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Gefühl nichts wert zu sein - ich kann nicht mehr

Einevonvielen

Einevonvielen

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Hallo ich bin 15. Ich habe schon oft darüber nachgedacht mich umzubringen. Das geht schon über ein Jahr so. Ich wurde immer nur enttäuscht, habe das Gefühl nichts wert zu sein und das es für alle besser wäre wenn ich nicht mehr da bin. Ich kann mich niemandem anvertrauen. Ich habe Schwierigkeiten damit mich zu öffnen. Meine eltern würden mir nur sagen das dass in meinem alter so ist. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll, denn egal was ich mache, es ist falsch. Bin ich bei Freunden kann ich zwar lächeln aber mein lächeln geht so schnell wie es gekommen ist. Bin ich alleine bin ich nur traurig, fange an zu weinen wenn mir etwas nicht gelingt oder einfach so. Ich kann mir einfach nicht vorstellen das ich eine Zukunft habe. Ich war schon immer sehr sensibel und nehme mir alles sehr zu Herzen bzw. ich denke immer sehr viel über alles nach und habe Angst etwas falsch gemacht zu haben. Und dann sind dann wieder die stimmen in meinem kopf die mir sagen ich bin nichts wert und ich soll mich umbringen. Ich habe vor einem jahr angefangen mich selbst zu verletzen, dann habe ich wieder aufgehört. Jetzt habe ich wieder angefangen und es wird schlimmer. Manchmal habe ich richtige heul-krämpfe und dann tut es irgendwie gut wenn ich mich auf den körperlichen Schmerz konzentrieren kann und das Blut meinen arm runterläuft. Innerlich fühle ich so einen starken Druck auf meinem herzen das ich einfach aufgeben will.

24.12.2019 01:30 • x 4 #1


laluna74

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Liebe Einevonvielen,

als ich deine Zeilen las musste ich heftig schlucken. Da meine Tochter auch 15 Jahre, ihr habt euer ganzes Leben noch vor euch.

Ich finde jetzt nicht die richtigen Worte, da es mir selbst gerade nicht so gut geht, aber ich möchte dir sagen, es gibt für alles eine Lösung. Es wäre wichtig, dass du dir professionelle Hilfe suchst. Meine Tochter litt unter Ängsten und ich habe eine psychotherapeutisch Maßnahme veranlasst, bei einer Jugendpsychotherapeutin. Jetzt geht es meiner Tochter besser. Sie kommt nun ohne Therapie aus. Es ist aber wichtig, dass man schnell etwas unternimmt, je länger du wartest, um so schwieriger kann es werden.

Bitte suche dir Hilfe. Du bist noch so jung, jetzt kann man noch viel bewirken.

24.12.2019 01:48 • x 3 #2


laluna74

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Und man muss sich nicht mal schämen, wenn man Therapie in Anspruch nimmt. Aus meinem näheren Umfeld kenne ich noch vier weitere Mädchen in deinem Alter, die auch Therapie in Anspruch nehmen. Heutzutage ist das nichts ungewöhnliches.

24.12.2019 01:52 • x 5 #3


Einevonvielen

Einevonvielen

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Laluna74 ich würde mir gerne Hilfe suchen habe aber angst mich meinen eltern anzuvertrauen weil sie mich nicht ernst nehmen würden und meine mutter sowieso schon viel um die Ohren hat

24.12.2019 02:02 • x 3 #4


laluna74

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Vielleicht kannst du deine Eltern ja doch überzeugen, dass du Hilfe brauchst. Sag ihnen, dass du eine Psychotherapie in Anspruch nehmen möchtest, das hat meine Tochter auch, als sie merkte, es wird immer schlimmer mit den Ängsten und jetzt bin ich echt froh, dass sie sich durchgesetzt hat.

