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Seid ihr mehr introvertiert oder extrovertiert?

maya60
Hallo, klar, man kann auch beides sein in allen möglichen Abstufungen.

Ich persönlich hätte so einige Familiensackgassen mit Mann und Sohn und Herkunfts- und Schwiegerfamilie vermeiden können, hätte ich gewusst, dass ich keine Kraft aus der Außenwelt ziehe, egal, wie schön ich sie gerade finde und egal, wie sehr ich sie natürlich auch brauche.

Das ist so wie es Leute gibt, die sich gerade bei Nebengeräuschen gut konzentrieren können und andere, die jeder Laut stört, genauso ist es mit Introversion und Extroversion auch.

09.09.2019 15:22 • x 3 #16


maya60
Als Jugendliche und junge Erwachsene habe ich das Partyleben sehr geliebt und gebraucht. Gleichzeitig hat es mich aber völlig überreizt und entkräftet. Ohne die betäubende Wirkung von Alk. und Rauchen war es nicht erträglich.
Als ich dann älter und "vernünftiger" wurde und mich nicht mehr betäuben wollte, kam ich so langsam dahinter, dass ich aus Neugier, Risikofreude und als Kick und weil ich hyperaktiv bin als unbewusste Selbstmedikation, das Rumtoben auf Parties brauchte, es aber völlig ungesund für mich war.
Heute gehe ich nur noch selten zu Parties und brauche durch mein ADHS-Medikament und Antidepressivum keine Betäubung durch ungesunde Selbstmedikation mehr.

Besuch war für mich auch immer der Horror aus denselben Gründen und aus meiner Ahnungslosigkeit, introvertiert zu sein, gingen bei uns Jahrzehntelang 2 Großfamilien ein und aus und ich war dauerfertig.

09.09.2019 15:29 • x 2 #17


Ich mag auch keinen Besuch. Mein IC ist im Skorpion:

IC Skorpion
Das Zuhause ist der Rückzugsort, an dem die tiefsten Leidenschaften ausgedrückt werden und die nötige Privatsphäre gefunden wird; will in der Familie den Ton angeben, enorme seelische Tiefe

So, jetzt hat mich die Astrologie auch wieder gepackt.

09.09.2019 15:30 • x 2 #18


maya60
laluna, was ist denn IC? (Mir fällt da sofort Intercity ein. Das wird´s aber nicht sein.)

09.09.2019 15:34 • #19


Frederick1
hallo ihr Lieben,

ich hatte in meinem Leben bisher einige persönliche Kämpfe, auch verschiedene Krankheiten, immer wieder mit mir selbst, meinen Umständen gerungen. Meins Stärken kamen nicht so zum Tragen, eher meine Schwächen.

Denn in tiefsten meines Herzens bin ich ein introvertierter Mensch, musst aber durch meinen Beruf Postmann, oft eine andere Rolle spielen.

Heute kann und darf ich eher leben, das was ich bin, und fest zu mir stehen.


viele liebe Grüße,

Frederick

09.09.2019 15:36 • x 3 #20


Pimbolina71
Zitat von Frederick1:
hallo ihr Lieben,


Heute kann und darf ich eher leben, das was ich bin, und fest zu mir stehen.




- Geht mir auch so.

09.09.2019 15:41 • x 1 #21


Der IC kommt stammt auch aus der Astrologie, ein Thema mit dem ich mich gerne und viel befasse

Imum Coeli: Die Bedeutung des IC in der Astrologie

Im Geburtsradix markiert das IC die Spitze des vierten Hauses und des zweiten Quadranten. Das vierte Haus bestimmt über unsere Gefühlswelt und gibt Auskunft über unsere Herkunft und Wurzeln.

Wer um Mitternacht geboren wird, dessen Sonnenzeichen steht zum Zeitpunkt der Geburt auf dem IC, worauf die Bezeichnung des ICs als Mitternachtspunkt zurückgeht. Umgekehrt steht die Sonne um zwölf Uhr mittags im Medium Coeli.

