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Schwere Depression mit Burnout und Krankheitsängste

Fisch611

Fisch611

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Hallo,
ich wende mich mal aus Verzweiflung an Euch. Ich hatte vor 2 Monaten einen schweren Autounfall, der mein Leben gesprengt hat. Ich wurde verletzt und lag ne Woche im Krankenhaus. Davor stand schon der Verdacht Burnout im Raum. Ich hatte schon einige Woche davor mit depressiver Verstimmung, Schlafstörung und mit Erschöpfung zu kämpfen.
Nach dem Unfall ging es mir zunächst noch psychisch und körperlich halbwegs. Etwa 2 Wochen danach kam ein Zusammenbruch, zunächst einmal Kreislauf. Dann setzte massive Erschöpfung ein und ich lag wochenlang nur auf den Sofa. Nach wenigen Tagen verschwand mein Appetit, nach 2-3 Wochen setzten Angst und Depression ein. Ich habe außerdem eine stark hypochondrische Ader und habe tagelang im Internet gesucht, was das sein könnte. Das schlimmste was ich finden konnte als Ursache war das chronische Erschöpfungssyndrom, eine sehr schwere und unheilbare Erkrankung. seitdem lässt der gedanke mich nicht los, dass es das sein könnte. Ich beobachte mich permanent. Die Depression wird immer schlimmer, oft schaffe ich es nicht mal aufzustehen. Mein Hausarzt sagte mir, er habe solche Patienten schon öfter gehabt, die nach so einem Schock sehr lange maasiv erschöpft waren. Antdepressivum (Amitriptylin) habe ich probiert, nach einer Tablette war ich so müde und noch depressiver, so dass ich das sofort wieder abgestzt habe. Ab November habe ich chance auf eine psychotherapie, zwei termine zur Diagnose hatte ich bereits. Aber wie bis dahin überleben? Würde mich über Austausch freuen.

24.09.2019 11:42 • x 1 #1


Ylvi13

Hallo Fisch,
es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Vielleicht kannst du dich dazu überreden, im Internet nicht mehr Symptome zu googlen. Das verwirrt mehr und fördert Ängste, als das es hilft. Zumindest ist das meine Erfahrung. Schaffst du es, dich abzulenken, was machst du gern, wozu du dich aufraffen kannst? Ich habe mir zum Beispiel das häkeln von Amigurumis beigebracht und damit mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Ich würde dir raten, einen Psychiater aufzusuchen, als Akutpatient oder auch mit Termin. Meine Hausärztin hatte mich damals recht schnell dahin verwiesen, weil in Sachen Medikation der Facharzt Ansprechpartner sein muss.
Wäre eine Tagesklinik eine Option für dich, bei uns werden Akutpatienten recht schnell aufgenommen. Du kannst auch bei deiner Krankenkasse anrufen und um Soforthilfe nachfragen.
Was mich gut entspannt und etwas beruhigt ist progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Hier im Forum habe ich schon öfter was von geführter Meditation gelesen, es aber noch nicht ausprobiert. Der Punkt ist , das man verschiedenes ausprobieren muss, um heraus zu finden was einem gut tut . Viele gehen spazieren und fühlen sich damit besser. Das kann ich mir für mich auch vorstellen, aber meine Antriebslosigkeit ist dermassen übermächtig, dass ich es nur selten vor die Tür schaffe.
Man kann auch versuchen, sich den sprichwörtlichen Wurstzipfel vor die Nase zu hängen. Das funktioniert bei mir prächtig.
Hier im Forum gibt es Hilfethemen, ich find grad meinen Merkzettel nicht, wo drauf steht, wie das heisst, muss du mal suchen. Da findest du Telefonnummer und Anlaufstellen.
Wenn das dein Ding ist, führ doch hier ein Tagebuch. Da ist reger Austausch sehr wahrscheinlich.
LG

