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Frische Beziehung zu Frau mit Depressionen

Wusseldussel

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Hallo,
ich schreibe hier, weil ich Probleme damit habe, meine Freundin zu verstehen.
Wir sind ein halbes Jahr zusammen, es handelt sich um eine Beziehung auf Distanz aber wir haben uns in der Regel alle 2 Wochen mehrere Tage gesehen und vor kurzem 2 Wochen Urlaub bei mir verbracht. Sie ist 36. ich 32.
Ich weiß, dass sie vor ca 4 Jahren schon einmal stationär wegen Depressionen und Suicidalen Gedanken behandelt wurde.
Unsere kennenlern Phase war unglaublich schön und wir passen eigentlich sehr gut zusammen.
In den letzten 3 Monaten hat sie einige Tiefschläge erlitten:
Sie hat ihre eigene Bar verkauft (Teils wegen Corona, teils weil es ihr zuviel wurde neben ihrem normalen Beruf)
Sie wurde auf dem Fahrrad von einem Auto angefahren und hat mehrere Zähne verloren etc.
Vor 3 Wochen ist ihr Onkel gestorben
Es gibt noch andere kleinere Sachen, aber ich denke, dass reicht schon um zu sehen, dass es bei ihr gerade schlecht läuft.

Ungefähr zur selben Zeit, als ihr Onkel gestorben ist, habe ich das Wochenende bei ihr verbracht und sie war bis dahin sehr glücklich und euphorisch, dass ich zu ihr komme.
Als ich dann aber bei ihr ankam war sie sehr distanziert und hat sich das ganze Wochenende über zurückgezogen. Ich habe die Situation nicht richtig erkannt und wir sind im Streit auseinander gegangen.
Nach einigen Tagen Funktstille habe ihr geschrieben und ihr meine Sicht der Dinge geschildert. Sie hat dann mehrere Tage verstreichen lassen und mir irgendwann geantwortet, dass es ihr gerade sehr schlecht ginge und dass sie mich damit nicht belasten möchte. Das es ihr sehr schwer falle, aber sie das alleine lösen muss etc.
Sie hat mehrfach gesagt, wie Leid es ihr tut und ich sagte, es müsse ihr nicht Leid tun, weil man Gefühle eben nicht erzwingen kann.Ich habe ihr daraufhin gesagt, dass mich ihre Entscheidung zwar schwer trifft, aber ich sie respektiere und ihr ihre Sachen (u.a Wohnungschlüssel) zurückschicke. Das habe ich am selben Tag dann getan.

Wenige Tage später, hat sie dann wieder versucht Kontakt zu mir herzustellen. Ich war dem ganzen nicht abgeneigt, aber wollte ihr ihre Ruhe geben und habe dementsprechend nur auf ihre Kontaktversuche reagiert.
Sie hat mich dann gefragt, ob wir telefonieren können und ich habe gerne eingewilligt. Sie klang da bereits sehr niedergeschlagen und den Tränen nahe und hat 5 Minuten lang eigentlich nur immer wieder gesagt Es liegt nicht, daran, dass ich keine Gefühle für dich habe - Das stimmt nich so nicht wie du es dargestellt hast Sie hat sich dann dafür bedankt, dass ihr ihre Sachen zurück geschickt habe.
Am nächsten Tag schrieb sie mir dann, dass es ihr unglaublich Leid tue und sie einen riesigen Fehler gemacht hat. Kein Mann hätte sich zuvor so um sie gesorgt und sie hätte nie gelernt Hilfe anzunehmen. Sie würde es verstehen, wenn ich den Kontakt zu ihr nicht
Ich habe ihr gesagt, es ist ok für mich, wenn sie Tage hat an denen sie mich nicht am Kopf haben kann und nicht mit mir sprechen möchte

In solchen Momenten gehst nicht du mir auf den Keks . sondern ich selber weil ich alles schleifen lasse und nichts mehr unter Kontrolle habe weil ich alles hinausgezögert habe / ich hab das alles schon etliche Male hinter mir und will dich einfach schützen weil ich weiß wie böse und gemein ich sein kann

Wir reden seitdem wieder viel miteinander. Aus meiner Sicht, hat sie sich sehr gegenüber mir geöffnet und versteckt ihre Gefühle mir gegenüber nicht mehr.
Sie war vor 4 Tagen bei ihrer Psychologin und nimmt seither wieder Antidepressiva, die vorher für ein Jahr abgesetzt waren.
Heute hatte sie einen weiteren Termin und ist für die Aufnahme in stationäre Behandlung angemeldet, hat aber noch keinen Termin für den Behandlungs Beginn und sagte, sie könne jederzeit absagen.
Ich habe ihr daraufhin gesagt Bin stolz auf dich und ich bin für dich da, egal wie du dich entscheidest
Das war morgens, sie hat darauf den ganzen Tag nicht geantwortet und ich habe ihr abends geschrieben "schlaf schön, ich hab dich lieb"
Ihre Antwort kam wenige Minuten später
"hey Schlaf schön ich Falle gleich ins Bett, war den ganzen Tag beschäftigt schöne träume"


Sie streamt täglich live über ihr Handy und ist dort immer Super Happy und selbstbewusst. Wenn sie mit mir spricht ist sie Ein Häufchen Elend
Oft ist es so, dass wir wirklich tiefe Gespräche führen, sie mittendrin aufhört und eine Stunde später anfängt zu streamen. Ich glaube sie macht das aus Selbstschutz und spielt die gute Laune vor. Ich habe ihr vor ein paar Tagen gesagt, sie wirke gerade sehr glücklich daraufhin meinte sie Ja, das ist ein Schauspiel, für mich selbst, das kann ich ganz gut
Auf Sachen wie das Bin stolz auf dich und ich bin für dich da, egal wie du dich entscheidest oder ich wäre gerade gerne bei dir reagiert sie fast nie und Stunden später klingelt plötzlich mein Telefon und wir reden für 1-2 Stunden oder haben Videocalls.


