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Probleme beim Absetzen von Venlafaxin

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22.03.2018 11:03 • x 1 #1


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von CeHaEn » 13.02.2018, 23:28

Hallo mila,
als es anfing wieder schlechter zu werden, hat sich da bei dir noch etwas anderes verändert? Gewohnheiten, weitere Medikamente, äußere Umstände?
Wenn ich mich richtig erinnere, können einige Symptome aber tatsächlich mit Venlafaxin zusammenhängen. Das solltest du deinem Arzt natürlich bei nächster Gelegenheit berichten.

Ich war etwa ein Jahr lang auf 150 mg/Tag, dann kurzzeitig bei 225 mg und nun habe ich das Venlafaxin in Absprache mit meinem Arzt probeweise ausgeschlichen. Die höhere Dosierung war auch bei mir eher kontraproduktiv. Ich denke nicht, dass du dir Sorgen machen musst. Deine Probleme sollten sich wieder legen, sofern es denn tatsächlich Nebenwirkungen des Venlafaxin sind.
Wie gesagt: Beobachte dich selbst und sprich mit deinem Arzt darüber.

22.03.2018 11:03 • x 1 #2


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von NIRÜ » 13.03.2018, 19:45

Hi, bin Neu hier. Meine Frage kann eine Depression wieder heilen? Ich glaube nicht, es gibt so viele Menschen die seit Jahren leiden und ich glaube in 10% der Fälle soll sie tödlich verlaufen. Die Ärzte sagen man soll Geduld haben, aber wie viele Jahre soll man sich in Geduld üben. Ich kann auch die Sätze nicht mehr hören:"Jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag"! Ja, diese Tage kenne ich auch, aber die sind doch nicht mit denen zu vergleichen, die ich in der Depression habe. Jetzt werde ich wieder auf andere Medikamente eingestellt, da ich Venlafaxin nicht vertrage, bzw. unerklärliche Nebenwirkungen habe. Zurzeit nehme ich 37,5 mg, runter von 187,5 mg.
Habe durch Venlafaxin einen sehr hohen Puls, da haben sie mir einen Betablocker gegeben, diesen nehme ich noch. Muskelkrämpfe nur HWS, erhohter Muskeltonus!
Ich weiß auch nicht welches Medikament wirklich hilft, die Nebenwirkungen muss man halt abwägen. Wünsche dir alles gute

22.03.2018 11:03 • x 2 #3


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Oleg07

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Hallo, mein Lieber. Ich leide unter Depressionen das Leben lang. Keine Pille hat mir geholfen. Das ist alles nur die Geldmacherei und die Lüge. Leider es ist so. Klar, meine eigene Meinung.
Ich rate dir auf "Netflix" die Dokumentation "Die Abhängigkeit auf das Rezept" anschauen.
Und für das Lesen:

peter-lehmann-publishing.com/buecher/neue-ad-nl.htm


Ich kann von Venlafaxin nicht loskommen. Es ist echt der Fluch!

Viel Kraft und Mut.

LG.

Oleg.

24.04.2018 10:12 • #4


Rob_1908

Hallo,
ich habe in der Uni Frankurt Venlafaxin erhalten und nehme es noch immer, ich muss sagen meine Erfahrungen mit dem Medikament sind gut.
Ich hatte zu Beginn der Behandlung hochgradige Kopfschmerzen, die mit der Überdosierung des Präparats im Zusammenhang stand.
Nach der Messung des Spiegels und der Herabsetzung der Dosis auf 187,5 mg. sind die Kopschmerzen verschwunden.Was ich nach wie vor habe sind die Muskelkrämpfe und mein bestehender Tinnitus ist lauter, aber meines Wissens nach gibt es kein Antidepressiva, das nicht Tinnitus als Nebenwirkung hat.
Ich habe jetzt begonnen die Dosis auf 150 mg. herabzusetzen, weil ich durch Venlafaxin Verdauungsprobleme habe.
Ich möchte auch nicht ganz darauf verzichten, weil meine Depression dadurch gut eingedämmt ist (leider nicht weg). Meine behandelten Ärzte haben gesagt, dass Sie eines tages ganz abheilen wird. (Die Frage ist nur wann?). Meine behandelte Psychiaterin, ist da anderer Meinung und sagte mir man muss alles machen das die Wellen der depressiven Phasen aushaltbar sind.
LG.
Rob

