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Erfahrungen mit Elontril

Fisch611

Fisch611
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Dakota

Dakota
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Ich wende mich heute mit einer speziellen Frage an das Forum. Ich nehme seit fast zwei Jahren Elontril (300 mg), bisher sehr gut vertragen und sehr gut profitiert. Ich war/bin sehr froh, das für mich richtige Medi gefunden zu haben.
Vor ca. 6 Monaten fing es an, dass ich weinerlich wurde und das steigerte sich die letzten 2 Monate zunehmends. Ich kann es nicht kontrolieren, es kann an der Kasse im Supermarkt passieren, im Gespräch mit Freunden, allein zu Hause, auf der Arbeit. Es geht da gar nicht um schwierige oder traurige Gesprächsinhalte etc., sondern meistens rein banale Dinge oder wenn ich gerührt bin (z.B. eine alte Omi die an der Kasse im Portemonnaie kramt oder wenn mir eine Freundin erzählt, dass diesen Monat ihr Geld knapp sei).
Mittlerweile ist es derart ausgeprägt, dass es mich einschränkt auf der Arbeit und unter Menschen. Es ist zu einem richtigen Problem geworden. Im Internet habe ich gelesen, dass es Menschen gibt, die diese Weinerlichkeit entwickeln wenn sie zu viel Dopamin im Hirnwasser haben. Elontril ist ein Dopamin-Wiederaufnahmehemmer, so dass im Hirnwasser ein erhöhtes Angebot an Dopamin aufrecht erhalten wird. Dadurch bei mir ja auch die gewollte anti-depressive Wirkung. Aber nun habe ich Befürchtung, dass da zuviel Dopamin im Kopf ist.
Meine niedergelassene Psychiaterin hat sich das alles angehört, meint aber, es sei unwahrscheinlich, dass sich a) jetzt eine Nebenwirkung einstellt und b) das Dopamin dazu führe.
Nun ja, ich kann sagen, dass ich seit 25 Jahren krank bin, mich gut kenne, viele Therapien und Medis hatte und wirklich sagen kann, dass ich mich so nicht kenne! Ich muss auch sagen, dass ich aktuell gesund und stabil bin. Keine akute Phase.
Frage-gibt es hier noch andere, die unter Dopamin ähnliches erlebt haben?
Das Problem ist mittlerweile so groß, dass ich überlege in die Klinik zu gehen für eine weitere EKT und evtl. Reduktion von 300 mg auf 150 mg.
Ich bin stabil, aber die Nebenwirkung vom Dopamin zeigt ernste Konsequenzen.

05.12.2019 11:19 • #13


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A


Hallo Fisch611,

Erfahrungen mit Elontril

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Dys

Dys
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Auch wenn bei einem Antdepressivum im Beipackzettel als Nebenwirkung Libidoverlust steht, so ist es doch (zumindest bei mir) die Erkrankung selbst, die mir jegliche Lust auf eine S. Erfahrung genommen hat, obwohl die Funktionsfähigkeit ja bestand.

Da muss man wirklich mal reflektieren, was eventuell ohnehin schon durch die Erkrankung selbst stattfindet. Es steht ja auch bei den meisten Medis Suizidgedanken in den Nebenwirkungen. Der Punkt ist, Medis mit „Antriebssteigerung“ steigern nicht die Leistung, sondern wirken (wenn überhaupt) auf der gedanklichen Ebene. Daher ist auch nicht unüblich, in der einschleich Phase ein beruhigendes Medi dazu zu verschreiben, dass eigentlich die Gedanken bremst und als Nebenwirkung auch die Leistungsfähigkeit. (Mit Tavor Autofahren sollte man vermeiden)

Wenn (falls) dann die antidepressive Wirkung einsetzt, verschwinden die Symptome, wie eben auch „unlust“ idealer Weise auch. Libidoverlust wird ja auch unterschiedlich wahrgenommen. Gerade Mann sieht da gerne auch mal eine Schwäche drin, der Partner könnte aber auch kein Problem damit haben, nicht ständig S. haben zu müssen.

Erektionsprobleme wären allerdings ein anderes Problem, bei dem ein Urologe vielleicht mal einen Blick drauf werfen könnte.

25.09.2024 12:43 • #20


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Y
Hallo Fisch,
ich nehme jetzt schon einige Zeit Elontril 300mg, nachdem Versuche mit anderen Antidepressiva nichts gebracht haben. Insgesamt geht es mir besser, was ich aber nicht allein auf das Medikament zurück führe. Eine Vehaltenstherapie und die Umsetzung des dort Gelernten, in Verbindung mit dem Antidepressiva, das hat mir geholfen.
Nach meiner Erfahrung ist es sinnvoll weitere Medikament solange zu probieren, bis man das gefunden hat, was zu einem passt. Ich habe mich da absolut auf die Beratung meines Psychiaters verlassen.
VG

x 2 #2


S
Hallo Fisch,

ich nehme auch seit ein paar Jahren Elontril, was Dir aber wahrscheinlich nicht weiterhelfen wird, da es bei mir nur eines von vier Antidepressiva ist.

