1

Pflege der Mutter - Erwerbsminderungsrente beantragen?

Theo73

3
1
Hallo an Alle, zu nächst kurz meine Geschichte. Ich bin 45 Jahre alt und habe seit 1992 immer wieder Depressionen und Ängste. Antidepressiva nehme ich seit dieser Zeit durchgehend. Mit 15 Jahren habe ich eine Ausbildung begonnen und abgeschlossen. Seither gehe ich arbeiten, war aber auf Grund meiner Krankheit immer wieder längere Zeit zu Hause. In den letzten 6-7 Jahren sind die " guten Zeiten" immer weniger geworden. Hinzu kam noch der Schlaganfall meiner Mutter vor vier Jahren. Sie ist halbseitig gelähmt, was aber schlimmer ist, ist Ihre Wesensänderung. Sie wohnt mit meinem Vater bei mir und meiner Frau im Haus. Die Pflege übernehme ich zum großen Teil. Mein Vater ist leider nicht mehr dazu in der Lage. Im Mai ging gar nichts mehr. Mein Chef hat mir auf eigenen Wunsch gekündigt, ich konnte nicht mehr. Danach war ich 5 Wochen in der Klinik. Nun bin ich in der Reha. Ich habe in den letzten Jahren meine Arbeit kaum geschafft und dann die Pflege dazu war wohl zuviel. Ein Bekannter hat mir geraten eine Erwerbsminderungsrente zu beantragten. Ich möchte vorweg nehmen, dass ich meine Mutter nie in ein Heim bringen würde. Damit ging es mir noch schlechter als jetzt. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Vielleicht habt Ihr Erfahrungen mit der Situation? Vielen Dank vorab. Gruß Theo

04.12.2018 16:04 • #1


issabella

issabella

463
7
252
Theo.
Du musst Deine Mutter nicht in Heim abgeben - es gibt genug ambulante Pflegehilfen (meine Schwegerin arbeitet da,.)
Die Krankenkasse muss auch bezahlen.
Außerdem, muss Du Dich auch um Deine Gesundheit kümmern.
Wenn Du Deiner Mutter helfen möchtest, kümmere Dich vor allem um Deine Gesundheit.
Die Last ist zu viel.
Es ist auch klar, dass Du unter diesen Umständen Deine Arbeit nicht richtig machen könntest.
Nun, kommen wir zu dem Problem: EM Rente zu bekommen ist sehr schwer.
Frag einfach bei Deiner Krankenkasse und Rentenberatungsstelle.
Ich kann Deine Situation sehr gut verstehen . und ich drücke Dir die Daumen. Mehr kann ich momentan nicht tun, aber ich werde versuchen in Inet Infos zu bekommen. Ich sehe es mit Deiner Rente doch problematisch, Verzeihung.
LG
Magdalena

05.12.2018 07:01 • #2


issabella

issabella

463
7
252
Andersseits, musst Du von Krankenkasse auch Pflegegeld bekommen.
Ich bin mir nicht sicher: hole Dir infos von Deiner und Deiner Mutter Krankenkasse .
Es gibt in verschiedenen Städten auch Pflegestützpunkte, wo man alle Infos und Hilfe bekommen kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegest%C3%BCtzpunkt
Die können sowohl Deiner Mutter, als auch Dir helfen.
Schau mal nach, ich hoffe, Du findest Pflegestützpunkt in Deiner nähe.
LG
Magdalena

05.12.2018 07:18 • #3


Theo73


3
1
Hallo, zunächst möchte ich mich für die Antworten bedanken. Nun zum Thema.
Hier geht es nicht um die Pflege meiner Mutter, es geht um mich um meine Zukunft. Ich kann und will dieses auf und ab nicht mehr. Ich hab die Kraft nicht mehr arbeiten zu gehen wenn ich krank bin. Mein Chef hat mir gekündigt weil er sich nicht mehr auf mich verlassen kann. Seit ca. 6 Jahren liegen max. 10 Wochen zwischen den Akutphasen der Depression. Ich wollte eigentlich nur wissen ob ich überhaupt eine Chance auf Rente habe. Gruß Theo

12.12.2018 13:32 • #4


Ylvi13

Ylvi13

604
1
843
Hallo Theo, du kannst bei der Rentenversicherung einen Antrag auf EU-Rente bzw. Erwerbsminderungsrente stellen. Ich kann mir vorstellen, dass du eine Chance hast, das ist mit Sicherheit auch vom Arztbericht abhängig, der vorzugsweise von einem Psychiater kommen sollte. Soweit ich weiss, wird ,wenn überhaupt, erstmal befristet gewährt. Aber das wäre ja hilfreich, deine Situation kann sich ja verändern.
Ich sehe das auch so wie issabella, was die Pflege deiner Mutter angeht. In allererster Linie muss es dir so gut wie möglich gehen, kenn ich aus der Verhaltenstherapie.
Viele Grüsse

12.12.2018 14:10 • x 1 #5


Theo73


3
1
Guten Morgen, ich möchte euch gerne auf dem laufenden halten. Am Montag werde ich aus der Reha entlassen, arbeitsunfähig. MIR wurde empfohlen mit einer Tagesklinik weiter zu machen. In meinem Umkreis gibt es zwei Einrichtungen die ich mit 30 km Fahrt erreichen kann. Was mich jedoch geschockt hat sind die Wartezeiten, mid. 3 Monate. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Wie kann ich die Zeit überbrücken? Mir geht es momentan noch schlechter als zu Beginn der Reha. Vielleicht habt Ihr eine Idee? Gruß Theo

10.01.2019 08:26 • #6


Cleofee

Cleofee

458
4
35
In der Regel haben Tageskliniken eine Institutsambulanz. Dort könntest du nachfragen, ob du wenigstens einmal die Woche zu einem Gespräch kommen könntest, um die Zeit bis zur Aufnahme in die Tagesklinik zu überbrücken.

10.01.2019 15:08 • #7




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag