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Mein Mann trinkt jeden Tag und ist depressiv

Frage

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Hallo,

Ich hoffe, dass jemand mir hier helfen kann. Mein Mann und ich sind ca. 8 Jahren zusammen. Alle sehen uns als perfektes Paar, wir sind beste Freunde, und eigentlich streiten fast nie. Und wann nur wegen seiner Alk.. Leider habe ich in dieser ganzen Zeit ihn vielleicht nur ein paar wenige Tage ohne Alk. erlebt.

Ich schätze, dass er zwischen 5 und 10 B. pro Tag trinkt aber ich weiß es nicht, da er ständig in einem Bar sitzt. aber irgendwie schlimmer dazu kommt, dass er sehr depressiv ist und ihn geht es einfach überhaupt nicht mehr gut. Ich merke das und es bedruckt mich extrem. Ich habe ihn mehrmals weinend gebeten, dass er etwas dagegen tut aber er meint, dass eine Therapie ihn nicht hilft, da er in der Vergangenheit eine gemacht hat und er kennt seine Probleme. wenn es eine Lösung geben würde, hätte er es schon gemacht

Als wir uns kennengelernt haben war er sehr selbstbewusst, war gerne unterwegs und einfach eine ganz andere Mensch. Er hat trotzdem getrunken aber es war immer erst am Abend und eher nur bis zum 4 B. pro Nacht.

Ca. 2 Jahren nach wir uns kennengelernt haben hat er einem Jobwechsel gemacht, wo er viel verdient hat aber Tag und Nacht arbeiten musste. Geld war mir überhaupt nie wichtig aber für ihn ist es sehr wichtig, ein Versorger zu sein. Nach 2 Jahre in dieser Position ist er ins Burnout gegangen und ist dann auch ca. 2 Jahre arbeitslos gewesen. In dieser Zeit hat er angefangen auch untertags zu trinken. Er hat dann versucht wieder Jobs zu finden aber ist öfters abgesagt worden, da der Markt einfach derzeit nicht besonders gut war (und er immer viel Geld verdienen wollte).

Nach ca. 5 Monate suchen ist er zu seiner letzten Firma zurück gegangen und jetzt hasst er sein Job. Er traut sich aber nicht etwas anders zu probieren, da sein selbstbewusst sein so am Boden ist.

In der Zwischenzeit habe ich sehr viele berufliche Erfolg erleben können und verdiene mittlerweile mehr als er, was ihn sehr stört. (auch, wenn er es nur teilweise zugibt) er meint, dass er Versorger sein will und, dass ich ihn nicht brauche. Ich versuche es ihn immer klar zu machen, dass ich ihn liebe nicht wegen was er für mich tut sondern wer er ist aber es kommt einfach nicht an. Ich liebe ihn. Ich bin aber nicht bereit mein Job aufzugeben mit der Hoffnung, dass es ihm besser geht. Noch dazu wollten wir ein Kind und er sagt alles wird ändern, wenn das Kind da ist. Ich will das glauben aber ich denke, dass das ein Irrtum wäre.

Ich bin mittlerweile echt verzweifelt und weiß nicht was ich tun sollte. Er ist echt liebenswert und ein herzensguter Mensch aber ich bin mit meiner Latein am Ende. Ich will ihn nicht verlassen, da ich an ihm nach wie vor glaube. Aber alles zusammen ist mir zu viel.

Ich habe Jahre lang unsere Freundeskreis, meine Familie und einfach jeden angelogen, wann sie nachgefragt und habe immer versucht seine Probleme hinunter zu spielen. Er sagt auch, dass alle so viel trinken und, dass ich einfach dramatisch bin. dann denke ich immer, dass es vielleicht einfach eine überreaktion von mir ist.

Was kann ich hier tun?!?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.

22.03.2022 00:24 • x 2 #1


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Jedi

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Hallo @Frage

Herzlich Willkommen hier im Forum !
Wünsche Dir hier einen guten Austausch u. ein paar Dinge, die Dir villt. helfen können.

Zitat von Frage:
Nach ca. 5 Monate suchen ist er zu seiner letzten Firma zurück gegangen und jetzt hasst er sein Job.

Das ist natürlich ein möglicher Antreiber für sein trinken u. eine mögliche Depression.
Es ist sehr schlecht für die Seele, jeden Tag etwas tun zu müssen, was man hasst.
Dabei kann man sich physisch u. psychisch schnell erschöpfen !
---
Zitat von Frage:
Ich habe Jahre lang unsere Freundeskreis, meine Familie und einfach jeden angelogen, wann sie nachgefragt und habe immer versucht seine Probleme hinunter zu spielen.