Ich habe mich in der zwischen Zeit so gut es ging über Depression erkundingt und wünschte ich hätte es früher getan.
Nach einer 10 Jährigen Beziehung habe ich mich in den letzten 2 Jahren sehr viel mit meiner eigenen Psyche beschäftigt und halte mich emotional gefestigt genug, um ihr beizustehen und habe gleichzeitig mein eigenes Leben soweit im Griff, dass ich mir zutraue Gesund aus der Situation zu kommen, egal wie sie sich gestaltet.
Ihr verhalten verwirrt mich einfach sehr, es ist für mich nicht schlimm, wenn sie sich nicht bei mir meldet, aber das Streaming zwischen durch trifft mich tatsächlich hart. Freunde haben mir erzählt, dass sie dort häufiger auf ihren Beziehungstatus angesprochen wird und entweder sagt, sie wüsste es nicht oder sagt, sie wäre allein und das ist auch gut so.

Ich möchte sie ehrlich gesagt nicht damit konfrontieren, weil ich ihr ihren Freiraum lassen möchte. Aber mir stellt sich natürlich die Frage, in wie weit es sinnvoll ist, ihr zur Seite zu stehen, wenn man die aufgeführten Punkte beachtet.
Ich habe sie wirklich gern und die Tatsache, dass sie sich professionelle Hilfe annimmt gibt mir den glauben, dass diese Zeit überstanden werden kann.
Trotz allem bin ich mir nicht sicher, ob sie mich in ihrem Leben will oder mich nur dazu benutzt linderung zu spüren. Das sind Dinge, die ich zwar gerne ansprechen würde, aber da sie erst seit wenigen Tagen wieder ihre Medikamente bekommt, will ich ihr eher beistehen, als sie mit ungemütlichen fragen zu durchlöchern.

Sorry für den langen Text und danke für Kommentare

10.11.2020 08:30 • x 2 #1


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Mira13

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Hallo.
Willkommen im Forum und danke für deine Offenheit. Es ist momentan nicht leicht für dich ihre Stimmungsschwankungen auszuhalten. Das kann ich gut verstehen. Du schreibst, du hast sie sehr gern, ihr hattet auch eine gute Zeit und ihr könnt schonmal lange reden. Ich finde es auch toll, dass du dich mit dem Thema Depression beschäftigst und ihr Raum gibst, Zeit lässt. Die Therapie und Medi werden ihr sicher helfen und die Zeit wird zeigen, wie es für euch beide weitergeht. Mein jetziger Lebensgefährte hat mich vor ca. 2 Jahren kennengelernt, da war ich kaum depressiv bzw die Verliebtheit überwiegte. Ich rutschte dann wieder in die Depression und fing dann erstmal an auf mich zu schauen. Wir gingen gemeinsam durch die Zeit und er hat mich gestützt. Früher konnte ich auch keine Hilfe annehmen. Seit ich ihn kenne das erste Mal. So in etwa ist es ja auch bei euch. Wenn es mir zu viel wird od ich Ruhe brauche akzeptiert er das. Mit der Zeit sind wir di miteinander zusammen - und gewachsen.
Wenn ihr euch wichtig seid, kann da etwas gutes entstehen. Da braucht es eine Entscheidung und auch Gespräche. Wenn das momentan nicht möglich ist dann lass ihr Zeit. Ich kenne das, wenn plötzlich kein Gefühl da ist. Das war immer sehr traurig. Aber die Zeit hat sich geändert und ich mich und die Gefühle für ihn sind jetzt sehr schön
Ich wünsche dir Zuversicht, Hoffnung, Liebe und Kraft!
LG
Mira

10.11.2020 09:10 • x 2 #2


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Mira13

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Und vergiss dich selbst natürlich nicht! Selbstfürsorge ist sehr wichtig. Die Balance finden zw euch und dir.

10.11.2020 09:13 • x 2 #3


Wusseldussel

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Danke für deine Antwort Mira.
Ich habe ein stabiles soziales Umfeld und treibe Sport für meine innere Ruhe, ich denke, ich bin stabil genug um das durchzustehen.
Es halt nur schwer zu verstehen, wenn mal 6mal am Tag anruft und mir ständig Bilder schickt und am nächsten Tag auf 0 runterfährt.

Ich werde ihr jetzt erstmal Raum geben und hoffe sie meldet sich demnächst wieder

10.11.2020 09:23 • #4


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Mira13

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Schön, dass dein Umfeld stimmt und du auf dich schaust. Gib ihr erstmal die Zeit. Das halte ich auch für richtig. Es wird sich zeigen, wie es weitergeht.

10.11.2020 09:46 • #5


Wusseldussel

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Ich muss noch etwas erwähnen. Wir haben jedesmal wenn wir uns besucht haben kleine Zettelchen beim anderen versteckt. Letzte Woche habe ich ihr einen langen Brief geschrieben.
Ich habe versucht ihr Mut und Hoffnung zu machen, ihr meine Gefühle erklärt und geschrieben ich bin für sie da, wenn sie das möchte.
Ich habe keine Forderungen gestellt oder sie unter Druck gesetzt, ihr versichert, dass wir ihr Tempo gehen.

Den Brief hab ich am Sonntag in den briefkasten geworfen, wahrscheinlich kommt er heute an.
Das ganze war nicht dazu gedacht sie aus der reserve zu locken, weil sie zu dem Zeitpunkt sehr kommunikativ war.
Ich wollte ihr einfsch etwas zum anfassen geben, wenn sie alleine ist.

Ich hoffe das reißt sie jetzt nicht weiter runter :/

10.11.2020 10:56 • #6


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Mira13

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Ich finde das eine schöne Sache mit dem Brief. Man merkt du hast Interesse und magst sie sehr.

10.11.2020 11:20 • #7


Wusseldussel

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Ja das ist so. Ich habe eben noch wirklich Sorge, dass es zum falschen Zeitpunkt kommt

10.11.2020 11:34 • #8


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Mira13

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Wie gesagt, bei mir war es ähnlich. Ich habe mich sehr geärgert, dass ich gerade so im Anfangsjahr oft depressiv war. Außerdem kamen noch andere Probleme dazu. Naja. Aber wir hatten auch wunderschöne Zeiten. Das wird sich auch bei euch zeigen. Alles ist möglich.