20.06.2018 15:28 • #5


Midas

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18.02.2019 08:43 • #6


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snab

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Erschöpfung und Reizbarkeit können so bis zu 4 Wochen andauern. Bei mir war es jedenfalls so.
Ich habe damals zu schnell die Dosis zum absetzen reduziert. Ich sage jedesmal meinem Arzt wenn ich ein Medikament wechseln oder etwas ausschleichen soll, das ich gern eine doppelt so lange Zeit haben möchte. Ausgenommen es sind sehr schwere Nebenwirkungen. Sagt der Arzt z.B. wir reduzieren in 10mg Schritten, dann sag ich: "bitte lassen Sie uns in 5mg Schritten reduzieren." Gut möglich, das du wie ich, sehr schnell auf Veränderungen von Substanzen reagierst.

Wünsche dir viel Kraft und Gelingen, diesen "Entzug" zu überstehen.

18.02.2019 12:43 • x 1 #7


Midas

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Hallo, und danke für deine Antwort. Wenn es sich nur um 4 Wochen handeln würde wäre das wirklich für mich "peanuts".
Wie lange hast du die Medikamente genommen?

18.02.2019 13:15 • #8


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Forenleitung

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Hallo,

Dein Beitrag ist jetzt hier. Schau Dir in diesem Zusammenhang auch dieses Thema an:

venlafaxin-absetzen-dosis-wie-verringern-t23159.html

18.02.2019 14:12 • x 1 #9


lolly78

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19.02.2019 09:41 • #10


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Axel61

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Klar sind das Nebenwirkungen. Ist ja auch ne Achterbahnfahrt, was deine Ärzte da machen. Umstellung der Medikamente wege eine Panikattacke, oder waren es mehrere? Was macht dein Vitamin D-Spiegel? Kann ja auch ne Winter-Depression obendrauf gewesen sein. Also raus und jeden Sonnenstrahl nutzen. Schlafen ist ja aber erst mal nicht schlecht, wenn es geht. Umgekehrt ist schlimmer. Mir hilft Abends ein Rückenwärmer, wenn ich ein Kältegefühl kriege und Muskelentspannung. Was machst Du denn so neben der Medikamentierung? Sport, Bewegung oder Therapie?

19.02.2019 09:58 • #11


Luna1985

Hallo Lolly,

ich rate dir dringend, zu einem Psychiater zu gehen. Allgemeinärzte kennen sich mit psychischen Leiden und deren Medikation nicht so gut aus. Von 150mg auf 0g runter ohne es ausschleichen zu lassen? Oh mein Gott! Venlafaxin muss man langsam ausschleichen lassen, wenn es bei dir überhaupt notwendig sein sollte. Kläre das bitte beim Psychiater.

Alles Gute
Luna

(Ups, hab überlesen, dass du bereits bei einem Facharzt bist, sorry. Such dir am besten einen anderen Psychiater.)

22.02.2019 10:52 • #12


Zwischenwelt

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Moin ihr Lieben.

Wenn man dieses hier liest, macht einen wütend.
Diese Ärzte handeln fahrlässig, in meinen Augen reinste Körperverletzung. Es dürfte unwiderruflich bekannt sein,
das es Absetzsymtome gibt und auch im Behandlungsleitfaden vom DGPPN seit vielen Jahren eingetragen ist.
Sollten diese selbst einmal diese Medikamente einnehmen und schnell reduzieren, aber das werden sie sicher nicht wagen.

