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Mutter-Tochter-Beziehung / Konflikte, Tipps & Erfahrungen

Liselotte

Liselotte

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Ich berichte aus eigenen Erfahrungen, sowohl als Tochter. wie auch als Mutter einer Tochter.
Heute zum Frauentag ist es Zeit ein Thema zu eröffnen, welches an die Substanz gehen kann.
Die Beziehung Mutter Tochter gehört zu den wichtigsten und mit den größten Vorurteilen und Mythen belegten zwischenmenschlichen Verbindungen. Sie ist geprägt von hohen Erwartungen, sei es von Seite der Gesellschaft, wie auch von Müttern an die Töchter und Töchtern an ihre Mütter. Diese Erwartungen behindern einen Austausch auf Augenhöhe und verhindern somit ein Weiterkommen der Emanzipation von Frauen. Somit verbleiben wir, Mütter wie Töchter in der Spirale von Gewalt, Abhängigkeit, und aufopfernden und ewig liebenden Verhaltensmustern stecken.

Würde mich über eine rege Anteilnahme zu diesem Thema freuen, denn Erfahrungsberichte sind tausendmal wertvoller als jegliche Statistiken und wissenschaftlichen Veröffentlichungen, denn sie berühren unser Herz und zeigen uns die ungeschönte Realität, die es schnellst möglichst zu verändern gilt.

Liselotte M.

08.03.2019 12:43 • x 4 #1


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mutmacher

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Danke Liselotte- ein interessantes Thema!
Lege gleich mal los.
Das Verhältnis zu meiner Mutter war ein Leben lang katastrophal, ein anderes Wort fällt mir da wirklich nicht ein. Noch heute (ich bin 71 Jahre alt, meine Mutter 93 und im Altenheim) graut es mich, meine Mutter zu besuchen! Ich habe sie 3 Jahre in meinem Elternhaus gepflegt, meine eigene Wohnung und Privatleben total zurückgestellt um ihr alles recht zu machen- ich hab es nicht geschafft! Schließlich war ich so erschöpft (vor allem psychisch/ das Gefühl meiner Mutter gegenüber war ein Leben lang nur ANGST), dass ich das Elternhaus verkaufte und meine Mutter ins Altenheim brachte. Jetzt besuche ich sie jeden Monat für ein WE in Monatsmitte, muss aber für 1 Fahrt 135 km Autobahn fahren (und fahre sehr ungern und unsicher Autobahn). Kaum bei ihr angekommen überfällt sie mich sofort mit ihren 1000 Wünschen und Anforderungen. Sie lügt, beschwert sich über das Personal, jammert und heult mir die Hucke voll, hält ständig die Hand auf für Geld, das sie eigtl. gar nicht auf dem Zimmer haben darf, um Putzfrau, Nachtwache usw zu schmieren! das heißt, sie will sich damit beliebt machen, indem sie Geld verschenkt.
Ich habe von der Fahrt noch nicht Platz genommen od. erholt, will sie, dass ich ihren Kleiderschrank aufräume usw.
Wenn ich ehrlich bin, kann ich es kaum erwarten, endlich aus dieser Nummer raus zu sein!
- Ganz anders das Verhältnis zu meiner Tochter.
Obwohl wir 30 Jahre Altersunterschied haben, hatten wir immer ein freundschaftliches Verhältnis. Das hysterische Verhalten meiner Mutter in meiner Kindheit hatte bei mir zur Folge, das ich sowas unter keinen Umständen weitergeben wollte. Meine Mutter überdeckte jede Unpässlichkeit oder Depression mit einem Kaufrausch und Alk.. Erst als sie mit einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung in die Klinik musste, wurde sie mit Alk. etwas zurückhaltender. Da ich leider in einem Weingebiet aufgewachsen u. wir auch selbstgemachten Wein im Keller hatten, war das natürlich auch für mich lebenslang ein Gefahr- ja selbst meine Tochter muss sich da am Riemen reißen. Aber meine Mutter war ja ein gutes "Negativvorbild" wie es eben NICHT laufen sollte.
Vlt. reicht das mal fürs Erste. Bin gespannt, wie sich der Thread entwickelt.
Dir noch`n schönen Tag, Liselotte

08.03.2019 14:17 • x 4 #2


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Juju

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Zitat von mutmacher:
Danke Liselotte- ein interessantes Thema! Lege gleich mal los. Das Verhältnis zu meiner Mutter war ein Leben lang katastrophal, ein anderes Wort fällt mir da wirklich nicht ein. Noch heute (ich bin 71 Jahre alt, meine Mutter 93 und im Altenheim) graut es mich, meine Mutter zu besuchen! Ich habe sie 3 Jahre in meinem Elternhaus gepflegt, meine eigene Wohnung und Privatleben total zurückgestellt um ihr alles recht zu machen- ich hab es nicht geschafft! Schließlich war ich so erschöpft (vor allem psychisch/ das Gefühl meiner Mutter gegenüber war ein Leben lang nur ANGST), dass .
.


