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Minderwertigkeitskomplexe /Depression

Sifu

Sifu
Mitglied

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stelle ich immer wieder in einer akuten starken Phase meiner Depressionen fest wie auch Schuldgefühle.

Paßt das zusammen ?

Ich meine. ja meine Eltern und mein großer Bruder haben mich zeitlebens "runtergemacht" . . kommt vielleicht daher, denn ich bin zwar kein Überflieger auf ALLEN Gebieten wie die Leute auf die ich neidisch bin, aber habe schon genug zu bieten.

Kennt das jemand ?

#1


25 Antworten ↓
P

Piet
Gast

Zitat von Sifu:
stelle ich immer wieder in einer akuten starken Phase meiner Depressionen fest wie auch Schuldgefühle. Paßt das zusammen ? Ich meine. ja meine ...

Hey Sifu, als ja, passt zusammen, ich denke, ein Großteil unser psychischen Probleme rühren daher, dass wir in unseren Prägejahren falsch "geprägt" wurden, Traumata durch alles mögliche erlitten haben und kein stabiles Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl aufbauen konnten. Wenn man dann noch Jahre später in diesen Dingen festsitzt, weil man es eigentlich noch gar nicht weiß, dass das nicht korrekt ist, verfestigt sich das, bis irgendwann der große Knall kommt. Dann muss man "arbeiten ", um das versäumte aufzuholen...Leider kommen immer wieder Phasen, wo man zurückgeworfen wird und man durchlebt wieder diese Zustände von damals. Es bleibt also nichts anderes übrig, als weiterzumachen, vielleicht noch nach anderen Wegen suchen, die einem Stück für Stück weiterhelfen. Vielleicht hilft es dir, das Problem etwas als "Geschenk" zu sehen, dass du durch das arbeiten an dir ja auch ein besserer Mensch wirst, vielleicht andere mit deiner Erfahrung unterstützt. Viele Menschen dümpeln so durchs Leben, machen nichts für sich, verletzen andere usw. usw..
Aufgeben ist keine Option 😉

07.01.2024 16:50 • x 2 #13


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A


Hallo Sifu,

Minderwertigkeitskomplexe /Depression

x 3#3


schusi26

schusi26
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Zitat von Sifu:
Stimmt ! Ich bin mit meinem Hund stundenlang in den Wald gegangen - das hat mir sehr geholfen.


Ich hatte leider keinen Hund, meine Mutter mochte keine Tiere im Haus, ich LIEBTE Tiere über alles. Einmal fanden wir eine herrenlose Katze im Petersielienfeld, haben sie mitgenommen, Petersielchen getauft, ich war für 1,5 Tage eins der glücklichsten Kinder, dann wurde mir die Katze aus den Armen gerissen und ins Tierheim gebrach. Ich habe 2 Tage geheult. Und wurde verhauen, weil ich geheult habe.

Ja, die Sechziger und Siebziger waren eine Zeit in der Kinder zu gehorchen hatten, sonst gab es Schläge. Bei uns zumindest. Ich wurde gezwungen aufzuessen was ich nicht mochte, ich wurde für Unachtsamkeiten körperlich bestraft, worüber heutige Eltern nur grinsen würden.

Ich will das alles mal aufschreiben, alles woran ich mich erinnern kann, vielleicht hilft das bei der Verarbeitung.

07.01.2024 18:42 • x 3 #20


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Alexandra2
Hallo Sifu, bei mir war es "nur" ein Familienmitglied. Als Jugendliche änderte ich mein Verhalten. Nach dem Motto, wenn eh alles Schx ist, was ich mache, mache ich jetzt was ich will. Es war nicht mehr wichtig, was Andere dachten. Es hilft!

x 2 #2


Oli
Ja, ich kenne es, dass ich mich minderwertig fühle. Ich vermute sogar, dass das ein Hauptgrund für meine Depression ist. Ich habe immer nur das Schlechte gesehen und meine eigenen guten Leistungen haben mich nicht aufgebaut (negative Ursachenattribution nennt man das wohl).

