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Probleme beim Absetzen von Venlafaxin

Ihr Lieben, ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute.
Ich wollte hiermit die Leute erreichen, die ihr Leben vielleicht ohne Antidepressiva leben wollen. Ich möchte das jedenfalls. Leider habe ich nicht das Gefühl hier Gehör zu finden. Antidepressiva werden geschönt, Magnesium verpönt.
Meine Nebenwirkungen fanden sich unter sehr häufig bis häufig.Also wird es wohl schon des Öfteren vorgekommen sein.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen:
Es gibt sicher Menschen mit schweren Traumatas, denen ich diese Stimmungsaufheller von Herzen gönne, weil sie sonst kein annähernd gutes Leben führen könnten.aber eine leichte bis mittelschwere Depression, wie in meinem Fall, kann durchaus auch ohne Antidepressiva geheilt werden.
Viele Psychiater verschreiben einfach vorschnell Antidepressiva's.
Ich wäre jedenfalls froh und dankbar gewesen, hätte ich gewusst, dass manchmal nur ein, durch zu viel Stress bedingter, Magnesiummangel hinter einer Depression stecken kann.

Übrigens freue ich mich, dass diese akuten Nebenwirkungen schon nach so kurzer Zeit eingetreten sind und ich dadurch schnell wieder davon weggekommen bin. Die Absetzerscheinungen sind kein Zuckerschlecken, aber mein Körper ist mir das Aushalten wert. Und wie schon gesagt - mit Magnesium geht das gut.

Gute Nacht

24.03.2019 00:51 • x 1 #31


MelodieSyren
Zitat von maya60:
Die Nebenwirkungen beim Einschleichen und beim Höherdosieren dauerten bei mir ca 2-3 Wochen, wo die depressiven Symptome sogar verstärkt waren, aber der Antrieb besser war, wie es ja auch im Beipackzettel beschrieben ist.

Die ganze Wirkung entfaltet sich bei mir immer über Monate.

Um es beurteilen zu können braucht es also Zeit.


Ich hatte ja geschrieben dass bei mir die Depression schlimmer wurde. Ich hab quasi 2 oder 3 Wochen lang jetzt nur geheult und mich schlecht und beschissen gefühlt.
Jetzt diese Woche hab ich mich diesbezüglich mal ruhig gefühlt. Keine Emotionsausbrüche oder so. Aber "schwarz sehen" tu ich immer noch alles. Ich find immer noch alles schlimm und sch..
Und vollkommen antriebslos bin ich leider nach wie vor auch immer noch.
Ich hoffe so sehr dass es endlich hilft! Es ist so lähmend dieses Gefühl auf nichts Lust zu haben. Jetzt hatte ich Donnerstag Termin beim Psychater gehabt, der wollte aber nix umstellen weil mir momentan den ganzen Tag schlecht ist vom Medi (225 mg). Er meinte ich soll mich in der Tagesklinik vorstellen, die würden dann "umstellen" oder "einstellen".
Hab mich da dann auch irgendwie im Stich gelassen gefühlt.er erwähnte kurz das man ja umstellen könnte, aber irgendwie war ihm das dann "zu heikel".

Ich meine, ich heule nicht mehr ja. Aber ich fühle mich immer noch sch..

24.03.2019 02:43 • #32


maya60
Hallo @melodiesyren, das tut mir sehr leid, dass es dir so sehr schlecht geht. Dass es deinem Doc zu heikel ist, bei der hohen Dosis Venlafaxin eine bessere Einstellung oder Umstellung zu begleiten, wenn es dir schlecht geht, ist verantwortlich. Er lässt dich damit nicht im Stich.
Entweder sind die Nebenwirkungen der Höherdosierung bei dir so stark, dass du engmaschige ärztliche Beobachtung brauchst -oder sogar medikamentöse Unterstützung, die das lindert- oder die Dosierung stimmt bei dir nicht oder Venlafaxin ist nicht das geieignete. In dem Fall kann man aber auch nicht einfach mit dem hohen Venlafaxinspiegel im Blut einfach umstellen. Das muss sehr genau schrittweise geschehen und unter täglicher Beobachtung.

Bitte nimm den Tipp mit der Tagesklinik auf jeden Fall ernst und in Anspruch.

24.03.2019 04:28 • #33


MelodieSyren
Zitat von maya60:
Hallo @melodiesyren, das tut mir sehr leid, dass es dir so sehr schlecht geht. Dass es deinem Doc zu heikel ist, bei der hohen Dosis Venlafaxin eine bessere Einstellung oder Umstellung zu begleiten, wenn es dir schlecht geht, ist verantwortlich. Er lässt dich damit nicht im Stich.
Entweder sind die Nebenwirkungen der Höherdosierung bei dir so stark, dass du engmaschige ärztliche Beobachtung brauchst -oder sogar medikamentöse Unterstützung, die das lindert- oder die Dosierung stimmt bei dir nicht oder Venlafaxin ist nicht das geieignete. In dem Fall kann man aber auch nicht einfach mit dem hohen Venlafaxinspiegel im Blut einfach umstellen. Das muss sehr genau schrittweise geschehen und unter täglicher Beobachtung.

