Fühle mich einsam und alleine - was kann ich tun? Tipps?

Sinn wiederfinden- fühle mich alleine und weg

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute durch Zufall auf das Forum gestoßen und ich schreib mir einfach mal alles von der Seele- vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich. Ich habe eine Ausbildung als Erzieherin gemacht und anschließend Frühpädagogik studiert. Während der Schul- und Studienzeit ging es mir sehr gut. ich bin nach Muc gezogen, hatte einen festen Freund (aber in der Heimatstadt)hab schnell Anschluss gefunden in meiner Klasse/Studiengruppe, die Inhalte haben mich interessiert und ich hab mich gut aufgehoben gefühlt. Allerdings habe ich immer Angst gehabt wenn ich an die berufliche Zukunft gedacht habe! Am Ende meines Studiums ist mein langjähriger Freund (8 Jahre!) nach Muc gezogen. Das Zusammenziehen war eine einzige Katastrophe. Er war schon länger schwer depressiv mit Burnout (erkenne ich im Nachhinein) und wir haben uns relativ schnell getrennt (6 Monate). Ich habe zu dem Zeipunkt das arbeiten angefangen, meine Bachelorarbeit fertig geschrieben und konnte mir die Wohnung nicht mehr leisten. Nach 8 Monaten bin ich zusammengeklappt, ich hatte vor allem Angst, hab mich erst in die Psychatrie und anschließend in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen und war erstmal knapp ein Jahr von allen Alltagsaktivitäten draußen. Anschließend bin ich wieder in meine Heimatstadt gezogen, hab mir eine Arbeit gesucht und wieder eine Wohnung (sehr ländlich!) etc. Der Zusammenbruch ist nun knapp 4 Jahre her. und trotzdem geht es mir immer noch nicht wirklich gut. das Arbeiten stresst mich einfach wahnsinnig (es gibt eigentlich keine Probleme in meiner Stelle aber ich mache mir innerlich enorm Druck nicht gut genug zu sein, oder es nicht zu können). Manchmal glaube ich ich bin unterfordert und manchmal komplett überfordert. Außerdem hab ich so ein Misstrauen gegenüber Menschen entwickelt (alle "Freunde" haben mich gefühlt im Stich gelassen damals). Und ich habe das Gefühl ich muss etwas machen, damit es besser wird. also "Ich bin der Ursprung allen Erlebens" (quasi Gesetz der Anziehung) wobei das wrsl ein Kontrolldenken ist, dass mir das Gefühl gibt ich kann alles kontrollieren. Aber ich arbeite im sozialen Bereich! Oft habe ich das Gefühl das Erwachsenenleben zieht an mir vorbei. ich arbeite mit Kindern, d.h. ich bin auf der Kinderebene den ganzen Tag und abends nach der Arbeit bin ich zwar oft im Sport, Schwimmen etc. aber auch mehr mit wechselnden Leuten und auch mit wenig Austausch. Klar, habe ich hier in meiner Heimatstadt auch Bekannte aber diese haben alle Kinder, heiraten etc. Und das ist weiterhin ein Thema was mich einfach wahnsinnig macht. Weil ich mich einfach auch gerne aufgehoben fühlen würde und einen Partner, mit dem ich in Richtung Familie schauen kann. Und gleichzeitig denke ich, ich habe ja nicht mal mich selbst psychisch unter Kontrolle, wie soll ich es denn jemals auf die Reihe kriegen, selbst ein Kind großzuziehen . Ja das sind momentan meine Bausstellen und ich fühle mich permanent von diesen Themen getriggert (meine große Schwester hat erst ein Kind bekommen und wohnt quasi nebenan). Mir fehlt irgendwie die Richtung in meinem Leben, wo soll es hingehen etc. Momentan habe ich einen Job, der mich irre anstrengt, wenig Geld etc. aber gleichzeitig werde nicht so schnell einen Job auf der Kompetenzstufe finden (ich arbeite quasi als Kinderpflegerin) weil ich mir einfach nicht zutraue eine eigene Gruppe zu leiten aber natürlich extrem gut ausgebildet bin! Und irgendwie ist das zuviel für mich um mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. weil zu viel deprimierend ist und ich zu wenig schön finde, oder die notwendige Hilfe einfach fehlt! Und das ganze geht nun schon 4 Jahre! Ich habe einfach Angst, dass es niemals besser wird und ich mein komplettes Leben versäume. Es zieht immer noch alles an mir vorbei! Ich fühle mich einfach, als wäre ich weg, halte die Luft an und ich habe keine Ahnung, was ich dagegen tun kann. Und ich war einmal so stolz ich zu sein und war wirklich ein Lebensfroher, hübscher und liebenswerter Mensch.
Naja es hat mir schon einmal sehr gut getan, alles aufzuschreiben und vielleicht hat ja jemand einen Ratschlag, was ich tun kann. Ich bin in Therapie aber es bringt mir irgendwie auch nicht wirklich etwas!

Vielen lieben Dank fürs Lesen!

17.04.2019 21:37 • x 1 #16


Resi
Guten Morgen Sonnenschein8!

Ganz spontan würde ich dir, nach dem Lesen deines Textes sagen:
Raus aus dem Hamsterrad!

Ich kenn all diese Symptome auch von mir.
Du schreibst, daß du ein Jahr von allen Alltagsaktivitäten "draußen" warst.
Wie darf ich das verstehen?
Und was genau hast du für dich verändert in dieser Zeit?

Kann es sein, daß du zu viel von dir erwartest, zu streng mit dir bist?
Daß nicht das Leben an dir vorbei zieht, sondern du dir selbst ein Bild von dir gemacht hast, was nicht dem realen Leben entspricht?

Alles Gute!

18.04.2019 08:51 • x 1 #17




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