10.11.2020 11:42 • #9


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Mira13

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Und mit dem Brief... Er ist jetzt unterwegs bzw schon bei ihr und vielleicht ist es ja jetzt gerade genau richtig. Deine Angst kann ich verstehen.

10.11.2020 11:46 • x 1 #10


Wusseldussel

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Ich muss ehrlich zu geben, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr wünschte ich, ich hätte es früher getan.
Zwar habe ich mich in den meisten Situation dem Bauchgefühl nach richtig verhalten, aber so hätte ich deutlich besser verstehen können wie es ihr geht und wie manche Situationen überhaupt zu Stande kamen.
Ich hatte nach einer 10 jährigen Beziehung lange mit Angststörungen zu kämpfen und habe in der Zeit viel über mich und meine Psyche gelernt. Das ist absolut kein Vergleich - aber ich kann nur meinen tiefsten Respekt für jeden bekunden, der es schafft mit der Krankheit umzugehen, das erfordert wirklich Stärke.

10.11.2020 17:17 • x 3 #11


Wusseldussel

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Gestern Abend hat sie mir geschrieben, dass sie den Brief bekommen hat, aber sich nicht traut ihn zu lesen.
Habe ihr geantwortet, sie soll ihn einfsch lesen, wenn sie bereit dazu ist und dass ich Verständnis dafür habe, wenn sie Zeit für sich braucht.

Ich denke es ist ein gutes Zeichen, dass sie sich mir mitgeteilt hat

11.11.2020 08:51 • x 2 #12


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Mira13

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Guten Morgen.
Ja, ich denke auch. Vielleicht hat sie Angst, dass du die Beziehung beenden willst per Brief. Sie wird ihn sicher bald lesen.

11.11.2020 08:55 • x 1 #13


Wusseldussel

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So kleines Updte:
Sie hat sich seit Dienstag Abend dann auch nicht mehr gemeldet und ich hab Sie in Ruhe gelassen.
Gestern Abend habe ich auf Instagram ein Bild als Story gepostet (Also nichts im Bezug auf sie oder so) un da habe ich gesehen, dass sie es keine 2 Minten später angeschaut hat

Ich hab seit gestern noch viel gelesen, vorallem auch Erfahrungen von Angehörigen hier im Forum und muss sagen, dass mich das doch recht positiv gestimmt hat.

Der Hauptpunkt dabei ist, dass sie jetzt nicht so lange gewartet hat und sich ihre Antidepressiva geholt hat und sich für die Klinik gemeldet hat und das es von ihr aus ging.
Ich habe mir nochmal die Nachrichten angeschaut, die sie mir die letzten 2 Wochen geschrieben hat und muss wirklich sagen, dass ich sehr stolz auf sie bin, dass sie mir gegenüber so offen ist. Viele Dinge, die ich bei den Erfahrungen der anderen gelesen habe, hat sie mir bereits von sich aus erklärt.
Ich denke sie geht erstaunlich reflektiert damit um und weil die meiste Kommunikation von ihr ausgeht, glaube ich, dass ihr wirklich wichtig ist, dass sie mich nicht verliert.
Ich mache mir zwar immernoch sorgen, dass der Brief sie etwas überwältigt hat, aber wahrscheinlich ist ihr Rückzug eher ein Produkt aus der Kombination der frischen Antidepressiva Einnahme (Sie meinte, sie müsse laut Ärztin direkt mit der maximal Dosis einsteigen) und der Aussicht, doch wieder in die Klinik zu müssen.
Sie war seit Dienstag Morgen auch nichtmehr am live streamen, ich denke sie schafft es gerade auch nicht die Maske aufzusetzen.

Es ist natürlich nicht schön, dass ich gerade nicht weiß, was gerade passiert - aber es geht mir gut damit sie in Ruhe zu lassen, weil ich das Gefühl habe es ist jetzt gerade das beste für sie und auch für mich. Sie hat den Brief und kann alles was ich ihr sagen möchte, dann lesen, wenn sie es möchte
Außerdem habe ich ihr immer wieder Gute Nacht Geschichten aufgezeichnet, sie meinte die beruhigen sie sehr.
Ich muss gestehen, ich bin gerade eigentlich ganz glücklich, weil ich denke, dass ich bereits alles getan habe mit dem ich ihr helfen kann und sie es in ihrem eigenen Tempo abrufen kann

12.11.2020 17:19 • x 1 #14


-Cat-

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Hallo Wusseldussel,

ich finde es unfassbar bewundernswert wie du mit der Situation umgehst! Das muss ich unbedingt mal los werden - als jemand, der selbst schon Depressionen hatte und jetzt in einer ähnlichen Situation steckt (wobei bei mir die Zeichen grade nicht ganz so gut stehen.) Du wirkst auf mich wirklich ausgeglichen und entspannt. Das ist sicher genau die richtige Herangehensweise. Ich wünschte, ich hätte deine Zuversicht und Stärke. UNd ich wpnsche dir, dass sich alles weiter positiv entwickelt, wenn auch in ganz kleinen Schritten!

Liebe Grüße
-Cat-

12.11.2020 18:17 • x 4 #15


Wusseldussel

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Danke für deine warmen Worte Cat
Ich glaube, ich habe die Richtige Mischung aus Hoffnung, positivem Denken, Pragmatismus und Akzeptanz für mich gefunden - Das war aber auch ein langer Weg..

Ich wünsche dir von Herzen auch das beste für dich

12.11.2020 19:12 • #16


-Cat-

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Zitat:
Danke für deine warmen Worte Cat
Ich glaube, ich habe die Richtige Mischung aus Hoffnung, positivem Denken, Pragmatismus und Akzeptanz für mich gefunden - Das war aber auch ein langer Weg..

Ich wünsche dir von Herzen auch das beste für dich



Danke, das ist lieb von dir!
Du sagst, es war "ein langer Weg". Magst du verraten, was dir auf dem Weg geholfen hat? Vielleicht kann ich mir ja den einen oder anderen Kniff abschauen

12.11.2020 19:27 • #17


Wusseldussel

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Puh, also die Frage könnte ich dir wahrscheinlich in einem ganzen Buch beantworten Aber im Grunde ist es die hier im Forum oft genannte "Selbstliebe"
Vor 2 Jahren um diese Zeit ist meine damalige Freundin nach knapp 10 Jahren aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und hat sich getrennt.Ich war damals sehr in mich gekehrt, hatte außer meiner Freundin kaum soziale Kontake, kein Selbstbewusstein und habe 7 Jahre jeden Tag Gras geraucht.
Sie wollte wissen was wir mit den gemeinsamen Sachen machen, ich hab ihr gesagt sie solle alles mitnehmen. 2 Wochen nach dem sie es mir gesagt hatte saß ich dann hier in einer komplett leeren Wohnung und hatte eigentlich nur noch ein einzelnes Handtuch.

