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Hilfsmittel gegen Angst, Grübeleien und Zweifel?

Sunshine45

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Meine depressiven Episoden sind seit ca. 1,5 Jahren vorbei.

Nun kommen Angstgefühle zum Vorschein.
Meistens habe ich es 1-2mal täglich. Morgens, wenn ich im Bett liege vor der Arbeit und und abends vor dem Einschlafen.
Es ist noch nicht so extrem, dass es mich im Alltag einschränkt.
Ich grüble dann über die Zukunft unseres 17-jährigen Sohnes und die meiner 79-jährigen chronisch kranken Mutter nach

Es geht wahrscheinlich einfach um Unsicherheit, wie es so weiter geht. Das kann mir keiner sagen und ich bin ja auch kein Wahrsager. Nur manchmal beschleicht mich ein beklemmendes Gefühl, als wenn mir jemand den Hals leicht zudreht. Oder wie der "berühmte Kloß" im Hals. Dann kriege ich auch leichtes Herzrasen.

Zu meiner Situation: Unser Sohn besucht eine Berufsfachschule und macht in dem kaufmännischen Betrieb, wo ich arbeite an 2 Tagen pro Woche ein unbezahltes Praktikum über die Schule (sogenannte Handelsschule dual plus).
Es war sehr schwer einen geeigneten Praktikumsplatz zu bekommen. Auch da unser Kind noch keinen Führerschein hat, er ist vor ein paar Monaten erst angefangen mit Theoriestunden.
Hier auf dem Land sind Arbeitsplätze und Praktikumsplätze im Kaufmännischen Bereich sehr rar
Daher kann ich unseren Sohn immer mit dem Auto mitnehmen und auch abholen. Wir haben nur 10 Minuten Fahrtweg.
Bisher hat ihm das Arbeiten Spaß gemacht. Leider hat mich eine indirekte Kollegin angesprochen, dass er angeblich irgendwelche E-Mails nicht bearbeitet hätte und gesagt hätte, er wäre fertig.
Ich habe dann nur gesagt, dass ich dazu nicht viel sagen könne und sie sich bitte direkt an den Koordinator des Praktikums wenden solle.

Da ich den Koordinator gut kenne, habe ich da schon mal den Wind aus den Segeln genommen und den Koordinator informiert.
Der Ausbilder/Koordinator meinte, dass ich nicht dazwischen stehen sollte, auch wenn ich die Mutter sei. Ich habe meinen eigenen Aufgabenbereich und Arbeitsplatz. Der Ausbilder war auch schon genervt, da diese indirekte Kollegin sich schon mehrfach an die falschen Ansprechpartner gewandt hat. Er sagte wortwörtlich, ich solle mir keine Gedanken machen. Sonst würde er in eine andere Abteilung kommen.
Unser Sohn erzählte mir auch, dass sie am ersten Tag sofort feste Aufgaben mit E-Mail-Bearbeitung zugeteilt haben. Er hatte gleich alle Zugangsrechte mit Passwörter für den PC und sollte loslegen. Die neuen Kollegen dachten, er könne schon alles
Naja, dann musste unser Sohn erstmal sagen, dass er diese Tätigkeiten zum ersten Mal macht
Ihm wurde dann alles erklärt.
Ich habe mich über diese indirekte Kollegin auch etwas geärgert, da sie wohl zu meinen direkten Kolleginnen gegangen ist und mit ihnen "Flurfunk" gespielt hat. Sie tratschte dann rum und meinte, oh das würde man ja merken, dass mein Sohn so jung ist und bla, bla, bla
Da habe ich mich gefragt, ob ich ihm zukünftig einen Bart ankleben soll?

Der Ausbilder sagte mir, ich muss mich von dieser Kollegin nicht mehr vollquatschen lassen, sie soll bei Fragen direkt zu ihm gehen.
Für mich ist das alles neu und komisch.

Ich hatte mich anfangs einfach gefreut, dass unser Sohn einen Praktikumsplatz bekommen hat.
Jetzt zweifle ich etwas daran, da ich Angst habe, dass irgendwas auf mich zurückfällt und ich genervt werde.
Letztendlich hoffe ich, dass der Umgang mit Minderjährigen beherrscht wird und die Toleranz vorhanden ist, dass jeder junger Mensch mal angefangen hat und lernen muss und nicht alles sofort kann.
Praktikanten sind auch nicht mit Vollzeit-Kräften gleichzusetzen.