Ich erlebe selbst diese Symtome, die sich erst nach einem halben Jahr zeigen. Auch dieses ist nicht ungewöhnlich.
Empfohlen wird 10% von der letzten Dosis in 3-4 Wochen, danach nochmal auf 5% runter auch wieder 3-4 Wochen.
Alles sehr ausführlich im Forum ADFD nachzulesen.

Aus meiner spürbaren Erfahrung. viel Geduld ist hier die Tugend. Es wird allmählich schwächer.
Machen nicht abhängig, so die Aussage meist aller Fachärzte. So gesehen im Bezug auf die aktuelle
Defination von Sucht, stimmt dieses einerseits, aber warum diese Qualen?
Das ganze psychosomatische System baute diese Substanzen ein, welches nun nicht mehr funktioniert.

Ich persönlich sehe dadurch schon eine Abhängigkeit. Wenn man die älteren Definationen von Sucht betrachtet,
wären wir abhängig.

Es ist auch unsere Aufgabe dieses Fachärzte mitzuteilen, nur so finden Veränderungen statt.

haltet durch, es wird gelingen

viel Kraft und alles erdenklich Gute
Martin

22.02.2019 11:48 • x 1 #13


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Julmar

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Hallo,
Das kenne ich ich nehme auch dieses Antidepressiva, mir ging es fast 2 Jahre gut und dann sollte ich letztes Jahr im September sie langsam ausschleichen. Ging auch bei mir schief. Ich nahm an Ende 37 MG und nun nehme ich 225 mg mir geht es auch nicht besser und ich bin nun dabei zur Hypnose zu gehen um so noch an meine Ängste ran zu kommen. Manchmal helfen die Tabletten nicht mehr, habe ich Mal gelesen. Wo bei als ich vor knapp 4 Jahren Venlafaxin genommen hatte, habe ich fast ein Jahr gebraucht bis ich mich wieder so super fühlte. Als ob nichts vwäre. Also vielleicht musst du noch warten

24.02.2019 14:24 • #14


lolly78

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Zitat von Luna1985:
Hallo Lolly,

ich rate dir dringend, zu einem Psychiater zu gehen. Allgemeinärzte kennen sich mit psychischen Leiden und deren Medikation nicht so gut aus. Von 150mg auf 0g runter ohne es ausschleichen zu lassen? Oh mein Gott! Venlafaxin muss man langsam ausschleichen lassen, wenn es bei dir überhaupt notwendig sein sollte. Kläre das bitte beim Psychiater.

Alles Gute
Luna

(Ups, hab überlesen, dass du bereits bei einem Facharzt bist, sorry. Such dir am besten einen anderen Psychiater.)

Hallo luna
Danke für die antwort
Jetzt hat er mich auf 75 mg rauf und 12,5 mg quetiapin abends gesetzt soll die wirkung verstärken

28.02.2019 06:45 • #15


lolly78

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Zitat von Axel61:
Klar sind das Nebenwirkungen. Ist ja auch ne Achterbahnfahrt, was deine Ärzte da machen.


Medikamente wege eine Panikattacke, oder waren es mehrere? Was macht dein Vitamin D-Spiegel? Kann ja auch ne Winter-Depression obendrauf gewesen sein. Also raus und jeden Sonnenstrahl nutzen. Schlafen ist ja aber erst mal nicht schlecht, wenn es geht. Umgekehrt ist schlimmer. Mir hilft Abends ein Rückenwärmer, wenn ich ein Kältegefühl kriege und Muskelentspannung. Was machst Du denn so neben der Medikamentierung? Sport, Bewegung oder Therapie?



Danke alex für die Antwort
gehe therapie depri hab ich keine sondern angststörung lg

28.02.2019 09:44 • #16


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maya60

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Ich nehme seit Jahren Venlafaxin, brauchte es anfangs höher dosiert,habe nach einiger Zeit mich überdosiert gefühlt und nach und nach unter ärztlicher Beobachtung runterdosiert.

