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Gegen eine psychische Krankheit hilft tägliche Arbeit -

Fritz

Fritz
Mitglied

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Ich leide seit meiner Geburt an Depressionen, Angststörungen und Minderwertigkeit.
Nachdem ich vieles probiert habe, (Therapieen, Klinikaufenthalte und Medikamente)
übe ich mich mit täglicher Arbeit. (Entspannung-und Atemübung, Meditation)
Mittlerweilen ist es ein feste Therapie, die ich täglich absolviere.
Ich habe festgestellt, dass ich damit meine Krankheiten weitgehends im Griff habe.
In meinen jungen Jahren hätte ich mir das nicht vorstellen können.
Aber jeder Mensch hat ja eine persönliche Entwicklung.
Macht jemand ähnliches?

#1


6 Antworten ↓

Dys
Ich erinnere mich nicht an meine Geburt und wohl auch nicht an die Zeit als Säugling und weiß daher nicht um etwas, woran ich in dieser Zeit gelitten hätte, wenn es so gewesen wäre. Daher ist es spannend zu erfahren, dass Du Dich so gut erinnerst.

Meditation, Atem- und Entspannungsübungen kann man sicher auch als Arbeit bezeichnen und es wäre vielleicht mal interessant, auch wenn ich persönlich keinen Nutzen darin sehe, es wissen zu müssen, wieviele Menschen das machen, die keine psychische Erkrankung haben, weil sie es einfach nur machen wollen.

Das man sich zunächst etwas nicht vorstellen kann, dies zu tätigen liegt meines Erachtens daran, dass man es entweder nicht kennt oder es einfach noch nicht ausprobiert hat, obwohl man davon gehört hat. Das ist aber ja nichts außergewöhnliches und kommt ein Leben lang so vor.

Wenn Du mit dem, was auch immer Du tust, Deine Erkrankungen im Griff hast, ist das doch schön zu hören.
Aber wenn jetzt jemand schreibt, dass er oder sie das auch macht, was Du machst, inwieweit würde sich dann dein Wissen entwickeln können, außer dahin, dass es noch Andere gibt, die es so oder eben ähnlich machen wie Du? Denn die gibt es sicher.

Wäre es nicht eventuell interessanter, etwas neues zu erfahren, indem Du dahingehend nach etwas fragst, was Du Dir bislang auch noch nicht vorstellen konntest? Vorausgesetzt Du hättest ein diesbezügliches Interesse und wärs etwas Neuem gegenüber offen.

Vielleicht wäre es aber auch interessant, welche Techniken oder Vorgehensweisen Du bei deinen Übungen (Arbeiten) anwendest und dass dann darüber ein Austausch stattfinden könnte. Ansonsten wäre Dein Beitrag ja lediglich eine Feststellung, die Du machst und über die gäbe es ja nichts zu diskutieren, da Du es eben so festgestellt hast, was auch so sein darf.

#2


A


Hallo Fritz,

Gegen eine psychische Krankheit hilft tägliche Arbeit -

x 3#3


Fritz
Hi
Ich erinnere mich auch nicht an meine Geburt und auch nicht als meine Zeit als Baby.
Gott sei Dank!
Denn, bei meiner Geburt ist meine Mutter verstorben.
In diesem Chaos kamen meine Schwester und ich zu meiner Tante.
Sie war für mich da, sie war meine Bezugsfamilie.
Als mein Vater wieder geheiratet hatte, wollten sie, dass ihre Kinder bei ihnen leben sollten.
Also holten sie uns nach 4 Jahren einfach ab.
Für mich waren es 2 wildfremde Menschen, ich musste mit ihnen mit und ich konnte diese Sache nicht verstehen.
Erst so mit 12 Jahren erfuhr ich Schritt für Schritt, von meiner Vergangenheit, denn niemand berichtete mir darüber.
Später musste ich erfahren, dass ich meine Depression, Minderwertigkeit und Ängste von meinem Vater geerbt habe.
Vielen Dank!
Meine Technik mit Entspannungsübungen, Atemübungen und Meditation habe ich gelernt und jeder Andere kann sie sich selber beibringen.
Fachärzt wissen mehr darüber.
Dafür bin ich nicht der kompetente Ansprechpartner!
Was ich mit meinem Bericht anderen psychisch Erkrankten mitteilen möchte, dass es halt zur
Medikamenten Verschreibung auch Alternativen gibt.
Aber, jeder muss sein Leben selbst verantworten!