Sicher ist, dass Du Dich da zum Co-Abhängigen gemacht hast, was für einen möglichen Suchterkranken
nicht gut u. hilfreich ist, um vom Alk. wegzukommen.
Aber es ist auch verständlich u. passiert gar nicht so selten in einer Beziehung.
Hilfreich ist, wenn Du diese Position aufgeben könntest !
-------------
Zitat von Frage:
Geld war mir überhaupt nie wichtig aber für ihn ist es sehr wichtig, ein Versorger zu sein.

Das sind noch veraltete männliche Vorstellungen u. gehören wohl zu seinen Glaubenssätzen.
Liegt oftmals in den männlichen Prägungen, die man erhalten hat.
Zitat von Frage:
Ich bin aber nicht bereit mein Job aufzugeben mit der Hoffnung, dass es ihm besser geht.

Davon würde ich Dir dringend abraten, da das sein Problem nicht verbessern würde.
----
Zitat von Frage:
aber er meint, dass eine Therapie ihn nicht hilft, da er in der Vergangenheit eine gemacht hat und er kennt seine Probleme.

Was ihm helfen würde, wäre eine klare Haltung von Dir (kein Alk. u. Hilfe suchen) - eine Entziehungskur u. Therapie,
um eine Diagnose stellen zu lassen, was eine mögliche Depression betreffen könnte.

Na, wenn er seine Probleme kennt, dann könntest Du es offen ansprechen u. gemeinsam eine Lösung suchen
u. dann doe nötigen Schritte dann unternehmen.

Waren jetzt so meine Gedanken dazu !

22.03.2022 15:29 • x 5 #2



Hallo Frage,

Mein Mann trinkt jeden Tag und ist depressiv

x 3#3


Frage

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Vielen Dank für deine Antwort. Es hilft sehr. Ich habe über das Wochenende angefangen sehr offen darüber mit ihm zu sprechen... Er kommt zwar immer dann mit, ich bin nicht gut genug, und weil es dir so schlecht mit mir geht aber ich versuche jetzt stark zu bleiben und zu sagen, dass es mir momentan mit der Situation schlecht geht und ich will es nicht mehr unterstützen. Er ist zwar (glaube ich) ein bisschen böse auf mich aber ich denke, dass ich einfach die Zicke sein muss... Ansonsten befürchte ich, dass diese Spiral nach unten weitergehen wird. Danke nochmals für die Unterstützung. Es ist schwer für mich konsequent zu sein/ bleiben aber ich versuche es

22.03.2022 15:40 • x 3 #3


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ZeroOne

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Hallo @Frage ,

ich sehe das wie @Jedi :

Zitat von Jedi:
Na, wenn er seine Probleme kennt, dann könntest Du es offen ansprechen u. gemeinsam eine Lösung suchen
u. dann doe nötigen Schritte dann unternehmen.


Prinzipiell sollte die Erkenntnis und die Überzeugung etwas zu ändern, von deinem Mann ausgehen. Nur, wenn er selbst zu 100% dahinter steht, kann es langfristig ein Erfolg werden.
Versucht man, ihn zu überreden, oder er quält sich nur für jemand anderen, dann wird es früher oder später daneben gehen.

Ich wünsche dir viel Kraft!

22.03.2022 16:01 • x 3 #4


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Jedi

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Zitat von ZeroOne:
Versucht man, ihn zu überreden, oder er quält sich nur für jemand anderen, dann wird es früher oder später daneben gehen.

Stimmt u. Du kannst ihm gegenüber nur Deine Haltung klarmachen u. was für Dich in einer
Beziehung (Ehe) wichtig ist.

22.03.2022 16:12 • x 3 #5


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Ralf_Refokus

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@Frage Hallo!

ich sehe das wie Jedi und ZeroOne.

Was du in deiner letzten Nachricht geschrieben hast, klingt wirklich gut von dir und tapfer!
Wie Jedi schon so gut geschrieben hat: Deine klare Haltung ist jetzt wichtig.
Achte auch du gut auf dich. Hier geht es nicht nur um ihn, sondern ganz besonders auch um dich! Dass es dir gut geht und du deine Kraft und Energie behältst ist wichtig.
Er ist ein erwachsener Mann und grundsätzlich erstmal für sich selbst verantwortlich - auch wenn er offenbar gerade nicht gut mit sich umgeht - das klingt ja auch in dem Satz durch, dass er nicht gut genug für dich sei (diese Minderwertigkeitsgefühle könnten ein zentraler Punkt des ganzen Problems sein).