Langsam, und weil ich keine Absetzprobleme hatte, habe ich dann im letzten Jahr immer weiter runterdosiert und im Frühling eine Einnahmepause von 2 Monaten gemacht.
Die ersten Wochen waren beschwerdefrei, aber dann fingen die bekannten körperlichen und emotionalen Symptome wieder an und ich habe wieder Venlafaxin 75 mg genommen und im Winterblues auf Venlafaxin 150 mg erhöht, das stimmt jetzt in der Dosierung.

Ich könnte mir vorstellen, dass manche Absetzprobleme auch depressive Symptome sein könnten, weil man eben doch noch depressiv ist? Könnte das sein?

Abgesetzt habe ich, indem ich von der jeweiligen Dosierung Anfang) in den ersten 2 Wochen alle 6 Tage für 1 Tag lang eine Dosisstufe runterdosierte also z.B. 5 Tage lang Venla 225 mg und 1 Tag Venla 150 mg und dann wieder 5 Tage Venla 225 mg usw.
Da merkt der Körper gar nichts, bei mir zumindestens.

2.) Dann 2 Wochen dasselbe nach 4 Tagen.


3.) Dann 2 Wochen nach 3 Tagen


4.) Dann 2 Wochen nach 2 Tagen


5.) Dann 2 Wochen 2 Tage Venla 150 mg und 1 Tag Venla 225 mg und wieder 2 Tage Venla 150 mg.


Ende) Dann ganz auf Venla 150 mg umgestellt, problemlos.

Wie ich vorging, im absoluten Schneckentempo über ein Vierteljahr mit jeder Dosierungsstufe nach unten, das war nicht vom Arzt so angeordnet, aber so machte es mir keine Angst und ich war unter ärztlicher Beobachtung und zwischen den einzelnen Schritten alle 2 Wochen lagen nur kleine Unterschiede, an die sich der Körper dann trotzdem ganze 2 Wochen gewöhnen konnte.

28.02.2019 22:57 • x 1 #17


kadid

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02.03.2019 12:00 • #18


Luna1985

Hallo kadid,

ich stimme deiner Ärztin zu. Am besten dann absetzen, wenn es keine großen Stressoren gibt wie zB den Jobwechsel und dass du dich ohne die Tagesklinik im Alltag einfinden musst.

Und langsam ausschleichen lassen hilft auch. Der Körper muss sich ja erst darauf einstellen, dass er diese "Stütze" nicht mehr hat.

LG Luna

02.03.2019 13:13 • x 3 #19


Iwoslawa

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13.03.2019 14:05 • #20


Zwischenwelt

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Willkommen Iwoslawa,
Sehr typisch dafür.
Ich gebe dir einen link mit einer Liste über gesammelte Entzugssymtome: https://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Diese Liste hat mir sehr geholfen, Grunderkrankungs- und Entzugssymptome besser unterscheiden zu können.
Bist auf guten Wege

liebe Grüße
Martin

13.03.2019 14:49 • x 1 #21


Iwoslawa

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Hallo Martin. Vielen herzlichen Dank. Ich habe gelesen und jrtzt eib bisschen beruhigt bin. Dann muss ich einfach durch.
Liebe Grüsse
Iwoslawa

13.03.2019 15:15 • x 1 #22


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MelodieSyren

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Hallo, ich möchte mich auch zu Wort melden.

Ich hatte bevor ich Venaflaxin nahm, Escitalopram genommen, dann aber auf Venalfaxin 37,5 gewechselt weil ich von dem anderen extreme Fressattacken bekommen habe - ich hatte einfach immer Hunger.
Dann habe ich bestimmt ein dreiviertel Jahr bis Jahr Venaflaxin 37,5 genommen, bis Ende letzten Jahres, da es dort mit meiner Psyche immer mehr bergab ging.
Im Dezember wurde ich dann auf 150 mg hochgestuft. Das half so ca. 2 oder 3 Tage danach war die Wirkung quasi futsch. Anfang Februar wurde ich dann auf 225 mg weiter hochgesetzt. Das nehme ich jetzt denke ich ca. 2 Wochen.
Ich habe aber nach wie vor nicht das Gefühl dass mein Zustand besser wird. Eher immer schlimmer.

