Zitat von Claudi2023: Was für mich so unfassbar schwer und schmerzhaft ist, wie er sich so komplett wandeln konnte. Trennung hin oder her, aber er kann doch nicht alle Emotionen und Gefühle der letzten Jahre, einfach so abhaken.
Ich finde erst einmal im Zweifel für den Angeklagten, wütend zu sein steht dir aber trotzdem zu. Das ist paradox, aber tu das, was dir jetzt hilft. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, wenn er eine schwere Depression hat, ob nun in Verbindung mit vielleicht Bindungsangst oder anderem (und so habe ich es auch in meiner Situation erlebt), bemerkt man da eine emotionale Distanz im anderen, auch wenn diese von ihm nicht gewollt ist.
Es hat ja einen plausiblen Grund, dass er gerade in einer Klinik ist. Er ist derzeit außer Gefecht gesetzt. Und Krankheiten interessiert es nicht, ob man Kinder hat, keine Kinder hat oder sogar Kinder erwartet. Das soll keine Rechtfertigung für sein Verhalten sein! Nur nochmal eine andere Sichtweise rein auf der Verstandsebene. Finde, da kommt man rein emotional gar nicht weiter.
Zitat von Claudi2023: Egal wann ich auf diese Zeit zurückblicke, wird es mit schlimmen Gefühlen verbunden sein.
Meine Mutter hat ebenfalls die Schwangerschaft ohne meinen Vater erlebt, aus anderen Gründen, und ähnlich wie bei Laurien war mein Vater in seiner Rolle abwesend. ABER hatte meine Mutter trotz vieler Hürden sich immer schon ein Kind gewünscht und ich habe da sehr viel Liebe erfahren und später tolle männliche Rollenvorbilder in Form von zwei Lebenspartnern meiner Mutter gehabt.
Egal wie Deine Situation weitergeht ... es wird immer in deinen Händen liegen, Dinge positiv zu ändern und Du wirst das vor dir Liegende toll meistern! Tut dir bestimmt gut, heute mit deiner Therapeutin zu sprechen.
💗