An meinem Arbeitsplatz fühle ich mich wohl. Wenn es Probleme gibt, habe ich zum Glück die Rückendeckung meiner Kolleginnen

Das nächste Problem, meine pflegebedürftige Mutter.
Leider hat sich ihr gesundheitlicher Zustand im letzten Halbjahr stark verschlechtert.
Durch diverse chronische Knochenerkrankungen und OP's zerfällt langsam ihr Körper.
Zurzeit hat sie Pflegegrad I. Antrag auf Pflegegrad II wurde abgelehnt. Da lassen wir uns jetzt von einem Pflegestützpunkt beraten, da das Gutachten nicht ganz koscher ist.
Ihr Hausarzt sagte ihr, dass sie wahrscheinlich bald austherapiert werde und im Krankenhaus könnte sie irgendwann nicht mehr jedes Jahre an der Wirbelsäule operiert werden.
Daher bleibt ihr nur noch das Leben mit chronischen Rückenschmerzen.
Jetzt hat sich meine Mutter schon zum Tod geäußert, dass sie wenn sie weiter diese Schmerzen hat lieber sterben will. Es gibt diese aktive Sterbehilfe in der Schweiz, wo auch deutsche Bürger diese Möglichkeit haben.
Ich bin etwas überfordert als Tochter.
Meiner Mutter habe ich auch gesagt, dass ich gar nicht weiß, ob ich wo etwas psychisch leisten kann? Ich kann doch nicht Gott spielen?

Sie sagte auch, es war ja nur ein Gedanke, aber sie würde sonst jemanden "Fremden" nehmen.
Jetzt hat sie wieder etwas Abstand von dieser aktiven Sterbehilfe genommen.
Verstehen kann ich meine Mutter, mit chronischen Schmerzen geht man irgendwann kaputt.
Ich kann schwer damit umgehen und mich zieht das natürlich mental runter.
Dann kreisen meine Gedanken um diese Themen.
Ich will mein Leben aber nicht von Ängsten, Zweifel und Grübeleien bestimmen lassen!
Daher überwinde ich mich jeden Tag und versuche positiv zu denken.

Dann mache ich Sport, höre schöne Musik, gehe raus, quatsche mit einer guten Freundin.
Autogenes Training und pflanzliche Beruhigungsmittel mindern meine Ängste.
Ich will auf keinen Fall wieder die chemische Keule nehmen. Da ich 2018 mit schlimmen Absetzerscheinungen und Flashbacks von Citalopram zu tun hatte. Wirklich nur im Notfall etwas "Chemisches"

An einigen Tagen muss ich einfach heulen, weil mich das alles belastet und diese Ungewissheit nervt mich.

Kennt ihr solche Situationen und wie geht ihr damit um?

Liebe Grüße

Sunshine45

17.02.2020 14:19 • x 2 #1


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Pilsum

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Hallo Sunshine45,

zum Teil verstehe ich Dich.

Was Deinen Sohn betrifft, solltest Du meiner Ansicht nach versuchen Dich nicht zu stark direkt
am Arbeitsplatz einzumischen. Wenn es funktioniert, versuche einfach zuhause Deinen Sohn zu beraten.
Den Rest muss er dann im Dienst selbst erledigen.

Was Deine Mutter betrifft, ist es sicher etwas schwierig, zuschauen zu müssen und nicht helfen zu können.
Du bist aber nicht für alle anderen verantwortlich.
Neben dem positiven Denken solltest Du Dir das immer versuchen bewusst zu machen.

Viele Grüße

Bernhard

17.02.2020 19:00 • x 3 #2


Sunshine45

Sunshine45

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Hallo Pilsum,

Danke dir

Ja, ich kann manchmal nicht so gut loslassen. Auch in meinen Gedanken und vor allem bei meinen Liebsten
Am Arbeitsplatz lasse ich unseren Sohn in Ruhe. Wir machen nur die Mittagspause zusammen.
Was irgendwie ganz schön ist, wir verstehen uns auch gut.

Das Einmischen kam leider als Erstes von der indirekten Kollegin, die in der Abteilung unseren Sohn anlernt.
Ich hatte früher mal eine flüchtige Bekanntschaft mit ihr und wir sind nur mal was essen gegangen und haben einen Kaffee zusammen getrunken. Mehr war da nicht. Ich hatte dann mal eine Meinungsverschiedenheit mit ihr und dann haben wir nur noch Small Talk gemacht und sind friedlich auseinander gegangen. Irgendwie passte es nicht mehr so.
Weil sie mich kennt und wusste, dass unser Sohn dort Praktikum macht, dachte sie wahrscheinlich, sie kann mich einfach mal als Mutter ansprechen. Ich fand das eben unangenehm, da ich ja nicht neben meinem Sohn sitze bei der Arbeit und wirklich gar nichts dazu sagen kann

Deswegen meinte der Ausbilder auch, dass die Kollegin diese Angelegenheiten direkt mit unserem Sohn klären soll oder eben den Ausbilder/Praktikabetreuer selbst ansprechen soll. Ich halte mich da raus.
Das macht auch Sinn
Unserem Sohn sage ich auch, dass er bei Problemen beim Praktikum direkt mit den Personen reden soll. Macht er auch!
Das ist eben Selbstständigkeit lernen.

Nur kommen dann meine Bedenken und Sorgen, dass wenn er die Abteilung wechselt, mich wieder jemand anspricht, da ich und mein Sohn in der gleichen Firma arbeiten.
Mich kennen im Büro ziemlich viele Menschen, dass kann manchmal auch ein Nachteil sein

Meine alte Kollegin hatte vor Jahren auch ihr Kind zum Praktikum bei uns. Sie hatte leider die Erfahrung gemacht, dass sie ständig auf ihr Kind angesprochen wurde.
Das habe ich erst jetzt erfahren.

Vielleicht mache ich mich auch zu sehr verrückt und hänge in meinem Kopfkino fest.
Da sollte ich mir eine "Gedankenbremse" einbauen.

Zu meiner Mutter, das stimmt, ich bin auch nicht für ihr Leid verantwortlich. Dass sollte ich mir bewusst machen.
Ich tue schon alles was ich kann. Sie ist nun mal in einem Alter, wo es schnell zu Ende sein kann.
Sie hat mir auch immer gesagt, dass sie es nicht erwartet, dass ich sie pflege. Meine Mutter wird von einem ambulanten Pflegedienst vor Ort versorgt. Ich kaufe für sie ein und mache Arztbesuche und Behördenkram.

Sie sagt auch, dass meine kleine Familie wichtig ist und ich mir nicht so viele Gedanken machen soll.
Hier fällt es mir einfach schwer, mich innerlich abzugrenzen.

Leider kann ich auch am Pflegenotstand nichts ändern.
Hier muss ich mich mit den Missständen unseres Gesundheitssystems abfinden und das Beste draus machen.
Mir hilft auch mein Humor, Herausforderungen und Schwierigkeiten zu überwinden.
Ab und zu bete ich auch mal, dass tut mir ganz gut

Viele Grüße

17.02.2020 19:35 • x 1 #3


Sunshine45

Sunshine45

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Hallo noch mal Bernhard,

habe das jetzt erst gesehen mit deinem Namen

Bei meiner Arbeit möchte ich einfach von anderen Personen in Ruhe gelassen werden.
Da ich keine Lust habe, auf die Arbeit von unserem Sohn angesprochen zu werden.
Das finde ich lästig.
Wir haben tatsächlich bei uns eine Mutter (bald Rentnerin) und ihre Tochter die zusammen arbeiten und an einem Tisch sitzen.
Da renne ich auch nicht hin und sage der Mutter, Mensch kannst du mal deine Tochter ansprechen, die hat gestern um 16:35h nicht auf meine Mail geantwortet.
Das sollte man doch direkt klären und nicht über Umwege.
Da würde ich mir auch irgendwie albern vorkommen?

Das nur so als Beispiel.

17.02.2020 19:42 • x 2 #4


Frederick1

liebe Sunshine,

oh diese Ängste.das sind so was von unangenehmen Gefühlszuständen. Wir sind beklemmt, bedrückt, erregt, Verzweiflung quält uns.

Angst ist etwas Grundlegendes in unserm Leben. Ohne Angst können wir auch nicht leben. Sie kann uns Menschen in gefährlichen Situationen unseres Lebens auch schützen. Wenn uns die Angst aber entgleist, so kann sie uns sehr schnell zerstören.

Unsere realen Ängste bewahren uns vor echten Gefahren, meine Gewissensangst hilft mir, nichts Dummes zu machen.

Aber gerade Ängste vor meinem Versagen, vor Ablehnung usw.

Natürlich ist das mit deinem Sohn nicht einfach. Ich habe mal ein Praktikum gemacht, im gleichen Betrieb wo mein Vater arbeitet. Aber Menschen sind nun mal sehr neugierig, reden gern, am liebsten über andere, nicht so viel über sich selbst.

Das würde ich dieser Frau ganz direkt sagen.

Ja und DU, Eltern werden leider auch älter, wir Menschen werden leider alle älter, da können wir leider nicht viel daran ändern, versuchen es so gut es geht anzunehmen.Meine Eltern sind schon beide tot, aber da hatten es meine liebe Frau und ich auch nicht einfach.

Selbst bete ich auch. Es hilft mir manches in meinem Leben anzunehmen, das ich nicht verändern kann. Aber die Kraft und den Mut, damit ich es annehmen kann. Mir hat einmal ein Mensch gesagt, Angst ist nicht in der Liebe.

Wenn ich mich als Mensch so annehmen kann, mit allem was ich bin und habe. Auch ich habe meine Schatten, Dinge im Leben, die ich nicht alles verstehe, meine ganzen Fehler die ich schon gemacht habe.

Aber ich glaube, das die Liebe größer ist, als meine Schwächen, mein Versagen. Die Liebe prägt den Umgang mit dir selbst, ohne Selbstverachtung und Selbstentwertung, sondern dankbares Einvernehmen mit dir und deinem Leben. Das du immer liebevoll auf deine eigene Wirklichkeit schauen darfst.

So wünsche ich dir jeden Tag die Kraft und die Liebe, dein Leben anzunehmen. Auch mal wieder DANKE zu deinem Leben zu sagen. Oft stelle ich fest, das es manchen Menschen schlechter geht wie mir selbst.

in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße an dich,


Frederick

17.02.2020 20:18 • x 1 #5


Sunshine45

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Lieber Frederick,

du hast es so schön geschrieben
Ich danke dir recht herzlich.

Angst kann einen ganz schön in die Enge treiben, da hast du Recht! Ich möchte natürlich mein Leben nicht von Angst regieren lassen und bleibe am Ball. Lasse Angst aber auch mal zu, da sie ein Teil vom Leben ist und sage bewusst "Hallo" zur Angst.
Es gibt vieles im Leben wofür ich dankbar sein kann
Meine liebe Familie, unsere süße Katze, tolle Freunde, ein gemütliches Zuhause und einigermaßen finanzielle Polster.
Das ist nicht alles selbstverständlich und kann sich schnell ändern.
Dafür bin ich jeden Tag dankbar!
Es läuft nunmal nicht immer alles rund. Aber die kleinen schönen Momente versuche ich zu genießen.
Dass ich auch so sein darf wie ich bin, mich meine Familie so akzeptiert und mit mir auch durch schlechte Zeiten geht.
Natürlich Fehler machen wir alle, das Gute ist doch, wir entscheiden, was wir daraus machen und was wir jeden Tag dazu lernen möchten.

Ja, und die neugierigen Kollegen/Kolleginnen sind eben so. Vielleicht habe ich dann mal einen guten Spruch auf Lager um vom Thema abzulenken? Wenn man sich auf dem Flur trifft, kriege ich vielleicht gerade einen wichtigen Anruf, dass ich eine Million oder einen Urlaub gewonnen habe?
Mein Humor hat mich schon oft gerettet.

Es freut mich, dass dir Beten auch ab und zu hilft. Ich habe mir schon etwas gewünscht z. B. bei Sternschnuppen und es ist in Erfüllung gegangen. Das sind kleine Wunder. An Wunder glauben ist auch eine gute Sache.

Dir eine gute Nacht

und viele Grüße

17.02.2020 22:05 • x 1 #6


Frederick1

liebe sunshine. (ein echt schöner Name)

ja das Gebet bringt mir wirklich sehr viel. Wenn ich ablegen darf was mich immer wieder belasten möchte, Hoffnung, das mit meinem Leben auf der Erde noch nicht alles zu Ende ist, sondern im Himmel bei Gott weiter geht.

DU liebe sunshine, wir Menschen müssen irgendwie alles das Glas unseres Lebens halten. Werde ich älter, und nehmen wir die vielen Leiden des Lebens, auch das unserer Eltern stärker wahr, wie unser persönliches Versagen, Konflikte in der Familie, Enttäuschungen im Beruf.und in der Beziehung mit und zu anderen Menschen, die vielen Bosheiten, Ungerechtigkeiten in unserer Umgebung usw.

Alles in uns möchte dann Wege finden, diese ganzen Leiden zu ignorieren, einen Bogen darum zu machen, versuchen alles zu verdrängen usw.

Sehe doch die schönen Seiten deines Lebens und mache das Beste daraus.so habe ich das schon oft von anderen Menschen gehört, mir auch selbst schon so gesagt.

Möchte ich aber mein Leben so annehmen so wie es ist, muss ich das Glas meines Lebens zuerst halten und immer wieder ein JA zu meinem Leben haben.trotz.

Vertrauen, wir müssen keinen Bogen um unsere Depression machen, sondern zuerst einmal annehmen. Und dann den Mut haben, das was ich in meinem Leben verändern kann verändern, das andere können wir nur immer wieder versuchen anzunehmen.

Dabei durfte ich schon entdecken, dass die Freude nach der ich suche, genau dort liegt, wo auch meine Leiden sind.

Aber toll wenn deine Familie zu mir steht, das ist echt ein ganz wertvolles Geschenk. Ohne die Annahme meiner lieben Frau, hätte ich die schwersten Zeiten meiner Depression nicht so gut überwunden.

So können wir besser das "Glas unseres ganz persönlichen Lebens" fest halten, wenn wir alle Freuden und Leiden, mit denen unser Lebensglas gefüllt und erfüllt ist, zustimmen können. Aber wir dürfen auch mal wütend sein und klagen, wenn manches über unsere Kräfte geht.

Doch wir brauchen uns für unser Leben nie schämen , liebe sunshine, wenn wir uns mit der ganzen Wahrheit unseres Lebens immer wieder, befreunden können. Das wir bereit sind, unser Leben immer wieder ehrlich zu betrachten.

Unser Glas zu trinken, auf dein und mein Wohl liebe sunshine, das wir uns verinnerlichen, zu eigen machen, darin die Schönheit und Einmaligkeit unseres Lebens zu sehen.

Das du dich hier im Forum anvertraut hast, gemeinsam nach Wegen zu suchen, uns weiter entwickeln, weiter wachsen.

Behalte deinen Humor liebe sunshine, immer mal wieder einen lustigen aber doch nachdenklichen Spruch, das kann so was von helfen.

Selbst war ich viele lange Jahre in der Postfiliale als "Schlangenzüchter" beschäftigt. Ohne meinen Humor.

Denn Humor ist ja nichts Böses, aber du kannst Menschen ruhig stellen, das sie nichts mehr zu sagen wissen.

So wünsche ich dir immer wieder Humor, der ganz tief in deinem innersten Wesen verwurzelt ist.

Mein lieber Hund, mein Dackelmix, der hat auch Humor, ist oft voll lustig drauf.

Aber mit Katzen hat er keine Probleme, aber er jagt liebend gerne Mäuse.


ganz viele liebe Grüße an dich,

Frederick

18.02.2020 19:35 • x 2 #7


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Ilse77

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Danke für eure wundervollen Worte. Es tat gut, das zu lesen.

18.02.2020 19:57 • x 2 #8


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Irgendeine

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Zitat von Sunshine45:
Daher bleibt ihr nur noch das Leben mit chronischen Rückenschmerzen.

Niemand muss mit starken chronischen Schmerzen leben.
Es gibt heutzutage gute und wirksame Schmerzmittel. Ich würde euch empfehlen, dahingehend mal einen speziellen Schmerztherapeuten oder eine Schmerzambulanz (gibt es an vielen Unikliniken) aufzusuchen.
Dort tun sich oft ganz neue Möglichkeiten auf und den meisten Pat. kann auf Dauer gut geholfen werden.

18.02.2020 20:06 • x 1 #9


Sunshine45

Sunshine45

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Hey ihr Lieben,
ich melde ich noch bei euch. Wir sind gerade bei einem guten Freund.

Dankeschön für eure motivierenden Worte.
Ich bin schon ein wenig gerührt.

Viele Grüße
Sunshine45

18.02.2020 20:36 • x 1 #10


Sunshine45

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Zitat von Irgendeine:
Niemand muss mit starken chronischen Schmerzen leben.
Es gibt heutzutage gute und wirksame Schmerzmittel. Ich würde euch empfehlen, dahingehend mal einen speziellen Schmerztherapeuten oder eine Schmerzambulanz (gibt es an vielen Unikliniken) aufzusuchen.
Dort tun sich oft ganz neue Möglichkeiten auf und den meisten Pat. kann auf Dauer gut geholfen werden.

Hallo Irgendeine
Danke Dir für den Hinweis.
Ja, hier gibt es auch eine Schmerzambulanz im DRK Krankenhaus.
Dort gibt es sogar Spezialisten für Osteoporose.
Diese Knochenkrankheit ist sehr tückisch und schmerzhaft.
Falls sie bei meiner Mutter dann nicht mehr operieren können, würde ich dann mit meiner Mama mal vorstellig werden. Das ist eine gute Idee! Wir nehmen jetzt jeden Strohhalm.

18.02.2020 23:10 • x 1 #11


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Irgendeine

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Wenn sie jetzt auch schon so Schmerzen hat, würde ich dort auch jetzt schon vorstellig werden.

18.02.2020 23:11 • x 1 #12


Sunshine45

Sunshine45

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So nun zu später Stunde noch mal

Lieber Frederick, du beschreibst es so treffend.
Ja, zum Leben sagen. Genau, jeden Tag annehmen, so wie es kommt.
Und "Schlangerzüchter" bei der Post, das ist ja was

Dein Hund ist wirklich zuckersüß
Tiere sind treue Begleiter in unserem Leben, egal ob Hund, Katze, Maus, Hamster, Frettchen.
Sie sind einfach da ohne Forderungen zu stellen.
Schön, dass deine Frau so zu dir hält, das gibt einen Kraft!
Ausserdem haben mir eure Beiträge auch sehr viel positive Energie und Kraft gegeben
Das Glas des Lebens ist eine tolle Beschreibung. Hoffentlich ist es bei den meistens mehr als "halbvoll".

Gute Nacht

sunshine45

18.02.2020 23:19 • x 1 #13


Frederick1

liebe sunshine 45,

ja es ist so wichtig, das wir unserer Angst, unserem Grübeln, unserm Zweifeln was dagegen setzen können. Wie unsere

Tiere. Mein Hund hat auch manchmal Ängste, aber er grübelt und zweifelt nicht so wie ich.

Der hat das volle Vertrauen zu sich selbst, das beste Selbstvertrauen. Und gerade das liebe sunshine 45 kann uns ganz feste in, und gegen unsere Depression helfen. Wenn wir sagen unser Glas ist halb voll, und nicht halb leer.

Selbstannahme kann uns wieder zu einem entspannten Leben mit uns selbst führen. So wie jedes kleinste Blümchen ihre eigenen Farben, ihren eigenen Duft hat, so dürfen auch wir sein, und immer wieder werden.

Wir dürfen es lernen, unseren einzigartigen , aber auch begrenzten Menschen, der uns jeden Morgen aus dem Spiegel anschaut, annehmen, und zu bejahren, ihm ein Lächeln schenken. Selbst wenn mir gerade gar nicht nach einem Lächeln zumute ist. Aber unser Gehirn kann das nicht unterscheiden, es registriert jedes Lächeln als positiv, ob echt, oder nicht echt, und trotzdem steigt unsere Stimmung.ehrlich, probiere es einmal aus.beginne dich ganz neu zu entdecken.

Denn nur DU bist, so wie DU bist. Dich gibt es nur ein einziges Mal-nämlich jetzt!

Und liebe sunshine, deine eigene Persönlichkeit besteht aus Gaben und Begabungen, mit denen DU beschenkt wurdest.

Aber auch aus Aufgaben und Herausforderungen, die uns unsere "Macken und Begrenzungen" stellen.

Doch Deine ganz persönlichen Begabungen befähigen dich, deine einzigartige sunshine immer mehr zu entdecken.

Aber unser Leben ist auch begrenzt, so wie jedes andere Leben auch. Wir können leider nicht alles. Deine Lebensgeschichte kannst du neu interpretieren, aber verändern kannst DU sie nicht mehr.

Unsere Grenzen zeigen uns wer wir sind, sie beschreiben unser Wesen, unseren Körper, die Zeit in der wir leben, unsere Kultur,, unsere Fähigkeiten, unsere Erfahrungen. Es ist der Rahmen, in dem wir unser Leben leben können, meine eigenen Grenzen zu erkennen, und trotzdem ein JA!

Ja das sind deine Grenzen, das bist DU, und da sagst JA zu dir selbst.

Und auch deinen lieben Mann darfst du immer wieder so annehmen, so wie er ist, in seinen guten, aber auch nicht so guten Tagen.nehmt einander an, reicht euch immer wieder eure Hände, nehmt euch immer wieder in die Arme.

Aber innerhalb deiner Grenzen hast du viele Möglichkeiten, deine Lebensbedingungen zu verändern. So wie einen Garten, den du bebauen und pflegen kannst. Es macht wenig Sinn, wenn wir uns über die Begrenzungen unseres Lebensgartens aufregen. Es ist besser, du machst aus Deinem Lebensgarten das Beste für DICH.

