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Schwere Depression ohne Hoffnung - brauche Hilfe

FliegenderEngel

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Hallo ihr lieben.
Ich stecke seit dem 16.12 wieder in einer schweren Depression. Ich habe sertralin 100mg in den letzten jahren genommen und kam super damit zurecht. Habe es allerdings da es mir ja gut ging sehr unregelmäßig in den letzten monaten genommen. Ich nehme es seit dem 16.12 wieder regelmäßig. Jedoch geht's mir sehr schlecht. Ich habe keine kontrolle mehr über meinen Körper und meinen Geist. Ich bin total Hoffnungslos und verzweifelt nie wieder aus diesem loch heraus zu kommen. Ich hab bis jetzt jede Depression überstanden aber nun habe ich keine Hoffnung mehr das es besser wird. Ich helfe mir momentan mit tavor 1,0. Ich nehme aber nur eine halbe täglich weil ich sehr vorsichtig damit bin. Ich weiß das es schnell abhängig macht. Komme nur gerade gar nicht zurecht.
Vielleicht habt ihr ein paar tipps.
Ich mache jeden tag meditation und positive affirmationen. Und hoffe das es bald hilft.
Ich danke euch

05.01.2021 18:25 • x 5 #1


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Kate

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Hi, mir gehts derzeit auch so. Ich überlebe die Tage nur noch irgendwie. Ich hatte überlegt wieder in eine Klinik zu gehen, aber ganz ehrlich, was will man dort, weitere Tabletten, weitere lebensbejahende einseitige Gespräche. Die hatte ich die letzten 4 Wochen schon. Der Druck der dadurch entsteht ist unerträglich. Entweder man schafft es selbst, oder halt nicht.

Vielleicht wäre eine Klinik ja was für Dich?

Grüße Kate

05.01.2021 19:18 • x 2 #2



Hallo FliegenderEngel,

Schwere Depression ohne Hoffnung - brauche Hilfe

x 3#3


FliegenderEngel

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Ich war auch schonmal in einer klinik.. aber irgednwie kam ich mir dort vor wie unter einer Glocke. Ich muss ja zu hause zurecht kommen. Arbeiten. Usw.. ich kann auch gar nicht mal eben in eine klinik gehen. Bin gerade dabei mir ein Unternehmen aufzubauen. Würde alles verlieren wenn ich jetzt stationär gehen würde.... ich bin einfach super durcheinander..

05.01.2021 19:33 • x 1 #3


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Kate

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Ah ok, ich dachte nur vielleicht zur Überbrückung bis die Medikamente wirken.

05.01.2021 19:35 • #4


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Jedi

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Hallo @FliegenderEngel

Zitat von FliegenderEngel:
Ich war auch schonmal in einer klinik.. aber irgednwie kam ich mir dort vor wie unter einer Glocke.
Ich muss ja zu hause zurecht kommen.

Deine Empfindung kann ich gut verstehen, eine Klinik ist ein geschützter Bereich u. es kann eine Zeit sein,
in der wir erstmal aus unserem gewohnten Umfeld herauskommen.
Meine Erinnerung an meinem Klinikaufenthalt ist diese, dass ich aus meinem Umfeld u. meinem normalen Abläufen
raus war u. ich mich dort neu sortieren konnte - natürlich durch die Therapie - den Beschäftigungsangeboten - Sport
und noch vieles mehr.
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Zitat von FliegenderEngel:
Ich muss ja zu hause zurecht kommen.

Villt. ist ein Klinikaufenthalt gerade auch dafür gut, dass wir aus dieser Zeit, der Beschäftigung mit uns selbst,
mit in unseren Alltag mitnehmen können.

Ich weiß, dass es auch Qualitative Unterschiede, was die Kliniken u. deren Angebote gibt.
Ich kann für mich nur sagen, dass es für mich Hilfreich u. Unterstützend war !
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Zitat von FliegenderEngel:
Bin gerade dabei mir ein Unternehmen aufzubauen.

Natürlich gibt es bei Dir gerade eine höhere Priorität u. da musst Du schon genau überlegen, was jetzt für Dich
sinnvoll ist. - sicher keine einfache Entscheidung, die Du zu treffen hast.
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Zitat von Kate:
Entweder man schafft es selbst, oder halt nicht.