In der Astrologie symbolisiert das Imum Coeli den Punkt tiefster Verletzlichkeit. Hier findet man die seelischen und familiären Wurzeln einer Person, ihre wahre Persönlichkeit und Gefühlsmuster. Das Imum Coeli gibt auch Aufschluss, wie und wo man sich am meisten zu Hause fühlt. Was man braucht, um zur Ruhe zu kommen.

Als tiefster Punkt des Radixhoroskops wurde das IC in der griechischen Astrologie dem Bereich der Unterwelt und ihrem Gott Hades zugeordnetDie Bedeutung des IC im Horoskop

Als tiefster Punkt des Horoskops repräsentiert das Imum Coeli die Stelle, an der ein Mensch ganz für sich selbst ist.
IC:

das, was man niemandem zeigt
das, was einem innere Ruhe gibt
Privatsphäre, Zuhause, Intimität, Herkunft

liest sich sicher alles wie chinesisch, kann es aber momentan nicht in eigene Worte fassen.

09.09.2019 15:44 • x 2 #22


maya60
Hallo Frederick, klar kommen da die "Schwächen" besonders zum Tragen, wo wir völlig verkehrt sind. Aber wer kümmerte sich früher und auch noch heute darum, ob Menschen eher introvertiert sind oder extrovertiert?

Und da das also gar nicht in unserem Bewusstsein ist, richten wir uns nach anderen Maßstäben, die dann oft schädlich sind.

So habe ich ja z.B. als Forscherin nach meinem Examen gearbeitet und musste das drangeben wegen Überreizung und Erschöpfungsdepressionen. Und wunderte mich immer, warum ich gut reden konnte, aber bei Vorträgen in Panik geriet oder in vollen Hörsäälen. Ich sah das als Defizit, im umtriebigen Wissenschaftsbetrieb nicht bestehen zu können.

Dass ich einfach nur mehr das Lesen und Schreiben alleine brauchte, das schrieb ich nur der Reizoffenheit zu, dabei war es auch einfach und schlicht völlig ökonomisch, weil Menschen mir meine Kraft ziehen.

09.09.2019 15:49 • x 2 #23


maya60
Introversion und Extraversion sind ja Persönlichkeitsmerkmale und kein Krankheitsmerkmal und normalerweise sucht sich jeder gesunde Mensch automatisch für ihn selber passendere Lebens- und Arbeitsformen aus. Und ist es auch normal, dass Leben halt Kraft zieht.

Heute nur in Zeiten von Großraumbüros und Multimediabeschallung kommen da aber gesunde Menschen schon auch an ihre Grenzen.

Wenn man aber wie ich sowieso Grunderkrankungen hat, dann gilt unter dem Gesichtspunkt des Kräftemanagements wirklich, dass es ganz zentral ist und man sich kein bisschen leisten kann, in puncto Introversion gegen sich zu arbeiten.

09.09.2019 16:00 • x 4 #24


Frederick1
liebe maya,

oh ja, wissen wer man ist, wie man ist, meine Gaben , meine Fähigkeiten, meine Stärken, aber auch meine Schwächen zu kennen, zu wissen, und dann auch auch leben zu können, das macht so was von frei, tut gut. Auch meine Maßstäbe zu leben, auch wenn andere Menschen ganz anders leben, na und.

Von daher habe ich bei meinen eigenen Kindern gut aufgepasst. Wir haben versucht zu helfen, das sie sich und ihr Leben finden. Leben finden, Leben leben, so wie ein Mensch sein Leben lebt, so ist es für den jeweiligen Menschen gut.

Denn jeder Mensch ist ein genialer Mix, besteht aus Gaben und Begabungen. Aber auch Herausforderungen, die mir meine "Macken und Begrenzungen" stellen.

In meinem Lebensrückblick erkenne ich aber auch oft, wie der Umgang mit meinen Schwächen und Krisen, mich auch wieder stark gemacht hat.