Alles was du tust, um ihn in seinem Verhalten zu unterstützen, wird ihn nicht weiterbringen (Thema Co-Abhängigkeit, wie Jedi schon geschrieben hatte...!).
Wenn er nichts verändern MUSS, wird er es vermutlich nicht tun (... denn er scheint es sich ja auch nicht selbst wert zu sein...). Menschen können sich ändern - vor allem dann (und meist NUR dann), wenn sie es MÜSSEN.

Also bleib stark und tu das, was du beschrieben hast: Bestärke ihn darin, dass er dir als Mensch wertvoll ist und dass du ihn liebst (und zeig ihm das) - aber mach gleichzeitig klar, dass du dieses VERHALTEN (trinken co) nicht mehr akzeptieren willst. (also trenne gedanklich den Mensch von seinem Verhalten).
Meiner Meinung nach sollte für ihn klar werden: er muss jetzt etwas tun, damit du bei ihm bleibst.

Es kann sein, dass er dann in sein Minderwertigkeitsgefühl rutscht und dir androht, dass es nur schlimmer mit ihm wird, wenn du gehst. Aber letztlich musst du immer zuerst an dich und dein Leben denken. Nur wenn du dieses Leben, wie es gerade ist, für dich nicht akzeptierst und klare Grenzen setzt, gibt es eine Chance, dass auch er was verändert...
Und dabei wird er eben (noch) eine Therapie bzw. einen Entzug machen müssen. Er muss sich seinen Problemen stellen, auch wenn es für ihn schmerzlich ist... Sie in Alk. zu ertränken, macht es nicht besser, sondern es wird immer schlimmer für ihn (auch die Selbstachtung schwindet immer mehr)...

Und über ein Kind nachzudenken, dass wäre für mich auch überhaupt nur ein Thema für nach der Therapie / Entzug... auch das könnte ja eine Motivation für ihn sein, das anzugehen und durchzuziehen, wenn er das will...

Falls du (gerne) liest und etwas mehr verstehen willst, was in Männern so vorgeht, kann ich dir das Buch Männerseelen von Björn Süfke sehr empfehlen (zur Begleitung).

Was ich dir auf jeden Fall auch raten kann:
kontaktiere eine Suchtberatungsstelle und lass dich auch dort beraten.

22.03.2022 16:33 • x 5 #6


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Jedi

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Zitat von Frage:
Er ist zwar (glaube ich) ein bisschen böse auf mich

Dann ist er böse auf Dich. Villt wird er Dir einmal dankbar sein dafür, dass Du eine klare Haötung gezeigt hast.
--
Zitat von Frage:
Ansonsten befürchte ich, dass diese Spiral nach unten weitergehen wird.

Da steht sehr zu vermuten !
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Zitat von Frage:
Er kommt zwar immer dann mit, ich bin nicht gut genug, und weil es dir so schlecht mit mir geht

Das kannst Du ignorieren, da es nur sein eigenes Selbstbild von sich ist.
Es hat mit nicht genug sein oder das es Dir mit ihm schlecht geht, gar nichts zu tun.
Es ist die Sucht, die euer Leben negativ beeinflusst.
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Zitat von Frage:
aber ich versuche jetzt stark zu bleiben und zu sagen, dass es mir momentan mit der Situation schlecht geht und ich will es nicht mehr unterstützen.

Richtig so @Frage - klare Haltung u. klare Ansage an Deinem Mann.
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Zitat von Frage:
Es ist schwer für mich konsequent zu sein/ bleiben aber ich versuche es

Das glaube ich Dir u. verstehe Dich da auch.
Doch nur mit einer klaren Haltung u. Ansage, hilfst Du Deinem Mann damit - vergesse es bitte nicht, wenn Dir mal Zweifel
kommen sollten !

22.03.2022 16:43 • x 3 #7


Birga

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Hallo,
du kannst für deinen Mann da sein,ihm zur Seite stehen.Hole dir Hilfe bei einer Beratungsstelle.Aber denke auch an dich.Nur dein Mann kann etwas ändern und das muss er auch wollen.Icj wünsche dir ganz viel Kraft und Glück.Auch wenn man in einem Forum, niemanden persönlich kennt...Es war gut und richtig hier zu schreiben.Der erste Schritt.Du bist nicht allein.
Alles Liebe für dich und deinen Mann,
Birga

22.03.2022 18:31 • x 2 #8


Frage

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Vielen herzlichen Dank! Ich habe ihn heute gesagt, dass ich ihn nicht im Bar besuchen würde und mein Standpunkt klar gemacht. Er hat mir geschrieben: Persönlich glaube ich, dass du ein wenig übertreibst, aber ich schätze deine Unterstützung. Also, normalerweise wäre ich jetzt unsicher aber auch, wenn es wirklich nur 6 B. pro Tag ist, ist das zu viel.... Oder?

