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Probleme beim Absetzen von Venlafaxin

St-Winter

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Ihr Lieben, ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute.
Ich wollte hiermit die Leute erreichen, die ihr Leben vielleicht ohne Antidepressiva leben wollen. Ich möchte das jedenfalls. Leider habe ich nicht das Gefühl hier Gehör zu finden. Antidepressiva werden geschönt, Magnesium verpönt.
Meine Nebenwirkungen fanden sich unter sehr häufig bis häufig.Also wird es wohl schon des Öfteren vorgekommen sein.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen:
Es gibt sicher Menschen mit schweren Traumatas, denen ich diese Stimmungsaufheller von Herzen gönne, weil sie sonst kein annähernd gutes Leben führen könnten.aber eine leichte bis mittelschwere Depression, wie in meinem Fall, kann durchaus auch ohne Antidepressiva geheilt werden.
Viele Psychiater verschreiben einfach vorschnell Antidepressiva's.
Ich wäre jedenfalls froh und dankbar gewesen, hätte ich gewusst, dass manchmal nur ein, durch zu viel Stress bedingter, Magnesiummangel hinter einer Depression stecken kann.

Übrigens freue ich mich, dass diese akuten Nebenwirkungen schon nach so kurzer Zeit eingetreten sind und ich dadurch schnell wieder davon weggekommen bin. Die Absetzerscheinungen sind kein Zuckerschlecken, aber mein Körper ist mir das Aushalten wert. Und wie schon gesagt - mit Magnesium geht das gut.

Gute Nacht

24.03.2019 00:51 • x 1 #31


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MelodieSyren

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Zitat von maya60:
Die Nebenwirkungen beim Einschleichen und beim Höherdosieren dauerten bei mir ca 2-3 Wochen, wo die depressiven Symptome sogar verstärkt waren, aber der Antrieb besser war, wie es ja auch im Beipackzettel beschrieben ist.

Die ganze Wirkung entfaltet sich bei mir immer über Monate.

Um es beurteilen zu können braucht es also Zeit.


Ich hatte ja geschrieben dass bei mir die Depression schlimmer wurde. Ich hab quasi 2 oder 3 Wochen lang jetzt nur geheult und mich schlecht und beschissen gefühlt.
Jetzt diese Woche hab ich mich diesbezüglich mal ruhig gefühlt. Keine Emotionsausbrüche oder so. Aber "schwarz sehen" tu ich immer noch alles. Ich find immer noch alles schlimm und sch..
Und vollkommen antriebslos bin ich leider nach wie vor auch immer noch.
Ich hoffe so sehr dass es endlich hilft! Es ist so lähmend dieses Gefühl auf nichts Lust zu haben. Jetzt hatte ich Donnerstag Termin beim Psychater gehabt, der wollte aber nix umstellen weil mir momentan den ganzen Tag schlecht ist vom Medi (225 mg). Er meinte ich soll mich in der Tagesklinik vorstellen, die würden dann "umstellen" oder "einstellen".
Hab mich da dann auch irgendwie im Stich gelassen gefühlt.er erwähnte kurz das man ja umstellen könnte, aber irgendwie war ihm das dann "zu heikel".

Ich meine, ich heule nicht mehr ja. Aber ich fühle mich immer noch sch..

24.03.2019 02:43 • #32


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maya60

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Hallo @melodiesyren, das tut mir sehr leid, dass es dir so sehr schlecht geht. Dass es deinem Doc zu heikel ist, bei der hohen Dosis Venlafaxin eine bessere Einstellung oder Umstellung zu begleiten, wenn es dir schlecht geht, ist verantwortlich. Er lässt dich damit nicht im Stich.
Entweder sind die Nebenwirkungen der Höherdosierung bei dir so stark, dass du engmaschige ärztliche Beobachtung brauchst -oder sogar medikamentöse Unterstützung, die das lindert- oder die Dosierung stimmt bei dir nicht oder Venlafaxin ist nicht das geieignete. In dem Fall kann man aber auch nicht einfach mit dem hohen Venlafaxinspiegel im Blut einfach umstellen. Das muss sehr genau schrittweise geschehen und unter täglicher Beobachtung.

Bitte nimm den Tipp mit der Tagesklinik auf jeden Fall ernst und in Anspruch.