Bitte nimm den Tipp mit der Tagesklinik auf jeden Fall ernst und in Anspruch.


Danke für die Antwort Maya!
Jetzt fühle ich mich da doch etwas besser. Er möchte mich damit also nur nicht allein lassen, sondern er möchte, dass ich unter "Beobachtung" bin wenn ich was wechsle oder so. Wenn ich so drüber nachdenke stimmt das natürlich völlig. Er hatte sich ja auch Gedanken gemacht, weil mir jetzt so schlecht ist, dass er eben nicht höher gehen will weil er nicht weiß was ich dann für Nebenwirkungen kriege.

Und ja. Das mit der Tagesklinik nehm ich sehr ernst. Ich will mich ja auch wieder in den Griff kriegen! Wollte eigentlich vergangenen Freitag hin, habe es aber einfach nicht aus dem Bett geschafft.aber diesen Freitag gehe ich hin! Das ist dann zwar nur ein Erstgespräch und heißt nicht, dass ich gleich dort "angenommen" bin - aber dann weiß man dort über mich bescheid immerhin

25.03.2019 01:55 • x 1 #34


maya60
Hallo @MelodieSyren

Ja, sicherlich ist das von deinem Arzt nur gut und verantwortlich gemeint. Hat er für die Tagesklinik einen Arztbrief geschrieben oder auf die Überweisung genauer, worum es geht?

Je nachdem, wie schlecht du dich fühlst, solltest du nicht bis Freitag warten, bis du zur Tagesklinik gehst und dann sollte es auch kein Ersttermin mit Wartezeit danach sein, sondern dringend. Sag ihnen das dort so, falls dein Doc es nicht genauer geschrieben hat.

Wenn es dir besser geht, ist das was anderes. Aber wenn du leidest, hat es keinen Sinn, das zu verlängern.

Liebe Grüße! maya

25.03.2019 03:28 • #35


25.03.2019 15:46 • #36


Cleofee
Venlafaxin sollte man nur in ganz kleinen Schritten, ganz langsam absetzen. Von 300 auf 0 ist keine gute Idee.

25.03.2019 15:50 • x 1 #37


MelodieSyren
Mein Arzt hat an dem Tag dort in der Tagesklinik angerufen und da wohl mit jemandem gesprochen. Einen Arztbrief oder eine Überweisung habe ich nicht bekommen.

Und ich sollte halt Freitag hingehen weil die dort Freitag wohl immer ihren Tag haben wo sie mit potentiellen neuen Patienten sprechen. Steht sogar auf dem Flyer der Tagesklinik dass man da immer freitags um 10.30 Uhr kommen soll.

25.03.2019 23:39 • x 1 #38


HeilySensitiv

29.07.2019 12:42 • x 1 #39


Dakota
Vielleicht findest Du hier auch ein paar Antworten, in der Suchfunktion finden sich viele Beiträge zu Venlafaxin.
Ich hatte es nur kurz genommen und die Umstellung fand in der Klinik statt, von daher kann ich da nicht viel zu sagen.

bluthochdruck-unter-venlafaxin-t26124-s15.html

29.07.2019 13:00 • x 2 #40


Zitat von HeilySensitiv:
Was mir Sorgen macht, ist meine Emotionalität. Ich bin ziemlich zart besaitet, weine leicht bei Dingen, die mich aufwühlen, bin auch wieder verletzbarer durch Missachtung, Kritik oder Ähnliches.


Die Symptome, die du beschreibst, waren bei mir die Vorstufe zur Depression, in der ich jetzt drinstecke. Wenn du einen Psychiater fragst, wird er vermutlich sagen, deine Depression ist zurück. Es gibt auch Kritiker, die sagen, dass sind Entzugssymptome. Wie man es auch sieht, ich denke, du solltest ein solches Medikament auf jeden Fall nicht zu schnell absetzen, sondern über einen langen Zeitraum am besten in Zehntel-Schritten ausschleichen. So hart es sich anhört, ich würde mal zur Sicherheit von einem Zeitraum von mehreren Monaten bis einem Jahr dafür einplanen, es auszuschleichen.

29.07.2019 18:41 • x 2 #41


HeilySensitiv
Hallo und Danke. Ich habe eigentlich nich so schnell ausgeschlichen. Habe anfangs schlicht manchmal vergessen, die Kapsel zu nehmen, dann 2 Monate lang nur jeden 2. Tag eine. Dann habe ich körperlich nichts mehr gemerkt wie Kopfweh oder kribbeln. Deshalb habe ich sie dann ganz weg gelassen.
Im Moment überwiegt bei mir die Freude darüber, entlich wieder was zu spüren, daher werde ich erstmal beobachten, wie sich die Stimmungsschwankungen entwickeln.