22.03.2022 19:05 • x 2 #9


Birga

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Das ist leider definitiv zu viel

22.03.2022 19:07 • x 2 #10


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Kate

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Zitat von Frage:
wenn es wirklich nur 6 B. pro Tag ist, ist das zu viel.... Oder?

Die Frage ist ja auch, kann er denn überhaupt noch ohne? Wenn nicht, spielt es eine eher unwesentliche Rolle wie viel er trinkt, dann ist er alk.oholkrank.

Kann er es problemlos weglassen?
Will er es weglassen und so weiter.

Viele Grüße Kate

22.03.2022 19:14 • x 4 #11


Tealight

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Zitat von Frage:
Vielen herzlichen Dank! Ich habe ihn heute gesagt, dass ich ihn nicht im Bar besuchen würde und mein Standpunkt klar gemacht. Er hat mir ...

Bei 6 B. am Tag, regelmäßig - spricht man schon von Alk. und es geht nicht mehr anders....
Dein Partner braucht einen starken Willen um vom B. zu lassen

22.03.2022 19:17 • x 1 #12


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Ralf_Refokus

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@Frage Auf jeden Fall zu viel... vor allem, wenn es täglich oder fast täglich ist. Es bedeutet eine Abhängigkeit und schadet auf Dauer auch der Gesundheit...

Was ich positiv finde ist, dass er dir ausdrückt, dass er deine Unterstützung schätzt. Auch dazu gehört ja schon mal was.

Vielleicht könnte er dir ja beweisen dass du übertreibst und im ersten Schritt schon mal einen Tag pro Woche auf B verzichten... - vielleicht würde er für den ersten Schritt ja diese Herausforderung annehmen.
Und an diesem Tag macht ihr gemeinsam bewusst was schönes bzw. mal was anderes als sonst - um aus dem Trott rauszukommen.
Um etwas zu verändern hilft es am besten etwas anders zu machen - auch wenn es erstmal etwas kleines ist und noch nicht das, was man als Ziel hat.

(Dennoch wird er Hilfe brauchen, um da wirklich raus zu kommen - aber ein erster Schritt könnte das ja sein)

22.03.2022 19:18 • x 2 #13


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Jedi

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Zitat von Frage:
Er hat mir geschrieben: Persönlich glaube ich, dass du ein wenig übertreibst,

Nun, dass ist seine Sicht, hat aber nichts damit zu tun, dass Du übertreibst
-------
Zitat von Frage:
aber ich schätze deine Unterstützung.

Das klingt schonmal Ok !
--
Zitat von Frage:
wenn es wirklich nur 6 B. pro Tag ist, ist das zu viel.... Oder?

Wenn es sich um eine Sucht hier handelt, dann spielen die 6 B.er nicht die Rolle, sondern der Umgang mit Alk.
u. ob eine Abstinenz, ein vernünftiger Umgang damit noch möglich ist.
Das wurde hier ja auch schon erwähnt.
Die Regelmäßigkeit u. Unkontrollierbarkeit macht Alk. zum Gift !

22.03.2022 19:28 • x 2 #14


Frage

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Vielen Dank... Ihr seid alle echt super! In der Vergangenheit habe ich es probiert mit einem Tag das B. weglassen usw. Aber am Ende des Tages hat es leider nie funktioniert. Manchmal reduziert er aber ganz weg lassen ist bis jetzt nicht gegangen... Er war dann immer einfach trotzig und sauer und, da ich wollte, dass er nicht böse auf mich ist, habe ich dann aufgegeben und er hat dann weiter getrunken. Aber das Schweigen zu brechen und Hilfe zu holen war ganz wichtig. Also, wirklich danke dafür. Meine ganze Familie lebt in den USA und ich bin alleine da (natürlich habe ich Freunde aber keine Familie) und vielleicht auch deswegen hatte ich immer Angst ihn zu verlieren ich weiß aber, dass es nicht so sein kann...