24.09.2019 12:41 • x 2 #2



Hallo Fisch611,

Schwere Depression mit Burnout und Krankheitsängste

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Fisch611

Fisch611

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Danke! Ich suche ja immer im Internet, um mich zu beruhigen, dass ich eine Krankheit nicht habe, aber es passiert natürlich genau das Gegenteil. Ich habe jetzt auch aufgehört damit, aber das Wissen kann ich leider nicht löschen.
Ich probiere alles mögliche aus, Behandlung mit Naturmedizin, Meditation, aber leider wird es immer schlimmer.l

24.09.2019 13:13 • #3


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111Sternchen222

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Hallo Fisch611,
Ja, das Internet ist da Fluch und Segen zugleich! Ich möchte dir dringlich einen Facharzt ans Herz legen, denn damit dir schnell geholfen wird und du nicht ewig in diesem Zustand verweilen musst , ist dies der Richtige Arzt dafür.lg Sternchen

24.09.2019 13:32 • x 1 #4


Jenny83

Hallo Fisch611,

mir geht es gerade sehr ähnlich wie dir, habe dazu gestern auch schon einen Beitrag geschrieben.

Auch wenn ich keinen Autounfall hatte, war die Situation, dass es fast dazu gekommen wäre, der Auslöser für mich, endlich zum Arzt zu gehen.

Ich hatte so wie du seit langer Zeit mit Schlaflosigkeit und depressiver Verstimmung zu kämpfen. Eigentlich war ich nur noch fertig, konnte mich nicht auf den Beinen halten und habe nur noch geheult. Dann hatte ich drei Monate am Stück eine Erkältung/Grippe mit Fieber, die ich nicht mehr los geworden bin. Ständig mit Tabletten zur Arbeit. Auf dem Weg nach Hause hat mich irgendwann im Auto ein Kreislaufzusammenbruch überrascht. Ich konnte so gerade noch eine Vollbremsung machen, rechts ran fahren und musste erstmal eine halbe Stunde stehen bleiben.
Da war für mich Schluss und ich bin zum Arzt.
Ich war 9 Wochen krank geschrieben wegen völliger Erschöpfung und habe nur da gelegen und konnte nichts machen, bin fast täglich mit Kreislaufversagen umgekippt und hatte mindestens zwei Tage in der Woche Fieber.
Ich habe so ziemlich alles an Schlafmitteln ausprobiert und als letzter Versuch so wie du das Amitriptylin bekommen. So wie du habe ich das Zeug ein einziges Mal genommen und nie wieder.
Nach den 9 Wochen bin ich also quasi unbehandelt wieder arbeiten gegangen, was ein paar Monate funktioniert hat und stehe jetzt seit 3 Wochen wieder an genau dem gleichen Punkt.
Übernächste Woche habe ich meinen ersten Termin beim Psychiater und bin gespannt wie es weiter geht.

Du schreibst, dass du schon zwei Termine zur Diagnose hattest. Was ist denn dabei konkret herausgekommen?

24.09.2019 14:07 • x 1 #5


Fisch611

Fisch611

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Hallo Jenny,
ich habe auch Deinen Beitrag gelesen. Ich habe einen ähnlichen Hintergrund, alleinerziehend und irgendwann zusammengebrochen. Die Psycholgin hat eine mittlere/schwere Erschöpfungsdepression diagnostiziert. Facharzttermine sind super schwer hier zu bekommen, meist 3 Monate Wartezeit und mehr. Also bliebt erst mal nur Hausarzt.
Hast Du denn irgendwelche Unterstützung in Deinem Zustand?
LG

24.09.2019 14:38 • #6


Jenny83

Nein, habe ich nicht.
Wie ist es denn bei dir?

24.09.2019 16:40 • #7


Fisch611

Fisch611

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Ich hab einen neuen Partner, der hilft. Gott sei Dank!
Was ist mit Deinen Eltern?

