Kann nur noch 4 h arbeiten, Teilerwerbsrente sinnvoll?

col

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Hallo,
leider habe ich keine Info gefunden. Daher meine Frage.
Meine Frau hatte 4 Hörstürze, hörempfindlich nun usw. Ist nnun 3 Monate Arbeitsunfähigkeit. HNO meint das wird nicht mehr besser. Sie ist Erzieherin. Wir keine 8 h mehr können. Denkt 4 h geht.

Muss sie die finanzielle Einbuße dann ganz auf die eigene Kappe nehmen oder kann man da was mit Teilerwerbsunfähigkeit machen, was den finanziellen Verlust (incl. späterer Vollrente) vermindert.

PS
Reha steht an. Kann man dazu dort was anfragen

herzlichen Dank

col

22.03.2014 11:41 • #1


achtsamkeit

achtsamkeit

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Es wäre sinnvoll erst einmal die Reha abzuwarten. Ich denke, dass dort festgestellt werden soll wie es mit der Arbeitsfähigkeit aussieht.
Hilfe und klare Infos gibt es übrigens beim VDK.
Erzieher sind ja einer extremen Lärmbelastung ausgesetzt, gibt es bei euch auch Überlegungen bezüglich einer Umschulung?

LG Achtsamkeit

22.03.2014 12:34 • #2


col


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Danke Achtsamkeit,
Umschulung ist noch nicht überlegt. Meine frau ist über mitte 50.
Aber du hast ja recht. erstaml Reha abwarten.
Dann sehen wir weiter.
hg
col

23.03.2014 11:13 • #3


Albarracin

Albarracin

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Hallo,

sofern die Bedingungen für eine (Teil-)Erwerbsminderung nicht gegeben sind, ist angesichts des Alters Deiner Frau auch noch eine Berufsunfähigkeitsrente denkbar.
Sowohl bei Teilerwerbsminderung als auch bei Berufsunfähigkeit gibt es recht hohe Hinzuverdienstgrenzen, so daß mit einer Teilzeitbeschäftigung - auch beim bisherigen Arbeitgeber - je nach Restleistungsfähigkeit man dem vorherigen Lohnniveau recht nahe kommen kann.
Eine Teilerwerbsunfähigkeits- bzw. Berufsunfähigkeitsrente beendet das Arbeitsverhältnis nicht automatisch.

Deine Frau sollte auf alle Fälle nichts überstürzen, ruhig das Krankengeld "ausreizen" und auf alle Fälle einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen (falls noch nicht geschehen), um sich zusätzlich arbeitsrechtlich zu schützen.
Falls Deine Frau Gewerkschaftsmitglied ist, hat sie in all diesen Angelegenheiten automatisch Rechtsschutz.

23.03.2014 20:34 • #4


col


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Danke

Zitat von Albarracin:
Falls Deine Frau Gewerkschaftsmitglied ist, hat sie in all diesen Angelegenheiten automatisch Rechtsschutz.


Ist sie. hat sogar schon Streik organisiert und war im Betriebsrat auf Gemeinde... weiß net mehr wie das heißt. ups Personalrat endlich hab ichs.

Hm, wie ist das, wenn man Teilerwerbsrente dann bekommt, und dazu verdient bekommt man dann später evtl. weniger Geld als wenn man für sich alleine auf 4 h geht?
Das sind so die Sachen die uns durch den Kopf gehen.

Schwerbehinderungsantrag haben wir vor 2 Jahren bestellt weil sie seit Kindheit sehr stark Neurodermitis hat. Einmal im Monat zum Arzt muss, nie ohne Cortison auskommt usw. Ziegenmilch und Glaswolle freies Wohnen um hat verbessert aber es blieb doch einiges.
Sie hat daraufhin 20 % bekommen.
Frage mich nun, was reicht man da am besten nach. Vielleicht am besten was von den Reha Ärzten ?

Was ich nach kurz schreiben möchte.
Im Laufe der 3 Monate kam meine Frau mehr und mehr drauf dass sie erschöpft ist. Deprie ist sie nicht. Und langsam kommt die power auch wieder. Aber das ihr ist total empfindlich. Geht immer wieder zu. Ich selbst hätte nie gedacht dass meine frau mal 3 Monate krank wird. Und es ist ja noch keine Ende sichtbar. Früher war sie mal max. 7 tage daheim. Und sie war immer die absolute Ruhe, der Fels in der Brandung des KIGA. War vor den kindern Leitung und machte nun stellv.
Wollte das nur mal am Rande berichten

hG
col

23.03.2014 21:53 • #5


miezelina

miezelina

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Reha steht an. Kann man dazu dort was anfragen


Auf jeden Fall. In den Rehakliniken gibt es Sozialarbeiter, die nichts anderes tun, als die Patienten in diesen Dingen zu beraten. Sie helfen sogar bei Bedarf bei der Antragsstellung. Ich würde aber auch mit den dortigen Ärzten und Psychologen sprechen, wie diese die Erwersbfähigkeit einschätzen. Vielleicht wäre eine volle Rente sogar angebrachter, das ist ja nicht für ewig sondern in der Regel erst mal für 2-3 Jahre.

24.03.2014 10:46 • #6


col


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Hallo miezelina
Danke dir, meiner Frau habe ich die beiträge gezeigt. Sie hat sich sehr gefreut.
Jetzt warten sie auf die Reha. dneke sie oder auch ich werden dann berichten.

hg
col

24.03.2014 19:41 • #7


Albarracin

Albarracin

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Hallo col,

Deine Fragen zu Rentenauswirkungen solltest Du unbedingt mit einem Fachmenschen (Rentenberater) von der DRV besprechen. Das kann in so einem Forum nicht seriös beantwortet werden.

Ob die Neurodermitis seinerzeit korrekt bewertet wurde, hängt von der konkreten Verlaufsform ab.
Guckst Du hier unter Teil B Nr. 17.1:

http://www.schwbv.de/pdf/gdb_tabelle.pdf

Bei einer psychotherapeutischen Reha wäre dies idR nur ein Nebenaspekt. Zu Merkmalen der Neurodermitis wie Ausdehnung, Wiederholung, sichtbare Stellen, Juckreiz sollte schon der Arzt angegeben werden, der diese Krankheit über einen längeren Zeitraum behandelt hat und ein Gesamtbild darstellen kann.

Ist bei Deiner Frau eine Depression (Mindest-GdB 30) oder eine schwere "depressive Verstimmung" (Einzel-GdB 20) diagnostiziert, gibt das in der Gesamtbetrachtung mindestens einen Gesamt-GdB von 30, so daß Deine Frau einen Gleichstellungsantrag stellen könnte. Depression findest Du im o.a. Link unter Nr. B 3.7. Auch hierzu sollte man den behandelnden Arzt angeben, den Reha-Aufenthalt kann man ergänzend anführen.

Im Gegensatz zu miezelina habe ich zu der Qualifikation der meisten "Sozialdienstler" in Reha-Kliniken keine so gute Meinung. Insbesondere im Schwerbehindertenrecht (SGB IX) sind die allermeisten unterbelichtet, manche können schon nicht mal einen fehlerfreien Antrag auf Schwerbehinderung stellen und Gleichstellung ist für die Allermeisten eine vollkommen fremde Welt.

25.03.2014 13:39 • #8


col


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Hallo Wolfgang

DANKE

Werds Madam vorlegen.
Von ihr Gruß unter Gewerkschaftlern an dich

col

25.03.2014 17:48 • #9




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