Ich hab dann auf mein Leben geschaut und mir gesagt "Ok, das ist dein Rock Bottom - überleg dir jetzt ganz genau in welche Richtung das ganze gehen soll"
Hab mir Pappkartons an die Wände geklebt, 2 Flaschen Wein getrunken und alles drauf geschrieben, was ich im Leben erreichen, erleben will.
Ich hab dann über 30 Kilo abgenommen, mir ein neues soziales Umfeld aufgebaut und angefangen mich psychologisch zu bilden (Hautpsächlich bezogen auf mich selbst, deswegen waren Depressionen kein großes Thema bisher)
Heute kann ich sagen, ich habe wirklich gute Freunde und bin förmlich aufgeblüht. Meine sozialen Phobien habe ich komplett überwunden und kann heute vor hunderten Leuten Livestreamen, habe einen Podcast den viele Leute hören und gelernt, dass ich an mich glauben kann.
Ich habe damals auch gelernt, dass es kein Fehler ist nach Hilfe zu suchen und diese anzunehmen. Deswegen bin auch hier gelandet.
Aber ich denke die wichtigste Lektion die ich gelernt habe:
Wenn jemand dich nicht in seinem Leben möchte, akzeptiere das und mach weiter.

Hätte sie sich nicht mehr bei mir gemeldetund sich geöffnet, wäre das unser letztes Gespräch gewesen - egal wie hart das für mich geworden wäre.
Ich kann vergeben und Verständis zeigen, aber ich dränge mich niemandem auf.

Sorry für die Textflut
Edit: Also das liest sich, als wäre das alles geradlinig nach vorne gegangen.. ich kann dir versprechen, da liegen jede Menge schlaflose Nächte, Alk., Selbstzweifel und Tränen dazwischen

12.11.2020 19:57 • x 3 #18


-Cat-

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Wow, danke für deine Offenheit! Du kannst wirklich wahsinnig stolz auf dich sein! Du hast ja so ziemlich alles umgekrempelt...zum Besseren für dich. Das muss dich enorm viel Kraft gekostet haben. Ich weiß, was es heißt, Gewohnheiten und falsche Denkmuster abzulegen (oder es zumindest zu versuchen) - das kostet enorm viel Willensstärke und Energie. Ich habe es tatsächlich noch nicht vollständig geschafft.

Zitat:
Hab mir Pappkartons an die Wände geklebt, 2 Flaschen Wein getrunken und alles drauf geschrieben, was ich im Leben erreichen, erleben will.

Ohne den Wein (ich bevorzuge, wenn überhaupt dann mal ein B. ) ist das gar keine schlecht Idee. Ich muss bald umziehen, aber in der neuen Wohnung habe ich große leere Wände....

Zitat:
Heute kann ich sagen, ich habe wirklich gute Freunde und bin förmlich aufgeblüht. Meine sozialen Phobien habe ich komplett überwunden und kante vor hunderten Leuten Livestreamen, habe einen Podcast den viele Leute hören und gelernt, dass ich an mich glauben kann.

Hey, noch ein Host Es macht mir Hoffnung, dass du so glücklich bist! Bei allem, was du durchgemacht hast.

Zitat:
Ich habe damals auch gelernt, dass es kein Fehler ist nach Hilfe zu suchen und diese anzunehmen. Deswegen bin auch hier gelandet.

Absolut! Ganz im Gegenteil. Sich Hilfe zu suchen, ist eine Zeichen von innerer Stärke finde ich. Wer schafft schon immer alles allein....

Zitat:
Aber ich denke die wichtigste Lektion die ich gelernt habe:
Wenn jemand dich nicht in seinem Leben möchte, akzeptiere das und mach weiter.
Hätte sie sich nicht mehr bei mir gemeldet und sich geöffnet, wäre das unser letztes Gespräch gewesen - egal wie hart das für mich geworden wäre.
Ich kann vergeben und Verständis zeigen, aber ich dränge mich niemandem auf.

Da sind wir an meinem wunden Punkt. Ich akzeptiere und respektiere das. Ich renne auch niemandem ewig hinterher. Ich hasse nur wenige Dinge so sehr wie das Gefühl, mich jemandem aufzudrängen. Aber es macht mich fertig, dass mein Freund mich abweist. Ich lasse ihn in Ruhe. Aber das Weitermachen...das schaffe ich gerade noch nicht....


Zitat:
Sorry für die Textflut

Bitte entschuldige dich nicht dafür! Mir helfen deine Worte und der Austausch mit dir so sehr!
LG
-Cat-

12.11.2020 20:23 • #19


Wusseldussel

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Ich muss auch zugeben, ich hab damals ständig daran gedacht ihr zu schreiben bzw. irgendwas unternehmen zu müssen "Illusion of Action" Mir war zwar klar, das es die Situation nicht verbessert und ich nichts damit erreiche, aber der Gedanke war allgegenwärtig.
Was mir dabei sehr geholfen hat: Handy weg und raus
Handy zu Hause lassen und joggen gehen, Handy zu Hause lassen und spazieren gehen, ins Fitnessstudio, mit dem Fahrrad zum See und 5 Stunden in der Sonne liegen.
In der jetzigen Situation fällt es mir leichter, weil ich weiß, ich habe nichts falsch gemacht - auch wenn es sich oft wie eine Bestrafung anfühlt, aber das ist deine Interpretation, nicht das was er dir übermitteln will und nicht das.

