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Habt ihr auch solche psychosomatischen Symptome?

Misterj

Misterj

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Hallo liebes Forum,

ich hatte letztes Jahr im Juli ein Burnout und seitdem schon einiges durch. Therapie, Medikamente, Psychosomatische Klinik.

Psychisch gesehen geht es mir auch schon besser. Weniger dunkle Gedanken, etc. Meine körperlichen Symptome sind aber immer noch da bzw. schlimmer geworden. Mich würde einfach mal interessieren ob es hier Menschen gibt die ähnliche körperliche Symptome haben bzw. hatten und vielleicht was euch geholfen hat?

Körperliche Beschwerden:
- Fatique bzw. extreme Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Brain Fog
- Gedächtnisprobleme
- Zwangsgedanken
- Magenschmerzen
- Durchfall
- Schwindel
- Entzündungsgefühle
- Schmerzen in Gelenken (wechselt täglich)
- Kalte Hände
- Brustschmerzen
- Das Gefühl nicht wirklich da zu sein
- Empfindungsstörungen

Ich wollte das einfach mal loswerden. Weil gefühlt kein Mensch versteht wie es ist täglich mit sowas umgehen zu müssen. Vielleicht geht es dem einen oder anderen ja ähnlich?!


Liebe Grüße

Jannis

10.02.2022 13:19 • x 3 #1


Anchiwa4964

Hallo Jannis,
ich bin aufgrund einer chronischen Krankheit psychisch und körperlich in eine Erschöpfungsdepression gekommen. Ich kenne bis auf die Kopfschmerzen deine aufgezählten Beschwerden von mir auch und ebenso die Reaktionen der Menschen in meinem Umfeld darauf. Wer nicht von solchen Zuständen betroffen ist, hat keine Vorstellung, wie schlecht es burnoutkranken Menschen täglich bzw. phasenweise geht.
Du hast mein vollstes Verständnis!
LG von Anchi

10.02.2022 13:35 • x 6 #2



Hallo Misterj,

Habt ihr auch solche psychosomatischen Symptome?

x 3#3


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maya60

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Hallo Jannis @Misterj und Herzlich Willkommen hier im Forum!
Ich wünsche dir einen guten Austausch!

Ich kenne alle deine psychosomatischen Symptome.

Und bei mir persönlich war es so, dass gerade die Vielzahl dieser Symptome bei mir das Burnout ausmachten! Bist du sicher, dass deins vorbei ist?

Bist du noch in Behandlung?

Ein Anzeichen bei mir persönlich für den Übergang zu einer Depression ist dann meist erst ein ständig wunder Magen und Dauermigräne und dann Schlafstörungen.

Aber die meisten geballten psychosomatischen Symptome hatte ich im Burnout.

(Natürlich gibt es auch mal einfach Stresssymptome oder schlechte Tage im Gesundsein, aber so geballt immer nicht.)

Ist aber oft individuell unterschiedlich.

Gute Besserung und liebe Grüße! maya60

10.02.2022 13:37 • x 2 #3


Misterj

Misterj

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@Anchiwa4964 : Hallo Anchi. Danke für deine lieben Worte. Es tut gut zu Wissen das man nicht der einzige ist dem es so geht. Auch wenn das grundsätzlich eigentlich nichts ist worüber man sich freuen sollte.

@maya60 : Hallo Maya. Nein ich bin mir nicht sicher das sie vorbei ist. Momentan bin ich mir bei garnix sicher. ^^
Ja ich bin in Behandlung bei einem Verhaltenstherapeuten. Danke für deine lieben Worte.

Was mich persönlich halt stark beschäfitgt ist, dass ich diese Sypmtome jetzt schon seit 8 Jahren mit mir rumschleppe. Mal stärker und mal schwächer.

10.02.2022 14:00 • x 2 #4


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Kitten

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Hallo Jannis
Auch ich begrüsse dich hier im Forum. Schön, dass du dich angemeldet hast und dich mit uns austauscht. Du wirst sehen, dass es einigen von uns ähnlich ergeht wie dir. Nur schon der Austausch darüber erlebe ich persönlich als sehr hilfreich.
Schön, dass es dir psychisch wieder besser geht. Du hattest ja offenbar die ganze Palette an Behandlungen!

