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Mein Mann leidet! Was kann ich tun!?

Afroh

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Hallo an alle! Es ist mein erster Beitrag. Mein Partner und ich sind jetzt seit fast 20 Jahren ein Paar. Seit 5 Monaten ist nicht mehr wie vorher. Wir hatten uns gestritten. vertragen. gestritten. Die Abstände wurden kürzer und die schlechten Phasen immer länger.
Er dreht sich immer wieder um das Schlechte in unserer Beziehung bzw. An mir. Ich sage 10 nette Dinge, und ein schlechtes. er hört nur das schlechte. Er mauert. Sitzt jetzt seit September nur noch im abgedunkelten Home-Office. geht nicht Mal mehr zum Rauchen raus ( wir haben Kinder und er nie im Haus geraucht- jetzt plötzlich) Er verbarrikadiert sich Tel. Tagelang. isst nichts. trinkt kaum. Mauert. Ich komme nicht an ihn Ran. Es sind immer wieder die selben Themen. "meine Regeln", "gleiche Regeln für alle" . Dabei bezieht er sich auf situationsbedingte Absprachen aus der Babyzeit des letzten Kindes und stellt diese als immer gültig dar. Er hat extrem Stress. schläft kaum noch, weint ständig. und jetzt hat er noch Panikattacken. Er möchte nicht zum Arzt nicht zur Therapie. Ich möchte ihn entlasten, er will nicht, weil er glaubt, ich würde ihn eine Falle stellen mit meinen Angeboten. Jeder Tag ist anstrengend und die Wochenenden sowieso. Die Kinder bekommen alles mit. Er hat sich jetzt zumindest auf eine Paartherapie eingelassen. aber die zweite Sitzung ist noch so lange hin. ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Es macht uns allen zu schaffen! Er hat keine Einsicht etwas zu ändern. Ich weiß nicht was ich tun soll und habe große Sorgen um ihn

12.12.2020 13:33 • x 4 #1


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Alexandra2

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Moin Afroh,
Du wirst ihn nicht ändern können. Wenn er krank sein sollte, muss er selbst das erkennen. Das ist unglaublich schwer. Du kannst nur für Dich und die Kinder dasein und ihm mitteilen, daß Du für ihn da bist, wenn er etwas ändern will. Keine Diskussion mehr, wenn er krank ist, dann wird das nicht ankommen oder völlig falsch verstanden. Das ist nur Zündstoff für neuen Streit. Und Su musst auch Deine Kräfte schonen.
Liebe Grüße Alexandra

13.12.2020 01:27 • x 5 #2


Verbrannt

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Hallo Afroh, es tut mir Leid so etwas zu lesen. Ich stimme Alexandra2 da bei. Es ist ein Prozess zu akzeptieren, dass man krank ist. Ein Prozess der bei mir z.B. rückblickend Jahre gedauert hat und ich habe es nicht gesehen. Ängste spielen bei deinem Mann mit Sicherheit eine Rolle. Angst vor dem Arzt, sozialer Abstieg, Ansehen, Medikamente und zig Dinge mehr und es werden nicht weniger, wenn man es versucht zu verdrängen.
Versuche mit ihm zu sprechen und etwas Einsicht in ihn zu bekommen. Auszeiten muss er sich nehmen. Geht spazieren und redet. Männer weinen heimlich (Herbert Grönemeyer). So sind wir halt leider.

13.12.2020 02:19 • x 7 #3


JuliaDahm

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Hallo @Afroh

Tut mir sehr leid zu lesen, wie schlimm Deine Situation ist.

