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Rückfall in die Depression? Hilfe!

U

Unhappy
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#1


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anir
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Guten Morgen, Bennyhuggi.
Lange, lange brauchte ich, um die D. als einenTeil von mir anzunehmen.
Ich kann nie einen erkennbaren Grund, Auslöser sehen.
Die D. kommt, wann sie will.
Macht was sie will.
Bleibt solange sie will.
Es ist stehts ein Überraschungspaket für mich.
Daher sah ich sie auch als Feind, der ausgelöscht werden muß.
Geht aber nicht.
Läßt sich nicht tilgen.
Seit langem habe ich sie in meinem Gepäck dabei.
Lieb begrüßen, kann ich sie nicht, wenn sie wieder im Anmarsch ist.
Die Zeit, in der ich drin bin, ist oft schwer.
Bin ich wieder draußen, kann ich sagen, stehts etwas dazugelernt zu haben.
Ich weiß, was ich will und nicht mehr will.
Ich kann das formulieren.
Für mich ist meine Gesundtheit das Wichtigste geworden und steht somit an 1. Stelle.
Somit kann ich der D. dankbar sein, da sie mich zu mir Selbst gebracht hat.-
Andere.
Sie können es soweit nachvollziehen, mit eigenen Erfahrungswerten.
Allerdings, daß, waß sie nie erlebt haben, ist schlechter nachvollziehbar, was verständlich ist.
In der D. lasse ich kaum Menschen zu.
Ich weiß, ich komme am Besten da wieder raus, wenn ich mit mir bin.
Die D. ist mein 2. Leben.
Ich bin lieber in meinem 1. .
In dem ist es schöner.
Ich mache im 1. Leben nicht viel.
Ich gehe geringfügig arbeiten.
Ich schaue auf mich.
Ich habe eine kleine, oft angenehme Familie.
Meinen Freundeskreis habe ich auf mich zurechtgestutzt.
Ich habe mich von einigen Freunden getrennt, da sie mir nicht gut taten.
Alles Gute dir.

21.04.2023 07:06 • x 2 #84


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A


Hallo Unhappy,

Rückfall in die Depression? Hilfe!

x 3#3


Jedi

Jedi
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Hallo @Bennyhuggi

Zitat von Bennyhuggi:
Hallo,ich sehe die Depression leider auch als meinen Feind an.

Das ist nicht gut, die Depression als Deinen Feind zu betrachten Nein
Diese Erkrankung möchte Dich / uns alle, die wir erkrankt sind auf etwas hinweisen,
was in unserem Leben nicht gut läuft. Die Depression möchte, dass wir sie - Uns annehmen u.
uns zuwenden - uns hilfe holen ! Wir sollen uns nun in unseren eigenen den Fokus stellen u.
uns jetzt der beste Freund sein u. gut mit uns umgehen.
Wenn Du versuchst, gegen Deinen Feind zu kämpfen, dann sind die Chancen nicht groß,
dass Du gewinnen kannst.
Versuchst Du deine Depression anzunehmen, sich ihr zuzuwenden, sie als zu Dir zugehörig
anzuerkennen, dann wirkt sie nicht mehr so Mächtig u. Du kannst Dir dabei helfen lassen,
damit Du mit ihr einen guten Umgang finden kannst.
-------------------------------------------------------------------------
Zitat von Bennyhuggi:
Sie macht mich schwach,verletzlich und der Umgang mit anderen Menschen gestaltet sich auch sehr schwierig.

Das ist durch diese Erkrankung so bedingt u. dass ist mir u. vielen anderen Usern sicher hier auch so bekannt !
Damit bist Du nicht allein u. sol Dich erstmal etwas beruhigen !
----------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Bennyhuggi:
Bei mir werde ich nur gefragt, ( Hast du einen schlechten Tag heute?)oder es wird gesagt (Ich bin doch jetzt da,jetzt ist wieder gut.)

Bedenke bitte auch immer dabei, dass ein Außenstehender es kaum nachvollziehen kann, was eine Depression ist
u. was sie in uns Erkrankte anrichtet.
Ich weiß, dass solche Aussagen u. Fragen, auch ein Stück sich verletzend anfühlen u. doch spricht
dabei heraus, eine Form der Hilflosigkeit u. dann kommen solche Aussagen u. Fragen zustande.
Beurteile dies nicht so hart u. lass es nicht so dicht an Dich heran - versuche es !

Wer eine solche Erkrankung noch nicht selbst durchgemacht hat, der kann diese Erkrankung u. das Verhalten
eines Erkrankten, auch nicht wirklich verstehen !