24.03.2019 04:28 • #33


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MelodieSyren

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Zitat von maya60:
Hallo @melodiesyren, das tut mir sehr leid, dass es dir so sehr schlecht geht. Dass es deinem Doc zu heikel ist, bei der hohen Dosis Venlafaxin eine bessere Einstellung oder Umstellung zu begleiten, wenn es dir schlecht geht, ist verantwortlich. Er lässt dich damit nicht im Stich.
Entweder sind die Nebenwirkungen der Höherdosierung bei dir so stark, dass du engmaschige ärztliche Beobachtung brauchst -oder sogar medikamentöse Unterstützung, die das lindert- oder die Dosierung stimmt bei dir nicht oder Venlafaxin ist nicht das geieignete. In dem Fall kann man aber auch nicht einfach mit dem hohen Venlafaxinspiegel im Blut einfach umstellen. Das muss sehr genau schrittweise geschehen und unter täglicher Beobachtung.

Bitte nimm den Tipp mit der Tagesklinik auf jeden Fall ernst und in Anspruch.


Danke für die Antwort Maya!
Jetzt fühle ich mich da doch etwas besser. Er möchte mich damit also nur nicht allein lassen, sondern er möchte, dass ich unter "Beobachtung" bin wenn ich was wechsle oder so. Wenn ich so drüber nachdenke stimmt das natürlich völlig. Er hatte sich ja auch Gedanken gemacht, weil mir jetzt so schlecht ist, dass er eben nicht höher gehen will weil er nicht weiß was ich dann für Nebenwirkungen kriege.

Und ja. Das mit der Tagesklinik nehm ich sehr ernst. Ich will mich ja auch wieder in den Griff kriegen! Wollte eigentlich vergangenen Freitag hin, habe es aber einfach nicht aus dem Bett geschafft.aber diesen Freitag gehe ich hin! Das ist dann zwar nur ein Erstgespräch und heißt nicht, dass ich gleich dort "angenommen" bin - aber dann weiß man dort über mich bescheid immerhin

25.03.2019 01:55 • x 1 #34


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maya60

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Hallo @MelodieSyren

Ja, sicherlich ist das von deinem Arzt nur gut und verantwortlich gemeint. Hat er für die Tagesklinik einen Arztbrief geschrieben oder auf die Überweisung genauer, worum es geht?

Je nachdem, wie schlecht du dich fühlst, solltest du nicht bis Freitag warten, bis du zur Tagesklinik gehst und dann sollte es auch kein Ersttermin mit Wartezeit danach sein, sondern dringend. Sag ihnen das dort so, falls dein Doc es nicht genauer geschrieben hat.

Wenn es dir besser geht, ist das was anderes. Aber wenn du leidest, hat es keinen Sinn, das zu verlängern.

Liebe Grüße! maya

25.03.2019 03:28 • #35


rambo

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25.03.2019 15:46 • #36


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Cleofee

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Venlafaxin sollte man nur in ganz kleinen Schritten, ganz langsam absetzen. Von 300 auf 0 ist keine gute Idee.

25.03.2019 15:50 • x 1 #37


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MelodieSyren

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Mein Arzt hat an dem Tag dort in der Tagesklinik angerufen und da wohl mit jemandem gesprochen. Einen Arztbrief oder eine Überweisung habe ich nicht bekommen.

Und ich sollte halt Freitag hingehen weil die dort Freitag wohl immer ihren Tag haben wo sie mit potentiellen neuen Patienten sprechen. Steht sogar auf dem Flyer der Tagesklinik dass man da immer freitags um 10.30 Uhr kommen soll.

25.03.2019 23:39 • x 1 #38


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HeilySensitiv

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29.07.2019 12:42 • x 1 #39


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Dakota

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Vielleicht findest Du hier auch ein paar Antworten, in der Suchfunktion finden sich viele Beiträge zu Venlafaxin.
Ich hatte es nur kurz genommen und die Umstellung fand in der Klinik statt, von daher kann ich da nicht viel zu sagen.

bluthochdruck-unter-venlafaxin-t26124.html

29.07.2019 13:00 • x 2 #40


Michael808

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Zitat von HeilySensitiv:
Was mir Sorgen macht, ist meine Emotionalität. Ich bin ziemlich zart besaitet, weine leicht bei Dingen, die mich aufwühlen, bin auch wieder verletzbarer durch Missachtung, Kritik oder Ähnliches.


