unsinn immer.
Ja mit deiner Freundin, dass verstehe ich. Wie steht sie denn zu dem ganzen ?
Ach brauchst dich nicht zu bedanken!

15.01.2019 23:56 • #13


LucyChan

LucyChan


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Ja gut, da hast du schon Recht.
Also sie weiß von allem. Seit vorhin weiß sie auch dass das alles momentan wieder etwas schwieriger für mich ist. Ich glaube sie versteht es nicht ganz.
Und generell habe ich das Gefühl sie nimmt das gar nicht so richtig wahr, auch wenn ich Andeutungen mache oder keine Ahnung...Es direkt anzusprechen fällt mir schwer. Erst vorhin habe ich es (über einen Umweg angesprochen) Sie ist halt momentan ziemlich mit anderen Sachen beschäftigt.

16.01.2019 00:04 • #14


PFK23D

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Zitat von LucyChan:
NIEMAND

Sei dir immer einem Bewusst : Du bist wer du bist und genau das ist wundervoll! Es wird absolut immer Menschen gebeb, die dich Hassen aber auch lieben werden! Nur du alleine bist für dich verantwortlich. Lerne, wer oder was dir gut tut und was. höre auf dein Herz und verliere deine innere Stimme nicht

16.01.2019 00:17 • x 1 #15




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