24.09.2019 16:51 • #8


Jenny83

Na dann bist du ja nicht mehr alleine, das freut mich für dich.
Meine Eltern wohnen etwas weiter entfernt. Sie unterstützen mich hin und wieder finanziell und können einspringen, wenn die Kinder krank sind. Die sind aber auch beide voll berufstätig, das klappt also auch nur bedingt.
Bezüglich Krankheit etc. sind weder Eltern noch sonstige Verwandte Ansprechpartner. In deren Welt gibt es so etwas nicht und die haben kein Verständnis. Ein sehr beliebter Spruch ist zum Beispiel durchhalten, aushalten, Maul halten, es hat ja schließlich jeder seine Probleme.
Eigentlich haben sich alle Freunde und Bekannten abgewandt, weil es mir immer nur schlecht geht und ich unglücklich, traurig und unzufrieden bin. Da hört man dann, dass kein Mensch das ständige Gejammer um die Ohren haben kann. Und mein Favorit: Sei doch einfach mal fröhlich!
Also belästigt man auch Niemanden.

Wurdest du vom Hausarzt denn schon komplett durchgecheckt und auf mögliche Krankheiten untersucht?

25.09.2019 08:56 • x 1 #9


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Pearls

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Mir geht es genauso seit fast 1 Monat. Bin beim PSYCH. Arzt in Betreuung und in Therapie die mir momentan nicht hilft.
Bin am Verzweifeln hab eine 9 jährige Tochter, mein Mann geht arbeiten und unterstützt wo geht.
Es kommt mir vor niiieeeeer wieder due alte zu sein und die Freude und den SPASS zu spüren wie früher. Jedoch meine innere Anspannung und Druck machen mich irre.
Ich kann nur teilweise mit Medikamente schlafen
Wie soll das weiter gehn. Meine Tochter ist in der 4 VSK sie braucht mich zum Üben für SA. Die Tagesklinik da muss ich von 8_16uhr dirt bleiben, da hat sie niemanden daheim. Ich kann sie nicht allein lassen. Andererseits wenn sie lacht und blödelt geht mir ein wenig das Herz auf.
Wielange dauert das? Ja ich Weiss man muss geduldig sein, aber diese Angst nicht mehr rauszukommen macht mich Wahnsinnig.
Wer war schon mal so tief, mit Schlafstörungen und Innere Unruhe und hat es wieder in ein normales Leben gebracht?

25.09.2019 09:58 • x 2 #10


Fisch611

Fisch611

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Hausarzt hat ein Blutbild gemacht, das wars. Ich war noch bei einem Endokrinologen. War aber soweit alles normal. Was wurde bei Dir gemacht?

25.09.2019 11:07 • #11


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Pearls

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Zitat von Fisch611:
Hausarzt hat ein Blutbild gemacht, das wars. Ich war noch bei einem Endokrinologen. War aber soweit alles normal. Was wurde bei Dir gemacht?

Auch die Hormone und diese muss ich abwarten

25.09.2019 11:17 • #12


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Hoffnung21

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Hallo @Pearls und @Fisch611

Nicht verzweifeln, es wird wieder besser. Aber wie lange das dauert steht in den Sternen. Meine Therapeutin hat immer auf die Frage wann werde ich wieder wie vor der Erkrankung sein geantwortet. Am besten gar nicht, denn dieses Verhalten hat mich ja in die Depression getrieben. Also eine Änderung ist notwendig auch wenn der Wunsch, so stark wie früher zu sein, immer noch da ist. Gebt die Hoffnung nicht auf und übt euch in Geduld, die werdet ihr brauchen. Ich bin wieder arbeitsfähig, habe aber weiterhin Einschränkungen. Ihr schafft das auch
VG Eis

25.09.2019 15:54 • x 2 #13


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Pearls

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Zitat von Eis:
Hallo @Pearls und @Fisch611

Nicht verzweifeln, es wird wieder besser. Aber wie lange das dauert steht in den Sternen. Meine Therapeutin hat immer auf die Frage wann werde ich wieder wie vor der Erkrankung sein geantwortet. Am besten gar nicht, denn dieses Verhalten hat mich ja in die Depression getrieben. Also eine Änderung ist notwendig auch wenn der Wunsch, so stark wie früher zu sein, immer noch da ist. Gebt die Hoffnung nicht auf und übt euch in Geduld, die werdet ihr brauchen. Ich bin wieder arbeitsfähig, habe aber weiterhin Einschränkungen. Ihr schafft das auch
VG Eis


BALSAM FÜR DIE SEELE

25.09.2019 16:29 • x 1 #14


Cassandra65

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Liebe Eis,

darf ich fragen, wie lange Du krank warst und was Dir geholfen hat?

