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Ich bin ein emotionales Wrack

C
Hallo,
Ich weis nicht was ich mir davon erwarte hier zu schreiben. Ob es in irgendeiner Weise hilft. keine Ahnung.

Mir geht es nicht gut. Ich bin gerade an einem Punkt, wo ich in keinerlei Hinsicht sehe, wie es weiter gehen soll. Ich fühle mich total überfordert, bin lustlos, traurig, antriebslos.
Habe ständig so einen Druck auf der Seele, einen Kloß im Hals, ein Chaos in meinem Kopf und totale Leere in meinem Herzen.

Und ich sehe keinen Grund, warum ich mich so fühle.
Es gab keine Katastrophe. Alles ist super, bis auf eine einzige Sache - Ich hatte nie jemanden, mit dem ich wirklich über meine Sorgen reden konnte.
Also habe ich alles verdrängt, in mich reingefressene.
Und ich dachte, ich komm damit klar. Bis vor einem knappen Jahr eine Person auftauchte, die zuhörte und merkte, dass etwas nicht ok war. Und da bin ich dann zusammengebrochen. Weil ich da erst wirklich merkte, wie sehr mir jemand zum reden gefehlt hat.
Wir reden, ab und zu. Die besagte Person hat selbst sehr viel zu tun und ich fühle mich jedes Mal so sch., wenn ich ständig anrufe um zu fragen, ob wir reden können.

Im großen und ganzen bin ich selbst daran schuld, dass es mir jetzt so sch. geht. Ich habs nie hinbekommen mal den Mund aufzumachen und zu sagen, wenn es mir nicht gut ging oder mich etwas bedrückt hat.
Dass mir mein Umfeld das Gefühl gegeben hat, nicht richtig zuzuhören, hat es wahrscheinlich nicht gerade besser gemacht. (Auch wenn das tausendprozentig niemand mit Absicht gemacht hat. Denn ich habe eine klasse Familie/Freunde) ich weis nicht woran es liegt, dass ich den Mund nicht aufkriege. Es ist ja nicht so, dass es niemanden interessiert, wies mir geht.

Wenn ich meine Ruhe habe, alleine bin und nichts tue, geht es mir eigentlich soweit ganz gut. Und ich denke - Hey, vielleicht bekomm ich mich langsam wieder in den Griff.
Aber sobald ich anfange mich auch nur ansatzweise mit diesem ganzen Chaos auseinanderzusetzen/mir überlege wie es weiter gehen soll (und irgendwie muss es langsam weiter gehen, weil mir fürs Nichts-Tun langsam meine Ersparnisse ausgehen. ) dann bin ich wieder total am verzweifeln.

Ich halte keine zwei Stunden aus (egal was ich tue) und brauche schon wieder eine Pause. Würde am liebsten nur noch schlafen.
Habe aber gleichzeitig den Druck etwas tuen zu müssen. (ich kann nicht von Nichts leben und das will ich auch nicht)
Ich will ja etwas tuen! Arbeiten, mir Dinge leisten die ich gerne hätte, aber vor allem will ich endlich wieder glücklich sein und verdammt nochmal lernen, den Mund auf zu machen, gerade dann wenn es mir nicht gut geht.
Dass ich das emotional und vor allem körperlich gerade nicht kann macht mich total fertig.
Ich drehe mich nur im Kreis. Das was ich brauche - Ruhe - kann ich mir langsam nicht mehr leisten. Wenn ich keine Ruhe habe, drehe ich aber langsam durch.

Es ist schon soweit, dass ich manchmal dasitze und denke - ich will nicht mehr, es wäre besser wenn alles einfach aufhört, mir wäre es manchmal egal.
Und ich hasse mich dafür, dass ich so denke.

Und niemand weis, wie es mir wirklich geht. Alle denken es geht mir gut, bzw. Ok.

Ich weis, dass ich Hilfe brauche. Und ich kriegs ums verrecken nicht hin, mir welche zu suchen.
Ich war schon zwei mal bei einer Beratung und die alte Leier - ich krieg den Mund nicht auf.
Wie soll mir jemand helfen, wenn ich nichts sagen kann?!

Und die Sache ist die, ich WILL ja reden, will, dass mir jemand helfen kann. Aber es geht nicht, wie eine Blockade. Ich weis nicht was schief läuft mit mir.


Ich weis, etwas oberflächlich alles, aber so öffentlich will ich da nicht zu sehr in die Tiefe gehen.
Danke jedenfalls an alle, die sich die Mühe gemacht haben, das alles zu lesen.
Was auch immer das jetzt noch bringen mag.

14.06.2019 01:42 • x 4 #1


CeHaEn
Moin Cat,

so ganz spontan zu dieser Stunde: Probier es weiter mit dem Hilfe suchen. Wende dich dazu an einen Therapeuten - und zwar mit dem Hintergedanken einer richtigen Therapie. Du brauchst Zeit, um dich zu öffnen, dazu musst du wahrscheinlich dein Gegenüber etwas kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Das geht nicht zwischendurch. Das hast du bestimmt auch bei dieser Zuhörerperson gemerkt.

Und du musst dich nicht dafür hassen, dass du momentan nicht vorankommst. Natürlich bist du unzufrieden mit deiner Situation und das ist berechtigt. Du scheinst allerdings eine ganze Menge Gepäck zu tragen und da ist deine Lage doch absolut nachvollziehbar.

14.06.2019 02:59 • x 5 #2


A


Hallo Cat1998,

Ich bin ein emotionales Wrack

x 3#3


Hoffnung21
Hallo Cat


Ich kann mich hier nur anschließen, du solltest dir dringend einen Psychotherapeuten und einen Psychiater suchen. Vieles von dem was du schreibst kommt mir bekannt vor, und 2 Stunden am Stück was machen können ist schon mal nicht schlecht. Dass man in einer Depression viele Pausen braucht ist normal. Dass man nichts sagt, obwohl es einem schlecht geht, das ist etwas, das man in der Therapie aufarbeiten musst. Das wirst du dort langsam lernen. Auch bei mir hat jeder angenommen, dass es mir gut geht, ich konnte die Maske seeeehr lange aufrecht erhalten. Tu dir den Gefallen und suche dir dringend einen Therapeuten. Wenn du Angst vor einer Blockade hast, vielleicht hilft es Dir, wenn du vorher aufschreibt, was du sagen möchtest und nimm den Zettel dann ruhig beim Gespräch raus. Ich hab mir auch immer meine Fragen notiert und dann nachgeschaut, weil ich immer alles vergessen hab.

Alles Gute
Eis

14.06.2019 06:42 • x 6 #3


C
Danke für eure Antworten.

Ich weis, dass ich Hilfe brauche und das will ich auch. Nur mir welche zu suchen, bekomm ich einfach nicht hin, was mich noch mehr runter zieht.

Dann habe ich Tage, wo es ok ist und ich komme mir so lächerlich vor, wenn ich dann wieder Momente habe, wo ich komplett zusammenbreche.
Es gibt so viel was ich erreichen will und wenn ich das versuche, haut es mich wieder komplett hin.

Mittlerweile ist das so ein Chaos, dass ich gar nicht mehr sagen kann, Warum es mir so geht.
Ich sehe keinen Auslöser für meine Situation.

Hinzu kommt, dass ich momentan ein Auslandsjahr mache. bzw. machen wollte, weil ich nicht weis, wie es weiter gehen soll. Hierbleiben. zurück nach Hause.
Und es tut total gut hier zu sein und Abstand zu haben.
Ich habe mich Zuhause (nicht von meiner Familie, mehr von der ganzen Umgeben irgendwie) total eingesperrt und gestresst gefühlt.

Und hier fühle ich mich frei und mehr Zuhause als in meinem eigentlichen Zuhause. Was mich auch total fertig macht.

Ich weis ich brauche Hilfe und ich würde auch gerne endlich meiner Familie sagen was wirklich los ist. Nur weis ich nicht wie.
Ich würde gerne hierbleiben und mir hier Hilfe suchen, aber ich weis nicht wie das funktionieren soll.
Ich weis nur nicht wie ich es zuhause schaffen soll, mir Hilfe zu holen. Oder ob es, wenn ich nach Hause gehe, dann so weiter geht wie bisher und ich so tue als wäre alles ok.

Mir macht das Angst.
Langsam bin ich am verzweifeln was ich tun soll, was richtig ist, wie ich jemals wieder etwas auf die Reihe kriegen soll.
Wie ich mir Hilfe holen kann.

Wie und vor allem Wo findet man vernünftige Hilfe wo man ernst genommen wird?!
Ich will endlich wieder glücklich sein können.
Und meine Familie nicht ständig belügen, dass es mir gut geht.
Das haben sie nicht verdient.

14.06.2019 23:47 • x 2 #4


Hoffnung21
Hallo Cat,
Ich hab Grad mal dein Profil angeschaut und bin richtig erschrocken, da du nur ein Jahr älter als meine Tochter bist.
Ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich es richtig verstanden habe. Du kommst nicht aus Deutschland und machst hier ein Auslandsjahr, oder du kommst aus Deutschland und möchtest erst ein Auslandsjahr machen?
Bitte sprich mit deiner Familie, wenn es dir nicht gut geht. Versuch nicht, dort eine Maske überzuziehen. Das wird irgendwann nicht mehr funktionieren. Wenn du schon sagst, dass deine Familie nicht verdient hat, belogen zu werden, dann scheint ihr ja eine gute Beziehung zueinander zu haben. Ich wäre furchtbar enttäuscht, wenn es meiner Tochter so schlecht gehen würde und sie würde mir etwas vorspielen. Versuch doch mal ein paar Bemerkungen fallen zu lassen, dass sie wissen, dass du Hilfe brauchst. Dafür ist Familie da.
Hilfe findest du durch
1. Einen Termin bei einem Psychiater
2. Einen Termin bei einem Psychotherapeuten
Für beide musst du mit einer längeren Wartezeit rechnen. Mach also schnellstmöglich Termine aus. Bitte beherzige meinen vorherigen Rat mit dem Aufschreiben deiner Gedanken.

Momentane Tipps für Dich
1. JEDEN Tag draußen spazierengehen oder Sport treiben
2. JEDEN Abend auf einen Zettel 3 positive Erlebnisse/Dinge des Tages aufschreiben. Das fällt anfangs schwer, aber es wird mit der Zeit besser. Dadurch hast du vor dem Einschlafen den Fokus auf die positiven Dinge gelegt, und die negativen Gedanken müssen mal eine Zeitlang weichen.
3. Entspannungsübungen durchführen wie autogenes Training, Yoga, Quigong, Progressive Muskelentsoannung, Musik hören o.ä.

Ich hoffe, es ist was nützliches für dich dabei

LG Eis

15.06.2019 00:11 • x 2 #5


C
Ich komme aus Dt. und bin aktuelle im Ausland. Aber wie gesagt. ich weis gerade nicht, wie es weiter gehen soll.
Gerade versuche ich alles in einem einigermaßen nachvollziehbaren Text zusammenzuschreiben, den ich dann meiner Familie geben kann. Zum reden habe ich ein zu großes Chaos in mir.
Ich tu mir nur so schwer damit, weil ich nicht weis, WAS ich ihnen schreiben soll, weil ich ja gar nicht mehr wirklich weis was los ist mit mir.

Danke jedenfalls für deine Ratschläge. ich hoffe einfach nur noch, dass ich irgendwann genug Kraft habe, sie zu beherzigen.
Gerade sind meine Batterien komplett leer. Ich brauche überhaupt erstmal wieder Energie, damit ich mir überhaupt Hilfe holen kann. Nur wo hernehmen wenn man für nichts mehr Energie übrig hat.

15.06.2019 00:21 • x 4 #6


Hoffnung21
Wo bist du denn gerade? Kann auch ein bisschen Heimweh und Einsamkeit dabei sein? Wenn ich dir einen Vorschlag machen darf: Brich deinen Aufenthalt im Ausland ab, denn wie das dort ärztlicherseits aussieht ist ungewiss. Das mit dem Brief ist eine sehr gute Idee. Schreib einfach so, wie Du auch hier im Forum schreibst. Und wenn deine Familie Bescheid weiß wird es dir gleich viel besser gehen. Ich wünsche dir alles Gute.

15.06.2019 07:22 • x 2 #7


Alexandra2
Liebe Cat,
Wir wissen alle, wie es ist, sich so hilflos und völlig erschöpft zu fühlen. Und wir wissen auch, es gibt Auswege.
Mir fällt auf, daß Du Dich sehr unter Druck setzt. Es reicht völlig aus, in ein zwei Sätzen ein Familienmitglied um Unterstützung zu bitten. Niemand erwartet einen chronologischen Bericht Deines Leidenswegs. Schreibe einfach, daß Du schrecklich erschöpft bist und Du keine Kraft hast, einen Termin zu (Hausarzt, Psychiater, Psychologe) machen und hinzugehen. Und genau das kann Dein Familienmitglied für Dich tun.
Bis es soweit ist, kann ich meinen Vorschreiberinnen nur beipflichten. Entspannung, Bewegung mit Auspowern wenns geht, Pausen und viel Schlaf.
Und höre auf mit der Selbstbestrafung, mit den Bewertungen. In einer (Erschöpfungs) Depression ist alles anders als sonst. Gefühle, Körpergefühle, Gedanken und sogar Bewegungen sind wie von einem anderen Menschen. Bewerte Das nicht! JEDER Stress ist Gift für Dich und gießt Wasser auf die Mühlen.
Tue Dir soviel Gutes wie irgend geht und denke nicht nach. Auch das lässt sich trainieren.
Ich kann mir vorstellen wie Du Dich fühlst und es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten hier. Wie es im Ausland ist, weiß ich nicht. Aber davon würde ich die Entscheidung zu bleiben oder zurück zu kehren, abhängig machen. Du brauchst die Hilfe jetzt ganz konkret. Das hat Vorrang.
Die Depression ist anfangs schwer zu greifen, wie da was ungünstig beeinflusst.
Sobald Du eine Behandlung bekommst, wird es Dir schrittweise besser gehen. Weil die Krankheit den ganzen Menschen erfasst, und erschüttert orientierungslos allein lässt, dauert es etwas bis Besserung Eintritt. Du bist krank und kein Zombie, also sei sehr sehr freundlich mit Dir und nimm Dich liebevoll an die Hand wenn Du kannst.
Liebe Grüße Alexandra

15.06.2019 08:44 • x 3 #8


C
Heimweh schätze ich nicht. denn ich fühle mich hier, wenn ich Ruhe habe, mehr zuhause als Zuhause.
Irgendwie frei und eben diese Ruhe.

Den Brief habe ich so grob hinbekommen, ringe aber noch damit, ihn wirklich abzuschicken.
Ich fühle mich irgendwie erleichtert wenn ich denke ihnen endlich zu sagen was los ist.
Ich möchte nur nicht, dass meine Familie sich Vorwürfe macht, warum ich nicht schon viel früher etwas gesagt habe
Sie würden immer wollen, dass ich mit allem zu ihnen kommen kann (das kann ich auch, da bin ich mir sicher) und ich konnte es doch irgendwie nicht und habe das Gefühl, sie sehr lange total belogen zu haben. was ich nie wollte.

Ja, manchmal habe ich wirklich das Gefühl, mich selbst nicht zu kennen. mir selbst nicht mehr vertrauen zu können.
Danke, für alle Antworten. Sie helfen etwas.

15.06.2019 22:59 • x 2 #9


Hoffnung21
Liebe Cat,
Hier geht es nicht um Vorwürfe, sondern darum, dass du Hilfe bekommst. Das musst du nicht begründen, es ist ganz normal, dass man erst mal versucht, selbst damit fertig zu werden. Das wird deine Familie verstehen. Das Gefühl der Freiheit ist sicher sehr schön, aber dein Leben läuft dir nicht weg, du hast noch genug Zeit, es zu genießen.
Wie lange bist du denn schon unterwegs und wohin hat es dich verschlagen. Magst du ein bisschen was erzählen?
LG Eis

15.06.2019 23:24 • x 1 #10


C
So, jetzt habe ich es geschafft und meinen Eltern den Brief geschickt.
Es war irgendwie erleichternd aber hat sich auch komisch angefühlt.

Ich habe eine lange Zeit von den Menschen um mich herum das Gefühl bekommen, dass sie nicht richtig zuhören. Als ob meine Worte nie komplett angekommen sind.
Also ich bin mit reden oft nicht weit gekommen.
Und jetzt wo sie zuhören und da sein wollen.
(meine Eltern haben gesagt, sie unterstützen mich und ich treffe die Entscheidung was und wie wir weiter machen)
. jetzt tue ich mir so schwer zu reden. Als ob ich mir nicht 100%ig sicher sein kann, dass diesmal wirklich jemand zuhört. Es war so lange nicht der Fall. und ich merke jetzt erst, dass das wohl einiges kaputt gemacht hat.
Ich würde ihnen gerne mehr erzählen, sie sagen ja Du kannst mit allem zu uns kommen
Aber ich kanns nicht und will es momentan auch nicht.
Ich möchte gerade eine Grenze.
Ich will sie nicht aus meinem Leben ausschließen. Aber ich hab das Gefühl, dass ich Zeit brauche, bis ich ihnen wieder wirklich alles erzählen kann.
Ich will sie mit dieser Grenze nur nicht dass sie sich weggestoßen fühlen, jetzt wo sie da sein wollen.

Naja, bald geht es zurück und ich hoffe dann wird es besser.

21.06.2019 20:57 • x 1 #11


Hoffnung21
Super Cat,

Ich bin froh, dass du das gemacht hast. Und dass deine Eltern dich so unterstützen und dir die Entscheidung überlassen sagt auch ganz viel darüber aus, wie wichtig du ihnen bist.

Sei bitte einfach ehrlich zu Ihnen. Sag Ihnen, dass es dir sehr wichtig ist, dass sie ZUHÖREN! Und wenn sie dazwischen reden, sag es Ihnen einfach nochmal, das wird bestimmt (ohne böse Absicht) passieren, einfach weil es Gewohnheit ist.
Sag Ihnen ruhig auch, dass es eine Grenze gibt, die du im Moment nicht überschreiten kannst, dass dir das reden noch schwerfällt. Und betone, dass dir wichtig USt, dass sie diese Grenze nicht überschreiten. Das einzuhalten ist schwer für Eltern, aber DU bust erstmal wichtig.

Such dir bitte wenn du daheim bist und es dir dort nicht besser geht einen Psychotherapeuten, damit du aus dem Loch möglichst schnell wieder raus kommst.

Und jetzt genieße deine restliche Zeit so gut du kannst.

Liebe Grüße
Eis

21.06.2019 21:17 • x 1 #12


mutmacher
Eine bescheidene Frage ganz am Rande:
Hast Du Gelegenheit, dort, wo immer Du auch bist, ein großes Blutbild machen zu lassen ?
Lass z.B. mal die Schilddrüsenwerte (TSH; T3/T4), den Mineralstoffhaushalt und z.B. Vit.D checken.

22.06.2019 12:32 • #13


Alexandra2
Lieber mutmacher,
Das ist alles geprüft, sogar Vitamin B, und im grünen Bereich.
Liebe Grüße Alexandra

22.06.2019 13:32 • #14


C
Hatte zuhause ein kleines Blutbild machen lassen, da war soweit alles ok.

22.06.2019 18:45 • #15


C
Was ist denn der Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychotherapeuten?
Weil du schreibst, Eis, einen Termin bei beiden ausmachen.?

Versuche gerade etwas rauszusuchen, was mir zusagt.
Jemanden der auch Kassenpatienten nimmt.
Bis ich etwas finde hoffe ich, hier einfach noch ein paar Dinge loswerden zu können, die mich einfach beschäftigen.

Ich bin schon wieder/immer noch total am verzweifeln. Es ist alles arrangiert, in ein paar Tagen gehts zurück. Und alles in mir sträubt sich dermaßen. es fühlt sich so falsch an. Ich habe fast Angst zurück zu gehen, wo das alles angefangen hat, dass ich mich dort wieder so eingeengt fühle, in alte Muster falle und mich wieder ständig nur zusammenreiße.
Gleichzeitig möchte ich hier endlich alles abgeschlossen wissen und mich darauf konzentrieren können, dass es mir wieder besser geht. Es fühlt sich an als ob ich innerlich gerade zerrissen werde.

Momentan mache ich nichts außer schlafen und spazieren gehen. Ab und an vielleicht ein bisschen lesen.
Letztens musste ich allerdings einkaufen gehen. Die ersten 10 min gingen. Dann musste ich mich jedoch so zusammennehmen, nicht komplett in Panik auszubrechen, wegen den ganzen Leuten um mich herum (und es waren nicht mal viele).
Ich bin durchgängig nur noch angespannt und nervös und würde mich am liebsten nur noch verkriechen. Mir ist Alles zu viel, Menschen, Geräusche, ich fühle mich total mit Eindrücken aus allen Richtungen überschüttet.