Eine andere Möglichkeit wäre aber auch zum Beispiel ein Sozialpsychiatrischer Dienst, wie z. B. die Caritas. Viele Städte bieten diese Hilfe kostenlos an. Da kannst du möglicherweise auch ohne der Begleitung deiner Eltern vorstellig werden. So genau kenne ich mich da nicht aus. Aber vielleicht kannst du ja mal googlen. Wäre eine Möglichkeit.

24.12.2019 02:02 • x 4 #5


laluna74

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Ich kann dich gut verstehen, aber du solltest deine Lage sehr ernst nehmen und deine Mutter sollte das auch.

Wenn nicht, frag bei der Caritas o. ä. nach. Die können dich bestimmt unterstützen.

24.12.2019 02:07 • x 3 #6


laluna74

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Auch wenn deine Mutter viel um die Ohren hat, noch ist sie auch verantwortlich für dich, genau so wie dein Vater.

Das möchte ich dir gerne sagen, denn du alleine kannst und solltest dieses Problem nicht alleine tragen. Du bist erst 15.

24.12.2019 02:10 • x 5 #7


laluna74

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Aber ich muss jetzt sehr vorsichtig sein. Ich möchte dir auch nicht zu nahe treten und noch zusätzlichen Druck ausüben.

Ich wünsche dir aber, dass du erkennst, dass DU wichig bist, dass du immer gut für DICH sorgst. Das und vieles mehr kannst du in einer Threrapie lernen, so dass das Leben wieder lebenswert erscheint.

Alles Liebe Dir

24.12.2019 02:14 • x 3 #8


laluna74

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Ich wünsche dir ganz viel Kraft und die richtigen Menschen an deiner Seite

24.12.2019 02:16 • x 2 #9


Einevonvielen

Einevonvielen

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Laluna74 danke für deine lieben worte

24.12.2019 02:18 • x 2 #10


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Alexandra2

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Liebe Einevonvielen,
Es ist schlimm, was Du erlebst. Ich kann mir vorstellen, daß Du ohne Eltern einen Termin beim Kinder- und Jugendpsychiater machen kannst. Ein Anruf dort klärt das. Und die Telefonseelsorge kann Dich entlasten. Wir sind auch für Dich da. Du bist nicht allein.
Liebe Grüße Alexandra

24.12.2019 10:12 • x 3 #11


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111Sternchen222

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Bitte wende dich , wenn deine Eltern erstmal außen vor bleiben sollen an einen Arzt. Hast du einen Hausarzt dem du vertraust? Der kann auch helfen und mit dir weitere Schritte gehen.
Lg Sternchen

24.12.2019 11:59 • x 4 #12


Einevonvielen

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Danke für eure hilfe ich hatte leider nie die richtigen menschen an meiner Seite. Ich wurde immer wieder von meinen freunden enttäuscht und verletzt weshalb ich lange zeit alleine war. Jetzt habe ich wieder zwei freunde aber die angst etwas falsch zu machen ist noch größer. Es ist als drückt ein stein auf mein herz bei jeder Nachricht die sie mir schreiben weil ich angst habe das auch sie sich wieder von mir abwenden.

24.12.2019 12:46 • x 3 #13


laluna74

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Liebe Einevonvielen,

kennst du Ella Thebee? Meine Tochter schaut sich ihre Videos auf Youtube an. Vielleicht sind die ja auch etwas für dich? Vielleicht können sie deine Grundstimmung etwas verändern?

24.12.2019 13:55 • x 1 #14


laluna74

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24.12.2019 13:57 • x 1 #15


laluna74

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Ella Thebee hat über 187 000 Abonnenten und 771 Videos, (was mich persönlich schon wieder erschlagen würde) wenn ich das gerade richtig gesehen habe? Vielleicht ist ja noch etwas passendes für dich dabei?

Ganz liebe Grüße
laluna

24.12.2019 14:11 • x 1 #16


Einevonvielen

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Ich habe meiner mutter gesagt das ich mich gar nicht mehr so richtig freuen kann und nicht mehr so glücklich wie früher bin, dazu sagte sie dann nur das alles wieder gut wird und ich mehr lächeln soll.