22.03.2022 19:41 • x 5 #15


Birga

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Zuerst einmal..
mir tut deine Situation unglaublich leid.Es ist sehr schwer und ich kann mich gut in deine Lage versetzen.Mein Sohn hat sein komplettes Leben durch Alk. an die Wand gefahren.Aber das Wichtigste..Du darfst dir keine Schuld geben und versuche keine Angst zu haben.Frage deinen Mann,was er von dir erwartet und sage ihm genauso deutlich was du möchtest.Es wird leider noch sehr viele Konflikte zwischen euch geben,aber dein Mann muss jetzt etwas verändern.Mehr als Hilfe und Unterstützung kannst du nicht anbieten.
Suchtberatung ist auch für Angehörige da.Lass dich beraten.
Liebe Grüße,Birga

22.03.2022 20:00 • x 4 #16


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Also, ich bin mittlerweile echt wütend und traurig gleichzeitig. Ich habe ihn vor der Wahl gestellt: Hilfe holen und aufhören zu trinken oder mich und unsere Zukunft und er meinte ich kann meinem Koffer packen

Ich habe dann versucht mit Vernunft zu reden und habe gefragt, ob er das ernst meint.. Worauf er mir sagte, du hast mir den ganzen Tag platt gemacht und jetzt kannst du dich nicht wundern, wenn etwas zurück kommt. ich wollte ihn nicht platt machen ich musste ihn nur sagen, dass es nicht mehr geht. Er kann nicht Tag und Nacht saufen und hoffen, dass alles besser wird wenn er under 3 Liter pro Tage reduziert. Das ist keine Lösung.

Auf jeden Fall ich war am Freitag dann bei einer Psychologe und er meinte, dass ich Distanz brauche wegen der Co-Abhängigkeit. Am Freitag NM sagte ich meinem Mann, dass ich zu eine Freundin fahre für das Wochenende, um ein klaren Kopf zu bekommen und, dass er sich auch überlegen sollte, was er mit seinem Leben wirklich will. Darauf ist er stinksauer geworden und ist eine Zig. nach dem anderen Rauchen gegangen. Er meinte, du hast deine Entscheidung eh schon getroffen und war einfach bitter böse. Er meinte, du fährst zu deiner junge Freundin (sie ist 25, ich 32 meinen Mann 42) um jünger Männer aufzureisen. Ich habe dann weiterhin geweint und habe ihn gesagt, dass das eine völlige Themenverfehlung ist und wo sollte ich ansonsten gehen. Darauf hatte er keine Antwort. Er hat dann einfach nur dann ständig wiederholt unsere leben ist nicht so schlimm oder du hast dich eh schon entschieden tschüss. Und so ich bin gegangen.

Ich bin jetzt seit Freitag NM weg und er hat nicht einmal probiert mich zu kontaktieren. Ich bin wie gesagt traurig und wütend gleichzeitig. Habe ich mich einfach so lange in ihm getäuscht?!? Er hat in einem gemeinsamen WhatsApp Gruppe mit seinem Bruder unsere Schwägerin auf ein bbq Einladung gestern Abend um 22:30 (wohl schon sehr gut bedient) geschrieben: Vielen Dank für die Einladung! Das ist nach diesem langen und frustrierenden Covid-Winter eine hervorragende Idee und ein willkommene Abwechslung!
Sehr gerne werde ich kommen!
Was darf ich Eurem Kleinen und Euch als Gastgeschenke mitbringen?
Das macht mich wütend. Als ob das Problem nur seit Covid da wäre und es war einfach ein langem Winter. Echt- ich wollte für ihn da sein, und ich will, dass unsere Ehe funktioniert aber wie kann man so stoisch und störr sein. Was kann ich tun? Muss ich einfach wirklich aufgeben? Oder spricht nur der Sucht? Er hat mir immer gesagt, dass er mich liebt und, dass ich das beste was ihm jemals passiert ist aber dann warum zerbricht 8 Jahren gemeinsames Leben an sowas doofes wie Alcohol.

Kann irgendwen mich helfen? Ich zerbreche gerade echt daran

27.03.2022 07:59 • x 3 #17


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Lilly-18

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Zitat von Frage:
warum zerbricht 8 Jahren gemeinsames Leben an sowas doofes wie Alcohol.