Nachts ist es etwas besser, oft gehe ich da nochmal eine kleine Runde wenn nichts mehr los ist, aber richtig entspannen kann ich gar nicht mehr. Und schlafen ist immer weniger erholenden, gleichzeitig würde ich am liebsten nur noch schlafen.

Dazu mache ich mir ständig Gedanken, wie es weiter gehen soll.
Vor allem möchte ich niemandem auf der Tasche liegen. Bekommt man mit 21 überhaupt schon so etwas wie Krankengeld? Eine Ausbildung habe ich, allerdings ist diese nicht staatlich anerkannt. Und bisher habe ich zwischen Schule und meinem geplanten Auslandsjahr neben dieser Ausbildung nur Aushilfsarbeiten gemacht (um mir dieses Auslandsjahr leisten zu können und wollte dann eigentlich durchstarten.)

Es ist gerade alles so zu viel.

08.07.2019 00:55 • x 1 #16


Hoffnung21
Hallo Cat,

Schön wieder von dir zu hören.

Ein Psychiater ist ein Facharzt für Psychiatrie, (manchmal auch zusätzlich ein Facharzt für Neurologie), der dir die notwendigen Medikamente verordnen kann.

Ein Psychotherapeut ist jemand, der mit dir eine Gesprächstherapie macht, das ist meist ein Psychologe, kann aber auch (eher selten) ein ärztlicher Psychotherapeut sein. Die häufigsten Vaianten sind die Verhaltenstherapie (Ändern von Mustern und Änderung deines Verhaltens in verschiedenen Situationen) und die Tiefenpsychologie (Suche nach Gründen und Ursachen, also in der Vergangenheit kramen).

So wie Du deine momentane Situation beschreibst ging es auch mir. Ich bin anfangs bloß noch rumgelegen, hab gegrübelt und hatte genauso wie Du in Geschäften Panikattacken. Zu viele Leute (auch wenn es tatsächlich nur wenige waren) zuviel Auswahl, zu viele Eindrücke, zu viele Entscheidungen. Ich habe mir dadurch die Sache erleichtest, dass ich nur noch kleine Einkäufe in kleinen Läden gemacht habe, dann ist es besser geworden.

Sorg dich nicht, dass du jetzt dahin zurückgeht, wo alles angefangen hat, du warst vermutlich dort schon krank. Ich vermute/hoffe, dass du noch bei deinen Eltern wohnst. Sie können sich um dich kümmern. Allein durch eine Depression zu gehen ist verdamme schwer, du wirst sehen es ist einfacher, wenn dir jemand hilft. Du kannst z,B. am Anfang die Einkäufe abtreten. Wenn du Angst vor einer Einengung hast, überleg dir einfach mal, was das Problem war. Hast du zu wenig Freiräume für dein Alter gehabt, sind deine Eltern zu streng/zu bevormundend, willst du Ihnen alles recht machen, kommen sie ungefragt in dein Zimmer usw. Vielleicht findest du ein paar Antworten (Das ist auch Teil der Gesprächstherapie!) und kannst mit deinen Eltern offen darüber reden. Nur DU kannst etwas ändern.

Versuch, nicht zu viel rumzuliegen während des Tages, das ist ein Teufelskreis, den du durchbrechen musst. Spazierengehen ist schon super! Vielleicht findest du noch etwas anderes, ein bisschen Routine, den Tagesablauf strukturieren. Z.B. nach dem Spaziergang ein Buch oder Zeitung lesen. Oder mal eine kleine Sporteinheit. Was machst du denn gerne? (Vielleicht fällt dir gerade nichts ein, das ist normal!)

Das mit dem Krankengeld weiß ich nicht genau. Normalerweise zahlt ja der Arbeitgeber Krankengeld, den hast du ja nicht. Ich vermute mal, es würde auf das Sozialamt hinauslaufen. Vielleicht weiß jemand hier im Forum, wie das läuft.

Aber ich bin mir sicher, so wie du deine Eltern beschrieben hast, dass sie dich nicht hängen lassen. Rede mit ihnen darüber, auch dass du dir Sorgen deswegen machst. Sie werden gemeinsam mit dir eine Lösung finden.

Alles Gute
Eis

08.07.2019 07:33 • x 1 #17


Mandinka
Mein Sohn ist genau so alt wie du und macht gerade auch so eine Krise durch. Er hat mir auch lange nicht so richtig gesagt, wie es ihm geht, ist immer brav zur Ausbildung gegangen und ich dachte, alles ist gut. Er wollte mich eben auch auf keinen Fall belasten. Es ging ihm emotional immer schlechter und es war sehr viel Druck in ihm, was ich einfach nicht bemerkte, weil ich ja nicht in ihn hineinsehen kann.
Bis er kürzlich so etwas wie einen Zusammenbruch hatte.