LG Kerstin

25.09.2019 16:57 • #15


Fisch611

Fisch611

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Ich habe auch noch einen Speicheltest für Hormone machen lassen und warte noch auf das Ergebnis. Vor drei Jahren hatte ich da gute Erfolge bei der Behandlung von Hormon-Defiziten. Es ging mir allerdings damals nicht bei weitem nicht so schlecht wie heute.

25.09.2019 17:13 • x 1 #16


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Jedi

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Hallo Zusammen !

Habe Eure Beiträge gelesen u. möchte Euch etwas sehr existenzielles aus dem Beitrag von Eis herauszitieren,
Zitat von Pearls:
Meine Therapeutin hat immer auf die Frage wann werde ich wieder wie vor der Erkrankung sein geantwortet.
Am besten gar nicht,

Absolut richtig !
Zitat von Pearls:
denn dieses Verhalten hat mich ja in die Depression getrieben

Das ist es, was man als Betroffener sich immer wieder Klar werden sollte !
Zitat von Pearls:
eine Änderung ist notwendig

Umbedingt !
Sonst kann es nicht besser werden u.man braucht sich dann auch nicht zu wundern, dass irgendwann gar nichts mehr geht u. davon gibt es hier einige leidvolle Erfahrungen hier im Forum zu lesen.
Es ist dabei wichtig, dass wir unsere Muster kennenlernen u. dann, mit Hilfe von Therapie, diese alten Muster verwandeln lernen !
Raus aus den alten Schuhen u. rein in ein paar neue u. neue Wege für sich suchen u. mit einer Portion Vertrauen dann auch losgehen.
Der Weg ist das Ziel !
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt u. den wünsche ich Euch !
Habt Mut u. macht euren ersten Schritt !
Tauscht Euch hier im Forum aus, denn es sehr hilfreich, sich dabei unterstützt , verstanden u. angenommen zu fühlen !

Eis erwähnte die Hoffnung; die Hoffnung, dass es anders werden kann, dies ist richtig u. wichtig !
u. schrieb von Geduld; Geduld mit sich, denn das bedeutet, Selbstfürsorge, an erster Stelle, gut für sich zu sorgen !


Der US-Präsident meinte einst, American First !
Hier im Forum , sollte es für Betroffene heißen, Ich First !
Hat nichts mit Egoismus zu tun !

LG Jedi

25.09.2019 17:16 • x 7 #17


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Jedi

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Hallo Jenny83 !


(Zitat v. Jenny83)
Meine Eltern wohnen etwas weiter entfernt.
Sie unterstützen mich hin und wieder finanziell und können einspringen, wenn die Kinder krank sind.
Die sind aber auch beide voll berufstätig, das klappt also auch nur bedingt.

Mir kam da die Frage nach dem Kinds-Vater ?
Inwieweit könntest Du ihn da einbinden, um auch Entlastung zu erfahren ?
Auch wenn ihr geschieden seit, hat auch der Kinds-Vater seine Verantwortung zu übernehmen.
(oder möchtest Du es aus bestimmten Gründen nicht ?)

Gerade , wenn es Dir nicht gut geht u. Du jetzt für Dich gut sorgen solltest (dies ist sicher auch im Interesse Eurer Kinder),
dann gehört es auch zur Pflicht des Kinds-Vater, da seine Rolle auch auszufüllen.
Da geht es um das Wahrnehmen von Verantwortung u. Pflichten, die zu übernehmen sind.