Das verniedlicht das Problem. Liebe @Frage Al.kohol ist nicht nur doof, es ist eine tödliche Dro., sie geht mit Wesensveränderungen und körperlichem Zerfall einher. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Mein Vater ist mit 52 Jahren daran gestorben, nach einem elend langem Leidensweg. Meine Mutter hatte irgendwann die Beine in die Hand genommen, bevor er sie auch noch mit in den Strudel gezogen hat.
Leider ist es so, dass du als Angehörige keine Chance hast ihm zu helfen, wenn er es nicht selbst will. Dein Mann steckt tief im Selbstmitleid, er beschuldigt alle anderen, an seiner Sucht schuld zu sein und findet immer einen Grund, um nicht aufhören zu können. Erst wenn er selbst sagt ich bin süchtig, ich brauche Hilfe dann kann Hilfe angenommen werden.
Gut dass du schon Hilfe gesucht hast und zum Psychologen gehst. Du brauchst auf alle Fälle Abstand. Die Ärztin hatte damals zu meiner Mutter gesagt, dass sie weg muss, denn als Co-Abhängige deckt man die Sucht des Partners und verzögert damit seine Einsicht, krank zu sein. Der Abhängige muss wohl erst ganz unten ankommen, um zur Einsicht zu kommen. Oder auch nicht. So wie mein Vater. Er war fast 10 Jahre ganz unten und hat immer noch behauptet, kein Alk.oholiker zu sein. Auch das ist möglich. Aber es ist NIEMALS deine Schuld. NIEMALS!
Es tut mir sehr leid für dich, denn ich kann mir ungefähr vorstellen, was noch alles auf dich zukommen wird. Geh zur Therapie, zu Freunden, denk an dich selbst. Ich weiß, wie schwer es ist, zusehen zu müssen, wie jemand, den man liebt, sehenden Auges in sein Unglück rennt und sich nicht helfen lässt. Aber es ist SEIN Leben, er hat die Wahl. So wie du auch.
Lass ihn wissen, dass du für ihn da bist, wenn er etwas gegen seine Sucht tut. Trinken muss er alleine.

27.03.2022 09:21 • x 5 #18


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Anneklatsche

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Hallo..
du hast jetzt den ersten Schritt gemacht, zieh es bitte durch.. ich kann dich verstehen, dass dich das alles mitnimmt, aber dein Mann muss erkennen, dass er Hilfe braucht.. du kannst ihm das alles nicht abnehmen..
Erst wenn er bereit ist, sich wirklich helfen zu lassen und das auch umsetzt, versuche, für ihn da zu sein..
Und auch, wenn es sich doof anhört, aber manche erkennen erst, dass sie Hilfe brauchen, wenn sie allein gelassen werden..
und das, was er in die WhatsApp-Gruppe geschrieben hat, hat er nur gemacht, um den Schein zu wahren.. sicherlich musste er sich auch erklären, warum du nicht bei dem Abend dabei warst.. das war sicherlich unangenehm für ihn..
Ich schicke dir viel Kraft rüber.. vielleicht kann dich deine Freundin auch weiter unterstützen, finde es super, dass sie dir hilft!

27.03.2022 09:25 • x 3 #19


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ZeroOne

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Hallo @Frage ,

ich finde es top, dass du deine Position nochmal ganz klar gemacht hast:

Zitat von Frage:
Ich habe ihn vor der Wahl gestellt: Hilfe holen und aufhören zu trinken oder mich und unsere Zukunft


Und auch mit dem Wochenende bei deiner Freundin gezeigt hast, dass es dir wirklich ernst ist.

Es kann schon sein, dass sich dein Mann jetzt als Opfer (bestätigt) fühlt und sein Selbstmitleid in noch mehr Alk ertränkt. Aber das liegt nicht in deiner Verantwortung.

Wie es viele hier schon geschrieben haben, so denke auch ich, dass er da nur wieder raus kommen kann, wenn er sein Problem erkennt, annimmt und aus Überzeugung den Kampf dagegen aufnimmt. Manche erreichen diesen Punkt leider nie.

Du hast deinem Mann deine Position klar gemacht. Viel mehr kannst du im Moment nicht tun. Wichtig ist ganz bestimmt, dass du dich nun um Selbstfürsorge bemühst und schaust, was dir - den Umständen entsprechend - gut tun kann und wie du am besten mit der Situation umgehen kannst.
Vielleicht hast du tatsächlich auch die Möglichkeit, vorerst auf räumlicher Distanz zu bleiben (z.B. bei der Freundin einziehen)?

Dass du dir professionelle Hilfe geholt hast, finde ich auch klasse:

Zitat von Frage:
Auf jeden Fall ich war am Freitag dann bei einer Psychologe


Weiterhin alles Gute für dich!

27.03.2022 12:17 • x 2 #20


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Ralf_Refokus

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@Frage Ich kann total gut verstehen, dass du dich so fühlst! Und ich fühle mit dir, dass du da jetzt durch musst.

Aber ich kann den anderen nur zustimmen: Du hast absolut richtig gehandelt! Und du darfst darauf auch stolz sein! Auch wenn es dir gerade alles weh tut und du (verständlicherweise) traurig und wütend bist!