Schreibe dir einfach mal auf, womit du unzufrieden bist. Unterstreiche die Bereiche, die du verändern kannst, und auch möchtest. Ich wünsche dir ganz viel Freude, Liebe, Annahme, für dich und Dein Leben.


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße an dich,


Frederick

19.02.2020 20:53 • x 2 #14


Sunshine45

Sunshine45

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Hallo Frederick,
das mit dem selbst anlächeln, mache ich täglich. Ja, und es wirkt. An trüben und dunklen Tagen versuche ich es auch.
Mir geht es dann innerlich besser. Normalerweise bin ich eine Frohnatur, die in der Vergangenheit durch meine Umwelt blockiert wurde.
Heute stehe ich dazu, auch mal albern zu sein und über mich selbst zu lachen.
Aber mich auch anzunehmen, wenn ich traurig bin oder wütend.
Das sind alles Teile meiner Persönlichkeit und wichtig!
Mein Mann fängt mich oft auf und wenn er Probleme hat, höre ich zu und motiviere ihn.
Unseren Sohn müssen wir zur Zeit "antreiben", er ist eben ein Teenager.
Da wird oft diskutiert. Es kann anstrengend werden. Was zählt, dass wir zusammen halten.
Ich finde es auch gut, dass wir immer eine Lösung gefunden haben.

Unsere Tiere spiegeln uns ja auch ein wenig.
Wenn ich z. B. genervt bin, wird unsere Katze komisch und schaut mich wie ein Fragezeichen an.

An so manchen stressigen Tagen holt unsere Katze mich ins hier und jetzt. Das ist auch gut so

Mit den Sachen, worüber ich unzufrieden bin und dem Aufschreiben, ist eine gute Idee!
Werde ich machen, Frederick.

Das Beispiel mit den Grenzen im Garten ist auch klasse.
Ich bin sehr gern im Garten und wühle dort rum

Auch hier gibt es Grenzen, wie im wahren Leben.

Ich wünsche eine erholsame Nacht.

Viele Grüße


Sunshine45

19.02.2020 22:31 • x 1 #15


Sunshine45

Sunshine45

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Nun hat das Praktikum unseres Kindes eine spannende Wende genommen.
Ich habe erfahren, dass es ihm doch nicht so gefallen hat.
Unser Sohn erzählte uns, dass er am ersten Tag einen PC Account mit eigenem Verantwortungsbereich erhalten hatte.
Er sollte E-Mails an Kunden verschicken mit entsprechenden Belegen.
Ihm wurde das Prozedere in 20 Minuten erzählt. Dann sollte er loslegen.
Er hat wohl ein paar Fehler gemacht und er wurde dann zurecht gewiesen, dass er aufpassen solle und das dürfe nicht noch mal passieren.
Sonst würde der Chef irgendwann ausrasten usw.
Er fühlte sich dann natürlich unter Druck gesetzt und hat Angst bekommen.
Schließlich ist er dann mit Bauchweh zur Arbeit gegangen und hatte schlaflose Nächte.
Er hat das Praktikum nur an 2 Tagen pro Woche und ist gerade 17 Jahre alt geworden, verunsichert war er auch.
Unser Sohn hat noch keine Ausbildung.
Diese Woche hat er gesagt, dass er Kopfschmerzen hat, daraufhin sagte die Kollegin die ihn betreut, ok dann spreche ich mit dem Vorgesetzten, dass du ins Lager versetzt wirst.
Ausserdem bräuchten sie ihn sowieso nicht mehr, da eine andere Kollegin wieder kommt und seine Arbeit erledigt.
Unser Sohn war so fix und fertig und hatte keinen Bock mehr und überflüssig fühlte er sich auch noch.
Wir haben uns beim nächsten Vorgesetzten beschwert und der hat sich entschuldigt für diese Kollegin.
Der Kollegin habe ich gesagt, dass er sich nicht wohl gefühlt hat und sich unter Druck gesetzt fühlte. Sie hatte mich nämlich gefragt.
Der Vorgesetzte wollte das klären und sagen dass ihr Verhalten nicht ok ist. Nur glaube ich nicht daran, dass er das macht.
Es ist viel "Bla, bla" und nichts dahinter. Das kenne ich aus eigener Erfahrung.

Unser Kind hatte seine Kündigung schon fertig gemacht und zum Glück für März einen neuen Praktikumsplatz mit uns organisiert.
Aber zu der Firma, wo ich arbeite, will er nie mehr mit kommen
Ich schäme mich schon ein wenig dafür. Jedoch hatte ich unseren Sohn schon vorgewarnt.
Durch mich hat er oft mitbekommen, dass die Personalführung dort desolat ist.