(Zitat v. Jenny83)
Ein sehr beliebter Spruch ist zum Beispiel durchhalten, aushalten, Maul halten, es hat ja schließlich jeder seine Probleme.
Eigentlich haben sich alle Freunde und Bekannten abgewandt, weil es mir immer nur schlecht geht und ich unglücklich, traurig und unzufrieden bin. Da hört man dann, dass kein Mensch das ständige Gejammer um die Ohren haben kann. Und mein Favorit: Sei doch einfach mal fröhlich!

Also belästigt man auch Niemanden.


durchhalte, aushalten, Maul halten, dass ist schon hart, dies sich in einer schwierigen Lebenskrise, sich das anhören zu müssen !
Da fehlt es offenbar an Mitgefühle !
Ja, Probleme hat jeder mal im Leben u. gerade dann bräuchtes Mitgefühl u. Verständnis.
Am besten, wenn möglich Unterstützung, soweit es möglich ist.

Natürlich ist auch, dass Menschen, denen es offenbar gut geht, traurigkeit, ein Gefühl des sich Unglücklich fühlens, gar des Jammern od. Beklagens, als belastend empfinden können.
Oft verbirgt sich hinter diesem Unverständnis, Oberflächlichkeit u. die eigene Angst, vor einem solchen Zustand
Sei doch einfach mal fröhlich, da zeigt sich auch hier wieder Oberflächlichkeit u. fehlendes Mitgefühl.
Dies fühlt sich für Dich sicherlich so an, wie für einen an Depression-Erkrankter, dem man auffordert, Geh doch mal raus - mach doch mal was - mach doch mal Sport u. geh unter Menschen.
Würde der Depressive ja gerne tun, aber wenn er nicht an Depression erkränkt wäre, würde er es so auch tun.
Nun hemmt u. blockiert iihn´seine Erkrankung !

Das Du da niemanden in Anspruch nehmen möchtest, ist leider völlig verständlich.

Villt. findet sich doch noch ein Weg, so dass Du dich auch einwenig, ohne schlechtes Gewissen, um Dich sorgen kannst !
Dies wünsche ich Dir !
Bleibe hier im Forum im Austausch u. so kannst Du den Ein od. Anderen guten Zuspruch u. Tipp erhalten.

LG Jedi

25.09.2019 19:01 • x 1 #18


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Hoffnung21

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Zitat von Cassandra65:
darf ich fragen, wie lange Du krank warst und was Dir geholfen hat?


Ich war etwa 9 Monate krankgeschrieben und wurde dann von meinem damaligen Psychiater zur Wiedereingliederung gedrängt, obwohl ich noch gar nicht bereit dafür war. Er wollte mich in 4 Wochen wiedereingliedern ohne Chance auf Verlängerung. Das war eine Vollkatastrophe, ich hab dann den Psychiater gewechselt, in der Zwischenzeit hat der Hausarzt die WE reduziert von der Stundenzahl (ich hab mit 8h/Woche an 3 Tagen angefangen und es war mir zuviel). Der neue (und jetzige) Psychiater hat dann auf das Maximum von 3 Monaten ausgedehnt. Mit viel altem Urlaub um die Arbeitszeit bei 2 (statt 3) Tagen zu belassen hab ich etwa 3 Monate durchgehalten, um dann nach einem zu stressigen Arbeitstag incl. Stress mit dem Chef einen erneuten Rückfall zu bekommen. Dann war ich nochmal 3 Monate krankgeschrieben. Nach einer 4wöchigen Wiedereingliederung (mit einer Woche Pause wegen erneutem Hörsturz) arbeite ich seit etwa Oktober letztes Jahr wieder. Bis März konnte ich noch alten Urlaub aufbrauchen und so immer mit verkürzten Wochen arbeiten. Seitdem kämpfe ich mit meinen 3 Tagen/Woche, aber es ist kein Vergleich mehr zum Anfang vor 2 Jahren.