Ich wurde allerdings nicht runtergemacht. Bei mir war es eher die Bewertung von außen in Form von Lob, von dem ich so abhängig wurde, dass ich mich komplett verbog, um Lob zu erhalten. Ich dachte, mein Wert und mein Geliebtwerden hingen von meiner Leistung ab. Und ich habe mir das selbst zu eigen gemacht, dass mein Selbstwert auch davon abhing,

x 2 #3


Sifu
Das kenne ich auch Oli. Richtig geltungssüchtig war ich wegen den Komplexen. Durch Mediation habe ich auch gelernt mich auf mich selbst zurückzuziehen.

#4


Oli
Ich selbst habe ja ein recht großes Geltungsbedürfnis. Ist mir oft auch peinlich. Andere aus meinem Bekanntenkreis halten es für eine Gabe, dass ich auf einer Bühne wie verwandelt sei: präsent, sicher, überzeugend.

x 1 #5


Fritz
Hi Sifu
Ich kenne das nur zu gut.
Bei mir war es meine Stiefmutter, die alles besser gewusst hatte und mir ihre Probleme mit ihrem Partner und der Welt, an mir ausgelassen hat.
In meinem ganzen Leben hatte ich dadurch Minderwertigkeitskomplexe und sie ist immer noch in meinem "Kopf."
Durch "Vergebung" habe ich mich weitgehendst davon gelöst.
Servus

x 1 #6


Dys
Zitat von Sifu:
ja meine Eltern und mein großer Bruder haben mich zeitlebens "runtergemacht" . . kommt vielleicht daher,

Das liest sich aber für mich eher, als würdest Du die „Schuld“ schon bei Anderen sehen.
Zitat von Sifu:
denn ich bin zwar kein Überflieger auf ALLEN Gebieten wie die Leute auf die ich neidisch bin, aber habe schon genug zu bieten.

Und dies liest sich für mich nicht, als würdest Du Dich als „minderwertig“ betrachten.

Beiden Aussagen entnehme ich eher eine gewisse Unzufriedenheit, die natürlich eine Depression befeuern kann und gegebenenfalls dazu führen, sich selbst für alles Schuld zu geben, oder Wertlos zu fühlen. Falls das so wäre, sollte es auch so kommuniziert werden, denke ich.

x 1 #7


Sifu
Zitat von Fritz:
Hi Sifu Ich kenne das nur zu gut. Bei mir war es meine Stiefmutter, die alles besser gewusst hatte und mir ihre Probleme mit ihrem Partner und der Welt, an mir ausgelassen hat. In meinem ganzen Leben hatte ich dadurch Minderwertigkeitskomplexe und sie ist immer noch in meinem "Kopf." Durch ...

Danke Fritz, an der Vergebung muß ich noch arbeiten.

#8


Sifu
Zitat von Dys:
Das liest sich aber für mich eher, als würdest Du die „Schuld“ schon bei Anderen sehen. Und dies liest sich für mich nicht, als würdest Du Dich als „minderwertig“ betrachten. Beiden Aussagen entnehme ich eher eine gewisse Unzufriedenheit, die natürlich eine Depression befeuern kann und gegebenenfalls ...

Ja, meine Herkunftsfamilie IST schuld an meiner psychischen Misere und ich muß lernen ihnen zu vergeben.

#9


Fritz
Hi Sifu
Befasse dich mit der "Vergebungsarbeit."
Du kannst Gott vergeben, deinem Nächsten und dir selber.
Es braucht nur ein wenig Übung.
Mit den Monaten wird die Schuld von anderen Personen immer kleiner.
Allerdings brauchst du sehr viel Geduld.
Ich wünsche dir, dass du mit der "Vergebung" Erfolg hast.
Servus

x 1 #10


Jedi
Zitat von Sifu:
Ich meine. ja meine Eltern und mein großer Bruder haben mich zeitlebens "runtergemacht" . .

