Ich schaffe das nicht mehr - wie mein Leben ändern?

unart

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Hallo ihr, es ist schlimm...ich komm einfach nicht mehr aus diesem gemeinen Loch. Es ist so unheimlich viel passiert das vergangene Jahr....zurück geblieben ist von meinem Leben-NICHTS. Es scheint, als ob ich eigentlich wieder durchatmen könnte...weiter machen könnte..ich schaffe es nicht. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, wer ich bin und ob es das Leben dass ich einmal geführt habe überhaupt gegeben hat. Ich würde ja auch gerne andere Menschen treffen...aber ich weiss nicht wen und wo. Alles was ich mir so mühsam aufgebaut habe ist binnen kurzer Zeit kaputt gegangen. Diese Aneinanderreihung der umstände ist so unglaublich gewesen so dass selbst ein gesunder wohl damit überfordert gewesen wäre.
Alles was jetzt kommen könnte wäre mit dem Wissen, dass nichts auf dieser Welt sicher ist...und das wenn man fällt einen niemand auffangen wird.

17.04.2012 23:16 • #1


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Ragnar

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Hallo unart,

absolute Sicherheit gibt es nicht, sie ist nichts weiter als ein Wunsch und meistens müssen wir sehen das wir wieder alleine aufstehen wenn wir gefallen sind. Aber selbst wenn Du alles verloren hast und nichts geblieben ist heißt das nicht das es so bleiben muß. Du kannst neu beginnen und viel dabei gewinnen ,ich weiß das es nicht einfach ist wenn die Verzweiflung groß ist und man sich alleingelassen fühlt.

Bist Du in ärztlicher Behandlung ?

Vielleicht könntest Du etwas ausführlicher schreiben was Dir passiert ist dann könnte man evtl. einige Tipps geben und Dir ein wenig Hilfe Stellung geben .

LG Ragnar

17.04.2012 23:44 • #2



Hallo unart,

Ich schaffe das nicht mehr - wie mein Leben ändern?

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Ragnar

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Ach ja : alles gut zum Geburtstag

18.04.2012 00:40 • #3


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Ragnar

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Hi,

ich fand auch deine anderen Beiträge und bin ein klein wenig schlauer.
Leider weiß ich trotzdem nicht so richtig wie ich auf dich eingehen soll - kann ?
Schreib doch bitte ein wenig von deinem leben ,wie´s war bevor und wie´s jetzt ist , wie du dich fühlst was du denkst und was du für hoffnung hast ?

Würd noch mehr schreiben aber ich muß dann gleich los zur Arbeit ,frag mich jedes mal wie ich das schaffe.

LG Ragnar

18.04.2012 07:40 • #4


unart

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Hallo Ragner!! hatte irgenwie hier gar keine Antwort erwartet...und Deine auch erst entdeckt. Glaub ich wollte nur "loswerden",egoistisch gewesen. Hoffe bist noch rechtzeitig zur Arbeit??

Hoffnung:
keine!!-der Wunsch aufzuwachen und nur geträumt zu haben ist weit weg. Die Möglichkeit, dass alles zu einem höheren Plan gehört; zu abstrakt.

Meine Situation bis vor einanhalb Jahren: zweifache Mama, sechs-Tage-Job, Wochenende spannende und actionreiche Unternehmungen mit bis zu acht Kindern, ....viel Spass, Kampf, ...und Stärke. Stolz, für meine Kinder sorgen und aufkommen zu können. Immer etwas anders-aber im Rahmen...selbstständig. Einig mit meinem Spiegelbild und meinen Moralvorstellungen treu....und mit starker Liebe den Menschen gegenüber.
JETZT: ohne eigenen Wohnsitz, zerfressen vor Sehnsucht an meine Kinder, zweifelnd an allem, was meine Werte, mein Denken angeht. Enttäuscht von der Welt und den Menschen.sinnentleert.

DAZWISCHEN;Parkbank,Kälte, Hunger,Schock,Ohnmacht,verraten, auf der Flucht, geschlagen, angeklagt....meine erste Panikattacke seit 5 Jahren.


Es ist verdammt schwer für mich "nach aussen" zu gehen..weil es nicht drei Sätze sind..man kann nichts zusammenfassen. Weil alles wichtig ist. Etwas weg zu lassen, würde verfälschen was passiert ist.
Zuviel-und daher nur in Häppchen möglich.

Ganz schlimm: meine Medikamente(seit der Obdachlosigkeit hat die ein Freund über seinen Hausarzt besorgt-er ist jetzt beruflich weit weg) sind seit zwei Wochen aus...


Ich will auch niemanden schocken. Habe gelernt, dass ich Menschen mit meiner Geschichte nur verschrecke.

P.s. gehörst Du mit zum Team?<

03.06.2012 23:15 • #5


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Neruda

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Liebe Unart,

Ich bin erst seit kurzem im Forum und habe gerade deinen Beitrag entdeckt. Und ja, deine Geschichte ist krass. Sehr krass. Es tut mir wahnsinnig leid, dass du das alles mitmachen musst.