Zitat von Misterj:
Weil gefühlt kein Mensch versteht wie es ist täglich mit sowas umgehen zu müssen. Vielleicht geht es dem einen oder anderen ja ähnlich?!

Auch ich war bzw. bin von einem Burnout betroffen. Auch bei mir sind noch ein paar körperliche Symptome zurückgeblieben seither; so macht mir die grosse Müdigkeit ebenfalls noch zu schaffen. Ich schlafe täglich mehr etwa 9 Stunden und habe immer noch das Gefühl, dass dies nicht ausreicht. Vormittags bin ich dann meist nicht so richtig zu gebrauchen, bzw. brauche Zeit, in den Tag hineinzufinden. Das hängt jedoch auch etwas mit meinem veränderten Tag-/Nachtrhytmus zusammen. Ich war seit jeher eine Nachteule und Spätaufsteherin. Da ich noch nicht wieder arbeite, kann ich das noch so handeln momentan.
Auch an Gedächtnisproblemen und an Brain Fog leide ich noch. Machmal denke ich, das kommt von einer unentdeckten positiven Corona-Infektion ganz zu Beginn der Pandemie. Also dass dies Long-Covid-Symptome sein könnten.
Während der akuten Burnout-Phase hatte ich auch weitere körperliche Beschwerden, die zum Glück nicht mehr oder nur noch sehr schwach aufgetreten sind.

Ich denke das Wichtigste ist, um ein Burnout überwinden zu können: Geduld und Akzeptanz. Das wirst du hier im Forum immer wieder mal lesen. Es wird immer wieder unterschätzt, wie lange es braucht, um wirklich ein Burnout ganz duchzustehen. Zudem ist das Burnout ja keine eigenständige Erkrankung, sondern kommt oft mit Depressionen oder Panikattacken daher.
Dann sollte man sich auch persönlich sehr genau überlegen, was man in Zukunft ändern kann, um nicht wieder in diese Situation reinzukommen. Denn das Risiko ist ja grösser, wenn man schonmal akut im Burnout war.

Leider erfahre auch ich in meinem nahen Umfeld, dass ein Burnout oft total unterschätzt wird, weil es halt im beruflichen Kontext schnell gesagt ist, man ist nah an einem Burnout oder ähnlich. Was es wirklich bedeutet, wissen die wenigsten. Das erlebe ich oft auch als schwierig.
Bist du denn schon wieder im Arbeitsprozess drin?

Ich wünsche dir auf dem weiteren Heilungsweg alles Gute!
LG

10.02.2022 14:21 • x 6 #5


Misterj

Misterj

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@Kitten
Hallo Kitten,

vielen Dank für deine Nachricht! Ja den Austausch empfinde ich auch als sehr hilfreich.

Ja ich habe mir auch schonmal überlegt ob es long-covid sein könnte. Kann man ja leider nicht wirklich nachweisen....

Ich stimme dir zu. Geduld ist sehr wichtig. Vor allem die Gesundheit zu priorisieren bzw. an erster Stelle zu stellen. Mir persönlich fällt das immer sehr schwer wenn ich wieder im Arbeitsumfeld bin. Ich kann mich da schlecht abgrenzen.

Ja du hast Recht, man muss etwas ändern. Die Gefahr sonst wieder in die selbe Situation zu kommen ist sehr groß.

Das stimmt. So gut wie niemand versteht was es heißt wirklich depressiv zu sein bzw. ein burn-out zu haben. Ich war 4 Wochen in einer Klinik. Auch wenn das sehr anstrengend war, so waren die Gespräche mit den Menschen authentisch. Kaum ist man wieder in der normalen Welt ist alles so unauthentisch bzw. es wirkt auf mich alles so fake...

Seitdem ich wieder arbeite (erst seit Montag) ist meine Laune deutlich schlechter geworden. Also ich denke ich weiß was ich ändern muss. Der Schritt macht einem nur gut Angst....

Ich danke dir für deine netten Heilungswünsche und wünsche dir auch alles gute!

11.02.2022 11:59 • x 2 #6

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