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Angstzustände jeden Tag

Mimi36

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Hallo liebes Forum,

ich Wende mich an euch da es keinen im meinem Umfeld gibt der mich ernst nimmt.

Ich leide an einer Angststörung.
Hauptsächlich mache ich mir große/übertriebene sorgen um meine Kids 13 und 14 Jahre.
Es vergeht kein Tag ohne das ich Angst um meine Kinder habe.
Schon ein Krankenwagen löst bei mir Angst aus,ich denke dann immer er fährt zur Schule meiner Kinder.
Wo wir im Urlaub in Polen waren und mein Sohn Fahrradfahren war,da war ich ganze Zeit innerlich angespannt,das ich ihn sogar angerufen habe ob es ihm gut geht.

Am Montag ist die Oma von meinem Partner verstorben. Wir wollen heute Nacht zur Beerdigung nach Polen fahren .
Ich würde am liebsten hier bleiben da ich schreckliche Angst habe die Kids hier zulassen. 
Die wären in guten Händen da Oma/Opa und Onkel in der Nähe wohnen.
Der Gedanke macht mich so fertig das ich so weit weg bin.
Ich Stelle mir schlimme Sachen vor. 

Ich weiß nicht was ich machen soll.

Ich war schon beim Psychotherapeuten deswegen vor ein paar Jahren,die Chemie hat aber damals nicht gepasst.
Ich habe einen neuen gefunden allerdings habe ich erst Anfang Oktober einen Termin.

04.09.2019 11:58 • x 3 #1


Mimi36

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Hat keiner einen Tipp für mich

04.09.2019 18:54 • x 1 #2


Mimi36

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Hat keiner einen Tipp für mich

04.09.2019 18:54 • x 1 #3


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laluna74

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Liebe Mimi,
ich habe leider keinen Tipp für dich, denn ich leide selbst seit über 25 Jahren an solchen Ängsten. Früher war es meine Schwester, da ging ich noch zur Grundschule und meine Schwester in den Kindergarten. Ich musste immer aufpassen, dass nichts passiert. Später war und ist es mein Vater und meine Großeltern um die ich mich immer sorge.

Meine Tochter ist 14 Jahre und insgeheim bin ich froh, dass sie nicht gerne Fahrrad fährt. Alleine? Nicht auszudenken. Ich finde du kannst sehr stolz auf dich sein, dass du es trotzdem irgendwie aushälst.

Ich weiß, dass solche Kontrollanrufe kontraproduktiv auf die Ängste einwirken. Wenn man sich mit dieser Angst konfrontiert, sie aushält ohne zu kontrollieren, wieder und immer wieder, dann soll es besser werden. Ist ein Mechanismus und nur der hilft. Ich schaffe es nicht, trotz des Wissens. Der Druck wird immer zu groß, so dass ich dieses Angstkarussell nicht unterbrechen kann.

Also wenn du nicht kontrollierst, dann vermittelst du deinem Unterbewusstsein, alles ist gut, keine Gefahr. Kontrollierst du aber immer und immer wieder, dann vermittelst du Gefahr.

Diese Form der Angst die du beschreibst gehört zur generalisierende Angst.

04.09.2019 19:39 • #4


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laluna74

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Und stelle ich gerade fest, das ist ja doch ein Tipp
Aber das Wissen alleine reicht nicht, man muss auch anwenden.
Ich wünsche dir dabei viel Kraft.

04.09.2019 19:43 • #5


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laluna74

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Liebe Mimi,
weißt du woher deine Ängste rühren? Diese ständig Sorge?

In meinem Fall rührt es noch aus der Kindheit. Meine Eltern damals beide Alk.. Es gab keine Sicherheit. Meine erste Therapeutin stellt damals schon fest, dass solche Ängste in solchen Familien sehr häufig vorkommen können. Allerdings spielen sicher noch andere Faktoren mit. Ich bin sowieso sehr sensibel.

LG
laluna

04.09.2019 19:48 • #6


Mimi36

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Hallo laluna74,erstmal vielen dank für deine Antwort.
Das ist eine sehr lange Zeit bei dir mit den Ängsten.

Ich bin froh wenn meine Kinder um mich sind sobald die unterwegs sind bin ich richtig nervös.ganz schlimm für mich und die Kinder.

bei dieser Sache habe ich keine Angst das den Kindern etwas zustößt, sondern das mir etwas passiert und ich die Kinder alleine zurücklasse,es ist sehr schlimm, wir sind paar Stunden vor der Abreise und ich Kämpfe mit mir immer noch

04.09.2019 19:53 • x 1 #7


Mimi36

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Laut meiner damaligen Therapeutin,ich wurde mit 5 Jahren in Polen von meinen Eltern für 1.Jahr zurückgelassen worden bei meiner Tante.
Meine Eltern mussten mich damals zurücklassen weil die nach Deutschland flüchten mussten.
Sie haben mir damals gesagt die kommen gleich wieder fahren kurz eine Tante besuchen.
Aus kurz waren es fast 1 Jahr.

04.09.2019 19:56 • x 1 #8


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laluna74

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Liebe Mimi,
ich hatte es so bei dir gelesen:

Ich leide an einer Angststörung.
Hauptsächlich mache ich mir große/übertriebene sorgen um meine Kids 13 und 14 Jahre.
Es vergeht kein Tag ohne das ich Angst um meine Kinder habe.
Schon ein Krankenwagen löst bei mir Angst aus,ich denke dann immer er fährt zur Schule meiner Kinder.
Wo wir im Urlaub in Polen waren und mein Sohn Fahrradfahren war,da war ich ganze Zeit innerlich angespannt,das ich ihn sogar angerufen habe ob es ihm gut geht.

