Guten Tag, ich bin neu im Forum. Habe seit 25 Jahren Depessionen, Angst usw. Bin seit sechs Monaten arbeitsunfähig. Soll jetzt für fünf Wochen in eine Reha. Bin bei einem Facharzt für Psychatrie seit 2000 in behandlung. Bin 53 jahre und möchte EU-Rente beantragen. Meine Frage ist ob dann eine Reha Sinn macht? Bin auch in Psychotherapie. Wer kann mir weiterhelfen? Was muß ich beachten?
Ich grüße alle Leidensgenossen
" Alles ist gut. Nur nicht für jeden.Nur nicht überall. Nur nicht für alle
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ToWa Mitglied
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Hallo leila1
Auch wenn eine Reha keinen Sinn macht, solltest du da hin.
Erst danach wird über eine mögliche Rente entschieden!
was Du schreibst, deutet sehr stark darauf hin, daß die Krankenkasse nochmal einen letzten Versuch machen will, Dich arbeitsfähig zu kriegen. Das ist relativ üblich.
Außerdem solltest Du in der Reha unbedingt kooperieren, sonst kann es nachteilig für einen Rentenantrag sein. Eine Kooperation ist auch für Dich sinnvoll, so viel wie möglich heraus zu ziehen, auch wenn am Ende trotzdem die Arbeitsunfähigkeit steht.
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#3
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leila1 Mitglied
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Vielen Dank für deine Antwort,
hatte um Umstellung der REHA-Klinik gebeten.
Wurde nach drei Wochen abgelehnt.
Habe jetzt Widerspruch eingelegt mit Attesten der Ärzte .
Was ist wenn mein Vorschlag wieder abgelehnt wird?
Du kannst natürlich Widerspruch einlegen, verzögert aber alles nochmal. Versuche doch mal, die Angelegenheit über persönliche Kontaktaufnahme zu klären. Begründen müssen Sie Dir nämlich schon eine Ablehnung der Wunschklinik, auch wenn Sie das nicht gerne hören.
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#5
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leila1 Mitglied
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Hallo,
Umstellung auf eine andere Reha-Klinik wurde ohne Begründung abgelehnt. Habe es auch telefonisch versucht eine Antwort zu bekommen. Man war bei Rentenversicherung immer sehr kurz angebunden. Ich muß jetzt sicher erst die Begründung auf meinen Widerspruch abwarten.
Viele Grüße
leila1
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Libelle Mitglied
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Hallo,
ich bin in einer ähnlichen Situation und habe mich daraufhin beim Sozialverbund angemeldet und erhalte nun für ? 5,00 monatlich Rat und Hilfe. Ich werde dort sehr gut beraten und habe einen starken Partner an meiner Seite. Du findest sie im Netz unter http://www.sovd.de oder ein anderer Verband : http://www.vdk.de. Die arbeiten ähnlich.
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malice Mitglied
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hallo wollte mal wissen,was nun aus deiner kur geworden ist,und ob sie dir was gebracht hat. der arzt meiner mutter stellt jetzt auch einen antrag auf kur.meine mutter hat einen 1 euro job,aber sie ist nicht mehr in der lage zu arbeiten.sie hat die krankheit seit 1984.ich möchte doch mal wissen ob das alles bei dir geklappt hat. gruss malice
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#8
L
Libelle Mitglied
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Die Kur hat gar nichts gebracht. Doch hat sie eine eklatante Verschlechterung meiner Angststörung. Seit der rRha kann ich kaum noch aus dem haus. Selbst im Haus habe ich Angst ohne Ende.
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#9
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malice Mitglied
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hallo
na das ist ja keine gute nachricht.hast du jetzt einen rentenantrag gestellt? gib nicht auf.
gruss malice
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Libelle Mitglied
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Klaro, ist zwei Mal abgelehnt worden nun klage ich
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olivia Mitglied
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"Reha vor Rente" das ist immer dieser Grundsatzspruch! Sicher, sofern auch nur die geringste Wahrscheinlichkeit besteht, in der Reha wieder halbwegs gesung bzw. lebensfähig zu werden und man sich diesen Schritt auch zutraut (!), würde ich die Reha antreten. Aber keinesfalls ist man gezwungen in eine Reha zu gehen, um Rente zu bekommen. Es gibt genügend Patienten, die nicht rehafähig sind, die einfach auch z. B. nach den 78 Wochen Krankengeldzahlung weiterhin eine Auszeit benötigen und ambulante Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Reha kann auch zur Belastung werden. Und an das Ergebnis bei Belastung bei vorhandener Depression wollen wir ja nun nicht denken. Eine meiner Mitpatientin ist seit 7 Jahren berentet (war damals auch ein gewisser Kampf), ging ein Jahr zur Psychotherapie und seitdem nur alle 4-6 Wochen zum Psychiater. Therapieresistente endogene Depression, starke familiäre Vorbelastung. Die kannst Du auf dem Kopf stellen und 40 Mal Achterbahn fahren lassen (im Übertragenen Sinne), an der Krankheit wird man wohl nicht viel drehen können. Sie nimmt brav ihre Medikamente und hat der Depression einen Platz in ihrem Leben gegeben, was soll sie auch sonst tun. Soll nicht heißen, dass in weiteren 5 oder 10 Jahren die Sache mit der Gesundheit nicht doch anders aussieht. ABER: Keine Angst vor: Reha vor Rente! Nur da. wo es Sinn macht. Hat man eine akute latente Selbstmordgefahr, wird die Reha eh abgelehnt. Gute Besserung, allen!
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#12
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Hallo leila1,
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trikebiene Mitglied
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Hallo ,
na da muss ich mich mal einmischen. Es ist nicht ganz richtig dass ein Reha-antrag abgelehnt wird bei latenter Suizidalität. Natürlich wenn der Selbstmordgedanke akut wird, dann hilft nur die Psychiatrie um die Zeit ohne Schaden zu überstehen. Aber bei latenter Suizidalität (die ja in den meisten Fällen eine nichtverarbeitete Ursache hat) da wird die Reha auch bewilligt. Ich habe von der Rentenversicherung eine Bewilligung gleich für 16 Wochen erhalten, obwohl ich meine erste Reha (6 Wochen) Dezember 07- Februar 08 nach 5 Wochen beenden musste, weil ich in die Psychiatrie eingeliefert wurde, da sich meine Suizidalität während der Reha akut verstärkt hatte. Das war auch kein Problem die Reha zu bekommen. Zwischenzeitlich bin ich noch immer arbeitsunfähig. Was ich bemerkt habe ist immer das ein netter Brief mit freundlichen Worten und ehrlichen Argumenten mehr bringt als ein Widerspruch oder ein Klageverfahren. Man muss sich halt im Internet informieren, welche Klinik was anbietet und wenn die Rentenversicherung mal was ablehnt, dann doch meistens aus wirtschaftlichen Gründen. Jeder Kostenträger hat seine eigenen Kooperationspartner mit dem sie einen Vetrag geschlossen haben, was die Behandlung vielleicht kostengünstiger erbringt. Auch hier sollte man nicht zu blind sein und auch die Argumente der Rentenversicherung anhören und abwägen. Denn wer ärgert sich nicht über die 19 % Rentenversicherungsbeitrag??? Aber ich habe lieber 19 % als 25%!!!