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Fragen und keine Antworten

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Dosimeter1612
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Hallo zusammen,
Ich bin sehr dankbar dieses Forum gefunden zu haben.
Mich quälen seit ca.6 Monaten viele Fragen und ich erhoffe mir von euren Antworten ein wenig Input.
Als erstes ich bin völlig unerfahren mit Depressionen und mich selbst betrifft es wahrscheinlich als Expartnerin.
Ich muss etwas ausholen und sage schon mal sorry für viel Text:
Wir waren 11 Jahre zusammen und haben ein 6 jähriges Kind
Für mich hat alles im Mai letzten Jahres mit folgendem Satz begonnen von ihm begonnen:
Ich kann das alles nicht mehr.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir einen Notarvertrag unterschrieben und die Wohnung gekündigt.
Mich traf das wie ein Schlag.Auf meine Fragen:
Liebst du mich noch? Hast du jemand anderes?
Hast du Arbeitsprobleme? Gab es keine Antwort.
Was dann kam hat mich fast komplett kaputt gemacht:
Er weinte, sprach von Leere, könne nicht in das Haus,brach den Kontakt zu seiner Familie fast vollständig ab.
Der Sommer verlief so dass er sich immer mehr zurück zog weinte, sein Telefon ausstellte ich nicht wusste wo er war.er sagt er liebe mich ich wäre so stark er hätte angst ich verlasse ihn.
Ich bat ihn sich professionelle Hilfe zu suchen und da zu unterstützen.
Anfang diesen Jahres dann nach einem Streit kam er einfach nicht mehr nach Hause dass ist immer noch so.
Er meidet mich sieht sein kind sporadisch.
Ich weiss nun garnichts mehr von ihm.
Absprachen bezgl.des Kinds hält er meist ein sieht es aber auch nur Stundenweise.
Was das mit unserem Kind macht brauche ich nicht zu erklären.
Seine Eltern habe ich versucht ins Boot zu holen und mehrfach das Gespräch gesucht aber auch hier ist der Kontakt nun eingeschlafen.kein interesse mehr weder an mir noch dem Enkelkind.
Fragen nach seinem Befindem werden nicht beantwortet.Treffen werden abgelehnt mit der Begründung es würde ihn mental zurückwerfen.
Ich weiss zu einer Trennung gehören immer zwei aber mein Gedankenkarusell läuft und ich liebe und vermisse ihn sehr.
Habt ihr Erfahrungen oder Ideen?
Ich wäre dankbar.
Liebe Grüsse

x 3 #1


54 Antworten ↓
buddl1

buddl1
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... als unser Vater sich von uns wandte und seine Familie allein ließ,
einerseits war der Mach-Innehaber weg, der nicht nur mal laut wurde, sondern
eben nach dem sich alles zu richten hatte.
Als Kind war der Verlust nicht so groß für mich, er wurde es erst, als mein Bruder nicht mehr da war und
ein elender Streit über das Kindergeld des Sterbemonates ging. danach brachen alle Brücken zu ihm ab...
.. nun, ich glaube fasst, ie mehr Hilfe ihm angeboten wird, desto mehr versinkt er in sich selbst.
er kam in die Situation allein und ja, da muss er auch allein wieder heraus.
egal was angeboten wurde, wird oder möglich ist, er allein muss sich drin finden, mit oder ohne dich.
so jedenfalls nahm ich die Dinge damals in meinen Vierzigern an. Alles war zu viel, zu wenig, nervend oder unerfüllbar. nichts was dem was man selber wollte war genug. und wenn er sich darin irgendwann finden wird, dann erst trifft er für sich, für dich seine Entscheidung, das gemeinsame Kind, darin nur ein weiterer Faktor ist, welcher stört. dem nicht gesagt werden was, in einem los ist, es nicht verstehen kann, auch nicht muss, dessen lachen einen nur mehr weinen lässt, weil man weiß, dass man es nur zerstören kann, nicht teilbar für sich selbst ist.
gut, das mit dem Haus ein Ende gefunden ist, du dadurch mit eurem Kind einen Ruhepunkt gefunden wurde, es bedarf auch keines neuen Hauses, nur ein neuer Grund für ihn, nicht erfüllt zu sein.
konzertiere dich nur auf dich und dass dein Kind die gewollte Trennung akzeptieren kann.
lass deine Tochter entscheiden, ob sie den Vater sehen will, aber es kein muss mehr ist,
du weißt selbst wie es ihr bei ihm geht, ein Lachen sieht anders aus.
Verweigere ihm nichts, fordere und frage auch nichts, ihm wird alles zu viel sein und Antworten hat er selbst für sich nicht, wie soll er dir dann Antworten oder Lösungen geben.
die Frage, wie lange dies so dauern kann, nun auch das kann an dir liegen.
du kannst warten und hoffen, oder dein Leben neu ausrichten, das Leben kann zu kurz sein um auf den erhofften Tag warten zu können.
ich für meinen Teil, brauchte ca. 1 Jahr und ja,
ich habe noch die gleiche liebe Frau an meiner Seite,
doch ich bin ein anderer geworden, die Partnerschaft ist grundtiefer, untrennbar, weil wir nicht nur dieses durchgestanden haben, viel mehr noch, was das Leben uns als Stolpersteine gab.
buddl1,