Habe Deine Geschichte gelesen und meine Mutter ist schon tot.
Ich bin nur überrascht, dass Deine Mutter trotz scheinbar ständigem Alk. synchron alt wurde oder ist.

08.03.2019 15:31 • x 4 #3


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Juju

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Zitat von Juju:

Habe Deine Geschichte gelesen und meine Mutter ist schon tot.
Ich bin nur überrascht, dass Deine Mutter trotz scheinbar ständigem Alk. synchron alt wurde oder ist.


. . . trotzdem so alt wurde, sollte das heißen.

08.03.2019 15:33 • x 1 #4


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mutmacher

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@Juju
Ja, das stimmt! Selbst die Mutter meiner Mutter trank jeden Tag 1 Fl. Wein! ging nie zum Arzt, wusste nichts von Blutdruck, Cholesterin u. Co und aß, was und wieviel ihr schmeckte (wurde nach einem Schlaganfall nur 84 Jahre alt). Wie gesagt, meine Mutter erschrak mit dieser schlimmen schmerzhaften Entzündung und man redete ihr sicher ins Gewissen und sie wurde mit ca. 50-60 Jahren etwas zurückhaltender bzgl. Alk. Dafür nahm sie dann aber Pillen jeglicher Art. ja wir staunen auch, dass sie noch lebt.

08.03.2019 15:53 • x 3 #5


Liselotte

Liselotte

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Danke, sehr interessant.
antworte später, muss noch mal raus, Sonne tanken und bewegen.
bis später.

08.03.2019 15:57 • x 1 #6


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Alexandra2

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Liebe mutmacher, es tut mir sehr leid, was Du erleben musstest und immer wieder erträgst. Ich kenne diese tiefe Erschöpfung, die eine kraftraubende Mutter hinterlässt. Hat man sich ein wenig erholt, geht's von vorne los.
Ich hatte es leichter, als meine Mutter mich während eines Kliniksaufenthaltes zurück stieß und ich mich aus Selbstschutz endgültig von ihr lossagte.

Ich fasse mich mit meiner Mutter kurz:
Angst, Todesangst
hast Du mir beigebracht
still, bedürfnislos
zu sein
und unstillbare Sehnsucht
nach Frieden, Nestwärme
zu haben
Deinen ewigen Hass nahmst Du mit
und ich finde mich immer mehr.
Ich darf sein.

Liebe Grüße

08.03.2019 18:37 • x 3 #7


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Seelenzwilling

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Hallo Liselotte,

Spannendes Thema.
Ich kann nur aus der Sicht einer Tochter sprechen. Ich bin 26 Jahre alt und meine Mama wird 60.

Meine Mam und ich hatten früher ein sehr schlechtes Verhältnis. Zudem muss ich auch leider sagen, dass die Gewalt ein tägliches Thema war. Mein Vater und mein ein und alles lebte seit meiner Geburt nicht mehr bei uns und oft fühlte ich mich mit ihr gefangen. Irgendwann Begriff ich, dass ich nicht so mit mir umspringen lassen muss und fing an mich zu wehren. Ich war fast jedes Wochenende weg von zuhause. Hab einfach reiß aus genommen. Meine Worte wurden aggressiver und verletzender und ihre schläge auch. Irgenwann war ich so selbstgefällig, dass ich ihre schläge ignorierte um ihr keinen gefallen damit zu tun und sie somit weiter zu provozieren. Ich habe ihr ganz deutlich gezeigt das ich sie hasste und oft hat sie mir das selbe gezeigt.

Dann starb mein Vater. Es war eine sehr langwierige und qualvolle Reise und ich bin innerlich gebrochen. Mir fehlte der Antrieb mich weiter mit ihr zu streiten. Ich war wie eine Hülle gefüllt mit Tränen.

