Ich schaffe es nicht aufzuräumen - bin kraftlos

Hallo an alle, Bin 81 Jahre alt,und hätte mir eigentlich nie träumen lassen das ich mal so weit sinke.Seit ca. 10 Jahren leide ich unter Depressionen,seit meiner Trennung September 2015 ist es viel schlimmer geworden.Mit Ärzten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht,nur ein kurzes Gespräch und ein Mediament verschreiben....das wars,aber das ist wohl nicht der Sinn,also war ich jetzt schon länger nicht mehr beim Arzt,umnd Medikamente nehme ich auch keine mehr,da nie eine Besserung eintrat.Meine Wohnung ist sehr unaufgeräumt,hört sich bestimmt komisch an,aber ich schaffe es nicht aufzuräumen,es fehlt mir die Kraft und auch der Wille?Ich habe auch Angst das ich mir eines Tages das Leben nehmen werde,bis jetzt habe ich lediglich den Wunsch nicht mehr leben zu wollen,ich denke das ist ein Unterschied.Es ist nur gut das meine Kinder mich fast jedes Wochenende besuchen kommen,dann fühle ich mich wenigstens für ein paar Stunden als Mensch.
Ich habe ja gelesen das die meisten Menschen in diesem Forum solche Probleme haben(oder noch grössere),aber falls jemand eine Rat hat , bitte einfach eine Nachricht schicken
Mit freundlichen Grüßen

30.10.2017 17:30 • #1


Hallo,

du könntest probieren online PC-Spiele zu spielen, vielleicht nicht so dein Zeitalter aber probieren kannst du es. Wenn du anfängst, kannst du dich mit anderen mitspielern kontaktieren und über zum Beispiel "Teamspeak" reden und auch in foren e.t.c. rumstöbern und mitdiskutieren.

MfG Jemand

31.10.2017 18:57 • #2


Hallo Antriebslos
Niemand kann sich seinen Gesundheitszustand aussuchen. Die Depression frägt nicht, ob es gerade passt. Sie kommt und der Betroffene muss ihre Symptome aushalten. Nur ein Betroffener kann sich vorstellen, welchen Leidensdruck eine Depression auslöst. Ich bin derselben Meinung, dass Medikamente nur das Symptom behandelt, der Auslöser kann nicht gespürt und verarbeitet werden und wird dann verdrängt. Meine Wohnung ist ebenfalls nicht besonders gut aufgeräumt. Das hat mit dem Wert der Person nichts zu tun. (Von meinem Boden kann man essen, da liegt genug rum!) Mit Suizidgedanken leben sehr viele, dass ist auch nichts Schlimmes. Ich denke, dass jeder Mensch so wertvoll ist, dass mit einer Therapie der Lebensmut wieder geweckt werden sollte. Aber in unserer Leistungsgesellschaft sind nur Aktienkurse, Gewinnmaximierung oder Dividende wichtig, dann kommt lang nichts und ganz unter ist der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Für jemand sich Zeit zu nehmen, ist nicht gewollt. Alles leichter gesagt als getan. Trotzdem gibt man nur einen Brief auf, sonst nichts. Ich denke auch, miteinander zu diskutieren, spüren, dass man trotz Einschränkung ein erfülltes Leben habe sollte, hilft schon mal.

01.11.2017 14:23 • #3


Hallo Fritz
Du sagst miteinander reden,diskutieren hilft,mag sein oder sicher sogar,aber ich hatte meine Freundschaften für meine ehemalige Frau aufgegeben(warum frag ich mich heute noch),das bedeutet das ich jetzt sehr alleine bin,nur am Wochenende wenn meine Kinder zu mir kommen bin ich nicht allein.Aber meine Kinder werde ich mit meinen Problemen sicher nicht belasten.Freundschaft ist natürlich sehr wichtig,wenn man jemanden zum reden hat,wo man sich das Leid von der Seele reden kann und nicht alles selbst verarbeiten muss

02.11.2017 12:12 • #4