Diese Angst, sobald ein KW oder ein Leichewagen an mir vorfährt, das löst große Phantasien in mir aus. Auch habe ich Angst vor dem Telefon. Permanent stehe ich unter großer Anspannung, da ich schlimme Nachrichten erwarte. Das Klingeln, oder das leuchten des Telefons bei verpassten Anrufen versetzt mich sofort in Panik.

04.09.2019 20:00 • #9


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laluna74

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Das ist heftig, was dir damals passiert ist! Kein Wunder, dass du unter Verlustängsten leidest, das ist doch jetzt sehr naheliegend.

Auf die Schnelle eine Lösung zu finden ist schwierig.

Ich habe ein Buch, das finde ich sehr gut. Vielleicht darf ich es dir weiterempfehlen?

Verlustangst und wie wir sie überwinden von Ulrike Sammer

04.09.2019 20:02 • #10


Mimi36

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Dann geht es uns so ähnlich.
Beim Telefon habe ich noch keine Angst entwickelt.
Bei mir vergeht auch kein Tag ohne Angst.

Hast du ein Problem damit wenn deine Tochter auf Klassenfahrt fährt ?

04.09.2019 20:04 • x 1 #11


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laluna74

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Natürlich, das auch. Es ist besser geworden, aber es ist immer ein komisches Gefühl

04.09.2019 20:06 • x 1 #12


Mimi36

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Vielen Dank für den Tipp mit dem Buch.

Ich denke ich werde mich überwinden und mitfahren,will meinen Partner jetzt auch nicht alleine lassen,er ist auch immer für mich da.
Es fällt mir richtig schwer.

04.09.2019 20:06 • x 1 #13


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laluna74

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Das ist sicher eine gute Entscheidung. Konfrontation ist richtig. Mach es, so kannst du deiner Angst am besten begegnen.

Viel Glück dabei, alles wird gut.

04.09.2019 20:08 • x 1 #14


Mimi36

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Vielen lieben dank an dich

Ich werde dir berichten wie es mir ergangen ist.

04.09.2019 20:11 • x 1 #15


Eulenspiegel

Hallo könnte es sein das du an einer Generalisierten Angsterkrankung leidest ? die Angst vor dem Leben ich denke im laufe der Zeit haben sich bei dir verschiedene Ängste gebildet Verlustankst Zukunftsängste und Unsicherheit du kannst dich schlecht fallen lassen bleibst Angespannt Unruhig

10.09.2019 20:36 • x 1 #16


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Pimbolina71

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Hallo Mimi

Obwohl ich keine eigenen Kinder habe, kann ich Dich und Deine Ängste sehr gut verstehen. Ich durfte bei der Erziehung meines Patenkindes mitwirken und ich war wohl die grössere Glucke als meine Schwester. Das ist bis heute so geblieben, obwohl mein Patenkind nun erwachsen ist und ihren eigenen Weg geht. Als sie mit 18 Jahren ihren Führerschein machte, keimte die Angst wieder auf und das ist bis heute so geblieben.

Meine Schwester meinte mal zu mir: Pimbo: lass los! Loslassen ist wohl eine der Lösungswege, wenn es auch noch so schwer ist. Ich leide an einer generalisierten Angststörung und habe vor allem und jedem Angst. Manchmal recht hinderlich.

Ich wünsche Dir, dass Du auch mal besser loslassen kannst und Vertrauen in Deine Kinder stärken kannst.

Liebe Grüsse
Pimbolina

11.09.2019 00:54 • #17


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Anchiwa4964

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Liebe Mimi,
ich bin schon älter und habe vier erwachsene Kinder. Egal wie alt man selber ist oder wie groß die Kinder schon sind, es liegt wohl in der Natur einer Mutter, sich um die Familie zu sorgen. Bei uns Müttern aktiviert sich halt die besondere Wahrnehmung, wenn in einer normalen Situation plötzlich Abweichungen geschehen. Also, wenn dein Kind Radfahren ist, aber plötzlich merkst du, die Zeit, in der du seine Rückkunft erwartest, ist überschritten.
Die Ängste, die du beschreibst, kenne ich auch. Sie äußern sich zunächst in Unruhe. Bei mir liegen tatsächlich auch Erlebnisse in meiner frühen Kindheit, aber auch Situationen aus der jüngeren Zeit zugrunde, warum ich in manchen Situationen immer noch Angst habe, es könnte meinen Familienmitgliedern etwas passiert sein.
Das jüngste Beispiel: Mein Mann und ich sitzen beim Mittagessen. F. denkt an irgendeine Sache und ist daher nicht so gesprächig. Ich wiederum werte dieses als "Mein Mann ist krank" . Als er wortlos mitten beim Essen aufsteht und mir einen Ticken zu lang aus dem Zimmer ist, ich aber auch nichts höre, bin ich sofort besorgt, er könnte irgendwo ohnmächtig geworden sein. Ich reiße mich zusammen und warte ab. In dieser Zeit passieren mir aber auch körperliche Reaktionen. Wäre es nicht besser gewesen, nachzuschauen wo er hingegangen ist?
F. war nur sich ein Getränk holen und hat unterwegs zwei Streifenhörnchen aus dem Keller bugsiert.
Es war also meine eigene schlimme Bewertung der Situation, die meine Angst ausgelöst hat.

Ich könnte dir noch eine Liste solcher Vorkommnisse aufzählen, deren Ausgang harmlos war. Ich lerne gerade mühsam, Vertrauen aufzubauen, denn das würde in meiner Kindheit zerstört.

11.09.2019 03:14 • x 2 #18

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