24.03.2023 13:14 • x 1 #83


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David-Spritz
Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber versuche bitte, die Depression nicht als Deinen Feind zu sehen, der Deine Existenz bedrohen will. Die Depression versucht Dir etwas zu sagen, aber Du musst auch den Mut haben, zuzuhören. Ich nehme mal an, ohne Dich zu kennen, dass es da etwas Unverarbeitetes, Unausgesprochenes zwischen Dir und Deiner Mutter gibt. Stell Dich dem Thema, nimm Dir die Zeit dafür, flüchte Dich nicht in die Arbeit. Du musst diese Dinge verarbeiten, wenn Du sie überwinden willst. Weißt Du, wovon ich rede?

#2


U
Ja, da gibts einiges. Ich habe mich nie richtig von meiner Mutter gelöst und fühle mich für sie verantwortlich, das ist schon in der Kindheit begründet.
Ich gebe aber die Verantwortung ab, zumindest will ich das.
Ich kann so nicht mehr. Mittlerweile verstehe ich die Frau auch nicht mehr, sie kommt mir manchmal richtig "verrückt" vor.
Vor allem könnte sie in eine Psychatr.Klinik gehen,aber lehnt dies ab ("was denken die Leute, etc")

#3


Knoten
Hallo unhappy,

ich frage mich, kann deine Mutter nicht viel alleine machen? Oder will sie nicht? Vielleicht ist sie einfach nur unzufrieden mit sich selbst?

Versuch sie mal ein bisschen zu Fordern, vielleicht kommt so ein bisschen Schwung in die Dame und damit auch Entlastung für dich.

#4


U
Sie sagt, sie kann nicht alleine raus ( sie geht aber auch mit mir zusammen nicht)
Und Hausarbeit schafft sie auch nicht mehr.
In dem Alter auch nicht so ungewöhnlich. Aber sie WILL auch vieles einfach nicht.
Davon bin ich überzeugt. In einer Klinik wäre sie ja erst mal versorgt, bekäme geholfen.
Ob ich sie einfach mehr sich selbst überlassen soll?
Mein Gewissen ...

#5


David-Spritz
Sieh Dir doch mal eine Klinik an und mach Dir selbst ein Bild, ob sie dort besser aufgehoben wäre als zuhause.

#6


Knoten
Na ja, ob das in Ihrem Alter nicht mehr möglich ist, lasse ich mal einfach im Raum stehen...

Meine Mutter ist beinahe 75 und lebt dazu noch mit meinem Behinderten Bruder zusammen, um den sie sich kümmert und meine Nachbarin ist 74 hat ein Haus mit 2 Mietwohnungen, einen recht großen Garten und kümmert sich auch um alles alleine...

Einer Klinikeinweisung müsste deine Mutter eh erstmal zustimmen. Sicher macht es Sinn, sich erstmal alles anzuschauen, aber mal ehrlich, wer mag schon kurz vor Weihnachten in eine Klinik gehen? Realistisch gesehen, fühlt man sich dabei doch abgeschoben.
Ich denke jedoch, dass ein aufrichtiges Gespräch, in dem du deiner Mutter eine klare Ansage machst, wie es dir bei all dem Geht und dass das alles über deine Kräfte hinaus geht, eine derzeit bessere Lösung wäre.
Vielleicht ist sie sich dessen gar nicht bewusst?

Sie muss verstehen lernen, dass sie, trotz ihres Alters, die Verantwortung nicht einfach auf deine Schultern ablegen kann. Auch deinen Geschwistern würde ich dementsprechend "mal den Marsch *beep*".
Nicht nur die sind am Arbeiten!

Nur wenn du klare Ansagen machst, kann sich an der Situation etwas ändern!
Sorry wenn ich meine ehrliche Meinung mitteile, aber ich glaube, dass dies auch Das ist, was du dir wünscht.

Gib Arbeit ab, sag deiner Mutter, "mach das jetzt selber", wenn du weißt sie kann es selber, und lass dich dabei nicht mit einem schlechten Gewissen abspeisen.

#7


K

Hallo,
ich kann dich gut verstehen. Insbesondere aufgrund der Mutter_Tochter_Beziehung.
Meine Mutter hatte auch mein ganzes Leben lang mich, die auf sie aufgepasst hat und sich um sie gesorgt hat.
Das Schlimme ist, das wird ein Selbstläufer und man kommt aus der Kümmer- Rolle schwer heraus.
Bei mir war es dann der totale Zusammenbruch aufgrund einiger katastrophaler Umstände, der mich von meiner Mutter befreit hat.
Bisher sehe ich das als einziges positiv an dieser Erkrankung.
Ich habe seitdem keinen Kontakt mehr zu ihr.
Versuch dich mehr zurückzunehmen. Das wird dir gut tun.
Und deine Angst vor einem Rückfall mit dem Wissen, was da auf einen zukommt, kann ich so gut nachvollziehen.
Ich hatte auch extreme Angst und bin doch wieder tief drin.
Wenn ich kann rede ich mir hier etwas von der Seele, an anderen Tagen geht auch das nicht.
Aber du weißt, hier ist immer jemand
Liebe Grüße und es geht weiter :)

#8


U
Danke für eure Lieben Worte und Tipps.