Ich war 2019 4 Tage komplett alleine auf Rock am Ring. Das hat mir ungemein geholfen, zu verstehen, dass alleine sein nicht schlimm ist. Ich habe damals 30 Bands live gesehen und so viele neue Menschen kennengelernt. Das war natürlich auch nicht immer angenehm, aber es hat mich wirklich weiter gebracht.
Ich denke, das wichtigste ist die eigene Komfortzone so oft wie möglich zu verlassen und offen für neues zu sein.
Und natürlich die Balance zu finden. Ich habe zb. Heute viele Podcasts zum Thema Depression gehört um mich zu informieren, aber nach jeder Folge einen Gaming oder Comedy Podcast gehört.
So habe ich viel gelernt, bin aber nicht in einer Schleife gelandet

12.11.2020 20:50 • #20


-Cat-

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Zitat:
Was mir dabei sehr geholfen hat: Handy weg und raus
Handy zu Hause lassen und joggen gehen, Handy zu Hause lassen und spazieren gehen, ins Fitnessstudio, mit dem Fahrrad zum See und 5 Stunden in der Sonne liegen.

Ja, das hilft schon mal. Das stimmt! Momentan fehlt mir nur manchmal schon die Energie, mich überhaupt zu bewegen. Aber für solche Momente habe ich ja jetzt das Forum hier das hat heute schon geholfen, nicht wieder in Aktionismus zu verfallen.
Zitat:
In der jetzigen Situation fällt es mir leichter, weil ich weiß, ich habe nichts falsch gemacht - auch wenn es sich oft wie eine Bestrafung anfühlt, aber das ist deine Interpretation, nicht das was er dir übermitteln will und nicht das.

Auch hier hast du sicher recht! Es wäre einfacher, wenn ich wüsste was er will. Das kommuniziert er nur leider nicht mehr aktuell. Und heute musste ich dann zufällig von einem seiner Freunde hören, dass er ihnen was anderes berichtet über unseren Beziehungsstatus als mir...sowas wirft mich immer etwas zurück und lässt mich an meiner Wahrnehmung zweifeln - wobei ich mir und meinem Gefühl eigentlich immer trauen konnte.

Zitat:
Ich war 2019 4 Tage komplett alleine auf Rock am Ring. Das hat mir ungemein geholfen, zu verstehen, dass alleine sein nicht schlimm ist. Ich habe damals 30 Bands live gesehen und so viele neue Menschen kennengelernt. Das war natürlich auch nicht immer angenehm, aber es hat mich wirklich weiter gebracht.

Wow, ok das hätte ich mich nicht gewagt. Aber ich bewundere das! Ich bin jemand, der nicht gerne alleine unterwegs ist - mal abgesehen von spaziergängen und so. Aber solche Erlebnisse teile ich lieber, da habe ich mehr Freude dran.
Ich denke, das wichtigste ist die eigene Komfortzone so oft wie möglich zu verlassen und offen für neues zu sein.

12.11.2020 21:27 • #21


Wusseldussel

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Hey cat
Momentan kannst du eben nichts machen, als dich so gut es geht um dein eigenes Leben zu kümmern.

Ich bin gerade etwas traurig, weil wir letzte Woche noch darüber gesprochen haben, dass ich sie dieses Wochenende besuchen komme und normal würde ich jetzt das Auto gerade beladen.
Hab aber vorausschauend am Mittwoch andere Pläne fürs Wochenende gemacht
Jetzt muss ich mir diese blöde Hoffnung aus dem Kopf schlagen, dass wir Weihnachten zusammen verbringen wies geplant war.
Und sogar da schau ich mit ner komischen Art von Hoffnung drauf, weil ich mir wünsche, dass sie im Dezember in Behandlung ist

Hab mir jetzt für die nächsten 2 Wochen ordentlich Aktivitäten und Belohnungen für eingeplant

13.11.2020 08:46 • #22


-Cat-

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Hey Wusseldussel,

Zitat:
Ich bin gerade etwas traurig, weil wir letzte Woche noch darüber gesprochen haben, dass ich sie dieses Wochenende besuchen komme und normal würde ich jetzt das Auto gerade beladen.
Hab aber vorausschauend am Mittwoch andere Pläne fürs Wochenende gemacht

Oh man ich kann das so gut nachempfinden! Du hast auch jedes Recht traurig darüber zu sein! Es ist bitter, wenn man sich auf etwas freut und dann die Enttäuschung... Ich hoffe und Drücke die Daumen, dass dein Alternativplan dich gut ablenkt von dem Schmerz und du jede Menge Spaß hast!

Zitat:
Jetzt muss ich mir diese blöde Hoffnung aus dem Kopf schlagen, dass wir Weihnachten zusammen verbringen wies geplant war. Und sogar da schau ich mit ner komischen Art von Hoffnung drauf, weil ich mir wünsche, dass sie im Dezember in Behandlung ist

Auch deine Hoffnung ist vollkommen verständlich. Sie ist dir wichtig und du hättest sie gerne bei dir in dieser Zeit. Gerade Weihnachten ist echt fies! Alles ist so feierlich und festlich, die Stimmung normalerweise besinnlich und fröhlich...ich will gar nicht daran denken...das bricht mir auch schon das Herz. Vielleicht sollten wir uns da auch jeweils einen Alternativplan überlegen

Zitat:
Hab mir jetzt für die nächsten 2 Wochen ordentlich Aktivitäten und Belohnungen für eingeplant

Was wird es denn Schönes wenn ich so dreißt fragen darf?

Ich werde mich heute Abend mal in mein Auto setzen und zu meiner Familie fahren. Die wohnen drei Stunden entfernt. Ich habe sie lange nicht gesehen. Ich hoffe ein bisschen, dass mich das ablenkt. Allerdings bin ich noch nicht sicher, ob es mich tatsächlich ablenkt und freut oder gerade doch kontraproduktiv ist. Mein Bruder mit Frau und Kind...sie heiraten in wenigen Wochen, ziehen gerade in ein Haus. Alle so glücklich....Ich meine das gar nicht böse! Wirklich! Aber ich ertrage das Glück anderer gerade nur extrem schwer. Auch wenn ich es ihnen von Herzen gönne! Ich bin also gespannt, was das Familienwochenende in mir auslöst.
Und ich hadere gerade noch, ob ich meinem Freund schreibe, wie es mir bei der Begegnung mit seinem Kumpel ging. (In die Funkstille rein, weil er sich nicht wie versprochen gemeldet hat). Ich will ihm ja auch gar keine Vorwürfe machen. Aber in Watte packen und immer schlucken, was mir weh tut....da habe ich langsam auch keine Lust mehr drauf....

