Guter Freund ist depressiv- Tipps um ihm zu helfen

SeShari

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Hallo an euch alle die das lesen,

ich habe eine Freund der mir sehr lieb und teuer ist.
Er hat mir nach kurzer Zeit eröffnet das er seit seinen 16 LJ unter Depressionen leidet und auch schon häufiger deswegen in der Psychatrie wahr.
Ich selbst bin Hebamme von Beruf und somit ist mir zumindest das Bild einer Schwangerschafts und Wochenbettdepression vertraut. Aber das hier ist anders!
Mein Freund hat mir vor 2 Tagen eröffnet, das er erneut zu einem Rückfall neigt und auch schon professionelle Hilfe in anspruch nimmt. Er ist ein unheimlich toller Mensch den ich unwahrscheinlich lieb gewonnen habe, seine Krankheit und nun auch sein Rückfall schrecken mich nicht ab.
Leider sind wir räumlich etwas distanziert und deshalb nur über Internet im Kontakt aber da sehr regelmässig und noch checkt er seine mails.

Ich bin nicht die Art Freund die den Kopf in den Sand steckt wenn es Schwierigkeiten gibt und / oder mich von ihm distanzieren will. Ganz im Gegenteil: Ich WILL anpacken! Ich will ihn unterstützen und ja ich weiß worauf ich mich da einlasse!
Aber wie kann ich das über dieses Medium anstellen?
WIE GEHE ICH RICHTIG MIT IHM UM? WAS KANN ICH TUN UND SAGEN UM IHM ZU HELFEN OHNE IHN ZU ÜBERFORDERN?

BITTE HELFT MIR- gebt mir Tips, Ratschläge, Hilfestellung.... ich bin für alles dankbar


Seshari

18.02.2010 16:19 • #1


Serafina

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Hallo und nochmals herzlich willkommen.

Deine Einstellung ist schon mal richtig und dein Freund kann sich glücklich schätzen, so einen Freund zu haben.

Wenn er schon in Behandlung ist, ist das schon mal der richtige Weg. Wie ich aus deinem Beitrag rauslesen, kann dein Freund seine Situation ganz gut einschätzen.

Was du tun kannst ist, ihm zu vermitteln für ihn da zu sein, ihn zu unterstützen usw.

Hier kannst du dich noch etwas informieren:

depressionen-anzeichen-symptome-fuer-depressives-verhalten-t15881.html
richtiges-falsches-verhalten-von-angehoerigen-t11543.html

Ich denke, dass du dich richtig verhältst. Alles Gute weiterhin.

Serafina

18.02.2010 17:17 • #2


Serafina

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Hallo SeShari,

ich habe deinen Beitrag im Thread "Angehörige" gelöscht. Bitte poste deine Fragen nicht doppelt, das führt zu nichts.

Wenn du der Meinung bist im Angehörigenthread besser aufgehoben zu sein, lass es mich wissen. Ich würde dann deine Beiträge dorthin verschieben.

Serafina

18.02.2010 17:26 • #3


SeShari

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Hallo Serafina,

Danke für deine schnelle Antwort. Ich habe den Beitrag doppelt plaziert da mir erst viel später aufgefallen ist das es noch einen Thread für Angehörige gibt und da wir wirklich "nur" Freunde und kein Liebespaar sind, dachte ich vielleicht dort doch besser aufgehoben zu sein. Solltest du mich jetzt umpostieren wollen ist das vollkommen ok. Mir ist nur wichtig mich mit dem Thema mehr auseinander zu setzen da ich wirklich überhaupt keine Erfahrungen mit depressiven Menschen in dieser Form habe und mich wirklich absolut hilflos fühle. Ich bin kein Mensch der nur Reden schwingt er möchte etwas tun, ich bin es gewohnt die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und gerade was ihn betrifft WILL ich sie in die Hand nehmen.

Vielleicht kannst du mir noch bei einer kleinen Sache helfen (oder auch alle anderen die das lesen):
Da ich mit Ihm nur über email Kontakt habe, habe ich auch jetzt endlich gelernt das ich nicht warten darf das er mal den ersten Schritt macht und schreibt.
Er kann seine Situation sehr gut einschätzen, meditiert schon seit Jahren und hat eine unglaubliche Weisheit und innere Ruhe. Als er mir eröffnete er sei depressiv war mein erster Komentar - Ja klar, in welchen Leben denn.
Wenn also ich immer der jenige bin der Kontakt aufnimmt (er hat mir schon so oft versichert das der Kontakt und meine mails mehr als nur willkommen sind, er meinte sogar ich würde ihm gut tun), wie erkenne ich das es in einem angemessenen Rahmen ist - also das ich ihn nicht überfordere, welche Themen darf ich anschneiden welche sollte ich vermeiden?
Bisher hab ich mich immer von meinen Gefühl leiten lassen aber da gings ihm ja auch gut. Jetzt da er eine Phase hat, denke ich ist es wichtig mich etwas überlegter zu verhalten.

LG
Seshari

18.02.2010 22:02 • #4


Serafina

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Hallo Seshari,

wenn du dir die von mir genannten Link´s mal durchliest, wirst du wissen, was gut ist und was nicht.

Wichtig ist eben immer die Offenheit zwischen euch. Sobald es einem von euch zu viel wird, sollte es auch geäußert werden. Auch du solltest dabei nicht vergessen, an DICH zu denken. Du bist kein Therapeut, du bist eben nur ein Freund. Auch du hast deine Grenzen.

Eine generelle Regel gibt es nicht. Wenn die Kontaktaufnahme oft nur von deiner Seite ausgeht, hat das nichts zu heißen. Kann aber .....

Sprich mit ihm offen über deine Bedenken.

Alles Gute für euch.

Serafina

19.02.2010 10:33 • #5


SeShari

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Hallo Serafina,

die Link`s sind absolut hilfreich und ich konnte bereits ein paar typische Fehler meinerseits erkennen und beheben.

Keine Angst, mir ist durchaus bewußt das ich kein Therapeut bin und ich bin froh darüber denn das wäre mir auch eine Spur zuviel. Dieser Punkt ist auch zwischen mir und meinen Freund schon lange geklärt. Aber ich möchte ein GUTER Freund sein. Er hat zu seinen Krankenhauszeiten soviel vermeintliche Freunde verloren und ich möchte ihm einfach die Sicherheit vermitteln das seine Krankheit ihm nicht wieder eine Freundschaft kostet. Er soll wissen und fühlen das er mir vertrauen kann.

Da wir nur über email Kontakt haben, habe ich nicht das Gefühl das er mich auslaugt, da ich ja selbst koordinieren kann wann ich ihm schreibe und wann ich seine mails lese.
Zu sehen das ich mich eigentlich instinktiv ganz richtig verhalte, stärkt mich enorm denn das einzige was mich immer runtergezogen hat war die Unwissenheit ob mein Verhalten richtig ist.

Danke für deine Hilfe
Seshari

19.02.2010 14:38 • #6

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