25.12.2019 15:58 • x 2 #17


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Alexandra2

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Hast Du ihr von Deiner Traurigkeit erzählt? So wie Du schreibst, kommt wohl der Ernst der Lage nicht an?
Wie hast Du auf die Äußerungen Deiner Mutter reagiert?

25.12.2019 16:20 • x 2 #18


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Liselotte

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Hey, Einevonvielen,
der Name ist sehr, sehr gut gewählt. Eine von vielen.
So vielen jungen Menschen geht es momentan nicht gut. Besonders die, die besonders wertvoll und intelligent sind trifft es am häufigsten. Ich habe jetzt gar nicht geschaut, wo Du wohnst, aber Du kannst googeln, aber hallooo
Also, hier in Berlin steht das auch überall, in den Bussen, in der U-Bahn, an den Litfasssäulen. Die Kummernummer für Jugendliche. da triffst Du auf junge Leute, die Freude daran haben mit Dir zu sprechen. Sprechen hilft, schreiben auch, aber sprechen ist noch besser. Du brauchst auch keine Angst vor Nachrichten deiner Freunde zu haben, schicken sie Dir etwas komisches, dann haben sie einfach nichts verstanden. Aber, Du wirst Dir Deine Leute schon gut aussuchen und Deppen gibts halt überall. Egal, welchen Alters.
Also nichts wie ran an das smartphone oder vielleicht einfach auch heute nur mal ausruhen, in Deinem Zimmer. Hoffentlich kannst Du da ungestört für dich sein und mit Deinen Freunden und uns allen hier aus dem Forum einfach nur quatschen., oder etwas Schönes Lesen, Malen, Schreiben oder Serien glotzen. Du machst das schon. Ach ja, ein warmer Tee ist auch immer gut, gegen alles, wirklich alles. Am besten mit Honig

25.12.2019 17:01 • x 5 #19


Einevonvielen

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Alexandra2 ich habe gesagt das ich vielleicht mal zu einem Artzt gehen sollte aber sie hat gesagt das wir das auch so hinkriegen. Sie glaubt das das jetzt nur so einen vorübergehende Kriese ist.

26.12.2019 01:43 • x 3 #20


Einevonvielen

Einevonvielen

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Liselotte danke ich versuche mich schon immer irgendwie abzulenken. Manchmal frage ich mich ob es nicht besser ist gar keine freunde zu haben so wird man zumindest nicht verletzt.

26.12.2019 01:48 • x 2 #21


laluna74

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Liebe Einevonvielen,
deine Mutter erkennt nicht den Ernst der Lage. Das ist sehr schade und für dich nicht gut.

Aber man kann deiner Mutter nicht mal einen Vorwurf machen. Ich selbst als angstbesetze Person habe nicht sofort auf den Hilferuf meiner Tochter wegen ihrer Ängste reagiert. Es hat etwas gedauert und sie hat mir ganz emotional verdeutlicht wie schlecht es ihr wirklich geht.

Du solltest nicht aufgeben, sondern beharrlich darauf weiter aufmerksam machen.

26.12.2019 01:49 • x 4 #22


Einevonvielen

Einevonvielen

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Ich habe öfters Phasen wo ich nicht weiß was ich überhaupt noch auf der welt mache. Dann habe ich Gedanken wie: würde man mich vermissen wenn ich nicht mehr da bin? Und lohnt es sich überhaupt zu leben ?

27.12.2019 02:05 • x 1 #23


laluna74

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Solche Gedanken kenne ich auch. Aber die sind falsch. Denn es geht gar nicht darum, für andere zu leben, sondern darum für sich selbst zu leben.

Das Leben ist eine Chance. Es liegt an uns das Beste daraus zu machen.