Die Symptome, die du beschreibst, waren bei mir die Vorstufe zur Depression, in der ich jetzt drinstecke. Wenn du einen Psychiater fragst, wird er vermutlich sagen, deine Depression ist zurück. Es gibt auch Kritiker, die sagen, dass sind Entzugssymptome. Wie man es auch sieht, ich denke, du solltest ein solches Medikament auf jeden Fall nicht zu schnell absetzen, sondern über einen langen Zeitraum am besten in Zehntel-Schritten ausschleichen. So hart es sich anhört, ich würde mal zur Sicherheit von einem Zeitraum von mehreren Monaten bis einem Jahr dafür einplanen, es auszuschleichen.

29.07.2019 18:41 • x 2 #41


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HeilySensitiv

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Hallo und Danke. Ich habe eigentlich nich so schnell ausgeschlichen. Habe anfangs schlicht manchmal vergessen, die Kapsel zu nehmen, dann 2 Monate lang nur jeden 2. Tag eine. Dann habe ich körperlich nichts mehr gemerkt wie Kopfweh oder kribbeln. Deshalb habe ich sie dann ganz weg gelassen.
Im Moment überwiegt bei mir die Freude darüber, entlich wieder was zu spüren, daher werde ich erstmal beobachten, wie sich die Stimmungsschwankungen entwickeln.

29.07.2019 23:37 • x 1 #42


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maya60

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Hallo HeilySensitiv, ich kenne genau, was du oben in deinem Eingangsbeitrag beschrieben hast und das kenne ich genauso bei langsamem Ausschleichen.

Jetzt ist es die Frage, ob das so wie es ist für dich erträglich ist und du vielleicht mit Entspannungsübungen die Emotionsspitzen abfangen kannst.

Wenn du das dämpfende Medikament wegnimmst, kommen dir deine Emotionen natürlich auch erstmal intensiv vor. Von daher kannst du ja erstmal damit rumexperimentieren, besonders, weil dir vieles ja auch gefällt.

Wenn allerdings das Ganze unerträglich wird, dann würde ich auch in Michaels Richtung denken, dass das wieder oder immer noch depressiv ist. So war es dann letztendlich bei mir.

Venlafaxin 150 mg ist keine niedrige Dosierung. Jetzt erfährst du gerade, ob du sie nicht mehr brauchst oder langfristig doch wieder oder eine andere Dosis.
Ich finde es wichtig, dass du das ausprobierst in Absprache mit deinem Facharzt, in der Situation, die du oben beschrieben hast. Habe ich auch gemacht. Mein Ergebnis war: Ich brauche immer Medikamente. Deins kann aber anders sein. Oder das gleiche.

Liebe Grüße! maya

30.07.2019 12:55 • x 1 #43


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ZeroOne

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Hi @HeilySensitiv !

Zitat von HeilySensitiv:
Im Moment überwiegt bei mir die Freude darüber, entlich wieder was zu spüren, daher werde ich erstmal beobachten, wie sich die Stimmungsschwankungen entwickeln.


Meine persönliche Meinung ist, dass du dieses wertvolle Gefühl und diese tolle Erfahrung auch auf jeden Fall ausleben, mitnehmen und priorisieren solltest, bevor du (vielleicht vorschnell) wieder zum Medikament greifst.

Deine "Entzugserscheinungen" kann auch ich bestätigen. Im Laufe der Jahre habe ich auch in der Praxis gelernt, dass die pauschalen Zeitangaben in den Beipackzetteln nicht ernst zu nehmen sind. Teilweise hatte ich gar keine Symptome beim Ausschleichen, teilweise sehr massiv. Ich hatte das von den unterschiedlichen Medikamenten abhängig gemacht, dann aber beim gleichen Mittel unterschiedliche Erfahrungen bei gleicher Dosierung gemacht: einmal so gut wie nichts bemerkt, beim nächsten Mal über 2 Monate gekämpft.

Jeder reagiert anders. Aber das Gute ist: es vergeht in jedem Fall! Vielleicht früher, vielleicht später, aber die Absetzerscheinungen vergehen! Also nicht verzweifeln! Der Kampf lohnt sich!