13.11.2020 16:23 • #23


Wusseldussel

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Also ich bau mir unter anderem ne neue E-Gitarre Die wird gerade von einem befreundeten Künstler lackiert, dazu Sport, Freunde treffen und ein bisschen Lego bauen.

Wir sind beide keine Weihnachtstypen, da gehts eher darum, dass wir beide Frei gehabt hätten. Ich werd dann wohl zwischen Weihnachten und Neujahr einfach arbeiten und schauen, dass ich in Richtung Frühjahr mehr Zeit hab

Mir ist prinzipiell auch eher unangenehm mit schlechter Laune bei glücklichen Leuten zu sein, aber meistens ists doch schöner, als man vorher denkt.
Ich würd mir für die Fahrt aber schonmal nen guten Podcast oder ein Hörbuch vorbereiten, bei Musik drift ich beim Fahren zu schnell in Gedanken ab.

13.11.2020 16:39 • #24


-Cat-

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Cool. Das klingt gut! Da würde ich ja gerne mal ein Bild von sehen, wenn das gute Stück fertig ist!
Musik tut mir immer gut....wobei...du hast natürlich recht. Die Gedanken fangen dann gerne an zu kreisen. Ist ne super Idee mit den Podcasts für die Fahrt. Ich hab tatsächlich noch ein paar auf der Liste, die sollte ich schon mal laden...

Zitat:
Mir ist prinzipiell auch eher unangenehm mit schlechter Laune bei glücklichen Leuten zu sein, aber meistens ists doch schöner, als man vorher denkt.

Ich bin auf jeden Fall gespannt....

13.11.2020 16:46 • x 1 #25


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Jedi

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Hallo @Wusseldussel !

Zitat von Wusseldussel:
Mir ist prinzipiell auch eher unangenehm mit schlechter Laune bei glücklichen Leuten zu sein,
Aber warum ?
aber meistens ists doch schöner, als man vorher denkt.
Genau u. unsere Seele u. Stimung reagiert oft pos. auf die Gutelaune Menschen !

Natürlich ist dies deoressiv Erkrankten Menschen auch immer schwer zu vermitteln,
aber wäre sicherlich eine gute Erfahrung.
In meiner depressiven Phase habe ich oft auch vermieden, aber , ich konnte auch die Erfahrung machen,
das mir manche Menschen gut getan haben, gerade wenn ich so richtig durchgehangen habe !

Am besten ist es, diese Erfahrung zu machen u. das Gefühl dann gut abzuspeichern.

13.11.2020 21:30 • #26


Wusseldussel

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hallo @Jedi danke für deine antwort

Das ist wohl noch ein überbleibsel aus meiner Vergangenheit Habe mir aber mittlerweile angewöhnt, einfach trotzdem zu gehen.
Eigentlich mache ich das heute fast bei allem so "Schaus dir erstmal an und guck was passiert"
Ohne die Einstellung würde mein Leben heute auch nicht so schön sein, wie es ist.

Ich habe die letzten Tage viel Zeit investiert um das Thema Depression besser zu verstehen und dabei viel mit einer Freundin und meinem Vater darüber gesprochen. Das hilft wirklich viel.
Ich bin wirklich froh, dass ich gelernt habe mit Menschen zu sprechen und so ein tolles soziales Netz gefunden habe
Was mir auch viele Zweifel daran genommen hat, ob ich das schaffe ist, dass beide Personen ohne das ich sagen musste "Ich weiß nicht ob ich das schaffe" zu mir meinten "
"Du bist emotional stark genug sowas durchzustehen und intelligent genug um zu wissen, wann es zuviel ist und du gehen musst"
Tut wirklich gut so bestätigt zu werden.

Ehrlich gesagt hatte ich aber gehofft, es wird mit den Antideppressiva erstmal besser, eben weil sie ja schon offener war. Sie nimmt jetzt wohl seit einer Woche die max Dosis und hat sich soweit ich sagen kann komplett zurückgezogen.
@Jedi kannst du da was dazu sagen?

14.11.2020 10:26 • x 1 #27


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Jedi

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Hallo @Wusseldussel !

Zitat von Wusseldussel:
Ich habe die letzten Tage viel Zeit investiert um das Thema Depression besser zu verstehen


Ich würde Dir empfehlen, da keine weitere Zeit darin zu investieren.
Eine Depression verstehen würde bedeuten, woher stammt die Depression.
Soll heißen, dass für die Entwicklung einer Drepressionserkrankung ganz verschiedene Ursachen gibt,
die Zugrunde liegen u. die durch eine Therapie erst herausgearbeitet werden sollte.
Wenn die Ursache bekannt ist, dann wird der Therapeut seine Therapiestrategie mit dem Klienten zusammen festlegen.

Du kannst daran erkennen, dass Therapie ein Prozess ist u. der beginnt mit der Ursachenerforschung !

Dazu dienen auch die 5 Propatorischen Sitzungen:
Therapeut u. Klient lernen sich kennen u. beide schauen, ob es eine gemeinsame vertrauensvolle Zusammenarbeit
geben kann u. der Klient berichtet, warum er die Hilfe einer Therapeutischen Begleitung möchte u.
es kommt zum Einstieg, wo der Klient anfängt über sein Leben u. seine Erfahrungen zu berichten.

Zitat von Wusseldussel:
dabei viel mit einer Freundin und meinem Vater darüber gesprochen.
Das hilft wirklich viel.

Wenn es Dir hilft darüber zu sprechen, dann ist das OK !

Bedenke aber immer dabei, dass es allgemeingültige Aussagen über die Depression sind u. bleiben u.
haben mit der Depressionsursache u. dem Verhalten des Betroffenen oftmals wenig zu tun.

Selbst ich, als von Depression u. Ängsten -Betroffener, kann nur immmer von meinen ganz individuellen Erleben u.
Erfahrungen, der Depression berichten !
Eine Depression hat sehr verschiedene Ursachen u. zeigt sich in ganz vielen unterschiedlichen Gesichtern.
Wenn man hier im Forum einmal quer liest, wird man sehr unterschiedliche Erlebnissen mit der Depression
erfahren - aber Alle sind an einer Depression erkrankt !