Ich finde auch, dass man Praktikanten nicht als vollwertige Kräfte einsetzen darf?
Was ist das für eine Erwartungshaltung, dass keine Fehler passieren dürfen?
Jeder hat nun mal angefangen, es ist ein unentgeltliches Schulpraktikum.

Jetzt kommt er in einen kleineren Betrieb.

Die Logistikbranche hat er abgehakt.

Ist bestimmt auch besser so!

Euch allen ein schönes Wochenende

Liebe Grüße

sunshine45

21.02.2020 14:08 • x 1 #16


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Irgendeine

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Zitat von Sunshine45:
Ich finde auch, dass man Praktikanten nicht als vollwertige Kräfte einsetzen darf?
Was ist das für eine Erwartungshaltung, dass keine Fehler passieren dürfen?
Jeder hat nun mal angefangen, es ist ein unentgeltliches Schulpraktikum.

Natürlich darf man Praktikanten nicht als vollwertige Kräfte einsetzen. Ich finde es unmöglich, wie dein Sohn behandelt wurde.
Praktikanten sind da, um was zu lernen und sollten eigentlich am besten bei einer Person "mitlaufen". Das ist bei den meisten Praktikumsstellen natürlich Wunschdenken. Ich finde es in Ordnung, wenn man ihnen kleinere Aufgaben zuweist, die sie dann auch weitestgehend selbstständig erledigen können. Das stärkt meiner Ansicht nach die Motivation und es gibt Bestätigung.
Aber zu "einfachen Aufgaben" gehört für mich nicht sowas, wie Mails an Kunden schicken (wobei ich mich in dem Bereich überhaupt nicht auskenne). Und schon gar nicht, mit solchen Drohungen.
Praktikanten sind da um was zu lernen. Sie dürfen, ja sollen sogar, Fehler machen, um dann daraus zu lernen.

Ich komme ja aus der Pflege und bei uns dürfen Praktikanten nach genauer Einweisung z.B. Vitalzeichen messen oder.Pat. bei der Körperpflege helfen (wenn diese nur wenig Unterstützung brauchen). Aber alles immer mit Background.
Leider werden Praktikanten (und Azubis) auch bei uns natürlich sehr oft für unbeliebte Tätigkeiten, wie Transportfahrten oder Botengänge missbraucht.
Wenn mir mal ein Praktikant mitgegeben wird, versuche ich ihm so viel wie möglich zu zeigen und zu erklären und ihn dann auch mal "spannendere" Dinge, wie z.B. Blutzucker messen, unter Aufsicht selber machen zu lassen. Ich versuche sie so zu behandeln, wie ich es mir an ihrer Stelle wünschen würde bzw. damals gewünscht hätte.

Gut, dass dein Sohn den Mut hatte, zu kündigen!
lg

21.02.2020 16:23 • x 2 #17


Sunshine45

Sunshine45

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Hallo Irgendeine,
finde ich super, wie du das mit deinen Praktikanten machst.
Kleine Aufgaben zum Heranführen sind doch gut.
Ich stelle mir das in der Pflege nicht so einfach vor.
Gerade da brauchen wir dringend Nachwuchs!
Arbeitest du im Krankenhaus oder in der Altenpflege?

Grüße sunshine45

21.02.2020 20:33 • x 1 #18


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Irgendeine

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Zitat von Sunshine45:
Arbeitest du im Krankenhaus oder in der Altenpflege?

Ich arbeite im Krankenhaus.
Aber eigentlich kann es auch nicht sein, dass wir als Azubis uns um die Praktikanten kümmern. Ist aber die Realität.

21.02.2020 23:05 • x 2 #19


Sunshine45

Sunshine45

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Überall sind ähnliche Situationen im Berufsleben
Bei der Einarbeitung war für unseren Sohn auch eine Auszubildende die ihm geholfen hat.
Die war wirklich hilfsbereit und verständnisvoll.

Als meine Mutter im Krankenhaus war, hat sich eine Schwesternschülerin sehr lieb um sie gekümmert.
Es war die Einzige, die meine Mutter geduscht hat und sich Zeit genommen hat.
Man merkte einfach den Pflegenotstand in dem Krankenhaus.

Liebe Irgendeine, ich finde es sehr ehrenwert von dir, wie du dich in deinem Beruf engagierst.

Gute Nacht

21.02.2020 23:42 • x 1 #20

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