Dein Mann trägt die Verantwortung für sein Verhalten und ist dafür verantwortlich, dass er sich Hilfe holt.
Nur er kann diese Entscheidung treffen.

Du wiederum darfst und musst dich um dich selbst kümmern, und du hast diesen ersten großen Schritt getan, was ich wirklich toll finde!
Vielleicht wächst daraus sogar die Chance, dass sich dein Mann besinnt. Aber das liegt auch nur an ihm selbst. In jedem Fall wird er dafür Zeit brauchen, das wird vermutlich nicht schnell passieren. Erstmal muss ihm klar werden, was er verliert und erkennen, dass ER das verursacht hat und die Verantwortung dafür bei IHM liegt (und nicht bei dir) und nur ER sich dafür entscheiden kann, zu handeln und sich Hilfe zu holen.

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass er weiß entweder trinken - ODER Beziehung. Nur dann hat er überhaupt genug Druck, um vielleicht etwas zu verändern. Ohne diesen Druck wird er auf keinen Fall was ändern! Es ist dann ja einfach so bequem, alles so weiterlaufen zu lassen und die Probleme im Alkohl aufzulösen - aber dafür braucht man dann immer mehr, weil die Probleme ja auch größer werden, wenn man sie nicht löst....!(Wirkliche Veränderung in der Sucht passiert meist nur durch einschneidende Erlebnisse, aber auch dann nicht immer.)

Oder er übernimmt diese Verantwortung nicht und ergeht sich in seinem Selbstmitleid und ertränkt seine Gefühle dazu weiter im Alk.. Das ist ja ein Kern des Problems, dass der Alk. dazu missbraucht wird, um die eigenen negativen Gefühle (die aber wichtig sind...) abzuwehren und nicht spüren zu müssen.
Und genau das klingt ja auch aus seiner WhatsApp Nachricht heraus: er wehrt wieder seinen Schmerz über die Trennung ab und tut so als sei alles normal und nutzt den Alk., um dieses Gefühl wieder zu betäuben.
Das hat nichts mit dir zu tun oder dass er nicht unter der Trennung leidet. Das ist einfach sein Verhaltensmuster, um mit sowas umzugehen - und das hat ihn sicherlich auch zum Alk. geführt.
Aber nur ER kann es ändern - oder entscheidet sich dafür, einfach alles so weiter zu machen.

Ich finde es jetzt wichtig, dass du bei deiner Position bleibst: Entweder Alk. ODER Beziehung mit dir.
Und dass er weiß, FALLS er sich für Hilfe entscheidet, dass es dann noch eine Chance geben kann (so verstehe ich dich jedenfalls). Und wenn du willst, kannst du ihm dann helfen, diese Hilfe zu bekommen.
Zum Beispiel im ersten Schritt gemeinsam zum Arzt zu gehen oder zur Suchtberatung oder so.

Du bist jetzt allerdings erstmal für dich die Priorität: Sorge gut für DICH und nehme auch die Hilfe deiner Freunde in Anspruch. Es ist schön, dass du eine Freundin / Freunde hast, die dich unterstützen.
Es ist wichtig, dass du für dein Leben und für deine Zukunft sorgst, egal ob diese in dieser Beziehung oder ohne diese Beziehung weiter geht.
(Als meine Ehe damals zerbrach, dachte ich erstmal, dass für mich die Welt untergeht. Heute weiß ich aber, dass das nicht so ist. Es war erstmal hart, aber ich habe mit der Zeit wieder gelernt, wie schön das Leben sein kann...).

ALLES GUTE weiterhin für dich!

27.03.2022 13:30 • x 2 #21


Tealight

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Ich frage mich gerade, wo der Grund für die trinkerei liegt
Es kann tausend Gründe geben; Unglücklich in der Beziehung Unglücklich weil er sich einsam fühlt ( für sich ganz allein), unglücklich wegen dem Umfeld unglücklich mit sich selbst unzufrieden oder einfach weil es schmeckt und er nicht merkt, daß die Sucht zum Alk Oberhand gewinnt....... Muss nicht, aber es kann was dahinter stecken ( manchmal auch der Trotzkopf = jetzt erst Recht )....
Ich will es nicht gutheißen, aber für suechte kann es Gründe geben, die derjenige nur sich selbst eingesteht. Aus Scham oder oder oder....