Aber wie schon geschrieben wurde, ist es sicherlich kein Fehler, den Psychiater hinzuzuziehen, wenn in den nächsten Wochen keine Besserung eintritt. Wenn er wieder die volle Dosis vorschlägt, musst du ihm ja nicht zustimmen - die Entscheidung bleibt bei dir! Vielleicht gäbe es dann eine Zwischenlösung, wie z.B. auf eine niedrigere Dosierung gehen und von dieser dann langsam ausschleichen? Aber soweit würde ich jetzt gar nicht denken, denn es wird bestimmt besser!

LG
ZeroOne

30.07.2019 14:12 • x 3 #44


bones

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Zitat von Michael808:

Die Symptome, die du beschreibst, waren bei mir die Vorstufe zur Depression, in der ich jetzt drinstecke. Wenn du einen Psychiater fragst, wird er vermutlich sagen, deine Depression ist zurück. Es gibt auch Kritiker, die sagen, dass sind Entzugssymptome. Wie man es auch sieht, ich denke, du solltest ein solches Medikament auf jeden Fall nicht zu schnell absetzen, sondern über einen langen Zeitraum am besten in Zehntel-Schritten ausschleichen. In diesem Forum https://www.adfd.org/ gibt es viel Austausch zum Thema. So hart es sich anhört, ich würde mal zur Sicherheit von einem Zeitraum von mehreren Monaten bis einem Jahr dafür einplanen, es auszuschleichen.


Darf ich fragen, wie man in Zehntel Schritten ausschleichen sollte? Bei hartkapseln sowohl bei Tabletten kann man dies nicht machen. Selbst bei Tropfen Form, was auch von venlafaxin gibt Nähmlich zaredrop heisst es, wäre dies schwierig und halte ich für übertrieben. Hatte venlafaxin vor 2 Jahren schon mal gehabt ,hab 150mg genommen, hab ich jed Woche 37,5mg reduziert und ging ohne Probleme.

30.07.2019 17:06 • x 2 #45


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maya60

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Hallo bones, wie hast du das denn gemacht, 37,5 mg von 150 mg reduziert?

Ich habe mal nach schwerster Depression von 300 mg Venlafaxin, weil ich mich dann irgendwann überdosiert fühlte, unter ärztlicher Beobachtung, hinunterdosiert ohne Probleme nach folgendem, wegen meiner ADHS-Überreizung selbst ausgedachten System:


1. und 2. Woche: 7. Tag statt 300 mg 225 mg

3. und 4. Woche: 3. und 7. Tag statt 300 mg 225 mg

5. und 6. Woche: 2., 4. und 6. Tag statt 300 mg 225 mg

7. Woche: immer abwechselnd 300 mg und 225 mg

8. und 9. Woche: 3. und 7. Tag nur 300 mg

10. Woche: Nur noch 225 mg Venlafaxin

Da ich mich immer weiter überdosiert fühlte, bin ich wirklich innerhalb von vielen Monaten über 150 mg und 75 mg auf Null hinuntergegegangen, weil der Doc und ich schauen wollten, was nun wirklich passt.

2 Monate lang war alles wunderbar in Ordnung, dann beganngen wieder die bekannten ersten unerträglichen Depri-Symptome und ich musste auf 150 mg Venlafaxin zurück, fühlte mich dann nicht mehr überdosiert und alles konnte stabilisiert werden.

Liebe Grüße! maya

30.07.2019 17:30 • #46


Michael808

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Zitat:
Darf ich fragen, wie man in Zehntel Schritten ausschleichen sollte? Bei hartkapseln sowohl bei Tabletten kann man dies nicht machen. Selbst bei Tropfen Form, was auch von venlafaxin gibt Nähmlich zaredrop heisst es, wäre dies schwierig und halte ich für übertrieben. Hatte venlafaxin vor 2 Jahren schon mal gehabt ,hab 150mg genommen, hab ich jed Woche 37,5mg reduziert und ging ohne Probleme.

Es trifft nicht auf jedes Medikament zu, aber bei manchen kommen kleine Kügelchen raus, wenn man die Kapsel öffnet, die man dann abgezählt einnehmen kann. Bei Tabletten ist etwas feinmotorisches Geschick und eine sehr scharfe Klinge gefragt.
Zu Venlafaxin kann ich selbst nicht aus Erfahrung berichten. Ich nahm einige Wochen 15 mg Mirtazapin in Tabletten. Die wollte ich, wie Ärzte raten, in Schritten 100-50-0% ausschleichen. Ich habe allerdings schon nach wenigen Tagen 50% gemerkt, dass es nicht unproblematisch ist. Dann bin ich nochmal 75% hoch und habe von dann an alle 7 Tage in 12,5%-Schritten zerschnibbelt. Ganz haarscharf waren die Ergebnisse nicht, aber es war dennoch erstaunlich, wie gut das mit der Klinge (Cutter aus'm Bastler-Bedarf) ging.