Ich leide im Moment an starken Depressionen und absoluter Antriebslosigkeit. Denkt ihr es ist sinnvoll die Dosis noch weiter zu steigern? Oder sollte ich eher wechseln? Ich bin echt am verzweifeln weil es nix zu bringen scheint.

18.03.2019 20:20 • #23


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maya60

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Zitat von MelodieSyren:
Dann habe ich bestimmt ein dreiviertel Jahr bis Jahr Venaflaxin 37,5 genommen, bis Ende letzten Jahres, da es dort mit meiner Psyche immer mehr bergab ging.


Hallo @melodiesyren, das war nur eine sehr niedrigere Einstiegsdosierung, die vermutlich zu niedrig für dich war, um etwas zu bewirken, denn dein Arzt erhöhte ja dann auch. Hat dein Arzt gesagt, warum er nicht von Venlafaxin 37,5 mg auf jeden Fall nach ca 2 Wochen o.ä. auf 75 mg hochdosiert hat.
Hat er das begründet? Vielleicht gibt es bei dir spezielle ärztliche Gründe dafür?

Generell: Nimmst du Venlafaxin retard, so dass sich über 24 Stunden die Wirkstoffe im Blut erhalten?

Zitat von MelodieSyren:
Im Dezember wurde ich dann auf 150 mg hochgestuft. Das half so ca. 2 oder 3 Tage danach war die Wirkung quasi futsch.


Von Venlafaxin 37,5 mg auf 150mg hochzudosieren ist nach langer zu niedriger Dosierung ein großer Schritt.

Bei Antidepressiva wie diesen ist es ja sowieso schon so, dass sich in der Eingewöhnungszeit an eine neue Dosierung der ersten 2 Wochen oder sogar noch etwas länger höchstens nur ein Teil der Wirkung zeigt, oft verbessert sich als erstes der Antrieb. Die Stimmung verbessert sich oft erst nach einigen Wochen, wenn das Medikament im Blut einen Spiegel aufgebaut hat.
Bis das soweit ist, verstärken sich die depressiven Symptome oft sogar noch, das ist eine Eingewöhnungs-Nebenwirkung, die auch immer wieder in den Beipackzetteln erwähnt wird. Weitere Nebenwirkungen können in diesen Eingewöhnungswochen dazu kommen. Solange geht es dir also normalerweise noch nicht besser, manchmal sogar eher etwas schlechter, darum ja auch immer die Wichtigkeit der ärztlichen Begleitung wie es im Beipackzettel steht.

Eine so große Höherdosierung von mehr als 75mg verstärkt dies ja nochmal und ob es dann nicht überdosiert ist, fragt sich auch noch. Venlafaxin ist ein starkes Medikament.

Was erklärte dein Arzt dazu? Ist es dein Hausarzt? Dann bitte geh zu einem Facharzt. Und falls du bei einem Facharzt bist, dann frage ihn genau, warum er wie vorgeht.

Zitat von MelodieSyren:
Anfang Februar wurde ich dann auf 225 mg weiter hochgesetzt. Das nehme ich jetzt denke ich ca. 2 Wochen.
Ich habe aber nach wie vor nicht das Gefühl dass mein Zustand besser wird. Eher immer schlimmer.

Ich leide im Moment an starken Depressionen und absoluter Antriebslosigkeit. Denkt ihr es ist sinnvoll die Dosis noch weiter zu steigern? Oder sollte ich eher wechseln? Ich bin echt am verzweifeln weil es nix zu bringen scheint.