Was mir geholfen hat war die Reha und ein Psychiaterwechsel. Mein erster P. hat ja nichts gemacht außer Diagnose und krankschreiben. Sogar die Reha hab ICH vorgeschlagen. Dort hat mir der P. dann erklärt, warum ich ein Antidepressiva nehmen sollte, und ab da ging es aufwärts. Nach 5 qualvollen Monaten. Die Psychotherapie war auch sehr wichtig, ohne hätte ich es auch nicht geschafft. Aber vor allem mit dem (richtigen) Antidepressiva war ich endlich wieder ein Mensch.

LG Eis

25.09.2019 20:09 • x 1 #19


Jenny83

@Jedi :
Danke für deine netten Worte.
Zum Kindesvater: Nach 4 Jahren Sorgerechtsstreit und zahllosen Gerichtsverfahren mit Umgangspfleger und allem was dazugehört, bin ich froh, dass es seit ca. 1 Jahr funktioniert, dass die Kinder ihn mehr oder weniger freiwillig jedes zweite Wochenende besuchen. Er wohnt ca. 90 km entfernt.
Ansonsten wüsste ich auch ehrlich gesagt gar nicht, wobei der mich unterstützen sollte?
Ich bin krank geschrieben und dadurch den halben Tag alleine zu Hause. Also alles gut.
Für mich sind die kinderfreien Wochenenden eher so der Horror. Noch mehr einsam als einsam.
Denn die Einsamkeit ist ja wahrscheinlich genau das, was mich krank gemacht hat. Oder zumindest mit verantwortlich ist.
Nebenbei angemerkt: Manfred Spitzer hat ein gutes Buch zu diesem Thema geschrieben, das für einige hier vielleicht auch interessant sein könnte. In fast allen Beiträgen hier liest man zwischen den Zeilen von gefühlter Einsamkeit. Das Gefühl, anders zu sein, sich nicht verstanden fühlen etc.

26.09.2019 08:58 • x 3 #20


Cassandra65

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Oje, wie wahr gedacht und schwer umzusetzen

26.09.2019 11:47 • #21


Cassandra65

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@Eis
Danke für Deine Infos zu Arbeit und Krankheit.
Wie ist Dein Verhältnis zu Deinen Kollegen und Deinem Chef? Gehst Du gern auf Arbeit? Fühlst Du Dich dort wohl und verstanden?
Ich arbeite aktuell 75 Prozent an 5 Tagen mit der Möglichkeit, an einem Tag Homeoffice zu arbeiten.
Ich habe viele Überstunden. Mir tuen kurze Tage auch besser als lange, dann schaffe ich allerdings weniger.
Aktuell habe ich das Gefühl, der Arbeit nicht gewachsen zu sein (Kopfschmerzen, keine Konzentration, Denkblockaden).
Mein Mann meint auch, ich solle nach Psychopharmaka und Schlafmittel fragen. Da wollte die Hausärztin nicht ran und Psychiater habe ich noch keinen, will erst den Neurologentermin am Montag abwarten.

26.09.2019 12:05 • x 1 #22


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Jedi

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Hallo Jenny83 !

Zitat von Jenny83:
Manfred Spitzer hat ein gutes Buch zu diesem Thema geschrieben

Das Buch habe ich auch schon gelesen u. es ist wirklich lesenswert !
Ich fand besonders Interessant seine Unterscheidung von Einsamkeit u. Alleinsein.
Zitat von Jenny83:
Ansonsten wüsste ich auch ehrlich gesagt gar nicht, wobei der mich unterstützen sollte?

Mein Gedanke ging in die Richtung, dass Du Dir Freiräume schaffen kannst, was mit Kindern oft nicht so einfach ist, besonders, wenn sie noch sehr klein sind.
Ist immer eine Frage der Organisation u. wen hätte ich, damit die Kinder gut betreut u. beaufsichtigt sind.