27.03.2022 14:14 • x 2 #22


Frage

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@Tealight er sagt immer, dass er unglücklich in Job ist und, dass er ein Versager ist. Er meinte, dass er keinen neuen Job finden kann, weil sein Englisch nicht gut genug ist was erstens ein Blödsinn ist und zweitens er ist mit einer Muttersprachlerin verheiratet und hätte jederzeit mit mir üben können. Jedesmal wo ich probiert habe, ist er aber böse geworden bzw. meinte nicht jeder ist einer Sprachtalent wie du. Er sagte dann immer wieder es ist nicht so leicht und er kann mein Ami schei. mit 'yes we can' nicht mehr hören. Also, leider egal was ich ihm gesagt habe, war es immer falsch. Ich habe ihn gesagt wie klug und gut er ist aber er hat es mir nicht angenommen. Er hat mir immer gesagt, dass der einzige gute in seiner Leben unsere Beziehung ist, und unteranderem bin ich deswegen wahrscheinlich so Verständnisvoll für so lang geblieben.
Seiner Vater war auch Alk. und hat ihm in der Kindheit auch geschlagen (also, keine leichte Kindheit). Aber keine Ahnung... Er hatte leider wirklich viele Schicksalsschläge aber es ist meine Meinung nach keinen Grund aufzugeben. finanziell geht es uns so gut, dass er hätte jederzeit neu orientieren können aber er wollte nicht, dass ich für alles bezahle, da er der Mann ist.
keine Ahnung er hat mir sowieso nach wie vor nicht geschrieben... Also, ich bin einfach müde mit den ganzen und, wenn er sich zu Tode saufen will, sollte er. Ich kann einfach kein mehr Verständnis aufbringen

27.03.2022 18:59 • x 5 #23


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Jedi

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@Frage

Zitat von Frage:
Jedesmal wo ich probiert habe, ist er aber böse geworden

Zitat von Frage:
Er sagte dann immer wieder es ist nicht so leicht und er kann mein Ami schei. mit 'yes we can' nicht mehr hören.

Zitat von Frage:
Also, leider egal was ich ihm gesagt habe, war es immer falsch.

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Da stellt sich mir die Nackenhaare hoch
Zitat von Frage:
Er hat mir immer gesagt, dass der einzige gute in seiner Leben unsere Beziehung ist,

Das passt ja gar nicht zusammen !
----------------------------------------------------
Zitat von Frage:
Also, ich bin einfach müde mit den ganzen und, wenn er sich zu Tode saufen will, sollte er.

Ich kann einfach kein mehr Verständnis aufbringen

Ich kann Dich da gut verstehen !

27.03.2022 19:16 • x 1 #24


Tealight

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Zitat von Frage:
@Tealight er sagt immer, dass er unglücklich in Job ist und, dass er ein Versager ist. Er meinte, dass er keinen neuen Job finden kann, ...

Ich glaub, ich würde ihn erstmal paar Wochen in Ruhe lassen ( auch wenn es schwer fällt) - Ich denke 2 - 3 Wochen auf jeden Fall ( was du aber selbst entscheiden musst)....
Wenn man jemanden bedrängt, handelt der jenige manchmal Kopflos und unbeherrscht und wird ungerecht. Therapie ist auch nicht für jeden Menschen gedacht.....
Vielleicht läßt du ihn erstmal klar werden im Kopf und er muss erstmal merken das er alleine in der Wohnung ist. Auch für den Partner ist es eine Umstellung alleine zu sein.
Vielleicht merkt er was - schließlich kann er jetzt trinken, ohne das jemand schimpft. Bestimmt eine total neue Situation. Das alleine sein ist vielleicht heilsam....
Aber wie immer im Leben, entscheiden muß man alleine wie du weiter vorgehst.....

27.03.2022 19:21 • x 1 #25



Hallo Frage,

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Michael808

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Ihn erstmal allein zu lassen ist vielleicht der beste Weg, einen Druck auszuüben. Ich glaube, man kann von außen nicht viel sinnvolleres tun. Ich merke es an meinem Umfeld selbst.

Ich bin mir in den letzten Wochen darüber bewusst geworden, dass auch ich selbst ein Alk. bekommen habe. Fast jeden Abend gehen 2-3 Halbe drauf. Und ich stelle fest: Unter den Leuten, denen ich es erzähle, sagen sehr viele: Ja, ist bei mir auch so. Na und? Aber hör doch auf, wenn es dich stört. Ich habe den Verdacht, wenn ich nicht auf manche Begegnungen verzichte, krieg ich das auch nicht in den Griff. Schwierige Sache. Ich bringe es kaum über's Herz jemandem zu sagen: Sorry, ich komme nicht, damit ich nicht in Verlegenheit komme, zu trinken.

27.06.2022 11:44 • #26

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