Dann kam die Zeit wo ich ausgezogen bin mit 17. Meine mum und ich sahen uns immer seltener. Am Anfang jedes Wochenende (weil ich keine Waschmaschine hatte) und dann ziemlich schnell fast gar nicht mehr.

Und je weniger wir uns sahen umso mehr hatten wir Zeit uns zu erholen und nachzudenken. Dann fingen wir an zu telefonieren und zu schreiben. Bis das erste " ich hab dich lieb" gesprochen wurde. Wir haben uns gegenüber immer mehr geöfften uns gegenseitig die Sorgen erzählt und gemeinsam gelacht wenn wir telefonierten. Wir sagen uns oft, dass wir uns lieb haben und geben uns gegenseitig Ratschläge. Wir weinen wenn wir uns verabschieden ( da wir uns meist nur 2 mal im Jahr sehen weil ich mit der Weile etwas weiter weg wohne). Wir haben uns gegenüber vor kurzem ausgesprochen weil diese ganze Vergangenheit noch irgendwie an uns lastete. Wir haben uns entschuldigt und dem gegenüber Verständnis ausgesprochen. Ich weiß, dass ich nicht leicht war zu händeln , besonders als dann auch mein Vater krank wurde und sie weiß mit der Weile, wie unglaublich schwer es für mich gewesen ist weil ich ganz alleine mit diesem ganzen Schmerz war. Wir verstehen uns besser als ich es mir je hätte erträumen können und ich kann sagen das ich meine Mutter wirklich liebe.

08.03.2019 20:21 • x 4 #8


Liselotte

Liselotte

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@Seelenzwilling

Was für eine Geschichte, danke.

Voll des Wandels in der Beziehung zwischen Deiner Mutter und Dir.

Ich denke, in der Pubertät ist es ganz normal sich zu lösen, sich zu streiten, sich anzuschreien.
Die Trennung jedoch hat euch Zeit gegeben und ihr habt sie genutzt.

Besonders Du, als Jüngere und als Tochter hast Dich wahnsinnig erwachsen, authentisch und reflektiert verhalten.

Ich freue mich sehr, dass ihr zueinander gefunden habt, ja es ist sogar etwas passiert, was Du Dir nicht erträumen konntest. Aber Du hast Dir diesen Traum erarbeitet, Du warst bereit für einen Neuanfang.

Ich finde Deinen letzten Satz so berührend, Liebe zwischen Tochter und Mutter wird erkannt und gelebt.

Ganz liebe Grüße
Martina

08.03.2019 20:36 • x 4 #9


Liselotte

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Bis zu ihrem 5.Lebensjahr lebte meine Tochter mit mir und ihrem Vater in Italien. Oft waren wir bei den Großeltern und es gab eine richtige Familie für sie. Eine typische italienische Traumoma, die sie verwöhnte, für alle kochte, für sie strickte und häkelte. Einen Großvater, der sie abgöttisch liebte, mit ihr bastelte, mit ihr auf der gro0en, sonnigen Terrasse die Nachmittage verbrachte. Es gab Tage, die sich nur nach ihren Bedürfnissen richteten und alle bewunderten dieses blonde, kleine Traumwesen, welches so sehr aus dem italienischen Bild herausstach. Eine wahre Prinzessin.
Ich war damals 18 Jahre jung , hatte nie so etwas wie eine Familie kennengelernt und war die Deutsche, die Ernste, jemand der in diese Konstellation nicht freiwillig gegangen ist. Niemand kannte meine Geschichte, niemand wusste das ich diesen Mann heiraten musste, weil ich sonst weiter auf der Straße hätte leben müssen.Noch schlimmer, da ich keine gültigen Papiere hatte, hätte ich nach Deutschland zurückkehren müssen. Wohin? Zu meiner Mutter, die geschwiegen hat, zu Missbrauch, die wollte, dass ich meine Tochter sofort in eine Krippe geben sollte und dann doch putzen gehen könne.
Ich war eingesperrt, wieder eingesperrt, aber für meine Tochter war es eine glückliche Zeit.
Alles in meinem Leben habe ich entschieden um sie zu schützen, um das Beste für sie zu ermöglichen.
Ich selbst hatte keinerlei Bedeutung, ich war unglücklich, traurig mit diesem 10 Jahre älteren Mann, der mich bewachte, wie eine Gefangene. ich durfte das Haus nicht alleine verlassen, durfte mit niemanden reden.