Allerdings hat es nicht geholfen, mir Absetzsymptome zu ersparen. Mir geht's momentan schlechter, als vor der Einnahme und nun werde ich erstmal auf Psychopharmaka verzichten.

30.07.2019 18:18 • #47


bones

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Zitat von maya60:
Hallo bones, wie hast du das denn gemacht, 37,5 mg von 150 mg reduziert?

Ich habe mal nach schwerster Depression von 300 mg Venlafaxin, weil ich mich dann irgendwann überdosiert fühlte, unter ärztlicher Beobachtung, hinunterdosiert ohne Probleme nach folgendem, wegen meiner ADHS-Überreizung selbst ausgedachten System:


1. und 2. Woche: 7. Tag statt 300 mg 225 mg

3. und 4. Woche: 3. und 7. Tag statt 300 mg 225 mg

5. und 6. Woche: 2., 4. und 6. Tag statt 300 mg 225 mg

7. Woche: immer abwechselnd 300 mg und 225 mg

8. und 9. Woche: 3. und 7. Tag nur 300 mg

10. Woche: Nur noch 225 mg Venlafaxin

Da ich mich immer weiter überdosiert fühlte, bin ich wirklich innerhalb von vielen Monaten über 150 mg und 75 mg auf Null hinuntergegegangen, weil der Doc und ich schauen wollten, was nun wirklich passt.

2 Monate lang war alles wunderbar in Ordnung, dann beganngen wieder die bekannten ersten unerträglichen Depri-Symptome und ich musste auf 150 mg Venlafaxin zurück, fühlte mich dann nicht mehr überdosiert und alles konnte stabilisiert werden.

Liebe Grüße! maya


Nun ich habe ja 2x 75mg genommen damals. Und in der ersten Woche einfach 37,5mg weg gelassen ,das heisst dass ich morgens wie gewohnt mein 75mg genommen hab und Mittag statt 75mg nur noch 37,5mg. Drauf de Woche dann morgens 37,5mg weggelassen usw. Dann würde auf ein anderes Antidepressiva gewechselt. Leider war ich vor 2 Jahren noch sehr naiv und schenkte meiner damaligen psychiaterin mein vollstes vertrauen und so wurden zig verschiedene Experimente mit Antidepressiva/neuroleptika teilweise sogar Benzos ausprobiert. Da ich wie viele unter schweren Depressionen leide, versucht man natürlich alles mögliche ,um wieder aus der Krise raus zu kommen. Bis ich dann gewechselt hab und meine neue mir wieder venlafaxin verordnete in Kombi mit noch ein Antidepressiva und neuroleptika. Seit dem geht's mir Vorsicht gesagt gut. Heute bin ich um einiges erfahrener und passiert mir nicht nochmal. Hat aber fast 2 Jahre gedauert, bis ich sagen kann "es ist ok und kann damit umgehen ".

Deine Reduzierung Und wieder aufzudosieren wechselnd hat das was gebracht?

30.07.2019 18:22 • x 1 #48


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HeilySensitiv

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Lieben Dank für die Antwort. Ich habe das Gefühl, die psychischen Begleiterscheinungen lassen schon nach. Derzeit habe ich vor allem Muskel-/Gelenkschmerzen.
Die kommen aber teilweise vom Gewicht. War noch nie so schwer, wie jetzt und hoffe, das bessert sich auch.
LG

Zitat:
Deine "Entzugserscheinungen" kann auch ich bestätigen. Im Laufe der Jahre habe ich auch in der Praxis gelernt, dass die pauschalen Zeitangaben in den Beipackzetteln nicht ernst zu nehmen sind. Teilweise hatte ich gar keine Symptome beim Ausschleichen, teilweise sehr massiv. Ich hatte das von den unterschiedlichen Medikamenten abhängig gemacht, dann aber beim gleichen Mittel unterschiedliche Erfahrungen bei gleicher Dosierung gemacht: einmal so gut wie nichts bemerkt, beim nächsten Mal über 2 Monate gekämpft.