Mein Leben ist Gott sei Dank nicht ganz so dramatisch kaputt gegangen, wie deins. Und das Einzige, was ich dir mit auf den Weg geben kann ist, dass es mir persönlich immer eine perverse Sicherheit gegeben hat zu wissen, dass es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen kann. Dass es jetzt nur noch Berg auf gehen kann. Dass die Talsohle erreicht ist. Nichts geht mehr den Bach runter, weil es nichts mehr wegzuspülen gibt.


Ich weiß, dass das nicht viel an Trost ist, aber ich wünsche dir trotzdem, dass deine Talsohle jetzt erreicht ist und dass es nur noch besser werden kann!

Liebe Grüße

04.06.2012 14:31 • #6


unart

unart

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Hallo Neuruda! Lieb von Dir. Verrückt ist, dass mir nicht mal mehr die kleinsten Normalitäten des Lebens gelingen. Paulo Coelho hat mal geschrieben:"Wenn man etwas wirklich und ganz fest will, dann wird das ganze Universum beitragen, dass man das Ziel erreicht." ....Hätte sowas nie geglaubt,..aber seit 1,5 Jahren kommen die unwahrscheinlichsten Eventualitäten zusammen-auf die Minute genau, damit nicht das kleinste Vorhaben gelingen mag.....und irgendwie ist das ermüdent über Monate hinweg...und ich fühle mich fast lächerlich überhaupt über Pläne nachzudenken.
Ausserdem bin ich schon sehr enttäuscht von den Menschen.Freunde sind die Menschen die Menschen, die gehn wenn man sie am meisten braucht.(bzw. die die aus deinem Elend noch Nutzen schlagen). Und auch das Rechtsystem...dass Fehler passieren und auch da nur Menschen sitzen-ok-aber die Anzahl und Heftigkeit lassen nicht auf Ausnahmen schliessen....mein Rechtsempfinden verkörpert das ganz und gar nicht.
"Psychisches Erschöpfungssyndrom mit gesicherten Panikattacken"hat der Arzt damals als Diagnose geschrieben. Kann mir jemand was sagen, in wie weit sich in Extremsituationen krankhaftes von "normalen" Empfinden unterscheidet. ????Was ist zum Beispiel Trauer in Folge von Verlust....und was Depression.???

Weiss eigentlich jemand, ob es eine Möglichkeit als Nicht-Versicherter (ich weiss-eigentlich MUSS jeder versichert sein) auf ein Rezept gibt??? Das wäre wirklich wichtig für mich..

lg T

04.06.2012 17:14 • #7


Martina

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Hallo unart,

Zitat von unart:
Weiss eigentlich jemand, ob es eine Möglichkeit als Nicht-Versicherter (ich weiss-eigentlich MUSS jeder versichert sein) auf ein Rezept gibt???
Du bekommst ein Privatrezept und mußt dann den vollen Betrag für das Medikament aus eigener Tasche bezahlen. Für die Behandlung beim Arzt bekommst du eine Rechnung. Privatpatienten können dann mit ihrer Kasse abrechnen. Ob du als Nicht-Versicherte direkt in der Praxis bezahlen mußt, kann ich leider nicht sagen.

04.06.2012 19:22 • #8


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Neruda

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Zitat von unart:
Hätte sowas nie geglaubt,..aber seit 1,5 Jahren kommen die unwahrscheinlichsten Eventualitäten zusammen-auf die Minute genau, damit nicht das kleinste Vorhaben gelingen mag.....und irgendwie ist das ermüdent über Monate hinweg...und ich fühle mich fast lächerlich überhaupt über Pläne nachzudenken.


Ich kann irgendwie nicht akzeptieren, dass diese Pechsträhne dein ganzes Leben lang weiter gehen soll. Man würfelt ja auch nicht endlos Einsen, wenn man ein Spiel spielt. (Ich weiß, ich hab ein Rad ab, mir fällt gerade kein besserer Vergleich ein.) Wenn Pläne dir im Moment das Gefühl geben, nichts gebacken zu kriegen, hör auf sie zu schmieden. Kümmer dich nicht allzu sehr um morgen, sondern mehr um heute! Versuche den heutigen Tag zu meistern! Er ist alles, was du jemals haben wirst! Ich weiß, ich hör jetzt auf pseudoklug zu labern.

Zitat von unart:
.Freunde sind die Menschen die Menschen, die gehn wenn man sie am meisten braucht.


Das macht mich so wütend. Nein, das sind keine Freunde! Es gibt Menschen, die nicht abhauen. Allerdings sind sie rar gesät.

Ich wünschte, ich könnte dir praktischer helfen. Es tut mir leid, dass alles so ungerecht ist, um dich herum.

Mir bleibt nichts anderes zu sagen als: Ich denk an dich.

04.06.2012 22:56 • #9



Hallo unart,

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unart

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@Neruda: hört sich gar nicht psydoklug an...Du hast recht-mit allem.
Ich spiele mit dem Gedanken die Stadt zu wechseln. An jeder Ecke hier werde ich an meine Kinder und mein altes Leben erinnert. ...oder ich muss dagegen angehn. Dass die Leute hier so krass sind schieb ich an die Nähe der Tschechischen Republik und das Dro. hier. Danke für die Antworten. Erst mal ist es wichtig für mich, meine Medikamente zu bekommen.lg

05.06.2012 04:43 • #10

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