08.03.2019 21:08 • x 3 #10


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Simone

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Hallo meine Liebe, ich hatte ja ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter, bis ich ihr erzählt hatte das ich mein Studium abgebrochen habe. Seitdem ist es ja leider zwischen uns aus mit dem Kontakt. Ich leide darunter immer noch sehr. Aber das zum Thema Mutter-tochter Beziehung

08.03.2019 23:36 • x 3 #11


Liselotte

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@Simone
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, das Euer Verhältnis davor in Ordnung gewesen sein kann.
Wenn sie Dich als eigenständige Frau akzeptieren könnte,
Dich als Tochter lieben würde,
wäre diese Banalität absolut kein Grund den Kontakt auf diese Art und Weise zu unterbinden.
Da würde ich an Deiner Stelle mal etwas genauer hinschauen.

09.03.2019 09:53 • x 1 #12


Liselotte

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Ich bin bis zum Tod meines Schwiegervaters in Italien geblieben. Er war mir vom ersten Zusammentreffen zu einem herzlich zugewandtem Freund geworden. Wir spielten zusammen Karten, er konnte das Haus nur selten verlassen. Er hatte eine Beinprothese, welche nicht die Beste war, sie machte unangenehme Geräusche bei jeder Bewegung das war ihm peinlich. Er hatte auch schon eine Kehlkopfoperation hinter sich. so das seine Stimme nicht mehr die Seine war. Trotz aller dieser Einschränkungen ist er ein stolzer und mitfühlender Mensch geblieben, der jeden Tag seine Aufgaben erfüllte und seine Söhne, die nicht nach seiner Vorstellung geraten waren, in jeglicher Hinsicht unter die Arme griff.
Er sagte mir schon früh, das wenn es einmal an das Sterben ginge, er sich mich an seiner Seite wünsche und so haben wir das dann auch gemacht. Er kam in die kleine hässliche Stadt, in die 2 Zimmerwohnung im 11. Stock, in der ich, meine Tochter und ihr Vater damals zusammen lebten, etwa 140km von Rom entfernt. Er sagte nichts, doch ich wusste, jetzt ist es soweit.

09.03.2019 10:13 • x 2 #13


Liselotte

Liselotte

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Morgen kommt meine Tochter zum Frühstück, wenn sie es dann wirklich macht.
Wir haben uns seit September vergangenen Jahres nicht mehr gesehen.
Also, ich werde ihr ohne Maske begegnen, habe keinen Plan, will nichts, erwarte nichts, werde nicht aufräumen, werde mich nicht anstrengen, werde einfach nur Martina sein. So wie ich bin, sein will.

09.03.2019 20:05 • x 3 #14


Liselotte

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moin,moin.
oh je.grau ist es im Hinterhof,und ich kann nicht definieren wie es mir geht. Ich freue mich nicht auf den Besuch meiner Tochter, wie traurig. Zu oft hat sie mich einfach nicht gesehen, zu oft hat sie nur ihr eigenes Wohlergehen im Auge gehabt und hat mich behandelt wie eine Aussätzige. Irgend etwas, nein nicht irgend etwas sondern die bedingungslose Liebe, die ich viele Jahre, Jahrzehnte für sie empfand ist einer Gleichgültigkeit gewichen. Kein Kampf mehr um Zuneigung, Anerkennung, zu viele Schläge ins Gesicht und Erniedrigungen habe ich ertragen. Man sagt ja, eine Sache ist erst verloren, wenn man sie aufgibt und ich merke, ich habe aufgegeben. Das ist sehr traurig. Aber wenn man sein Leben, seine Jugend einem anderen Menschen geopfert hat, weil man es über seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinaus als wichtigste Lebensaufgabe definiert hat, sein Kind zu schützen und maximal zu fördern und es kommt nichts, nicht nur nichts, sondern sogar eine Art von Respektlosigkeit und Desinteresse, dann ist die Erkenntnis bitter. Aber nun, vorbei, erkannt, unter Erfahtrung abgebucht.

10.03.2019 09:57 • x 4 #15


Liselotte

Liselotte

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keine Nachricht, um 10h hatte meine Tochter sich angesagt, diesen Umgang bin ich nun seit 30 Jahren gewöhnt.
Wenn ich mich dazu äußere, werde ich Mathilda und Hector, meine Enkelkinder nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Deshalb werde ich mich nicht äußern, nichts sagen und mich meinem Thema " Übung gegen die Sprachlosigkeit" zuwenden.

