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Elontril absetzen - Probleme?

Catalie

Catalie

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Hallo zusammen,

Ich stehe vor der Entscheidung Elontril einzunehmen. Ich bin unsicher. Vorallem leide ich unter Antriebslosigkeit und Erschöpfung.
Grundsätzlich stehe ich Medikamenten kritisch gegenüber, bei Kopfschmerzen lege ich mich z.B. lieber ein bisschen hin, als das ich Ibuprofen nehmen würde auch bin ich gar nicht so sicher ob meine Depression "schlimm genug" ist um überhaupt Medis zu benötigen.
Aber, sowohl mein Hausarzt als auch meine Psychologien sowie die Psychiaterin raten mir zu einer medikamentösen Einstellung (meine Psychologin hat mir aber zugesichert mich auf dem Weg zu begleiten, den ich wähle. )
Ich konnte mich dann auf einen Versuch mit Citalopram einlassen und war sicher, dass ich mit minimaler Dosis hinkomme, meine Depression ist ja allerhöchstens mittelgradig, eher leicht. Tja, leider hat mir auch die Höchstdosis Citalopram nichts gebracht, Ich hatte zum Glück wenig Nebenwirkung, aber eben auch keine Wirkung. Also ausgeschlichen, hat auch problemlos geklappt.
Weil ich vorallem eine antriebssteigernde und weniger eine stimmungsaufhellende Wirkung brauche, empfhielt die Psychiaterin jetzt Elontril. Ich habe vorallem vorm dann wieder absetzen Angst. Was wenn es mir hinterher schlechter geht als jetzt? Ich werde wohl nicht nochmal soviel Glùck haben wie beim Citalopram ausschleichen, zumal man das Elontril gar nicht ausschleichen kann.

Mag jemand von seinen Erfahrungen berichten? Ich weiß, es ist bei jedem anders. Freue mich trotzdem über Eure Gedanken.

Danke

LGC

19.02.2021 16:56 • #1


bones

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Erstmal wie kommst du drauf dass man elontril nicht absetzen kann? Es gibt ja 2 dosiermöglichkeiten.

Mir hat elontril nicht so geholfen. Auch ich hatte Probleme mit Antrieb und Depression gehabt. Was Antrieb betrifft, war es deutlich spürbar. Das hat aufjedenfall geholfen. Nur was Depression betrifft eher gar nix. Daher wurde das wieder abgesetzt auf ein anderes Präparat.
Das absetzen verlief problemlos. Hatte keine Probleme gehabt und beim einschleichen auch keine Nebenwirkungen feststellen können.

19.02.2021 21:22 • #2


Catalie

Catalie

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Hi,
Danke für deine Nachricht.
Mir wurde von der Psychiaterin gesagt, dass ich direkt mit 150mg starten muss, da es keine niedere Dosierung gibt und die Tabletten auch nicht geteilt werden dürfen. Also kann man es nicht langsam einschleichen oder ausschleichen, klar, falls man die höhere Dosis braucht, kann man zum absetzen halbieren, aber die Sprünge sind eben immer 150mg, dass erschreckt mich zur Zeit etwas, weil ich den größten Respekt/Angst vor Verschlimmerung nach absetzen habe. Und ich denke, je größer die Sprünge beim Absetzen sind, desto größer die Gefahr von Rückfall. Oder habe ich da einen Denkfehler?
Die Angst vorm Rückfall hält mich momentan vorm Elontril einnehmen ab...

19.02.2021 22:51 • #3


bones

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Zitat von Catalie:
Hi, Danke für deine Nachricht. Mir wurde von der Psychiaterin gesagt, dass ich direkt mit 150mg starten muss, da es keine niedere Dosierung gibt und die Tabletten auch nicht geteilt werden dürfen. Also kann man es nicht langsam einschleichen oder ausschleichen, klar, falls man die hö...


Die Tabletten dürfen nicht geteilt werden wegen der Freisetzung der Wirkung. Es besteht die Gefahr krampfanfall zu bekommen. Problem beim elontril ist einfach, dass die maximale Dosis 300mg ist. Mehr sollte nicht eingenommen werden.
Denke schon, dass du da ein Denkfehler hast. Nehmen wir mal ein bspl mit citalopram. Da nimmst du für Anfang 10mg. Und da du dies nicht vergleichen kannst weil es ganz anders wirkt, ist es falsch zu denken, dass 150 mg viel sind. Ist es aber nicht.

19.02.2021 23:14 • #4


Catalie

Catalie

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Hallo bones,
Danke für deine Erklärung. Ich bin noch ziemlich unerfahren was die verschiedenen Antidepressiva angeht, deshalb kommen mir die 150mg beim Elontril zu viel vor. Ich werde jetzt erstmal noch ein Gespräch mit meinem Hausarzt abwarten und dann entscheiden ob ich es nehme oder (noch) nicht...

LGC

23.02.2021 19:51 • #5


bones

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Das ist auch nicht schlimm, wenn man so unerfahren ist. Grundsätzlich sehe ich immer so, dass eine Einnahme von Antidepressiva nur Sinn macht, wenn die Erkrankung massiv das Leben beeinträchtigen tut. Ohne ist es immer besser. Nur manchmal ist es so, dass man Hilfe braucht durch zb Medikamente um wieder auf die Beine zu kommen.

23.02.2021 20:39 • x 1 #6


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Hoffnung21

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Hallo @Catalie

Ich nehme auch 300mg Elontril. Bei mir hat es stimmungsaufhellende und antriebssteigernden Wirkung. Da es bei mir von der Wirkung nicht ausreichend war habe ich zwischenzeitlich mal ein anderes Antidepressiva genommen, da musste ich Elontril 2 Wochen vorher absetzen. Ich habe dann, wenn ich mich richtig erinnere 2 Wochen lang 150mg genommen und dann 2 Wochen pausiert. Ich hatte keine Probleme dabei.

VG Eis

23.02.2021 20:49 • #7


Catalie

Catalie

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Hey,
Ich habe jetzt eine kurze Phase mit Elontril hinter mir. Ich habe es aber nur eine Woche genommen, dann konnte ich nicht mehr, es war mir so zu wider, es ging einfach nicht. Ich weiß schon, dass man nach so einer kurzen Einnahmezeit noch keine allzugroßen Rückschlüsse auf die Wirksamkeit ziehen kann, aber ich hab mich so anders und nicht mehr ich selbst gefühlt, das ging einfach gar nicht. Außerdem hatte ich ständig kleine Schauer im Kopf, wie Gänsehaut im Gehirn, eklig!
Das war zumindest eine Erfahrung und mit Abstand kann ich sogar sagen, es war ganz spannend, zum Beispiel hab ich ganz viel, ganz schlecht und wirr geträumt und konnte mich immer daran erinnern, dass kenne ich so auch nicht.
Für den Moment versuche ich es doch weiter ohne Medis und mit Verhaltenstherapie, Ich denke, erst wenn ich da ein Stück weiter bin bzw. nicht weiter komme werde ich einen neuerlichen Versuch mit medikamentöser Einstellung starten, Ich hoffe, Ich kriege es ohne hin.

Danke

LGC

10.03.2021 15:14 • #8


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Irgendeine

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Ich hab Elontril so nach ca. 4 Jahren von einem Tag auf den anderen abgesetzt. Es ging mir genauso gut oder schlecht, wie vorher. Keine besonderen Nebenwirkungen.

15.03.2021 20:55 • x 1 #9

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