Manfred Spitzer Fazit in dem Buch, wir sollten nach möglich raus, etwas tun, was uns Sinn gibt, vilt. ein Ehrenamt oder oder ?
Was uns erfüllen könnte u. uns aus der Einsamkeit der Isolation herausholen könnte.
Dafür bedarf es natürlich Freiräume u. das ist sicherlich als Alleinerziehende Mutter nicht ganz so einfach.
Aber ich denke durchaus machbar !
Gut dabei ist es, wenn man auf Hilfe u. Unterstützung zurückgreifen könnte.
Zitat von Jenny83:
In fast allen Beiträgen hier liest man zwischen den Zeilen von gefühlter Einsamkeit.
Das Gefühl, anders zu sein, sich nicht verstanden fühlen etc.

Eine Depression ist immer noch in unserer Leistungsgesellschaft stigmatisiert u. erst langsam wird dieses Thema mehr u. mehr in den Öffentlichen Raum publiziert.
Die Person, die davon betroffen sind fühlen sich antriebslos, geschwächt, sinnentleert, motivationsarm, vertrauensverlust u. ziehen sich dann selbst aus dem Gesellschaftlichen Lebern zurück.
Es fehlt der nötige Antrieb etwas zu tun - zu unternehmen.
Da ist es wenig hilfreich einem Depressiven Menschen zu sagen, dann unternimm eteas, geh raus unter Menschgen, geh mal wieder tanzen, etc. ! Wenn diese Person es könnte, würde diese Person es liebend tun !
Zugleich verliert man Kontakte, sowohl im Job, wie auch im privaten Umfeld u. das sich nicht verstanden fühlen, führt auch zum Rückzug zur oft selbstgewählten Isolation.
Da wieder sich heauszuarbeiten ist Schwerstarbeit für jeden Betroffenen u. oft folgt ein langer Prozess u. diese Erfahrung war mir auch nicht erspart geblieben.

Aber es gibt Hoffnung u. es bedarf zuallerst wieder ein Vertrauen in sich selbst zu finden.
Zu erkennen, dass wir der wichtigste Mensch in unserem Leben sind u. das wir gut für uns zu sorgen haben !
Dies nennt man Selbstfürsorge !
Dies ist nach meiner Erfahrung ein wichtiges Kriterium, um aus der Isolation u. dem Gefühl von Alleinsein oder gar Einsamkeit herauszukommen.

So finde ich, ist ein Forum eine gute Form über alle Themen , die einem bewegen zu schreiben u. sich auszutauschen !
Hier fühlt man sich verstanden u. kann sich mit verschiedenen Themen, wie Selbstliebe od. Achtsamkeit od. das kleine Kind in Uns auseinandersetzen, kann sich Tipps u. Anregungen holen von Betroffenen, die auch gleiche oder ähnliche Erfahrungen machen mussten, bzw. gemacht haben.

Das man durch eine Depression anders ist, ist für mich verständlich !
Es ist eine schwere u. nicht zu unterschätzende Erkrankung, die so manche Hoffnungslos werden lässt, gar bis in den Suizid treiben kann !
Ich denke, dass ein solches Forum bestimmt eine gute Unterstützung ist u. hier, in diesem Forum findet man tolle Forenmitglieder mit tollen Beiträgen, die Mut machen u. den Schein von Hoffnung wieder aufblitzen lässt !

LG Jedi

26.09.2019 12:45 • x 2 #23


ohneFunktion

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Zitat von Pearls:
Wer war schon mal so tief, mit Schlafstörungen und Innere Unruhe und hat es wieder in ein normales Leben gebracht?


Hier!
Ich hatte genau das.
.und heute habe ich keine Unruhe mehr. Mein Leben ist normal.

Und so wird es bei Dir auch sein. Nicht von heute auf morgen, aber es wird.