10.03.2019 11:59 • x 2 #16


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Alexandra2

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Moin Liselotte,
Der Eine trage des Anderen Last, also bin ich bei Dir! Es tut weh, wenn das Kind die mütterlichen Motive nicht versteht, verstehen will oder verstehen kann. Das hinzunehmen und irgendwann zu akzeptieren gehört wohl zur mütterlichen Abnabelung. Mir hat niemand davon erzählt. Daß das so wehtun muss, man hat doch schon genug gelitten.
Du hast getan was möglich war und es ist genug. Mehr als das.
Gehe Deinen Weg allein weiter. Dann musst Du nicht immer wieder den Schmerz der Ablehnung spüren. Der gehört zu ihrer Abnabelung.
Ich umarme Dich


Wie reagiert Deine Tochter wenn Du sie fragst? Warum sie nicht anruft, wenn sie später kommt? Nur fragen.?

10.03.2019 12:03 • x 3 #17


Liselotte

Liselotte

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Ich habe mich schon lange abgenabelt, habe den Kontakt nicht mehr gepflegt, da die Rolle der fürsorglichen Mutter auch mal ein Ende finden muss. Meine Tochter ist 39 Jahre alt. Ich kann ihren Charakter einfach nicht akzeptieren, denn sie geht über Leichen, wenn es ihr zum Vorteil genügt. Sie hat die Verbindung zu mir gesucht, als sie mit Mathilda schwanger war.
Sie wollte Geld von mir, für die Abtreibung. Dieses habe ich verweigert und sie an den Vater von Mathilda verwiesen.

Es gibt nichts mehr zu fragen, sie kann der Wahrheit einfach nicht ins Gesicht schauen und ich frage nicht mehr warum. Die Abhängigkeit, in die sie sich bei jeder neuen Beziehung begibt, ist nicht meine. Solange wie es funktioniert, soll sie es so handhaben. Aber es ist nicht meine Art Beziehungen zu führen, ich brauche keine Männer, die mir ein Leben bieten, welches ich alleine nicht finanzieren könnte. Dieses Verhalten gleicht dem meiner Mutter so sehr, dass mir übel wird.
Werde jetzt erst mal frühstücken, und dann alles unter Ulk abhaken.

10.03.2019 12:25 • x 3 #18


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Blume71

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Vielen Dank für das Teilen Deiner Geschichte, sie berührt mich sehr!

10.03.2019 12:35 • x 1 #19


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Blume71

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Darf ich Dir eine Frage stellen?
Wie wäre es, wenn Du den Kontakt zu Deinen Enkeln suchen würdest?
Ich weiß jetzt nicht, wie alt sie sind und wie Deine Tochter reagieren würde, aber vielleicht sind sie in einem Alter wo sie Briefe lesen können und Telefonate führen.

.nur so ein Gedanke.

Liebe Grüße Blume

10.03.2019 12:39 • #20


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Alexandra2

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Aber Du fühlst Dich unter Druck, ihren Wünschen vordergründig (i. Sinne von nicht gemeinsam zu frühstücken) zu entsprechen, damit Du Deine Enkel sehen kannst? Sie erpresst Dich damit (unbewusst)?
Deine Würde ist der Preis dafür?
Ich finde das grottenmies. Und würde es mich betreffen, würde ich meine Enkel nie wieder sehen dürfen. Ich kann einfach nicht die Klappe halten und würde meinem Sohn die Leviten lesen. Nicht klug, aber das kleinere Übel. Ich dulde niemals mehr, dass jemand über mich bestimmt.
Du kannst nur für Dich sorgen und dafür, daß wohlmeinende Menschen um Dich herum sind. Die ständige Konfrontation mit der Erpressbarkeit
durch Deine Tochter, kostet Dich sehr viele Tränen und Kraft.
Ich habe 30 Jahre auf die Liebe, Freundlichkeit und Zuwendung meiner Mutter gehofft. Der Dolchstoß, bevor ich mich für mein Überleben entschieden habe, gab mir den Rest. Daher weiß ich, wie schmerzhaft die Loslösung ist. Und ich kann Dich nur bitten, nicht solange auszuharren.
Ich fühle sehr mit Dir!