Ich persönlich empfehle auch nicht, die unzählig vielen Bücher zu lesen, die es über Depression gibt,
denn schnell versucht man Schilderungen, die dort beschrieben stehen , auf den Betroffenen Partner/ in
anzuwenden.
Aber schon allein, ob es sich um eine Melancholie, eine schwache Zeitgebundene -, mittelgradige oder schwere Depression
handelt, macht schon den Unterschied.
Oft zeigen sich noch weitere psychische Störungen, die im Laufe einer Therapie deutlich werden.
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Zitat von Wusseldussel:
mir auch viele Zweifel daran genommen hat, ob ich das schaffe ist,

Schaffen u. das habe ich den Angehörigen hier im Forum immer versucht zu vermitteln,
wird nur gehen, wenn Du/ Ihr gut für Euch selbst sorgt - auf Euch achtet u. Euer Leben, so wie immer weiter lebt.
Der Betroffene muss für sich sorgen u. erkennen, dass er Hilfe annehmen sollte u. kann !
Der Betroffene ist für sich selbst Verantwortlich u. der Partner/ in kann signalisieren, ich bin da,
wenn Du mich brauchst.
So war es auch zwischen mir u. meiner Partnerin ! - Sie hat komplett ihr Leben weiter gelebt, aber war da,
wenn es mal nötig war.
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Zitat von Wusseldussel:
Ehrlich gesagt hatte ich aber gehofft, es wird mit den Antideppressiva erstmal besser,

Nun, dass ist nun meine ganz persönliche Meinung, die sich aber auch in Therapeutenkreisen mit meiner deckt,
Antidepressiva sind gut zur ersten Unterstützung, aber im besten Falle , solte eine AD-Behandlung u. eine Psychotherapie
Hand in Hand gehen.
Erst der Therapie-Prozess, durch den der Betroffene gehen sollte - die Selbsterkenntnis u. Selbsterfahrung,
kann die Depression ganz heilen oder der Betroffene lernt, mit der Depression umzugehen.
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Mir haben die Antidepressiva damals in der ersten schweren Phase sehr gut geholfen u. das ich recht schnell
in einer Psychiatrischen Klinik eingewiesen war u. dort mit der Psychotherapie beginnen konnte.
Denn bei mir war es nicht nur die physische Erschöpfung -die Depression, sondern auch die Ängste
die behandelt werden mussten.
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Zitat von Wusseldussel:
Sie nimmt jetzt wohl seit einer Woche die max Dosis und hat sich soweit ich sagen kann komplett zurückgezogen.

Die Frage wäre jetzt, was für ein Antidepressiva nimmt sie ein - braucht es erst die Sättigung des Wirkspiegels -
ist es das passende Medikament (das kann natürlich nur ein Facharzt feststellen u. Sie auch dabei begleiten)
u. hat Sie schon Psychotherapie ?

Das sind jetzt so meine ganz persönlichen Meinungen u. Erfahrungen, die ich Dir zu Deiner Frage schreiben kann.

14.11.2020 15:11 • x 1 #28


Wusseldussel

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1
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Danke für deine Hilfsbereitschaft @Jedi
Zitat von Jedi:
Hallo @Wusseldussel !



Ich würde Dir empfehlen, da keine weitere Zeit darin zu investieren.
Eine Depression verstehen würde bedeuten, woher stammt die Depression.
Soll heißen, dass für die Entwicklung einer Drepressionserkrankung ganz verschiedene Ursachen gibt,
die Zugrunde liegen u. die durch eine Therapie erst herausgearbeitet werden sollte.
Wenn die Ursache bekannt ist, dann wird der Therapeut seine Therapiestrategie mit dem Klienten zusammen festlegen.

Du kannst daran erkennen, dass Therapie ein Prozess ist u. der beginnt mit der Ursachenerforschung !

Dazu dienen auch die 5 Propatorischen Sitzungen:
Therapeut u. Klient lernen sich kennen u. beide schauen, ob es eine gemeinsame vertrauensvolle Zusammenarbeit
geben kann u. der Klient berichtet, warum er die Hilfe einer Therapeutischen Begleitung möchte u.
es kommt zum Einstieg, wo der Klient anfängt über sein Leben u. seine Erfahrungen zu berichten.

Mir ging es erstmal, darum überhaupt annähernd zu verstehen, was gerade passiert. Dabei habe ich auch gemerkt, dass ich als nicht Betroffener nicht nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt. Zumindest haben sich die ganz großen Fragezeichen erstmal gelöst


Wenn es Dir hilft darüber zu sprechen, dann ist das OK !

Bedenke aber immer dabei, dass es allgemeingültige Aussagen über die Depression sind u. bleiben u.
haben mit der Depressionsursache u. dem Verhalten des Betroffenen oftmals wenig zu tun.

Selbst ich, als von Depression u. Ängsten -Betroffener, kann nur immmer von meinen ganz individuellen Erleben u.
Erfahrungen, der Depression berichten !
Eine Depression hat sehr verschiedene Ursachen u. zeigt sich in ganz vielen unterschiedlichen Gesichtern.
Wenn man hier im Forum einmal quer liest, wird man sehr unterschiedliche Erlebnissen mit der Depression
erfahren - aber Alle sind an einer Depression erkrankt !

Ich persönlich empfehle auch nicht, die unzählig vielen Bücher zu lesen, die es über Depression gibt,
denn schnell versucht man Schilderungen, die dort beschrieben stehen , auf den Betroffenen Partner/ in
anzuwenden.
Aber schon allein, ob es sich um eine Melancholie, eine schwache Zeitgebundene -, mittelgradige oder schwere Depression
handelt, macht schon den Unterschied.
Oft zeigen sich noch weitere psychische Störungen, die im Laufe einer Therapie deutlich werden.