Jeder reagiert anders. Aber das Gute ist: es vergeht in jedem Fall! Vielleicht früher, vielleicht später, aber die Absetzerscheinungen vergehen! Also nicht verzweifeln! Der Kampf lohnt sich!
.
LG
ZeroOne

02.08.2019 18:04 • x 1 #49


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Alinaue

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08.02.2020 17:24 • x 1 #50


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maya60

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Hallo Alinaue und Willkommen im Forum! Deine körperlichen Beschwerden nach Absetzen des Venlafaxins, obwohl ihr das langsam gemacht habt, lesen sich für mich ein bisschen wie Absetzerscheinungen, sie gingen ja auch vorbei.

Deine dann folgenden Stimmungsverschlechterungen lesen sich dagegen für mich so, dass du wieder Depressionen bekommst. Als Absetzerscheinung hätten sie nicht zwischendurch aufgehört. Aber ich bin keine Fachfrau.

So war das jedoch bei mir auch. Ich habe vorletztes Jahr langsam mit meinem Doc Venlafaxin auch mal ausgeschlichen, aber aus anderen Gründen. Als ich 6 Wochen gar keine mehr nahm, und das auch gut vertrug, fingen meine typischen depressiven Symptome wieder an und ich fing mit Venlafaxin wieder an und brauche es auch recht hoch dosiert, wie wir rausgefunden haben, wenn ich nicht so schwer depressiv bin, aber wegen der dämpfenden Wirkung auf meine exreme Reizoffenheit des A.DHS.
Allein die Reizüberflutung ließ mich wieder in eine Erschöpfungsdepression fallen.

Aber sowas, auch wenn du dir das anders gewünscht hast, zeigt dir dann auch, wo du stehst. Du hast schwere psychische Diagnosen und brauchst offenbar medikamentöse Unterstützung.

Für welche deiner Diganosen hast du Ritalin genommen, wenn ich fragen darf?

Wenn dein Arzt es dir schon rät, dann warte nicht zu lange auf den Neubeginn mit Venlafaxin. Nicht dass du so richtig tief reinrasselst in eine akute Episode. Fang die lieber rechtzeitig ab.

Liebe Grüße! maya

08.02.2020 17:40 • x 1 #51


DerDave

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Hallo,
Venlafaxin hatte ich auch mal, aber nicht lang, da weiß ich gar nicht mehr wie das absetzen war. Bei meinen letzten Medis weiß ich es aber noch. Da hatte ich Bupropion und Quetiapin und es hat bei mir Monate gedauert bis ich wieder halbwegs zurecht kam. Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen waren da ein großes Problem, aber das hatte sich mit der Zeit gelegt.

Es ist sehr löblich von dir das du versuchen willst auch ohne Medikamente klarzukommen, aber wenn das Studium ansteht würde ich auf den Rat des Psychiaters hören. Ich würde an deiner vielleicht bis gut vor einem Monat vor dem Studium noch schauen ob es sich so verbessert und wenn nicht dann wieder darauf zurückgreifen und so dem Medikament auch wieder die Möglichkeit zu geben einen gewissen Spiegel zu erreichen bis es dann los geht.

Natürlich ist es einem wohl lieber ohne Medikation zurecht zu kommen, aber wenn der Zustand nur schlechter wird hast du im Endeffekt dann auch nichts davon. Lieber noch erstmal mit und dann ohne wenn sich die Zeit dafür anbietet. Gerade ein Studium kann eben ziemlich stressig sein, so wie ich es von anderen mitbekommen hab. Man muss es sich ja dann nicht noch schwerer machen als es schon ist.

Mit freundlichen Grüßen:
Dave

08.02.2020 18:10 • x 3 #52


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Eis

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Guten Morgen Alinaue
Ich sehe das ähnlich wie @maya60 . Der erste Teil sind klar Absetzsymptome, aber der weitere Teil dann mit der Stimmung klingt für mich eher nach Symptomen einer Depression, was vermutlich bedeutet, dass du das Antidepressiva wieder brauchst. Ich würde auf den Rat deines Psychiaters hören.
VG Eis

09.02.2020 08:52 • #53


Sissi-2899

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28.02.2020 16:54 • x 1 #54


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maya60

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Hallo Sissi, Willkommen im Forum - ich habe auch einmal über ein halbes Jahr solch hohe Dosis Venlafaxin zusammen mit meinem Doc schleichend abgesetzt, weil ich mich ständig auf einmal überdosiert fühlte. Ohne Ausschleichprobleme.
Und bei mir waren es sogar 6 Wochen ganz ohne Venla im Frühjahr 2018, die ich mich gut fühlte.