10.03.2019 12:46 • x 3 #21


Liselotte

Liselotte

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@Blume
alles schon durch. ich schreibe hier schon seit Ende November. Es gibt verschiedene Themen ,in denen ich das Thema schon durchgekaut habe. Ich kämpfe seit 9 Jahren, um den Kontakt zu meinen Enkelkindern. Es ist einfach nur eine Katastrophe, wie es auch meine Therapeutin, die mich nun seit 14 Jahren kennt, bezeichnet.
Ich gebe den Kampf jetzt endgültig auf, es raubt mir zu viel Kraft. Meine Enkeltochter ist neun, bald wird sie Dinge durchschauen, hat sie jetzt schon und wird bald selbst entscheiden können , wann sie ihre Oma besucht
Abwarten und Tee trinken, danke für Deine Anteilnahme. Schönen Schmuddesonntag, nichts wie ab in die gemütliche Stube. Werde mal meinen Kohleofen anschmeissen , da kocht es sich besonders gut drauf

@alexandra
Offene Konfrontation bringt da gar nichts. Lass die Wut lieber beim Verheizen von so allem möglichen raus. Da lege ich mir selbst nur eine Falle, die sind stärker, die haben Macht durch ihr Geld, die haben Macht über die Kinder, die ihnen vertrauen und alle Wünsche erfüllt bekommen. Ich stehe da alleine auf weiter Flur, ab Ende des Monats auch noch arbeitslos, muss sehen, das ich mich selbst rette.

10.03.2019 13:16 • x 1 #22


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Alexandra2

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Liebe Liselotte,
Ja, ich weiß. Und ich meinte meine Art, damit umzugehen.
Ich halte jede Art, Menschen zu instrumentalisieren, für widerwärtig. Die Enkel sind ja auch betroffen. Im Freundeskreis betrifft es genauso zwei Familien.
Ich habe Probleme mit der Machtlosigkeit, die sofort Kampfbereitschaft auslöst (meine Konditionierung).
Vielleicht gibt es eine Selbsthilfegruppe für abgewiesene Großeltern? Ich werde mich mal schlau machen . Wenn es soviele betrifft?

10.03.2019 13:29 • x 3 #23


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Blume71

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Hallo,

ja - so eine Selbsthilfegruppe gibt es. Auch habe ich mal eine Reportage darüber gesehen. Vielleicht kann man die noch bei youtube finden. Viele dieser Großeltern haben genau diese Thematik geschildert.

Liebe Lieselotte, vertraue einfach, dass Deine Enkel bald spüren was falsch und richtig ist. Wenn Du immer mal wieder einen netten Brief oder (vllt auch whatsapp?) an sie schreibst oder eine schöne Karte, wissen Sie, dass Du immer für sie da bist, sofern sie das wünschen.
Ich glaube, da arbeitet einfach die Zeit für Dich.

Witzig, ich habe auch gerade den Kohleofen angemacht. Ich liebe diese angenehme Wärme bei diesem Schmuddelwetter.

Trotz allem einen schönen Sonntag.

10.03.2019 13:56 • x 5 #24


Liselotte

Liselotte

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werde ja nicht von meinen Enkelkindern abgewiesen, ganz im Gegenteil.
War schon in so vielen Selbsthilfegruppen, haben mir immer ein Stück weitergeholfen.
Aber nun will ich keine Selbsthilfegruppen mehr.
Das traumasensibele Yoga, die Ergo und meine Therapeutin mit dem Vorschlag den sicheren Ort nochmals zu fixieren sind momentan echt ausreichend.
Muss mir mal langsam überlegen , wie es arbeitstechnisch weitergehen kann, denn mit 180 Euro im Monat kann selbst ich nicht so wirklich klar kommen, will ich auch nicht.
Also, Prioritäten setzen, ganz wichtig.
und jetzt erstmal ablegen mit ner Wärmflasche.
Danke.

10.03.2019 14:02 • x 3 #25


Liselotte

Liselotte

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@Blume71
oh wow, noch jemand mit einem Kohleofen, das nenne ich mal retro

10.03.2019 14:04 • x 2 #26


Liselotte

Liselotte

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Ja, nun wurde der Titel des Themas von der Forenleitung geändert.Habe das nicht so richtig verstanden. Für mich hat er dadurch viel verloren. Ich wollte mit dem Titel der ganzen Thematik ein wenig mehr Leichtigkeit geben, so fällt es mir schwerer , es wird mir schwerer. Das Hinzufügen der italienischen Sprache ermöglicht mir persönlich einen weiteren anderen Zugang, es gibt nicht nur das Schwere, das Depressive. Es gibt auch einen anderen Umgang mit Lebensproblemen bzw. Beziehungsproblemen . Leichtigkeit gemischt mit einem Funken Humor, denn dieses ewige schwere Arbeiten an Themen ist für mich eine typisch deutsche Haltung. Sie raubt, besonders mir jegliche Leichtigkeit des Seins, und mein Lebensweg und auch der , der meisten anderen Teilnehmer in diesem Forum,war und ist schon hart genug.