Mir ist klar, das ich sie weder diagnostizieren oder therapieren kann
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Schaffen u. das habe ich den Angehörigen hier im Forum immer versucht zu vermitteln,
wird nur gehen, wenn Du/ Ihr gut für Euch selbst sorgt - auf Euch achtet u. Euer Leben, so wie immer weiter lebt.
Der Betroffene muss für sich sorgen u. erkennen, dass er Hilfe annehmen sollte u. kann !
Der Betroffene ist für sich selbst Verantwortlich u. der Partner/ in kann signalisieren, ich bin da,
wenn Du mich brauchst.
So war es auch zwischen mir u. meiner Partnerin ! - Sie hat komplett ihr Leben weiter gelebt, aber war da,
wenn es mal nötig war.

Mein Leben läuft natürlich weiter, ich habe mir zuviel aufgebaut, um mich aufhalten zu lassen. Ich denke ich kenne auch ganz gut meine Grenzen. Das habe ich auch jetzt bei meiner Recherche gemerkt, habe aber glücklicherweise genug Möglichkeiten mich anderweitig zu beschäftigen. Die Gedanken an die geliebte Person bleiben natürlich
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Nun, dass ist nun meine ganz persönliche Meinung, die sich aber auch in Therapeutenkreisen mit meiner deckt,
Antidepressiva sind gut zur ersten Unterstützung, aber im besten Falle , solte eine AD-Behandlung u. eine Psychotherapie
Hand in Hand gehen.
Erst der Therapie-Prozess, durch den der Betroffene gehen sollte - die Selbsterkenntnis u. Selbsterfahrung,
kann die Depression ganz heilen oder der Betroffene lernt, mit der Depression umzugehen.
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Mir haben die Antidepressiva damals in der ersten schweren Phase sehr gut geholfen u. das ich recht schnell
in einer Psychiatrischen Klinik eingewiesen war u. dort mit der Psychotherapie beginnen konnte.
Denn bei mir war es nicht nur die physische Erschöpfung -die Depression, sondern auch die Ängste
die behandelt werden mussten.
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Die Frage wäre jetzt, was für ein Antidepressiva nimmt sie ein - braucht es erst die Sättigung des Wirkspiegels -
ist es das passende Medikament (das kann natürlich nur ein Facharzt feststellen u. Sie auch dabei begleiten)
u. hat Sie schon Psychotherapie ?

Sie hatte in den letzten 2 Woche soweit ich weiß 1 längeres Telefonat mit ihrer Psychologin, die sie dann 2 Tage später zu einem Termin eingeladen hat, bei der ihr dann die Antidepressiva verschrieben wurden und die Empfehlung in die Klinik zu gehen.
Diesen Montag war dann ein weiterer Termin, ich weiß aber nicht ob vor Ort oder am Telefon, nachdem Sie mir auch gesgagt hat, dass Sie sich bei der Klinik angemeldet hat, sie wusste aber noch nicht, wann sie dorthin kann.
Seitdem hab ich keine neuen Infos, Sie hat sich nur aus dem mir bekannten Umfeld komplett zurückgezogen.
Sonntag Abend hatten wir noch einen Videocall, da habe ich schon gemerkt, dass ihre Stimmung verändert war.

Welches Medikament sie bekommt weiß ich leider nicht genau. Sie sagte es wären die selben Tabletten, die sie bis vor einem Jahr genommen hat und deswegen jetzt wohl sofort mit der höchsten Dosis einsteigen soll.

14.11.2020 16:02 • x 1 #29


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Jedi

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Zitat von Wusseldussel:
Sie hatte in den letzten 2 Woche soweit ich weiß 1 längeres Telefonat mit ihrer Psychologin, die sie dann 2 Tage später zu einem Termin eingeladen hat, bei der ihr dann die Antidepressiva verschrieben wurden
Leider finden durch Corona häufiger Telefon-Therapie statt oder über Zoom/ Skyp - persönl. Begegnungen finden eher
seltener statt
u.
sicher hat die Psychologin nicht ohne Grund dann auch gleich Antidepressiva verordnet - das war bestimmt eine richtige Entscheidung !

und
die Empfehlung in die Klinik zu gehen.
Das wird sicher auch einen festen Hintergrund haben u. zeigt mir, dass es sicherlich dringlich ist,
da einen Platz zur Aufnahme zu bekommen. (war bei mir ähnlich, da wurde ich gebeten dringend mich in eine Klinik zu begeben,
bekam auch gleich schon den Überweisungsschein mit)
Heute sicherlich etwas schwieriger, schnell Aufgenommen zu werden (Corona).


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Zitat von Wusseldussel:
Sie hat sich nur aus dem mir bekannten Umfeld komplett zurückgezogen.

Ein solches Verhalten zeigt schon, dass Sie recht bald, die nötige professionelle Hilfe bräuchte.
Rückzug ist bei Depression leider sehr kontraproduktiv - geschieht aber recht häufig.
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Zitat von Wusseldussel:
Die Gedanken an die geliebte Person bleiben natürlich

Das sollte auch OK sein u. bewahre Dir die Hoffnung, dass es Ihr irgendwann besser gehen wird.
Sie wird dazu Zeit benötigen, aber es sollten sich schon bald, unter professioneller Begleitung,
eine Besserung zeigen. - das wünsche ich Dir - Euch !

Die Selbstfürsorge aber nie dabei vergessen !
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Zitat von Wusseldussel:
annähernd zu verstehen, was gerade passiert.
Dabei habe ich auch gemerkt, dass ich als nicht Betroffener nicht nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt.

Wie es sich anfühlt, könnte ich selbst heute noch nicht Wahrheitsgemäß mit Worten beschreiben.
Wichtig erscheint mir, dass Du so weit es Dir möglich ist, immer am Ball bleibst, um mitzubekommen,
was sie tut - wie sie sich entwickelt, unter der therapeutischen Begleitung.
Danach wirst Du Entscheidungen treffen, wie weit Du Ihren Weg mitbegleiten kannst.
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Zitat von Wusseldussel:
Zumindest haben sich die ganz großen Fragezeichen erstmal gelöst

Dann ist OK ! - aber es können u. werden bei Dir noch mehr Fragezeichen auftauchen u.
dann kannst Du sie hier auch miteinbringen !

Finde Dein Interesse hier an der Erkrankung, Toll

14.11.2020 16:57 • x 1 #30

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