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Paranoide Schizophrenie - Einsamkeit & soziale Ängste

Hallo liebe Foren-teilnehmer,
ich schreibe hier zum ersten Mal in einem Forum, da mich Einsamkeit, Ängste und Depressivität im Moment derart erdrücken, dass ich kaum handlungsfähig bin
- lese aber schon länger in verschiedenen Foren mit.
Ich habe deshalb die Kategorie Psychosen gewählt, weil meine "Hauptdiagnose" die jedes mal von Kliniken und meistens von ambulanten Therapeuten/Psychiatern unhinterfragt übernommen wird, "paranoide Schizophrenie" lautet. Ich bin mir mittlerweile, nach einigen Jahren intensiver Beschäftigung mit der Thematik psychiatrischer Diagnosen nicht mehr sicher, ob die bei mir zutreffend ist, oder es sich vielmehr um eine bipolare Störung oder eine schizoaffektive Störung handelt.
Jedenfalls habe ich eine Abneigung gegen psychiatrische Medikamente und versuche ohne Antidepressiva, mit einer geringen Dosis eines Neuroleptikums auszukommen.
Leider bin ich aber wegen meiner Ängste, meiner subjektiven absoluten Unfähigkeit und mangelnder Gewohnheit nicht in der Lage, zu arbeiten und führe ein Leben in weitgehender Isolation und Abhängigkeit.
Meine drängendste Frage ist jedoch, wie ich Kontakte, Freundschaften und eine Beziehung aufbauen kann, aus meiner Lage heraus. Haltet ihr es für möglich, dies zu schaffen, auch wenn gerade scheinbar nichts geht und in meinem Kopf fast nur Leere herrscht, was Gesprächsthemen betrifft und ich mich für mich selbst schäme, wegen meiner Andersartigkeit/Diagnose?

13.01.2019 17:09 • #1


Alexandra2
Hallo Dieseliese,
Ich halte es für sinnvoll, daß Du Deine Ängste ernst nimmst und Dich nicht zu Kontakten zwingst.
Mir hat die Gruppentherapie sehr geholfen, meine Andersartigkeit neu einzuschätzen. Im Austausch und Rückmeldungen,werde ich entspannter, mir selbst und anderen gegenüber. Dadurch wächst Selbstvertrauen und Akzeptanz. Das wiederum ermöglicht, andere Kontakte aufzunehmen. Das ist ein längerer Prozess. Und hilft, aus der Isolation auszusteigen.
Die Gruppentherapie läuft über die Gemeinde Psychiatrie.

13.01.2019 22:07 • x 1 #2


Pilsum
Hallo Dieseliese,

willkommen im Forum.
Zitat:
Leider bin ich aber wegen meiner Ängste, meiner subjektiven absoluten Unfähigkeit und mangelnder Gewohnheit
nicht in der Lage, zu arbeiten und führe ein Leben in weitgehender Isolation und Abhängigkeit.


Deine Beschreibung ist sehr informativ für unseren Gesprächsbeginn.
Direkt darauf eine hilfreiche Antwort zu geben, finde ich schwierig.

Zitat:
Haltet ihr es für möglich, dies zu schaffen, auch wenn gerade scheinbar nichts geht und in meinem Kopf fast nur Leere herrscht, was Gesprächsthemen betrifft und ich mich für mich selbst schäme, wegen meiner Andersartigkeit/Diagnose?


Grundsätzlich halte ich das für möglich. Der Anfang ist immer etwas schwierig, da Du
schreibst, dass Du Dich unter anderem schämst, weil Du befürchtest "anders" zu sein.
Vermutlich bist Du näher an normalem Verhalten dran, als Du bisher glaubst.
Kontakte findest Du am besten in Vereinen, Kursen an der Volkshochschule,
auf öffentlichen Veranstaltungen und auch in Selbsthilfegruppen.
Am Anfang solltest Du nicht zu viel davon erwarten.
Einige Zeit wird es brauchen, bis Du Dich da irgendwo wohl fühlst.

Viele Grüße

Bernhard

13.01.2019 23:50 • x 1 #3


Alexandra2
Ich kann Bernhard nur zustimmen, jeder Mensch ist anders, als der andere. Und das ist gut so. Und nach meiner Erfahrung machen sich darüber immer die falschen Leute Gedanken...
Wer oder was normal ist, wo ist ein Maßstab? Den gibt es nicht. Menschen, die mich nicht mögen, haben ein Recht darauf, genauso wie ich auch nicht jeden mögen muss. Wie entspannend- manchmal auch schmerzhaft, wenn mich jemand ablehnt, den ich mag. Gehe weiter Deinen Weg, es werden Viele Deinen Weg kreuzen, die genau das toll finden, was andere nicht (an Dir) mochten. Das ist Beweis genug. Du bist gut so, wie Du bist.
Hab einen schönen Montag

14.01.2019 08:13 • x 2 #4


Ylvi13
Hallo Alexandra2, manchmal kann man nur sagen, " du hast ja so recht "!
Danke!

14.01.2019 11:56 • #5




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