Sicherlich hat unsere Prägung u. die damit verbundenen oft auch neg. Erfahrung damit zutun.
Doch als der heutige Erwachsene, können wir (auch mit professioneller Hilfe), unsere Erfahruungen
u. Glaubenssätze überprüfen u. auch etwas dagegen setzen.
Wir müssen nicht zwingend Opfer unserer Prägungserfahrungen bleiben.

x 2 #11


Jedi
Wir können die Erfahrungen loslassen !
Was nicht funktioniert, etwas los-werden zu wollen. Nein
Zuerst gilt es, dass anzunehmen, was schon war u. nur durch dies sich bewusst
zu machen u. nun eine neue Entscheidung zu treffen - loslassen der Vergangenheit,
neue Glaubenssätze kreieren, die zu unserem heutigen Leben auch passen.

x 3 #12


P
Zitat von Sifu:
stelle ich immer wieder in einer akuten starken Phase meiner Depressionen fest wie auch Schuldgefühle. Paßt das zusammen ? Ich meine. ja meine ...

Hey Sifu, als ja, passt zusammen, ich denke, ein Großteil unser psychischen Probleme rühren daher, dass wir in unseren Prägejahren falsch "geprägt" wurden, Traumata durch alles mögliche erlitten haben und kein stabiles Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl aufbauen konnten. Wenn man dann noch Jahre später in diesen Dingen festsitzt, weil man es eigentlich noch gar nicht weiß, dass das nicht korrekt ist, verfestigt sich das, bis irgendwann der große Knall kommt. Dann muss man "arbeiten ", um das versäumte aufzuholen...Leider kommen immer wieder Phasen, wo man zurückgeworfen wird und man durchlebt wieder diese Zustände von damals. Es bleibt also nichts anderes übrig, als weiterzumachen, vielleicht noch nach anderen Wegen suchen, die einem Stück für Stück weiterhelfen. Vielleicht hilft es dir, das Problem etwas als "Geschenk" zu sehen, dass du durch das arbeiten an dir ja auch ein besserer Mensch wirst, vielleicht andere mit deiner Erfahrung unterstützt. Viele Menschen dümpeln so durchs Leben, machen nichts für sich, verletzen andere usw. usw..
Aufgeben ist keine Option 😉

x 2 #13


schusi26
@Sifu

Ich wurde als Kind von meiner Mutter als dumm gezeichnet, von meiner Schwester gemobbt und als dumm und hässlich tituliert, sie ist mit ihren Freundinnen hinter mir hergelaufen und hat über mich gelästert, so dass ich es hörte. Wir haben bis heute kein gutes Verhältnis, eigtl gar keins. Ich wurde durch die Antidepressivas in der Schule runtergemacht, meist von den Lehrern, weil ich nur geweint habe, wenn ich dran kam. Ich war ängstlich, schüchtern und überempfindsam. Also ich stand auch immer in Hintergrund und wurde kaum bemerkt oder wahrgenommen. Da bleibt das Selbstwertgefühl natürlich auf der Strecke. Meine Noten waren auch schlecht und obwohl ich mich anstrengte konnte ich nicht mithalten. Antidepressivas/ Dyskalkulie ! Ich war auf die Mädels in der Klasse neidisch denen alles zu fiel, die im Sport beim Völkerball werfen und fangen konnten, die Mathe begriffen, die sich trauten etwas zu sagen im Unterricht. Der vermaledeite Neid zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, ich verstehe dich also mehr als gut.

Aber was man dagegen tun kann, weiss ich auch nicht verwundert(

x 2 #14


A


Hallo Sifu,

x 4#15


Sifu
Zitat von Piet:
Hey Sifu, als ja, passt zusammen, ich denke, ein Großteil unser psychischen Probleme rühren daher, dass wir in unseren Prägejahren falsch "geprägt" wurden, Traumata durch alles mögliche erlitten haben und kein stabiles Selbstbewusstsein bzw. Selbstwertgefühl aufbauen konnten. Wenn man dann noch Jahre ...

Danke Piet, ich habe es erst mit Mitte 50 entdeckt und muß jetzt hart daran arbeiten.

x 1 #15

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