26.09.2019 12:49 • x 5 #24


Jenny83

@Jedi :
Ja genau darauf wollte ich hinaus. Der Unterschied zwischen einsam sein und allein sein.
Ich bin sicher beides, aber den meisten anderen geht es natürlich nicht so. Eigentlich hat ja so ziemlich Jeder einen Partner und Freunde. Daher sind sich Viele vielleicht gar nicht über ihr Gefühl der Einsamkeit und welche Auswirkungen die chemischen Reaktionen dessen im Gehirn verursacht, im Klaren, weil sie ja nicht allein, also physisch einsam sind.

Du hast natürlich recht. Freiräume hat man als Alleinerziehende nicht. Und wenn man Jemanden hätte, der Freiräume schaffen könnte, wäre man nicht einsam. (grübel.)?
Wie dem auch sei, ich habe zur Zeit gar keine Kraft mehr, etwas zu unternehmen und wenig Lust, überhaupt vor die Tür zu gehen, weil ich es kaum aushalten kann, ständig diese ganzen glücklichen Menschen um mich herum ertragen zu müssen.
Wahrscheinlich ein großer Schritt in Richtung Rückzug in die von dir beschriebene selbst gewählte Isolation.

Gibt es andere Bücher, die du gelesen hast und empfehlen kannst?
Ich habe mich bisher nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt, interessiere mich aber natürlich für die Fakten.
Sowohl die medizinischen Aspekte als auch banale Fragen wie z.B. Treten psychische Erkrankungen heute häufiger auf als früher (wenn ja warum?/gesellschaftliche Aspekte) oder war es früher schlichtweg nicht bekannt und wurde nicht diagnostiziert?
Dass der medizinische Fortschritt und neue wissenschaftliche Erkenntnisse natürlich Vieles mehr möglich machen und betroffenen Menschen heute geholfen werden kann, ist klar. Aber ich persönlich bin trotzdem irgendwie davon überzeugt, dass Vieles auch mit der Entwicklung und Veränderung der Gesellschaft zusammenhängt.

26.09.2019 13:29 • x 3 #25


Fisch611

Fisch611

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Erst mal ist es wichtig, dass Du psychisch wieder auf die Beine kommst. Hast Du Dich nach einem Psychotherapeuten umgesehen?
Grundsätzlich brauchst Du aber Freiräum, um Dir Kontakte aufbauen zu können, auch wenn die Zeiten aktuell einsam sind. Es gibt einige ganz gute Apps, um Kontakte zu knüpfen. Z.B. Friendsup. Dadurch habe ich wirklich nachhaltige Freundschaften schließen können, man braucht halt etwas Geduld - nicht der erste Versuch klappt immer gleich.

26.09.2019 13:52 • #26


Jenny83

@Fisch611 :
Ja, ich habe in zwei Wochen Termine im Schilddrüsenzentrum und beim Psychologen und Psychotherapeuten.

Die Freiräume sind ja vorhanden.
Aber was soll man alleine unternehmen. Das macht ja keinen Spaß, im Gegenteil. Das zieht extrem runter.
Diese Apps kenne ich nicht. Ist sowas wirklich seriös und lohnenswert?
Ich war in den letzten 5 Jahren mehr als einmal bei JEDER Singlebörse angemeldet, die es gibt. Wat ne Zeitverschwendung.

26.09.2019 14:02 • #27


Fisch611

Fisch611

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Bei Friendsup geht es nur um Freundschaften, da sind nur Frauen. Ist kostenlos, ich habe da sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit Single-Börsen kenne ich mich nicht so aus, aber auch da kenne ich einige, die durchaus erfolgreich waren dort jemanden kennen zu lernen.

26.09.2019 14:16 • #28


Jenny83

Ah ok. Das schaue ich mir mal an.
Meinen Ex Mann habe ich auch im Internet kennen gelernt.
Ohne Kinder ist das Ganze wesentlich leichter.

26.09.2019 14:39 • #29



Hallo Fisch611,

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Fisch611

Fisch611

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Das ist wohl richtig, aber ich habe als Alleinerziehende auch noch mal einen tollen Mann gefunden und ich kenne viele weitere Beispiele.
In welcher Region lebst Du?

26.09.2019 15:04 • #30

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