#3


JueKey
Hallo zusammen,
Durch die Erkrankung meiner Frau habe ich gelernt, bzw beobachtet, dass es ein Zusammenspiel von mehreren Bausteinen sein sollte.
Medikamente (sind teilweise essentiell)
Therapie (Psycho,- Trauma, - Sozial,- Ergotherapie je nach Bedarf)
Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen sind ein sehr guter Baustein.
Ganz wichtig ist aber eine klare Tagesstruktur. In dieser lassen sich die oben genannten Bausteine individuell einbauen.

#4


Dys
Wer sich als Betroffene(r) schon mal in eine Behandlung begeben hat und mit dem Arzt oder Therapeuten über mögliche Behandlungsmethoden sprechen konnte, weiß ja im Prinzip, welche es gibt. Ungeachtet dessen, gibt es ja immer wieder neue, mehr oder weniger erfolgversprechende Methoden, zu denen man sich entschließen könnte, sie zu probieren.

Wenn also keine drastische Hirnschädigung es unterbindet, dass man Informationen zu Behandlungsmethoden verstehen kann und Unklarheiten durch Nachfragen aus der Welt schaffen könnte, dürfte für einen Patienten schon das Spektrum der Möglichkeiten bekannt sein.

Für Angehörige, die diese Informationen auch haben, gilt meiner Ansicht nach das Gleiche.
Wobei man Angehörigen aber auch zugestehen darf, dass sie nicht unbedingt ein für das Verständnis erforderliches Interesse an der Materie entwickeln müssen. Vor allem weil sie ja auch noch anderes zu tun oder bewältigen haben könnten und meist auch haben.

Daher erschließt sich mir nicht, weshalb etwas, das einem Betroffenen zumindest bekannt sein müsste, weil der Weg zum Arzt eigentlich obligatorisch sein sollte, wenn man eine Erkrankung vermutet, immer wieder genannt werden sollte, wenn es eben nichts Neues ist.

Die Frage was wem hilft, darf natürlich trotzdem gestellt werden, aber man sollte halt im Blick haben, dass eine entsprechende Antwort keine Allgemeingültige sein kann. Sie wäre aber durchaus hilfreich, wenn man selbst bislang nicht die Notwendigkeit empfunden hat, sich dahingehend zu informieren und man sich mal etwas einlesen will, statt jemanden zu befragen, der vom Fach ist und über Risiken und Nebenwirkungen und natürlich auch über einen Nutzen aufklären kann und so zumindest ein fundiertes Grundwissen vermitteln könnte. Denn ohne ein Solches, könnte man kaum erfassen, ob etwas dran ist, an dem was irgendjemand schreibt, weil es dann schwer sein dürfte, zwischen Gehaltvollem oder Blödsinn unterscheiden zu können. Denn wenn man Etwas nicht weiß, muss man eigentlich alles glauben.

#5


mutmacher
Hallo, lb.@Fritz
Ja, da hast Du gar nicht so unrecht (was tägliche Arbeit bei psych. Erkrankungen betrifft). Vor vielen Generationen griff man in psych. Notfällen z.B. zum Schlafentzug, warme Bäder oder eben zu Aktivität.
Ich hab das hier schon öfter erwähnt, dass mir meine Mutter mit etwa 15 Jahren den Spaten in die Hand gedrückt hat und ich ziemlich ackern musste, nur weil ich ihr gesagt hatte, dass ich wohl depressiv sei !
Ja, der Mensch damals war härter (auch sich selbst gegenüber). Heute sind sellbst Kinder und jJugendliche viel schneller erschöpft, viele wollen nicht arbeiten, sind depressiv.......
Ich weiß, dass Depressionen ernst zu nehmen sind, aber zu schnell wird auch der Rezeptblock geschwungen oder
Geld zum Unterhalt beantragt wegen Depressionen.

x 1 #6


Lunatica
Die heutige Zeit ist auch eine ganz andere als früher!
Das kann man nicht vergleichen!
Der Druck den die junge Menschen heute haben, sei es in der Schule, im Beruf oder Studium, ist weitaus größer als vor 20 Jahren. Alle muss schneller, besser, höher, schöner sein. Konkurrenz ist groß.
Zum Glück gibt es heute Psychotherapeuten, und Angebote für Menschen mit Depressionen und Burnout.
Ja, früher hies es, geh arbeiten dann hast du keine Zeit zum eine Deprikugel schieben 😡

x 2 #7

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