Habe ganze 2 Tage gearbeitet, da ging es mir gut.
Jetzt saß ich wieder beim Arzt weil ich die ganze Nacht Herzrasen hatte und ich fix und alle bin.
Geht nix mehr.
Der kleinste Windstoß haut mich aus den Socken. Wieder krank geschrieben
Und ein Rezept für Beruhigungsmittel in der Tasche. Das will ich aber nicht nehmen.
Bin verwirrt.

Ich muss was ändern.

Punkt 1: Mama hat jetzt eine Putzfrau.

Punkt 2: Ich mir die Besuche bei ihr beschränken, muss das am besten mal planen.
Leider wurde es schwer mit Uhr darüber zu reden.

Aber ich kann einfach nicht mehr.

#9


U
Habe mit Mutter telefoniert um ihr zu sagen, dass ich krank zuhause bin.
Habe es ganz sachlich mitgeteilt, damit sie Bescheid weiss. Ganz friedlich.

Dann ging sie ab am telefon: Jetzt ist sie wieder Schuld das es mir schlecht geht, sie will sich den Schuh nicht anziehen.
Sie macht jetzt alles alleine,ich brauche nicht mehr kommen oder anrufen...
Sie würde jetzt nur noch heulen und sich furchtbar aufregen.
Das ich am Telefon geheult habe und es MIR schlecht geht scheint sie nicht so interessiert zu haben, aber sie hat wohl schon kapiert um was es geht,
und ein schlechtes Gewissen.

Habe gesagt, ich bin halt aufgrund meiner Vorerkrankung nicht so belastbar.

Sie habe immer jedem erzählt was ich alles für sie mache und was ich für eine "Bilderbuch-Tochter" sei, das müsse sie wohl jetzt widerrufen.

Gehts noch?

Ich habe dann aufgelegt und werde nicht mehr anrufen...
Zumindest versuche ich es.

Blöde Situation, aber irgendwie bin ich auch erleichtert-

#10


Knoten
Zitat von Unhappy:

Ich ließ was ändern.

Punkt 1: Mama hat jetzt eine Putzfrau.

Punkt 2: Ich mir die Besuche bei ihr beschränken, muss das am besten mal planen.
Leider wurde es schwer mit Uhr darüber zu reden.



Das ist doch ein guter Anfang!

#11


Steffi
Hallo Unhappy,

Mütter Deiner Kategorie sind eine Katastrophe für jeden Angehörigen. Ich durchlebe ähnliches, jedoch nicht mit meiner Mutter - die ist schon lange tot - sondern mit meiner 88jährigen Schwiegermutter.
Nachdem meine Schwägerin, die sie seit Jahren mehr oder weniger umsorgt, in die gleiche gesundheitliche Situation wie Du gekommen ist, habe ich nun SchwieMu bei mir zu Hause. Wielange, das steht noch in den Sternen. Auch ich höre den ganzen Tag Jammerei, ging aber bisher nicht darauf ein. Heute habe ich ihr nach einer weiteren Jammertirade gesagt, "dass sie es wirklich schwer hätte". Daraufhin war sie still.

Ich hänge Dir mal eine Datei an, die sich mit dem Problem "Jammerer" befast. Punkt 3 ist nicht ganz ernst zu nehmen, aber immerhin eine Option. Very Happy

Meine Schwiegermutter nimmt keinerlei fremde Hilfe an. Insofern hast Du noch Glück, dass Deine wenigstens eine Putzfrau akzeptiert.
Ich weiß, es ist leicht, das zu sagen. Aber lass dich nicht weiter vereinnahmen. Jammerern geht es immer nur so schlecht, solange man ihnen zuhört und dem ganzen neue Nahrung gibt.

#12


U
Danke für eure tollen Beiträge.

Die Datei zum Thema Jammern ist wirklich super. Werde ich testen. 302.gif

Mir war das gar nicht bewusst das so ein Verhalten eine Katastrophe ist.
Aber je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr merke ich, das es nicht normal ist.
Und ich dachte es liegt an mir, weil ich mich immer noch nicht genug kümmere. huh

Doof, gell.

Mir fällt es allerdings echt schwer, sie NICHT anzurufen.
Ist halt auch eine Gewohnheitssache.

#13


U
Haben jetzt den Antrag auf Pflegestufe gestellt. Wäre toll wenn das klappt. Dann könnte der Pflegedienst die Mama morgens waschen. Das täte uns beiden gut.

Heute fühle ich mich irgendwie einsam. Ich weiß auch nicht.
Die depressiven Momente kommen immer wieder durch.
Habe für mich Termin beim Psychiater.

#14


A


Hallo Unhappy,

x 4#15


Knoten
Hallo unhappy,

warst du mittlerweile bei deinem Psychiater?

#15

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