Ich würde es jetzt so dramatisch Formulieren, oder halt nicht !
So finde ich den Austausch, wie hier im Forum , eine gute Möglichkeit, auch Impulse - Unterstützung - Anregungen u.
Hilfestellung einzuholen !

Dazu kann ich nur Ermutigen, sich hier gerne Auszutauschen !
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Zitat von Kate:
Entweder man schafft es selbst

Schaffen muss man es eh selbst !
Auch eine noch so gute Therapie, kann nur so hilfreich sein, wie wir die Betroffenen auch selbst mitmachen !
Die Therapie gibt uns Impulse u. Hilfestellung - zeiigt uns Übungen u. kann uns einen Notfallkoffer,
an die Hand geben.
Gemeinsam mit dem TP/ in können wir unsere Probleme Auf - u. Bearbeiten !
Auch kann es immer wieder vorkommen, dass es über die Zeit hinweg, wiederholte therapeutische Begleitung
notwendig werden können, was angesichts der Erkrankungsgründe, durchaus normal zu betrachten ist !

05.01.2021 21:16 • x 1 #5


FliegenderEngel

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Ja ich weiß das die klinik ein geschützter raum ist. Ich werde morgen mit meinem arzt darüber sprechen. Ich hoffe aber das ich es so schaffe. Ich bin eine Kämpferin und lese und mache was ich kann..

Dieses Gefühl nie wieder raus zu kommen ist am schlimmsten. Danke

05.01.2021 21:21 • x 1 #6


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Jedi

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Zitat von FliegenderEngel:
Ich werde morgen mit meinem arzt darüber sprechen.

Ich denke, dass dies sicher eine richtige Entscheidung ist u. finde diesen Deinen Schritt auch gut
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Zitat von FliegenderEngel:
Ich hoffe aber das ich es so schaffe.

Du kannst erstmal hören, was Dein Arzt dazu meint u. weitere Optionen, kannst Du Dir ja noch offen lassen.
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Zitat von FliegenderEngel:
Ich bin eine Kämpferin und lese
und
mache was ich kann..

Davon bin ich überzeugt !
Lesen ist sicher nicht schlecht, aber Veränderung passiert am ehesten über Erfahrung, also im Tun !
Eine Kämpferin zu sein, ist sicher von Vorteil, doch kämpfen kostet auch Energie u. manchmal braucht es nicht nur unsere
Kampfkraft, sondern, wir brauchen Hilfe u. Unterstützung, um zu lernen, mit unseren Energien sinnvoll umzugehen.
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Zitat von FliegenderEngel:
Dieses Gefühl nie wieder raus zu kommen ist am schlimmsten.

Es ist eben nur ein Gefühl u. die Gedanken, die diese Gefühle auslösen, haben oft nicht Recht behalten.
So möchte ich Dir nicht nur Mut machen sondern Dir aus Erfahrung heraus sagen,
es ist schaff- u. machbar, wieder in ein zufriedenes Leben, ohne Depression zu finden !

05.01.2021 21:35 • x 2 #7


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Hodges

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Ich wollte zu einem ganz wichtigen punkt etwas sagen.. Depressionen verlaufen (sofern sie vorher auch so verliefen) in Phasen. Bedeutet du kommst da wieder raus. Mit jeder phase steigt natürlich das risiko das die phasen länger andauern werden. Daher wenn das zb deine 5 oder 6 phase ist, wird die etwas länger dauern.

Ich hab jetzt 8 gehabt und stecke grad in der 9. Und weißt welcher Gedanke mir jeden tag durch den kopf schießt? diesmal kommst da nicht wieder raus... In jeder Phase die gleichen gedanken.
Wir beide sollten uns mal unterhalten, ich wette da gibts noch mehr gemeinsamkeiten.

Wir kommen da wieder raus, ist alles nur ne frage der zeit. Wichtig ist, die guten momente abends im bett reflektieren, nicht die schlechten! Was lief am tag gut? Ab wann war die stimmung etwas besser?

Hast du auch das es dir morgens richtig schlecht geht und abends besser? Bei mir ist das an vielen tagen so, nicht an allen, aber an vielen.

Achte da mal drauf

12.01.2021 22:00 • x 2 #8

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