29.07.2019 23:37 • x 1 #42


maya60
Hallo HeilySensitiv, ich kenne genau, was du oben in deinem Eingangsbeitrag beschrieben hast und das kenne ich genauso bei langsamem Ausschleichen.

Jetzt ist es die Frage, ob das so wie es ist für dich erträglich ist und du vielleicht mit Entspannungsübungen die Emotionsspitzen abfangen kannst.

Wenn du das dämpfende Medikament wegnimmst, kommen dir deine Emotionen natürlich auch erstmal intensiv vor. Von daher kannst du ja erstmal damit rumexperimentieren, besonders, weil dir vieles ja auch gefällt.

Wenn allerdings das Ganze unerträglich wird, dann würde ich auch in Michaels Richtung denken, dass das wieder oder immer noch depressiv ist. So war es dann letztendlich bei mir.

Venlafaxin 150 mg ist keine niedrige Dosierung. Jetzt erfährst du gerade, ob du sie nicht mehr brauchst oder langfristig doch wieder oder eine andere Dosis.
Ich finde es wichtig, dass du das ausprobierst in Absprache mit deinem Facharzt, in der Situation, die du oben beschrieben hast. Habe ich auch gemacht. Mein Ergebnis war: Ich brauche immer Medikamente. Deins kann aber anders sein. Oder das gleiche.

Liebe Grüße! maya

30.07.2019 12:55 • x 1 #43


ZeroOne
Hi @HeilySensitiv !

Zitat von HeilySensitiv:
Im Moment überwiegt bei mir die Freude darüber, entlich wieder was zu spüren, daher werde ich erstmal beobachten, wie sich die Stimmungsschwankungen entwickeln.


Meine persönliche Meinung ist, dass du dieses wertvolle Gefühl und diese tolle Erfahrung auch auf jeden Fall ausleben, mitnehmen und priorisieren solltest, bevor du (vielleicht vorschnell) wieder zum Medikament greifst.

Deine "Entzugserscheinungen" kann auch ich bestätigen. Im Laufe der Jahre habe ich auch in der Praxis gelernt, dass die pauschalen Zeitangaben in den Beipackzetteln nicht ernst zu nehmen sind. Teilweise hatte ich gar keine Symptome beim Ausschleichen, teilweise sehr massiv. Ich hatte das von den unterschiedlichen Medikamenten abhängig gemacht, dann aber beim gleichen Mittel unterschiedliche Erfahrungen bei gleicher Dosierung gemacht: einmal so gut wie nichts bemerkt, beim nächsten Mal über 2 Monate gekämpft.

Jeder reagiert anders. Aber das Gute ist: es vergeht in jedem Fall! Vielleicht früher, vielleicht später, aber die Absetzerscheinungen vergehen! Also nicht verzweifeln! Der Kampf lohnt sich!

Aber wie schon geschrieben wurde, ist es sicherlich kein Fehler, den Psychiater hinzuzuziehen, wenn in den nächsten Wochen keine Besserung eintritt. Wenn er wieder die volle Dosis vorschlägt, musst du ihm ja nicht zustimmen - die Entscheidung bleibt bei dir! Vielleicht gäbe es dann eine Zwischenlösung, wie z.B. auf eine niedrigere Dosierung gehen und von dieser dann langsam ausschleichen? Aber soweit würde ich jetzt gar nicht denken, denn es wird bestimmt besser!

LG
ZeroOne

30.07.2019 14:12 • x 3 #44


Zitat von Michael808:

Die Symptome, die du beschreibst, waren bei mir die Vorstufe zur Depression, in der ich jetzt drinstecke. Wenn du einen Psychiater fragst, wird er vermutlich sagen, deine Depression ist zurück. Es gibt auch Kritiker, die sagen, dass sind Entzugssymptome. Wie man es auch sieht, ich denke, du solltest ein solches Medikament auf jeden Fall nicht zu schnell absetzen, sondern über einen langen Zeitraum am besten in Zehntel-Schritten ausschleichen. In diesem Forum https://www.adfd.org/ gibt es viel Austausch zum Thema. So hart es sich anhört, ich würde mal zur Sicherheit von einem Zeitraum von mehreren Monaten bis einem Jahr dafür einplanen, es auszuschleichen.


Darf ich fragen, wie man in Zehntel Schritten ausschleichen sollte? Bei hartkapseln sowohl bei Tabletten kann man dies nicht machen. Selbst bei Tropfen Form, was auch von venlafaxin gibt Nähmlich zaredrop heisst es, wäre dies schwierig und halte ich für übertrieben. Hatte venlafaxin vor 2 Jahren schon mal gehabt ,hab 150mg genommen, hab ich jed Woche 37,5mg reduziert und ging ohne Probleme.

30.07.2019 17:06 • x 2 #45





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