Danach begannen meine mir bekannten depressiven Probleme wieder und zwar genau in der bei mir üblichen Reihenfolge erst mit Magenschmerzen und Übelkeit, dann mit häufiger Migräne, dann mit Stimmungsschwankungen usw.

Weil es nicht irgendwelche Symptome waren (die ja Ausschleichsymptome hätten sein können), sondern genau diese, nahmen mein Doc und ich sie auch genau als das und begannen wieder mit Venlafaxin. Und das bewähre sich gut, bis ich auf der Dosis angelangt war, die ich brauchte, ohne depressive Symptome und aber auch ohne Überdosierungsgefühl.

Dass ich schon wiederholte depressive Episoden hinter mir hatte und diese sich auch teilweise chronifiziert hatten, ließ es meinem Doc und mir sowieso unwahrscheinlich sein, dass ich immer Medikamentenfrei sein könnte.

Ich kenne deine Krankheitsgeschichte nicht, aber bitte gehe auf jeden Fall schnell zum Arzt, denn den Kopf in den Sand stecken geht nach hinten los. Vielleicht brauchst du nur etwas länger eine medikamentöse Unterstützung und wirst sie dann ganz los oder du brauchst die Medikamente auch immer. Es ist jedenfalls wie es ist und nicht wie wir es uns erträumen.

Es gibt momentan sehr aufgepeitschte und noch ganz und gar nicht ausgeforschte Berichte über nie endende Ausschleichprobleme und über die Notwendigkeit, A.Ds jahrelang auszuschleichen und darum erst gar nicht zu nehmen.

Solange das noch nicht so fachlich seriös und spruchreif ist, dass meine Fachärzte damit etwas anfangen können und solange meine psychischen Probleme ohne meine A.Ds unerträglich wurden und blieben und mit meinen A.D.s mein Leben wieder Lebensqualität hat, folge ich auf jeden Fall meinem Doc.

Wobei Psychotherapie und Selbsthilfe in Anpassung meines Lebens an meine Erkrankung natürlich ebenso wichtig bleiben und bei leichteren Depressionen bei mir auch Medikamente ersetzten.

Liebe Grüße! maya

28.02.2020 18:16 • x 2 #55


bones

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Zitat von Sissi-2899:
Hey ihr Lieben,
Vor 1,5 Jahren habe ich angefangen 187,5 mg Venlafaxin zu nehmen. Grund dafür waren Depressionen und starke Panikattacken. Vor 5 Monaten habe ich mit dem Ausschleichen angefangen, das hat alles gut geklappt. Anfang Januar ließ ich die Medis dann komplett Weg. Die erste Woche war mir etwas übel, ich hatte Kopfschmerzen etc. aber das ist wieder verflogen. Dann ging es mir 2 Wochen lang richtig gut aber dann. 3 Wochen nach dem absetzen fing meine Unruhe plötzlich wieder an und wurde seitdem nicht wieder besser. Gleichzeitig dazu kam Bedrückung, Kraftlosigkeit, Konzentrationsverlust, Traurigkeit und alles was halt so dazu gehört. Ich versuche jetzt schon einen Termin beim Arzt zu bekommen aber das dauert und ich mache mir sorgen. Das schlimmste ist die Angst vor einem Rückfall! Hat jemand Erfahrung mit dem Absetzen von Venlafaxin? Könnten das Nachwirkungen sein? Hab schon gelesen, dass es manchmal bis zu 2-3 Monate dauert. Aber warum setzte es dann erst nach 3 Wochen wieder ein?
Bin super dankbar für Antworten!


Nun es können mehrere Faktoren zusammen kommen. Zum einen braucht der Körper ja Zeit bis sich der komplette Chemie von venla aus dein Körper weg ist und nun merkst ,dass es halt noch zu früh ist,ohne Medikamente zu versuchen. Wenn es aber zum aushalten ist, würde ich es nicht wieder damit anfangen. Diese Phase vergeht auch wieder. Ausser es artet sich so stark aus,dass du Einschränkungen hast. Dann solltest du meiner Meinung nach auch wieder leicht eindosieren .

29.02.2020 14:10 • x 1 #56

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