Eine Höherdosierung von 150 mg auf 225 mg braucht länger Zeit als 2 Wochen um zu wirken, bis der Spiegel aufgebaut ist. Solange, leider, geht es einem oft noch nicht besser, manchmal sogar wegen der Eingewöhnungsnebenwirkungen etwas schlechter.

Nach 4 Wochen kannst du da klarer sehen. Wenn es dir allerdings richtig schlecht geht, bitte gehe sofort zum Arzt, das muss er wissen, denn die medikamentöse Einstellung muss gut ärztlich begleitet werden, manchmal sogar in der Klinik.

Ich habe schon bei schwerer Depression eine höhere Dosierung gebraucht als 225 mg verordnet bekommen. Aber auch eine Überdosierung zeigte ähnliche Anzeichen wie eine zu geringe Dosierung. Das muss dein Arzt genau beobachten und begleiten.


Danach erst kann er sagen, ob es evtl. für dich ein besser wirksames Medikament gäbe. Das ist individuell unterschiedlich und hängt auch ggfs. damit zusammen, ob man noch weitere andere Medikamente nimmt.

Leider braucht es manchmal seine schwierige längere Zeit, die richtige Dosierung und das beste Medikament rauszufinden, war bei mir auch so.

Hoffentlich geht´s dir bald besser. Und quäle dich nicht, sondern gehe zum Arzt, wenn es dir zu schlecht geht.

Liebe Grüße! maya

18.03.2019 21:05 • x 1 #24


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MelodieSyren

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Zitat von maya60:
Hallo @melodiesyren, das war eine sehr niedrigere Einstiegsdosierung, die vermutlich zu niedrig für dich war, um etwas zu bewirken, denn dein Arzt erhöhte ja dann auch. Hat dein Arzt gesagt, warum er nicht von Venlafaxin 37,5 mg auf jeden Fall nach 2 Wochen o.ä. auf 75 mg hochdosiert hat.
Hat er das begründet? Vielleicht gibt es bei dir spezielle ärztliche Gründe dafür?



Ich habe es nur so niedrig genommen, da ich zu der Zeit nicht mehr brauchte. Mir ging es soweit ganz gut. Ich fühlte mich nicht ständig schlecht oder sowas. Deshalb so niedrig.

Und ja, die 150 mg und jetzt auch die 225 mg sind retard Tabletten. Entschuldige, hatte ich vergessen zu erwähnen.

Zitat von maya60:
Was erklärte dein Arzt dazu? Ist es dein Hausarzt? Dann bitte geh zu einem Facharzt. Und falls du bei einem Facharzt bist, dann frage ihn genau, warum er wie vorgeht.


Ich bin bei einem Psychater/Neurologen.
Es ging darum, dass ich im Dezember eben einen Termin hatte und sagte dass es mir aktuell sehr schlecht gehe. Ich hatte - und habe auch immer noch - Probleme hier im Haus mit einem Nachbarn. Noch kam hinzu dass meine Katze Mitte letzten Jahres verschwunden ist und dass ein riesiges Loch hinterlassen hat. Ich trauere einfach um sie.Sie fehlt.Dann kam noch Stress auf der Arbeit dazu, da ich eine Chefin hatte die uns alle tagtäglich gemobbt und fertig gemacht hat, dann die ständige Müdigkeit - ich kam einfach nicht aus dem Bett, hab deshalb ständig die Schule geschwänzt.dann kamen ständig Rechnungen ins Haus und Schreiben von Ämtern usw. wegen der Angelegenheit mit meinem Nachbarn.Und dann war ich vollkommen antriebslos, bin es immer noch. Ich kriege nichts gebacken und im Moment grade ist alles purer Stress für mich und ich liege wirklich nur noch herum.

Und aus diesen Gründen wurde ich erst auf 150mg hoch gesetzt. Als ich dann eben im Februar da war meinte mein Doc er setzt nochmal hoch weil ich immer noch so antriebslos war/bin und sich eben nichts geändert hatte.