Schöne Grüße
Martina

x 1 #3


bones
Also elontril hatte ich auch schon. Gegen den Antrieb hat sich das schon bemerkbar gemacht.was die Depression betrifft, allerdings nicht.
Als monotherapie in mein Augen ein schwaches, zu hoch gelobtes Antidepressiva.

Auch weiss ich, dass elontril schlecht mit anderen Antidepressiva kombinieren lässt,einige Ärzte machen es aber dennoch, kann ich selber wenig positives darüber sagen.

x 2 #4


Y
Zitat von bones:
Auch weiss ich, dass elontril schlecht mit anderen Antidepressiva kombinieren lässt,einige Ärzte machen es aber dennoch, kann ich selber wenig positives darüber sagen.


Ich erfahre das grad anders. Ich bin extrem antriebslos, Elontril bringt da nix. Mein Psychiater hat mir schon ein weiteres Antidepressiva gegeben, das nichts gebracht hat. Es wird einen weiteren Versuch geben, wenn das jetzige aus dem Körper ist. So wie mein Psychiater in Sachen Medikament agiert, fühle ich mich sicher und gut beraten.

x 2 #5


111Sternchen222
Für Antriebsarmut ist vielleicht eher ein srni geeignet.

x 1 #6


Enija
Mir hat das Mittel gut geholfen den Antrieb wieder zu finden
Hatte anfangs 300mg das war zu viel da ich bipolar bin
Dann 150mg damit kam ich super klar
Mittlerweile hab ich es abgesetzt

Alles gute

x 1 #7


Hoffnung21
Hallo Fisch,

Elontril war anfangs das Einzige, was ich vertragen habe. Ich hatte überhaupt keine Nebenwirkungen, das Einzige von allen Antidepressiva! Bei wir wurde sofort die Stimmung deutlich besser, das ging in den ersten Tagen bereits los. Bis dahin hab ich gar nicht gemerkt, dass meine Stimmung vorher sooo schlecht war. Leider hat es nicht gereicht, als ich ein paar Monate später mit dem Arbeiten begonnen habe. Vor allem mein Antrieb, der massiv eingeschränkt war, wurde nur leicht gesteigert. Letzten Endes bin ich auf Jatrosom umgestellt worden, das ist so ziemlich das antriebsstärkste Antidepressiva, das es gibt. Damit geht es jetzt so halbwegs.

LG Eis

x 1 #8


bones
Zitat von 111Sternchen222:
Für Antriebsarmut ist vielleicht eher ein srni geeignet.


da stimme ich dir natürlich zu. wöre die bessere variante.oder halt mao-hemmer.sind in mein augen die besten varianten.

x 1 #9


Alexandra2
Moin Fisch,
Die ausgeprägte Erschöpfung hatte mich komplett lahmgelegt. Elontril 309mg mit Lithium 600mg brachte schrittweise Besserung. Nicht erschrecken, bei mir hat es es ca 2.5 Jahre gebraucht, bis ich sie loswurde. Heute bin ich selten erschöpft.
Denke auch an Vitamin B und Vitamin D Mangel sowie Schilddrüsenunterfunktion, die ebenfalls Erschöpfung verursachen können.
Liebe Grüße Alexandra

x 1 #10


Fisch611
Hallo Alexandra,

war bei mir auch so. Bin über mehrere Monate nur auf dem Sofa gewesen. Das Sertralin wirkt inzwischen ganz gut, auch die Erschöpfung ist (ganz langsam) auf dem Rückzug. Ich freue mich über jeden kleinen Fortschritt. Habe gestern erstmals wieder was "richtiges" gekocht. Mehr als Aufwärmen war vorher nicht drin.
LG

#11


Alexandra2
Liebe Fisch,
Das ist ja ein Anfang, wie schön! Du wirst die Erschöpfung auch los, ich hatte nicht daran geglaubt, nach so langer Zeit.
Ich fing auch wieder mit kochen an, hatte Lust mich aufzuhübschen und tue meist das, wonach mir ist. Das tut einfach gut. Und ein neues Lebensgefühl macht sich genüsslich breit. Ich drücke Dir die Daumen, daß es weiter aufwärts geht.
Liebe Grüße Alexandra

x 1 #12


Dakota

#13


Hoffnung21
Hallo Dakota,

Ich hab auch Elontril genommen, nach etwa 1,5 Jahren habe ich bemerkt, dass die Wirkung nicht mehr ausreicht. Ich bin dann umgestiegen auf Jatrosom. Nebenwirkungen hatte ich keine. Ich habe es eher als Abschwächung der Wirkung empfunden.

VG Eis

x 2 #14


A


Hallo Fisch611,

x 4#15


R
Zitat von Dakota:
Ich bin stabil, aber die Nebenwirkung vom Dopamin zeigt ernste Konsequenzen.

In wie fern?

#15

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