12.03.2019 09:24 • x 3 #27


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Mayke1

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Ich habe mich schon gewundert, wo der Thread mamma mia hingekommen ist. So weit, dass er umbenannt sein könnte, habe ich gar nicht gedacht.
Zu meiner Mutter hatte ich ein angespanntes Verhältnis. Das sagt mir meine Erinnerung an viele Szenen, aber auch mein deutliches Gefühl, auch wenn meine Geschwister (Schwester 11 Jahre älter, Bruder 15 Jahre älter) dagegen reden. Fotos zeigen mich als wohlbehütetes Nesthäkchen, adrett gekleidet, gut ernährt, immer im Kreise der Familie. Meine Mutter bekam mich, als sie 36 war und zu einer Zeit, 1956, wo überall Autschwung und Neuorientierung zu sehen und zu spüren war. Mir sollte es an nichts fehlen, doch der Druck, von kindlicher Seite auch mithalten zu sollen, war sehr groß. Ich durfte nie widersprechen, nicht jammern, nicht krank sein, musste immer zufrieden sein, Dankbarkeit und ein fröhliches Wesen zeigen. Zeigte ich trotz allen guten Umsorgens Schwäche, nahm meine Mutter dies sehr persönlich. In Gegenwart meines Vaters hatte sie nichts zu sagen. Vielleicht hätte sie dann meinen Kindersorgen mehr Gehör geschenkt. Erziehungsangelegenheiten oblagen meiner Mutter und dennoch schaffte es mein Vater, sich mit grausamen Ideen einzumischen, die mich zu Tode erschreckten. Ich habe seit frühester Kindheit gelernt, über Lösungen und Fluchtmöglichkeiten nachzudenken, auch wenn ein Ereignis erst in weiter Ferne lag. Erst wenn ich wusste, wie ich ein Problem entschärfen konnte, wurde ich ruhiger. Durch das Nachdenken wurde ich ein stilles Kind. Schüchtern war ich sowieso. "Mach mir keine Schande, dann mag ich dich leiden", wie oft hörte ich diesen Satz. Zur Sorge um die Familie gehörte für meine Mutter auch, dass niemand über uns redete. Es war so wichtig, nach außen hin gut dazustehen. So bin ich überkorrekt, überpünktlich, überfleißig geworden, wobei ich stets den Blick auf mein Umfeld hatte, was da womöglich über mich gesagt wurde. Auf meine Bedürfnisse achtete ich nie und Nein zu sagen, fällt mir immer noch extrem schwer. Ich muss mich sehr konzentrieren, um nicht auch noch eine Rechtfertigung für meine Ablehnung zu liefern. Dass meine Mutter mit meiner Partnerwahl überhaupt nicht einverstanden war, stürzte mich in große Konflikte. Aber ich bin froh, dass ich mich durchgesetzt hatte. F. ist ein toller Mensch und ich liebe ihn sehr.
Selbst als ich eine eigene Familie hatte, konnte mich meine Mutter nicht loslassen. Ich wollte und MACHTE auch vieles anders in der Erziehung meiner Kinder und sicherlich auch Fehler. Ich kannte ja nur den einen von meinen Eltern vorgegebenen Weg durchs Leben und diese Richtung gab ich in manchen Dingen wohl meinen Kindern weiter. Vieles ist aber auch gut geworden.
Meine Mutter wendete sich oft beleidigt ab. "Anscheinend habe ich hier ja nichts mehr zu sagen.", das war einer ihrer Aussprüche mit Wirkung. Zumindest fing ich an zu überlegen, ob ich ihr wirklich Unrecht tat, wenn ich meine Ansichten durchsetzte. Ich fühlte mich so oft schuldig und geriet in einen tiefen Zwiespalt: Einerseits galt es die Mutter ehren, andererseits den eigenen Kindern gerecht zu werden. Erschwerend kam hinzu, dass meine Eltern, hauptsächlich aber meine Mutter, sich für die Betreuung unserer Kinder zur Verfügung stellten, damit ich meine Lehrerausbildung zu Ende machen konnte. Ich kann es heutzutage nicht mehr nachvollziehen, welchen Spagat ich hinlegte, mit 4 Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren noch eine ordentliche Lehramtsprüfung abzuliefern.
Als alle Kinder in Schule und Kindergarten waren und ich durch meine neue berufliche Aufgabe nicht mehr auf meine Eltern angewiesen war, begann die Zeit der wöchentlichen Besuche bei meinen Eltern, Jahr für Jahr. Die Wochenenden waren nicht einmal unangenehm. Es wurde gegrillt und meine Mutter war glücklich, dass sie ihre Enkel um sich hatte. Man erzählte über dieses und jenes.
Nach vielen Jahren brach die Kommunikation zusammen, weil erst meine Mutter, später mein Vater dement wurden. Ab einem gewissen Zeitpunkt konnte ich nicht mehr zu meinen Eltern fahren. Ich war ja nur das "Besuchskind", während meine Geschwister sich um Haus und Finanzen, um Behördengänge und Pflege kümmerten. Nur zu Besuch zu kommen und zu sprechen ohne eine Antwort zu bekommen, oder Beschimpfungen und Vorwürfe auszuhalten, widerstrebte mir so sehr, dass ich jedesmal krank wurde, wenn wieder ein Besuch im Elternhaus anstand. Mein schlechtes Gewissen setzte mir so sehr zu! Aber ich konnte nicht. Außerdem hatte ich große Angst, meine Mutter könnte in meinem Beisein sterben. Als ich klein war, sagte sie einmal, "du bringst mich mit deiner Ungezogenheit noch ins Grab". Ich weiß es noch ganz genau. War ich nicht ungezogen, wenn ich mich nun nur noch so selten blicken ließ? "Wer krank ist, stirbt". Das war das nächste, das mir meine Mutter einbläute. ICH, Mayke, sollte meine Mutter besuchen, zu Zeiten, wo sie immer mehr körperlich verfiel, wie ein wandelndes Skelett aussah, krank und sprachlos war? Ich war Jahre vor dem Tod meiner Mutter (mein Vater starb 6 Wochen später) nicht mehr in meinem Elternhaus, obwohl es nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt lag. Manchmal rief ich unter dem Vorwand, gleich wieder Unterricht halten zu müssen, von der Schule an. Später schrieb ich nur noch kleine Briefchen mit Grüßen, nur um zu zeigen, dass ich nicht untreu oder gewissenlos war. Mir fehlte der Schlüssel zum angemessenen Handeln. Ich war nur am Tag der Beerdigung auf dem Friedhof und dann seit 10 Jahren nie mehr. Oft denke ich mir, was bin ich denn für eine schlechte Tochter! Hast so wenig Mumm in den Knochen, um nicht mal aus Anstand zum Friedhof zu gehen. Aber es ist nicht der Ort, um Erinnerungen zu wecken.