Das es einem unter einer höheren Dosierung sogar schlechter gehen kann hatte ich gar nicht mehr bedacht! Ich dachte immer nur: Ja! Wenn ich das nehme geht es mir bald besser! (Weil es bis dato eben auch immer gut angeschlagen hatte)
Und dann kamen eben die 150mg und dann jetzt die 225 mg und ich fühle mich vollkommen überfahren!

Und ich denke mir jedes mal: Nein ich kann nicht beim dem Arzt anrufen, die haben die Bude doch immer so voll da kriegen die mich eh nicht irgendwo zwischen geschoben (obwohl mein Arzt selbst schon sagte, wenn was ist soll ich kommen.). Und jetz denke ich eben: Ja gut, ich warte ab, habe ja Donnerstag jetzt einen Termin (er hat extra jetzt gesagt einen Monat später er will mich früher als sonst sehen).
Und jetzt halte ich eben bis Donnerstag durch und rede mit ihm dann darüber. Aber ich glaube irgendwie nicht das Venaflaxin im Augenblick das richtige für mich ist.

Das Escitalopram war wirklich gut. Das hat mir gut geholfen eigentlich. Nur diese sch. Fressattacken und der ständige Hunger.wäre das nicht gewesen hätte ich nicht gewechselt.

Ich danke dir liebe Maya für deine Antwort! Du hast mich schon wieder ein ganzes Stück weiter gebracht!

18.03.2019 21:25 • #25


St-Winter

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23.03.2019 09:12 • #26


bones

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hallo,

erstmal willkommen im forum.

nun ich muss dich da leider widersprechen ,was venlafaxin betrifft. immer wieder höre ich,dass mitglieder ein antidepressiva schlecht reden. das stimmt leider nicht so richtig. es KANN nebenwirkung mit sich bringen,was der tatsache entspricht. warum es bei dir so stark war,kann ich nicht beurteilen. aber es gibt auch menschen,die reagieren positiv auf venlafaxin. wie jedes anderes antidepressiva. auch sollte man nach 5 wochen nicht abprut absetzen,sondern ausschleichen. das sollte man auch berücksichtigen,damit entzuckerscheinungen zu vermeiden.
Aber schön,dass es dir besser geht. das wünscht man sich jeden mitglied hier.

23.03.2019 09:33 • x 1 #27


St-Winter

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Natürlich sollte man nicht ohne Rücksprache mit seinem Arzt irgendwelche Experimente machen, aber mir hat diese Nacht solche Angst gemacht und ich wollte nicht, dass mein Sohn seine Mama noch einmal so sieht. Deshalb wollte ich dieses ( in meinen Augen) Gift so schnell wie möglich aus meinem Körper raus haben.
Natürlich gibt es sicher viele denen es mit Venlafaxin gut geht, ich wollte nur denen helfen, die gerade beim Absetzen oder Ausschließen sind uns mit diesen Erscheinungen zu kämpfen haben.
Schönen Tag allerseits

23.03.2019 10:03 • #28


bones

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Was ich natürlich vollkommen verstehen kann. Kenne venlafaxin ja auch. Nahm das Paar Monate lang. Würde aber wieder abgesetzt und gegen ein anderes Antidepressiva ausgetauscht.

23.03.2019 10:10 • x 1 #29


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maya60

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Ich nehme wie gesagt Venlafaxin seit einigen Jahren und es dauert, die richtige Dosierung herauszukriegen und das richtige Verhalten, um nicht durch zu große Stressoren im Alltag die Wirkung abzuschwächen.

Die Nebenwirkungen beim Einschleichen und beim Höherdosieren dauerten bei mir ca 2-3 Wochen, wo die depressiven Symptome sogar verstärkt waren, aber der Antrieb besser war, wie es ja auch im Beipackzettel beschrieben ist.

Die ganze Wirkung entfaltet sich bei mir immer über Monate.

Um es beurteilen zu können braucht es also Zeit.

23.03.2019 18:31 • #30

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