Was kannst du tun, dass das Leben für DICH lebenswert ist?

27.12.2019 02:12 • x 4 #24


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Axel61

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Zitat von Einevonvielen:
Ich habe meiner mutter gesagt das ich mich gar nicht mehr so richtig freuen kann und nicht mehr so glücklich wie früher bin, dazu sagte sie dann nur das alles wieder gut wird und ich mehr lächeln soll.


Ich weis, klingt komisch, aber Sie hat in einem Punkt recht: Lächeln hilft. Ich kann das bestätigen: Wenn ich unterwegs bin und ne sentimentale Attacke habe, mache ich genau das. Joker läßt grüßen.

Es gibt aber auch tatsächlich Untersuchungen, dass Lächeln den Hormonhaushalt positiv verändert. Klappt natürlich nicht unbegrenzt, aber ein Bisschen. schon

27.12.2019 02:29 • x 4 #25


laluna74

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Das stimmt, das habe ich in einem Glücksseminar gelernt. Es muss also etwas dran sein

Es wäre zumindest ein Anfang, aber ob das reicht?

Man müsste es mal viel öfter ausprobieren.

27.12.2019 02:33 • x 3 #26


Einevonvielen

Einevonvielen

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Ich habe das Gefühl mir geht es von tag zu tag schlechter. Mein herz fühlt sich so schwer an. Mir fällt es immer schwerer weiter zu machen.

01.01.2020 18:56 • x 2 #27


laluna74

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Liebe Einevonvielen,

deine Worte machen mir Angst. Bitte sprich mit deiner Mutter nochmals. Sag ihr so wie hier, dass es nicht besser wird, sondern schlimmer. Du brauchst Hilfe und die gibt es. Für alles gibt es eine Lösung, nur nicht aufgeben!

Wir haben doch jetzt über einiges gesprochen. Wie ist es denn mit den sozialpsychiatrischen Diensten in deiner Stadt gegeben? Speziell für die Jugend. Du bist kein Einzelfall. Es geht nur darum, dass du etwas unternimmst.

Liebe Grüße
laluna

01.01.2020 21:22 • x 3 #28


mag71

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Liebe Einevonvielen,
was Du schreibst macht mein Sohn auch seit 6 Jahren durch. Nur leider hat er nicht versucht mit uns zu reden. Im Gegenteil, immer wenn ich ihn gefragt habe was ihm fehlt, meinte er nichts. Zum Glück hatte er damals aufmerksame Mitschülerinnen, die zum Vertrauenslehrer gegangen sind. Dieser bestellte sofort den sozialpsychiatrischen Dienst in die Schule. Mein Sohn wurde noch am gleichen Tag in die Jugendpsychiatrie eingeliefert. Es war "fünf vor zwölf".
Du könntest Deiner Mutter dieses Forum zeigen, vielleicht versteht sie dann den Ernst der Lage. Hast Du ältere Geschwister, oder andere nahe Verwandte mit denen Du reden kannst?
Bei uns in der Gegend wartet man ewig auf einen ambulanten Termin. Bist Du in einer Krankenkasse die eine Filiale vor Ort hat? Da könntest Du auch hingehen und um Hilfe bitten. Das hatte bei uns nach dem stationären Aufenhalt geholfen.
Ich wünsche Dir alles Gute und das Du ganz schnell Hilfe bekommst.
Liebe Grüße
mag71

01.01.2020 22:13 • x 4 #29


Einevonvielen

Einevonvielen

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Ich habe meiner mutter gesagt das ich gerne zu einem artzt gehen würde aber das versteht sie nicht. Immer öfter denke ich über Selbstmord nach. Leider habe ich niemanden der erkennt wie schlecht es mir geht. Ich will ja zu einem Psychologen gehen aber irgendwas hält mich davon ab. Ich kann einfach nicht aussprechen wie es mir geht.

03.01.2020 02:35 • x 2 #30

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