Wenn du ansonsten ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast, ist es auf jeden Fall besser, dich ihnen gegenüber zu öffnen. Eltern wollen, daß es ihren Kindern gut geht.
Ich wußte so vieles nicht, was meinen Sohn belastet. Zukunftsängste, Unsicherheiten, Überforderung, wachsender Druck. etc. Du bist damit nicht alleine. Ich befürchte, daß das viele junge Erwachsene in diesem Alter stark belastet.
Ich bin jedenfalls froh und erleichtert, daß ich jetzt weiß, was mit meinem Sohn los ist, weil ich bzw. wir nun etwas dagegen unternehmen können. Ich habe ihm geholfen, zeitnah einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen. Er erhält jetzt erst einmal für die erste Zeit medikamentöse Unterstützung und er beginnt noch in dieser Woche eine Therapie in einer Tagesklinik. Seine Ausbildung haben wir unterbrochen und werden es organisieren, daß er die Ausbildung nach der Therapie fortsetzen kann.

Es finden sich immer Lösungen. Und es ist keine Schande, Hilfe anzunehmen.
Wenn es dir schwer fällt, den Mund aufzumachen - ich kenne das auch von mir und auch von meinem Sohn - hilft es mir, mir in Ruhe zuhause Stichpunkte aufzuschreiben mit den Dingen, die ich unbedingt sagen muß bzw. will beim Arzt oder auch bei anderen Stellen. Dann nehme ich den kleinen Zettel einfach mit. Ich glaube, das ist z.B. Ärzten auch lieber, als wenn sie dir alles aus der Nase ziehen müssen oder du ihnen nix sagst. LG

08.07.2019 08:27 • x 3 #18


Alexandra2
Liebe cat,
Ich kann Dein Empfinden sehr nachvollziehen. Du wirst sehen, daß es Dir nach und nach besser geht, sobald Du Dich in Behandlung begibst. Die Depression lässt mich vollkommen anders fühlen und denken, so erkenne ich mich kaum noch wieder. Daß das die Krankheit macht, dämmerte mir nach und nach und es ist einfach nur erschreckend. Aber es gibt einen Weg daraus, Du wirst sehen.
Ich mochte auch nicht sprechen, denken ging auch nicht, ich hätte nicht formulieren können. Und deshalb habe ich mich so klein gefühlt und geschämt. Psychiater kennen das und haben einen Blick dafür, was geht und was nicht, ohne zu verurteilen, was ich immer wieder einfach nur angenehm und entlastend finde.
Du kannst Deine Schilderungen hier ausdrucken und mitnehmen zum Arzt? Und eine Tagesklinik könnte auch hilfreich sein, wenn sie nicht zu früh kommt für Dich. Dort lernt man viel über die Krankheit und es hilft sehr, sich auszutauschen und Klarheit zu gewinnen,.
Versuche freundlich mit Dir zu sein,
liebe Grüße Alexandra

08.07.2019 10:54 • x 2 #19


LittleWing
Depressionen sind gut behandelbar.
Wenn man mittendrin steckt,glaubt man,nie wieder heraus zu kommen aber das geht!

Ich möchte Dir ein Buch an´s Herz legen,es heisst:

Wenn das Leben zur Last wird von Dr. Rolf Merkle.
In dem Buch werden Zusammenhänge erklärt und es gibt viele Tips im Umgang mit Depressionen und den immer wiederkehrenden belastenden Gedanken.

Ich war selbst schonmal schwer depressiv und hatte keine Hoffnung mehr auf Besserung.
Hat eine Weile gedauert,sich da rauszulavieren und man muss Geduld haben.

Ich selbst bin dann auch freiwillig in eine Klinik gegangen,hat mir nicht geschadet.

08.07.2019 11:57 • x 3 #20


C
Danke für eure ganzen Antworten.
Ok, also Medikamente würde ich wenn irgendwie möglich gern vermeiden. Pillen zu schlucken, damit es mir besser geht, macht mir ehrlich gesagt etwas Angst.
In der Vergangenheit kramen ist wohl das, wobei ich Hilfe brauche.

Zu viel liegen/bzw. nichts tun will ich nicht. Ich habe mich bisher eben immer durch den Tag gezwungen obwohl es mir eigentlich zu viel war.

Eingeengt hat mich anfangs einfach zuhause zu sein. Weil ich das Gefühl hatte, funktionieren zu müssen.
Vor allem weil, wie du schreibst Eis, ich ihnen alles recht machen wollte/sie nicht verletzten wollte, weil ich weis, dass sie es immer nur gut gemeint haben.
Mir fällt es sehr schwer zu akzeptieren, dass mich Menschen, die mich lieben, manchmal eben vllt. sehr verletzt haben, gerade wegen diesem nicht zuhören.
Sie kommen in mein Zimmer, wenn auch um nur eben Bescheid zu geben, dass sie nur kurz einkaufen sind, wo ja eigentlich nichts dabei ist.
Aber ich schätze deshalb konnte ich auch nie richtig entspannen/bzw. erst, wenn alle im Bett waren.

Später hat mich dann auch zusätzlich die ganze Umgebung eingeengt, alles war irgendwie so eng und hektisch.

Lesen tue ich gerne, ich weis nur nicht ob es so gut ist, wenn ich mich jetzt in eine andere Realität zurückziehe.

Sicher werden meine Eltern mich unterstützen, aber das zuzulassen und offen mit ihnen zu reden, damit tue ich mir gerade noch sehr, sehr schwer.

Ich glaube eine Tagesklinik wäre, zumindest erstmal, nichts für mich.
Zu viele neue Eindrücke und Situationen. zu laut. Hoffe auf zwei oder drei mal die Woche zu einem Psychotherapeuten gehen zu können.