16.07.2023 08:21 • x 2 #29


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A


Hallo Dosimeter1612,

Fragen und keine Antworten

x 3#3


buddl1

buddl1
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ich muss hinzufügen, dass ich damals wegen der beiden Kinder blieb,
sie sollten nicht wie ich ohne den ebenso wichtigen Elternteil groß werden, wie es mir erging,
als meine Mum 2 Zusammenbrüche durchlebte, den Bruder immer wieder am Grab besuchte, all dass
ist mir immer noch im Kopf, die ganze Last, die frau war in diesem Zeitraum nur die Mutter der Kinder.
ja, aus heutiger Sicht, verletzend und gleichzeitig verstörend, aber die Wahrheit kennt keine bessere Umschreibung.
und heute, die Kinder sind groß, bald auch so alt wie ich in jener Zeit, nicht alles ist perfekt, viel Baustellen darin noch zu beenden sind. aber sie wissen das wir beide gemeinsam da sin, was auch passiert, als Paar fest zusammenhalten, gleichwertig in dem was man geben und nehmen noch kann.
keiner weiß, was die Zukunft bringt, im Stillen zu hoffen, ja immer möglich ist.
eine Tür nicht ganz zu schließen, bis es ein anderer tut.
bleibe offen für deine Wünsche, wer sie auch dann erfüllen mag und kann,
nicht alle können ihr Leben mit der einstigen größten Liebe des Lebens verbringen,
wobei meine in der Jugendzeit längst verbrannte...
die Realität sicher bitter aber ehrlich zeigte, dass man nicht nur lieben, sondern auch geliebt werden muss,
damit sich das Wunderbare entwickeln kann.

buddl1,

16.07.2023 08:59 • x 1 #31


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Ell
Hallo Dosimeter1612,
kein Wunder dein Gedankenkarussell!
Ich möchte dir zuerst mein Mitgefühl ausdrücken. Es tut mir so leid für dich und eurer Kind. Das ist ja nicht zu verstehen, wenn er so abtaucht und nicht sprechen möchte.
Du scheinst ja voll aus dem Nichts getroffen worden sein.
Meine Idee dazu ist,
dass es wie die komplette Überforderung eures Familienlebens zu sein scheint und ja es lässt mich auch an eine schwere Depression denken.
Er konnte er das vermutlich bisher gut maskieren ...ich kann mir zumindest vorstellen, dass es schon länger in ihm "gearbeitet" hat.
Das sind jetzt meine Gedanken ohne Anspruch auf Gültigkeit.

Du hast ja leider keine Möglichkeit etwas zu tun, wenn er sich dir gegenüber nicht öffnet.
Das Verhalten seiner Eltern ist irritierend, zumal da ja auch ihr Enkelkind abgelehnt wird.
Aber es ist gut, dass du hier schreibst, das kann zumindest ein bisschen Entlastung bringen.

Ich wünsche dir so so sehr, dass ihr einen Weg findet ins Gespräch zu kommen.
Liebe Grüße Ell

x 4 #2


D
Vielen Dank für deine Gedanken.
Wichtig zu wissen ist auch, dass er ein wahnsinnig ergeiziger Mensch ist.Beruflicher Erfolg war ihm immer wichtig und er war/ist viel unterwegs auch im Ausland.
Ich hab ihm immer den Rücken freigehalten und alles private gemacht. Umso härter trifft mich diese gänzliche Ignoranz und Kälte.
Seine Stimmung schwankte zum Schluss, sehr so gereizt kannte ich ihn nicht.
Er wollte fast jedes Wochenende mit uns wegfahren, Hauptsache raus...
Ich weiss mir null zu helfen.
Aber ja wahrscheinlich musd die Zeit es bringen..

x 4 #3


D
Wieder ein Tag, an dem ich nicht nachvollziehen kann warum er so ist wie er ist.
Ich würde wirklich gern verstehen wie er sich fühlt und ob da garkein Gefühl für irgendetwas ist....

x 2 #4


Ell
Es ist auch kaum zu verstehen .
Kannst du ihm aufschreiben was du denkst?

x 1 #5


D
Ich hab ihm am Anfang sehr lange nachrichten geschickt und fast gebettelt...
Allerdings kam darauf er weiss nicht was er sagen soll und das er leer und feige ist...tja und so sitze ich und grüble ob es eine Depression ein Burnout oder eine andere Frau in seinem Leben ist...
Diese Antworten kann mir natürlich nur er geben....manchmal denke ich was muss ich nur falsch gemacht haben das er mich so sehr hasst, dabei wollte ich mit ihm durch alle Tiefen gehen...

x 1 #6


Ell
Wenn uns so etwas passiert denken wir schnell, dass es an uns liegt.
Was auch immer es ist, es gibt meiner Meinung nach keinen einzigen Grund, dass sich der Partner wortlos aus einer Beziehung in der es keine gravierenden Gründe gab ohne Gespräch zurückzieht.
Eine Beziehung mit Kind zu verlassen ist keine Kleinigkeit.