Ich kann mir vorstellen, dass Du mit ehrlichen Hilfsangeboten weiter kommst als mit Versuchen, ihn zu etwas zu überreden, oder mit Kritik. Was meine ich damit? Vielleicht kannst Du versuchen Deinem Mann das Gefühl zu geben, ihn uneingeschränkt zu akzeptieren, zu lieben und hinter ihm zu stehen. Und ihm wirklich Gehör schenken, auch wenn er Dinge sagt, die Du gerade verständlicherweise nicht hören willst (wie z.B., dass er nichts ändern oder alleine gelassen werden will). Das muss tierisch schwer sein, vor allem wenn die Kinder in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das bringt mich zu meinem zweiten Punkt: Bitte achte auf Dich selbst und schütze Dich und Deine Grenzen. Er ist Dein Partner, und natürlich willst Du für ihn da sein. Aber es gilt die gleiche Regel wie im Flugzeug: Wir sollten immer unsere eigene Atemmaske zuerst anlegen. Sprich: Wenn es Dir selbst nicht gut geht, kannst Du auch ihm schlecht helfen. Ich wünsche Dir, dass Du es schaffst, auch immer wieder Distanz zu dieser schwierigen Situation zu schaffen und für Dich selbst zu sorgen, Dir selbst Gutes zu tun.
Und super, dass ihr schon zur Paartherapie geht! Dass sich Dein Mann dazu bereit erklärt hat, würde ich als sehr gutes Zeichen werten.

Ich wünsche Dir alles Gute!
Julia

14.12.2020 18:36 • x 5 #4


Robbe

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Hallo Afroh,
ich kann mich den Meinungen der anderen nur anschließen und trotzdem kann ich verstehen wie schwer die Situation für dich sein muss zumal ihr ja noch Kinder habt.
Ich finde es macht einen Unterschied ob ein Mann ständig nörgelt und es Streit gibt, weil er eben so ist oder weil er vielleicht auch trinkt.
Bei deinem Mann ist das ja scheinbar dadurch gekommen, weil er krank geworden ist.
Ich kenne das von mir, wenn ich in den Phasen bin, in denen es mir nicht gut geht, dann reagiere ich auf die kleinste Kleinigkeit gereizt, will meine Ruhe haben, schrei meinen Mann an und ziehe mich zurück. Mir ist einfach alles zu viel und ich habe auch gar nicht die Kraft mich damit auseinander zu setzen. Ich glaube, dass es deinem Mann ähnlich geht. Es ist gar nicht so, dass er nicht will, erkann einfach nicht. Er hat ja auch noch seine Arbeit und ich denke, die wird ihn seine letzte Kraft kosten.
Afroh, ich will damit nur sagen, dass er dir nicht absichtllich, nicht bewusst so begegnet, sondern weil er momentan einfach nicht anders kann. Es hat nichts mit dir und den Kindern zu tun, auch wenn das natürlich schwer zu verstehen ist, weil ihr es ja abkriegt.
Ich finde es auch toll, dass ihr zu einer Paartherapie geht, das ist so wichtig in eurer Situation, auch wenn der nächste Termin noch eine Weile auf sich warten lässt.
Versuche deinen Mann nicht zu bedrängen, er kann damit in seiner Situation nicht umgehen, es überfordert ihn. Sei für ihn da, wenn er dich braucht und zeige oder sage ihm, wenn du es kannst, dass du ihn liebst. Er liebt dich bestimmt, auch wenn er das momentan nicht zeigen oder sagen kann.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die nötige Kraft und das nötige Einfühlungsvermögen bekommst, dass du für deine Kinder und deinen Mann brauchst.
Liebe Grüße, Robbe

16.12.2020 19:58 • x 5 #5


Afroh

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Danke für all eure Antworten und auch deine,.Robbe. ich sage ihn dir oft es geht,dass ich da bin oder ihm liebe.
Aber er kritisiert mich durchweg. Alles was ich mache ist falsch. Er redet nicht mehr mit mir. Nur noch SMS oder E-Mail....
Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte. Ich kann mich auf nichts mehr freuen. Weihnachten kommt und ich weiß nicht was ich tun soll.

17.12.2020 17:36 • x 1 #6


Robbe

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Liebe Afroh,
das tut mir echt leid für dich! Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Ich glaube an Gott und ich werde für dich und deinen Mann und die Kinder beten.
Sei ganz herzlich gegrüßt, Robbe

17.12.2020 18:06 • x 2 #7

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