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Partner hat Gefühle für Arbeitskollegin und ist nun depressiv

Hallo in die Runde!

Heut trau ich mich. am längsten Tag des Jahrs. ich hab hier viel im Forum gelesen- viel hat mir sehr viel geholfen- nun bitte ich um Hilfe - nein Anregungen - Sichtweisen und Perspektiven! Ich bin 40 - hab zwei wunderbare Jungs im Alter von 10 und 11. , und einen schwerst depressiven Mann. Er ist seit 3 Monaten in der Klinik.

Die Geschichte ist so blöd das jetzt klingt 10000 fach passiert- er wollt dem Ehe - Leben entfliehen- hat ne Kollegin in sein Herz geschlossen und einiges dafür getan diese zu erobern. Das hat aber nicht geklappt- zeitgleich hab ich das raus gefunden. Ihn zur Rede gestellt und gehofft dass der spuk vorbei ist. Mir ging es nicht gut/ aber anstatt zu kämpfen entwickelte mein Mann Depressionen und schwere Zwangsgedanken. Er sieht sich als potentieller Ehebrecher- obwohl nie was war/ und leidet nun in der Klinik-

Ich hab hier den Alltag mit den Jungs und fühle mich doppelt betrogen. Aktuell kommt er all drei tage für ne nacht heim - schwer zu lernen, dass das als Belastungseinheit für ihn gesehen wird! Für uns ist es das auch!

Ich möchte gerne helfen/ hab das auch die letzten Monate- nur jetzt fehlt die Kraft. Er will zu uns zurück- aber kann nicht sagen wann. und der Alltag muss halt auch gemacht werden.

Fällt jemand was dazu ein? Schau vom Balkon in die Welt

Gruss in dir Nacht - Südgirl

21.06.2019 23:04 • x 2 #1


ZeroOne
Hi Südgirl!

Zitat von Südgirl:
Mir ging es nicht gut/ aber anstatt zu kämpfen entwickelte mein Mann Depressionen und schwere Zwangsgedanken. Er sieht sich als potentieller Ehebrecher- obwohl nie was war/ und leidet nun in der Klinik-


Mir kam die spontane Frage, ob seine schweren Depressionen tatsächlich ausschließlich von den abgewiesenen Avancen bei seiner Bekannten kommen, ob das nur die Spitze eines Eisbergs ist? Wenn nicht, dann hätte er nicht mein persönliches Mitgefühl oder gar Unterstützung.

"Poten. Ehebrecher"? Naja, ist er das nicht auch - selbst wenn nichts passiert ist (er hätte ja, wenn es das weibliche Gegenüber gewollt hätte)? Für viele beginnt der Ehebruch bereits bei dem Gedanken und nicht erst beim Akt. Aber das muss jeder für sich selbst definieren, so meine Meinung.

Zitat von Südgirl:
Ich möchte gerne helfen/ hab das auch die letzten Monate- nur jetzt fehlt die Kraft. Er will zu uns zurück- aber kann nicht sagen wann.


Ich finde, die Fragen und Gedanken sollten eher lauten: Was brauchst du - jetzt und in der Zukunft? Was tut dir gut? Was kannst du für dich tun? Du sagst, dein Mann will zu euch zurück, aber willst du das wirklich auch? Oder nur wegen den Kindern?
Wenn du das herausgefunden hast und umsetzen bzw. leben kannst, dann wird es auch deinen Kindern helfen. Das ist nur meine persönliche Meinung: Kindern kann´s nur gut gehen, wenn es den Eltern / dem Elternteil gut geht. Daher würde ich dich an 1. Stelle aller Überlegungen setzen und die Kinder gleich an die 2. Dein Mann - ehrlich gesagt - hat in meinen Überlegungen keinen Platz bekommen.

Hoffe, diese Gedanken helfen dir etwas weiter.

LG
ZeroOne

23.06.2019 13:01 • x 4 #2


Resi
Hallo Südgirl,

wenn dein Mann seit drei Monaten (!) in der Klinik ist, geht es ihm aber mal richtig dreckig.
Aber:
Er hat Unterstützung, für ihn wird gesorgt.
Du brauchst ihm nicht zu helfen, das kann er schon allein, bzw. mithilfe der Ärzte/Therapeuten dort.
Schau du, wie Zero meinte nach dir, was du willst.

Was mich interessieren würde:
Gab es mal gemeinsame Gespräche mit einem Therapeuten, oder ein Paar-Gespräch?

Ich meine, so eine Situation aufzudröseln und über einen Neu-Anfang (so es beide wollen) nachzudenken muß doch schwierig sein, und damit meine ich jetzt nicht diese andere Frau- da weiß ich zu wenig über eure Beziehung (hab da mal ein sehr interessantes Buch gelesen von Hans Jellouschek, einem Tübinger Psychologen, der über eine Dreiecksbeziehung und die Rollen der Menschen darin geschrieben hat), sondern überhaupt euer Verhältnis zueinander.

Und ich fiinde es auch irritierend, daß er alle drei Tage für ne Nacht heimkommt- das ist doch jedesmal eine Ausnahmesituation für euch alle und kein Alltag, den er ja- weiß er es denn so genau?-möglicherweise gar nicht (mehr) will.
Ist das eine Art "Wiedereingliederung"?

Wie ist der Kontakt zwischen ihm und den Jungs?

23.06.2019 13:35 • x 2 #3





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