12.03.2019 12:13 • x 2 #28


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mutmacher

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Kommendes WE ist mal wieder Besuchs-WE im Altenheim
300 km (Hin-u.Zurück)
Schon das Packen ist nicht schön (wie oft, vergesse ich was- gerade die wichtigsten Tabletten z.B.), die Fahrt! Wie oft bin ich da schon falsch gefahren, neulich im Stau bekam ich Durchfall und was jetzt ? in der mittleren Spur natürlich.Alles in allem es wird kein schönes WE werden. Tränen und Gejammer, fremdes Bett und einfach Anstrengung. Liegt mir aber jetzt schon im Magen, aber es gibt kein Entrinnen, es gibt nur ein Hindurch

12.03.2019 13:48 • x 1 #29


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Alexandra2

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Liebe Mayke, es ist so traurig, daß Deine Eltern Dich nicht so annehmen konnten, wie Du es gebraucht hast. Dennoch ist es Dir gelungen, Deinen Weg mit Deiner Familie und Deinem Beruf zu gehen, und vier Kindern. Hut ab!
Du hast Dein Leben lang versucht, Deinen Eltern näher zu kommen, was umgekehrt erwartbar ist.
Das kostet immens viel Kraft, sich immer wieder aufraffen, am Boden zerstört sein, und den Blick auf das eigene Leben zu richten.
Und der Friedhof 'ist nur was für Leute mit schlechtem Gewissen', sagte mein Vater mal.
Trauern kannst Du überall und wann Du willst, das entscheidest Du allein. Und das ist gut so.
Liebe Grüße

12.03.2019 13:50 • x 4 #30

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