Danke, werde mir das Buch mal anschauen.

08.07.2019 19:39 • x 4 #21


Hoffnung21
Hallo Cat,

Vielleicht schreibst du einfach mal alles auf, was dich daheim belastet hat. Wenn du es mal für Dich formuliert hast, dann kannst und solltest du ein offenes Gespräch mit deinen Eltern führen. Aber bitte nicht mit Vorwürfen, das ist kontraproduktiv. Eher in der ICH-Form bleiben: MICH stört es, wenn ihr ohne anzuklopfen in mein Zimmer kommt. ICH kann mich dabei nicht entspannen, ICH fühle mich eingeengt, ICH möchte, dass ihr MIR zuhört. Das Zuhören ist ein ganz wichtiger Punkt übrigens, meines Erachtens der Wichtigste, denn nur dann nehmen sie auf, was dich stört.

Für Eltern ist dieser Abnablungsprozess der Kinder auch nicht einfach. Meine Tochter ist 20, und sie kämpft auch gerade gegen uns mit Sachen wie Anklopfen usw. Es fällt uns nicht leicht, uns nicht ständig in ihr Leben einzumischen, aber wir üben es jeden Tag. Mal klappt es besser, mal nicht. Sei nicht zu streng mit deinen Eltern, es ist für sie auch schwer. Aber bleib bei dir und setzte deine Punkte FREUNDLICH ABER KONSEQUENT durch.

Alles Gute
Eis

P.S. Ich hätte keine Bedenken gegen Lesen in einer anderen Welt. Hab ich auch immer gemacht. Man darf sich doch auch mal eine Auszeit aus der momentan besch. Welt gönnen. Wenn du es gern machst, dann tut es!

08.07.2019 22:06 • x 1 #22


Hoffnung21
Das mit den Tabletten noch. Je nach Schweregrad kann man es durchaus ohne Tabletten versuchen, sag das dem Arzt ruhig, dass dir das lieber ist. Hab ich auch gemacht. Nur mach nicht den gleichen Fehler wie ich, dass du monatelang wartest. Wenn keine Besserung eintritt, dann gib den Tabletten eine Chance. Du veränderst dich dadurch nicht. Ich wäre ohne Tabletten nicht gesund geworden, no way.
Also probieren ja, aber nicht monatelang abwarten.

08.07.2019 22:12 • x 2 #23


Mandinka
Mein Sohn lebt ja bei mir. Ich habe mir schon vor längerem von mir aus angewöhnt, vorher kurz anzuklopfen, bevor ich in sein Zimmer gehe, weil ich bemerkt habe, daß es ihm manchmal unangenehm war, wenn ich einfach so hereinplatzte.

Tagesklinik bedeutet nicht, daß du dort schlafen/übernachten mußt. Tagesklinik bedeutet, daß du dorthin gehst, wie zu einem Schul- oder Ausbildungstag z.B. Man kommt da morgens um 8:00 Uhr hin und hat nachmittags Feierabend und geht normal nach Hause. Der Tag dort wird gefüllt mit Therapiegesprächen, einzeln oder in der Gruppe, Musik-, Ergo-, Bewegungs-, Entspannungs-, Gesprächs-Therapien und ähnlichem. Tageskliniken sind deshalb gut, weil man nicht vollkommen über Wochen in einer geschützten Blase lebt, sondern quasi in seinem eigenen Alltag und seinem normalen Umfeld bleibt. Man verliert also nicht völlig den Kontakt und Bezug zum Alltag und es fällt dadurch nach der Therapie dann leichter, wieder den Anschluß in einen normalen Alltag zu finden.

Das mit dem Eingeengt-Fühlen kann ich nachvollziehen. Ich fühlte mich in dem Alter auch so. Ich fühlte mich eigentlich auch ständig in gewissem Maße kontrolliert.

09.07.2019 11:03 • x 2 #24


C
Ja, kurz angeklopft wird schon, aber das bringt halt nichts viel, wenn daraufhin sofort reingekommen wird. ohne auf ein Ja oder was zu warten.

Ja, das ist mir soweit klar mit der Tagesklinik. Ich denke nur, dass mir das zu viel ist, wenn ich dann jeden Tag dort hin gehen muss. Auch wenn ich abends wieder zuhause wäre.
Gerade wenn ich morgens aufstehen MUSS, fällt es mir noch schwerer und dann so früh.
Und dann den ganzen Tag wieder mit diesen ganzen verschiedenen Eindrücken (Gespräche, verschiedene Therapien.) zugeschüttet zu werden. genau das ist mir gerade zu viel.
Aber vielleicht wäre es eine Hilfe wenn ich dann eine Weile eine Therapie bekommen habe.
Ich bin ja grundsätzlich offen für alles, was mir vielleicht hilft. Nur gerade will ich nichts machen, was sich nicht richtig anfühlt. Sonder dann eben zur richtigen Zeit, wenn ich mich dafür bereit fühlen und mich dann auch wirklich darauf einlassen kann.