Ich hoffe du kannst dich mit lieben Menschen in deiner Umgebung austauschen und sprechen.

x 1 #7


D
Danke für deine Antwort.
Ja ich habe liebe Menschen die mich unterstützen nur dieses schwarze Loch bleibt leider...

x 1 #8


D
Kann ich denn irgendwas tun oder sagen damit er das Gefühl hat ich bin da?
Bin für jede Idee offen...

#9


buddl1
... macht er es noch? also mit euch raus, das Wochenende zu verbringen?
also mit eurem Kind, wie schätzt du ihn da ein?
ist er für ihn da und zeigt er, dass er der Vater ist?
ich frag nur, weil du es schon so beschrieben hast und dass alles irgendwie mit einem unterschriebenen Vertrag seinen Anfang nahm...
wer wollte das Haus und was wäre, wenn ihr dieses wieder aufgeben würdet,
was waren seine Gründe- zu sagen er könne da nicht einziehen, hat er dazu Geheimisse aus seiner Vergangenheit?
eine innewohnende Angst die dadurch wieder zum Vorschein kam...
zumindest wären das meine Gedanken, denn du hast dich sicher dadurch nicht geändert, er aber ohne einen für dich erkennbaren Grund.
buddl1,

x 1 #10


D
Danke für deine Nachricht.
Nun er ist seit Januar nicht mehr nach Hause gekommen.
Sein Kind holt er ab und zu.
Unser Kontakt ist sporadisch.
Meine Fragen wie es ihm geht bleiben unbeantwortet.
Das Haus ist wieder verkauft.Er wollte immer ein Haus.
Haben saniert es wurde ein Pool gekauft etc. ICH hätte es nicht gebraucht
Die Übergabe und so musste ich alleine machen.
Sein Telefon ist die meiste Zeit aus.Meine Nachrichten kommen zeitversetzt an.
Blockiert hat er mich aber nicht.

Bei der Wohnungssuche hat er mich auch fast alles alleine machen lassen.
Seine Gründe? Am Ende meinte er es würde am falschen Ort sein und wir brauchen ein anderes...

Am Ende ist er einfach weggegangen und ich konnte vorher sehen das es ihm schlecht ging aber ich kam nicht mehr an ihn ran....ich weiss nun nichts mehr nur unser Kind hat etwas Kontakt aber auch da ist er wohl anders als früher....

x 1 #11


D
Achso das was ich wahrnehmen konnte war:
Schlafprobleme
Erhöhter Alk.
Gereiztheit
Vorsichhinstarren
Vielen weinen und immer wieder die selben sätze wiederholen
Distanz von uns

x 1 #12


P
Hey, ich würde dir vorschlagen, jetzt als allererstes an DICH zu denken, du hast ihm ja nun oft genug gesagt, dass du ihm helfen willst usw...Wenn er nicht darauf eingeht, sei bitte etwas egoistischer, gerade wegen deines Kindes. Hol dir notfalls therapeutische Hilfe, bring dich auf andere Gedanken, auch wenn es schwerfällt. Tue was für dich und versuche, aus dem Gedankenkarussell rauszukommen. Dein Partner ist nicht der wichtigste Mensch in deinem Leben, das bist DU. Und du bist es wert, dass es dir gut geht! Treff dich mit Freunden, mache Sport oder was auch immer dir Spaß und Ablenkung bringen könnte. Ich weiß, dass das alles nicht einfach ist bzw. wird, aber das kriegst du schon hin!
Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg, Gruß, Piet

x 6 #13


D
Glaub mir das versuche ich und tue was ich kann aber es ist immer dieser blinde Fleck und durch unser Kind kann ich es ja auch nicht wegschieben....er muss doch mal irgendwann nach fast 6 Monaten aus seinem Versteck kommen...Aber vielleicht denke ich da zu einfach...

x 1 #14


A


Hallo Dosimeter1612,

x 4#15


hlena
Da schließe ich mich voll und ganz @Piet an.
Eine Depression kann sehr langwierig sein.
Auch wenn ihr euch wieder annähern würdet,es wird nie mehr so wie früher.
Also plane dein Leben ohne ihn.Das hört sich momentan hart an,ist aber wohl das Vernünftigste.

#15

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