Schizo-affektive Psychose diagnostiziert

HeKate

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Hallo,

was würdet Ihr tun, wenn Ihr das Gefühl hättet, Ihr baut gerade den größten Mist, aber keiner glaubt Euch? Also bei mir wurde ja mal eine schizo-affektive Psychose diagnostiziert, ich habe aber vor ca. 1 Jahr meine Medis abgesetzt. Seitdem wurden eigentlich die manisch-depressiven Schwankungen immer extremer und im Moment bin ich an dem Punkt, dass ich seit 3 Wochen nicht mehr zu Arbeit gehe und mich irgendwie so langsam selber völlig durchgedreht fühle. Vor ca. 5 Wochen war ich bei einem Arzt (nicht derselbe wie früher), der aber nur 10 Minuten mit mir geredet hat und dann wissen wollte, welche Medis ich will (ich hab halt gesagt, etwas gegen die Schwankungen, das war dann Quietiapin, das ich aber nicht genommen habe, weil es mich total müde macht).

Ist das nicht komisch, dass er nicht mehr Infos wollte oder Unterlagen von meinem anderen Arzt? Außerdem hab ich beim Jugendamt Bescheid gesagt, dass ich gerade Probleme habe und glaube, dass ich meine Tochter nicht mehr gut versorgen kann, aber die haben abgewiegelt und gemeint, ich hätte vielleicht etwas Depressionen, aber das wird schon wieder. Gleichzeitig glaube ich, dass ich im Moment mehrere Personen auf einmal bin, also einmal kann ich ganz lieb sein, dann wieder sehr böse und ich glaube, dass ich bei Anderen psychischen Schaden anrichten kann.

Mir geht zur Zeit ein Trauma im Kopf herum, dass ich als 13-jährige erlebt hab und nie verarbeitet, und irgendwie scheint sich das auf mein gesamtes Verhalten auszuwirken. Hört sich das gruslig an? Ich fühl mich grad gruslig und hab irgendwie Angst vor mir selber, aber keiner nimmt es ernst und ich hab zeitweise schon Schiss, dass noch was wirklich Schlimmes passiert. Vor Allem wegen meiner Tochter. Aber soll ich jetzt wirklich den Ärzten die Türen einrennen und drauf bestehen, dass ich spinne? Schon allein davor hab ich Angst, wie ich dann dastehe... Am liebsten würd ich mich grad irgendwo isolieren und meine Medis nehmen, bis ich wieder "normal" bin, damit hier mal wieder alles klappt, aber ich hab echt Hemmungen davor.

Also, was würdet Ihr machen?

lg goldauge

27.11.2009 00:58 • #1


Alannis

Hi Du!

Das klingt überhaupt nicht witzig!

Hast Du mal beim Sozialpsychiatrischen Dienst angerufen und denen das so geschildert?

Das würd ich versuchen.

Die meisten Krankenkassen haben auch PSychologen beschäftigt, dort kann man auch anrufen ...

Wenn es so ist
Zitat:
hab irgendwie Angst vor mir selber, aber keiner nimmt es ernst und ich hab zeitweise schon Schiss, dass noch was wirklich Schlimmes passiert. Vor Allem wegen meiner Tochter.
dann setz alle Hebel in Bewegung! Die spinnen ja wohl


Setz Dich durch!

Alles Gute für Dich,
Angie

27.11.2009 09:17 • #2


HeKate

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Hi Alannis,

ich hab heute schon bei meinem alten Arzt, bei der Tagesstätte hier und der Tagesklinik angerufen, und dazugesagt, dass es brennt. Beim Arzt hab ich einen Termin in 2 Wochen bekommen , und der Herr von der Tagesstätte hat gemeint, ich könnte ja bei ihm vorbeikommen, das Problem ist nur, ich bin gerade nicht wirklich gesprächs- oder gar diskussionsfähig und werde immer gleich wütend wegen nix. Er hat dann gemeint, ich soll versuchen, beim Arzt in der Tagesklinik einen Termin zu bekommen, er hätte frühestens nächste Woche Zeit.

Meine letzte Chance ist jetzt die Tagesklinik, da soll ich mich um 13 Uhr melden und ich hoffe, der Arzt dort nimmt sich kurz Zeit... ich kann bald nicht mehr, echt. So geht das jetzt schon seit Wochen und zuerst hab ich es für gut gehalten und hab gedacht, wow, endlich mehr Energie, aber wenn man bedenkt, dass ich gerade meine Ausbildung auf Spiel setze (14 Tage fehlen ohne Krankmeldung, kam schon sehr böser Brief vom Arbeitgeber)... Ich wünschte mir, irgendjemand würde mich stoppen, ich kanns grad nicht mehr...


Nachtrag: Gott sei Dank, der Arzt hatte Zeit (ich hab meinen Vater anrufen lassen, das war dann ok) und hat mir jetzt was verschrieben. Er meinte ich hätte gerade eine leichte Psychose (ich schätze ich bin vor Allem sehr manisch gerade) und er schaut, dass er einen stationären Platz findet (wo auch die Kleine mitkann).

27.11.2009 13:19 • #3


HeKate

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Hallo Nina,

jetzt läuft alles schon wieder etwas besser, ich hab wieder das alte Medikament, dass ich damals auch bekommen hab und ich merke schon, dass es mir ganz guttut (auch wenn der Spiegel noch gar nicht richtig aufgebaut sein kann, es gibt schon eine gewisse Sicherheit). Und Gott sei Dank ist meine Familie wirklich toll für uns da und hilft uns wo es geht. Muss mich echt mal bedanken bei denen...

Und Euch auch vielen Dank, wenn sonst keiner mehr da ist gibts immernoch das Forum, und das ist gut zu wissen.

lg Pauline

29.11.2009 22:25 • #4


HeKate

HeKate

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Hm,

hier geht es immer hin und her... mein Arzt meint jetzt, ich hätte keine Psychose, will mir aber die Medis weiter geben (sind auch gegen Manie). Aber eine Manie hab ich auch nicht... mein Problem ist/war eher, dass ich mich einfach nicht verstanden fühle, aber bei der Beratungsstelle wo ich jetzt gerade bin, kann ich echt gut mit der Person reden und mit einer anderen Person auch. Da hab ich auch überhaupt keine Probleme... Nur gehts da halt um Sachen, die auch meine Eltern belasten und mein Arzt ist ja gut bekannt mit meinen Eltern. Ich glaube ich gehe jetzt mal meinen Weg und mache nicht immer nur, was meine Eltern wollen (auch wenn sie in Notsituationen für mich da sind, aber dann heißt es eben, nimm Deine Medis, mach Deine Ausbildung etc.). Ich will aber nicht nur funktionieren, ich will wissen, was dahinter steckt, dass es mir immer so schlecht ging als Kind.

Natürlich kann man das aus der Ferne nur schwer beurteilen, aber: klinge ich psychotisch und / oder manisch? Ich fühl mich weder das eine noch das andere, eher ein bißchen erschöpft, weil ich zur Zeit so viel bearbeite, aber sonst ganz gut...

lg Goldauge

05.12.2009 11:28 • #5

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