Und darum müssen wir uns nie mit anderen Menschen so arg vergleichen. Besser auf mich selbst schauen, und das Beste aus mir zu machen, vielleicht schauen, wie andere das so machen.

Denn jedes Leben hat seine Grenzen, egal ob ich jetzt Frau oder Mann bin.

Ja, Menschen können ganz schön viel Kraft aus uns ziehen.

Das kann ich nur immer wieder versuchen so zu nehmen wie es ist, annehmen, wenn ich es kann ausweichen, es manchem Menschen auch ehrlich zu sagen.


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße an dich,


Frederick

09.09.2019 16:17 • x 2 #25


Juju
Also.ihr braucht einfach bei google nur eingeben

Test extrovertiert oder introvertiert. dann kommen einige Vorschläge.

09.09.2019 16:41 • x 2 #26


maya60
Lieber Frederick, die Tragik mit der Vergleicherei ist ja, dass nur deshalb die falsche Vorstellung der "Schwächen" entstand, weil der Mensch verglichen und genormt wird.

So ist er aber nach meinem christlichen Verständnis gar nicht gemeint. Gaben sind für alle da und sollen sich ergänzen. Ich bin z.B. völlig unpraktisch mit 2 linken Händen und auch nicht besonders alltagstauglich, weil ich immer in meinem Geiste unterwegs bin. Wie wär´s nun, wenn das gar keine "Schwäche" ist, sondern meine Aufgabe einfach eine andere?


Statt das als eine Schwäche zu sehen, ist da meine Gabe für alle. Und wenn es nicht unterschiedliche Wertschätzung und Bezahlung oder eben gar keine Bezahlung für unterschiedliche Gaben gäbe, hätte ich mein ganzes Leben lang gelesen und geschrieben und alles wäre in Ordnung gewesen. Jetzt tue ich das so.

Der Alltag wäre soviel interessanter, wenn wir alle unterschiedliche Gaben hätten und bei anderen bewundern und ausleben könnten ohne Vergleich und Abwertungen und Hierarchien des Wertes von Gaben. Es gäbe dann keine Schwächen, nur die Ergänzungen von einzigartig kostbaren Gaben und die Menschheit ergäbe zusammen ein wunderschönes Mosaik der Vielfalt und Gemeinschaft.

Ich wäre dann Forscherin geblieben, nur eben eine zurückgezogene.

Liebe Grüße! maya

09.09.2019 16:42 • x 2 #27


Dazu fällt mir gerade noch ein:

schon Johann Wolfgang von Goethe wusste etwas hierzu zu sagen:

"Es bildet ein Talent sich in der Stille,
Sich ein Charakter in dem Strom der Welt."

Ich mag dieses Zitat - denn nur wenn man jeden Anteil lebt, kann es vollständig und gesund werden. Yin und Yang.

09.09.2019 20:03 • x 2 #28


Blume71
Hallo,

hier schreibt Dir ein introvertierter Mensch - sage ich und auch der Test!

Wenn ich mich in einem "geschützten" Bereich fühle, kann ich aber wunderbar extrovertiert sein.
Ich habe z.B. ein unheimliches Interesse an an anderen Menschen, möchte über sie erfahren, wie sie leben und warum sie wie was machen, was ihnen wichtig ist usw. Dann kann ich meine Introvertiertheit schon einmal vergessen.

Allen einen schönen Abend

09.09.2019 20:40 • x 2 #29


Liebe Blume,

das kann ich wunderbar so übernehmen, wie du es schilderst.

Ich beschäftige mich auch sehr gerne mit den Verhaltensweisen und die Art vieler Menschen. Deswegen bin ich auf die Astrologie gekommen, die mich bei der Analyse zusätzlich unterstützt und bisher immer sehr treffsicher begleitet.

Viele Grüße
laluna

09.09.2019 20:51 • x 2 #30




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