Danke für deine Antwort

09.07.2019 21:21 • x 1 #25


Hoffnung21
Hallo Cat,

Musste grade herzhaft lachen bei deiner Schilderung vom Anklopfen. Das war bei uns auch so. Kommentar meiner Tochter dann: da kannst du dir das Anklopfen gleich sparen, wenn du nicht auf eine Antwort wartest. Es hat ein wenig gedauert, aber meistens funktioniert es jetzt. Gib deinen Eltern die Zeit für die Umstellung. Es ist nicht so einfach, wie Du dir das vorstellst.

Bei der Tagesklinik geht es genau darum, dass man wieder eine Struktur in den Tagesablauf bekommt. Das mit dem Aufstehen müssen ist Teil der Therapie. Wenn du dich dem tatsächlich gar nicht gewachsen fühlst, dann wirst du um eine medikamentöse Behandlung nicht rumkommen. Denn dann geht es genau darum, durch die Medikamente soweit an Stabilität zu gewinnen, dass man eine Therapie machen kann. Vom rumliegen und darauf warten, dass man irgendwann soweit ist, wird man leider nicht gesund. Sorry, das hört sich jetzt brutal an, aber ich musste das auch lernen. Das war einer der ersten Sätze meines Psychiaters, nachdem ich ihm gesagt habe, was ich den ganzen Tag so mache. Das ist eine Spirale, die dich immer weiter runterzieht.

Alles Gute
Eis

09.07.2019 22:44 • x 3 #26


Mandinka
Na, ich werde meinen Sohn heute mal fragen, ob ich in Zukunft auf Antwort warten soll bzw. ob es überhaupt ein Problem für ihn ist.

Es muß ja auch nicht unbedingt eine Tagesklinik sein. Aber ein Psychiater würde wohl nach Möglichkeit dazu zuerst raten, wenn es einem so mies geht. Man kann natürlich auch eine ambulante Therapie machen. Das habe ich selbst z.B. vor Jahren gemacht. Blöd ist eben, daß man für beide Therapieformen in der Regel eine längere Wartezeit überbrücken muß.

10.07.2019 11:45 • x 2 #27


C
Hallo mal wieder,

ich bin zurück, seit ein paar Tagen erst. Ich habe schon einen Termin für ein Erstgespräch bei einem Therapeuten, mal sehen wie es läuft.
Ich sehe noch nicht so ganz, wie es besser werden soll, jetzt wo ich wieder hier festsitze.
Wieder hier zu sein ist so komisch. Es ist alles so vertraut hier, ich bin hier aufgewaschen und gleichzeitig fühle ich mich so fremd hier. Es fühlt sich so gar nicht wie zuhause an.
Ich fühle mich hier wieder total eingeengt - von allem, der Umgebung, meiner Familie.
Und total gestresst. Jeder Tag kommt mir wie eine Ewigkeit vor, ich habe überhaupt kein Zeitgefühl mehr.
Nachts ist die einzige Zeit in der ich etwas zur Ruhe kommen kann.

Und mit dem reden klappt es auch nicht so ganz. Ich denke es ist schwer für meine Familie nachzuvollziehen wie es mir geht/wie sie damit umgehen sollen und ich weis nicht, wie ich es ihnen erklären soll, dass sie es verstehen, bzw. will ich gerade gar nichts erklären müssen.

30.07.2019 01:28 • x 2 #28


LittleWing
Es gibt ein Buch,in dem die Depression einfach und treffend beschrieben wird: Leben mit dem schwarzen Hund.
Das zu lesen kann euch sehr helfen denn was man versteht,ist schon weit weniger bedrohlich.

Dass Du nachts schlafen kannst,ist sehr gut,so kann der Körper und die Seele wieder Kraft tanken.

Ja,die Umgebung fühlt sich komisch an,das hatte ich auch als ich depressiv war.
Alles wirkte so kalt,ich konnte mich auch nirgends mehr wohl fühlen.

Am besten klebst Du Dir einen Zettel an den Spiegel auf dem steht: ES GEHT VORÜBER.

Das ist manchmal der beste Trost,auch wenn man daran immer wieder zweifelt.

30.07.2019 08:07 • x 1 #29


A


Hallo Cat1998,

x 4#30


Hoffnung21
Hallo Cat,

Schön wieder von dir zu hören. Die Tipps von LittleWing sind gut. Evtl kannst du mal schauen ob irgendwo in deiner Nähe ein Vortrag über Depressionen ist und mit deinen Eltern dort hingehen. So hab ich das mit meinen Mann gemacht. Dann hat er endlich verstanden wie es mir geht. Das mit dem erklären ist schwierig, weil man ja selber nicht weiß, was mit einem los ist.

Du könntest auch vereinbaren, dass du z.B. einen Zettel an die Tür hängst, wenn du mal Luft für dich brauchst. So was wie bitte nicht stören. Nur sollte der Zettel v.a. am Anfang nicht den ganzen Tag dort hängen, sonst nützt es nichts. Aber mal vielleicht für eine Stunde. Und mach mit deinen Eltern aus, dass sie dann auch nicht klopfen sollen. Wenn ich weiß, dass meine Tochter ihre Ruhe will und ich unbedingt was von ihr brauche schreibe ich ihr - auch im Haus- eine Nachricht aufs Handy. Das hat sie dann innerhalb kurzer Zeit in der Hand und antwortet.

Alles Gute für dein Erstgespräch. Hast du denn auch schon einen Termin beim Arzt?

LG Eis

30.07.2019 09:28 • x 2 #30

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