47

Fibroadenom/Angst vor Brustkrebs

hollibee

hollibee
Mitglied

187
6
286
Hallo ihr lieben, ich war lange nicht mehr hier, da es mir eigentlich recht gut ging, ich hoffe euch gehts auch gut.


Ich hab mir nach langem überlegen eine neue Gynäkologin gesucht, die auch sehr nett und einfühlsam ist. Sie erklärt alles genau, was sie gerade macht und hat Verständnis für meine Ängste/Hypochondrie. Ich war (vorgestern) ursprünglich wegen meiner starken Regelschmerzen dort und um meine Brust untersuchen zu lassen, weil ich beidseitig schon seit vielen Jahren Zysten habe. Sie selber hat in der Praxis solche Brustmodelle, wo man einfach mal selber ertasten kann, wie sich ein Tumor in der Brust anfühlt beim Tasten, das war schon sehr interessant. Auch das meine Mutter vor 31 Jahren mit 40 Jahren an Brustkrebs verstarb, sollte in mir keine großen Ängste auslösen.

Sie hat dann den Knubbel ertastet, den ich ihr gesagt habe, den ich selber auch ertastet hatte. Er ist weich, lässt sich verschieben, dort ging sie von einer Zyste aus. Die kommen und gehen bei mir. Sie schaute mit dem Ultraschall drauf und dann meinte sie, das lässt sich nicht eindeutig als Zyste erkennen, es könnte ein Fibroadenom sein, aber sie will sich da nicht festlegen, sie würde mich gern zum Brustzentrum überweisen damit dort eine Mammografie und Stanzbiopsie gemacht wird. Weil ich das erste mal bei ihr bin und sie auch keine Vorbefunde hat. Ich hab dann gegoogelt (ich weiß, soll man nicht machen) was sie für eine Diagnose stellt und da hat sie BRIADS 4 Links hingeschrieben. Naja, das klingt laut google ja nicht so dolle. Dort steht: Hier sind unklare, wahrscheinlich bösartige Befunde einzuordnen, die einer Biopsie bedürfen. Diese Biopsie ist am 30.05. Sie hatte mich gestern nochmal angerufen und mir gesagt, ich soll jetzt nicht in Panik verfallen, weil sie es nur gern abgeklärt haben möchte.

Hmm, jetzt habe ich mich gestern total gehen lassen und nur geheult. Ich versuche mich damit zu beruhigen, dass der Knubbel weich und verschiebbar ist, würde ihn aber auch dann rausnehmen lassen wollen, wenn dies möglich ist. Er würde mich nur weiter kirre machen, denke ich. Eine ehemalige Schulfreundin hat jetzt auch die Diagnose Brustkrebs bekommen und wir hatten uns ein wenig darüber unterhalten, bei ihr waren die beiden Tumore steinhart. Naja, ich habe sogar meinen Mann gefragt ob er weiterhin mit mir zusammen bleibt, auch wenn sich was böses rausstellt. Soweit ist es schon gekommen. Ich bin jetzt völlig überfordert und weiß nicht wie ich damit umgehen soll bis zu dem Termin. Einfach mal ablenken usw. ist ja leicht gesagt, aber kann ich gerade nicht umsetzen. Gestern hab ich leider als ich mit meinem Hund unterwegs war, eine Panikattacke erlitten. Hatte jemand schon einmal solche eine Situation und wie habt ihr euch dann etwas beruhigt?

Liebe Grüße, Biene

#1


29 Antworten ↓
ZeroOne

ZeroOne
Mitglied

Beiträge:
2501
Themen:
6
Danke erhalten:
5541
Hola @hollibee ,

schön, dass du mal wieder den Weg hier her gefunden hast und dass deine OP im Juli gut verlaufen ist und der Befund gutartig war!

Zitat von hollibee:
Nun gelte ich aber als Brustkrebs Patientin und da meine Mutter Brustkrebs hatte bin ich sozusagen die zweite in der Familie und nun soll ich zum Gentest.

Zitat:
Wie denkt ihr darüber?


Frage zurück: wie geht es denn deiner Angststörung (und letztlich dir) damit?

Fühlt es sich für dich momentan besser an, den Test zu verschieben (oder evtl. gar nicht zu machen) und mit der Unwissenheit zu leben? Kann deine Angst damit klarkommen?

Ich persönlich hatte in der Vergangenheit auch teilweise massiv mit einer Angststörung zu kämpfen und für mich war es in jeder Situation das Ziel, so schnell wie Möglichkeit Klarheit zu haben - egal, ob positiv, oder negativ.
Etwas auszublenden, oder auf die lange Bank zu schieben, hat für mich nie funktioniert - die Ungewissheit ist ein noch größerer Trigger für meine Ängste. Aber jeder Mensch tickt anders.

Auf der Seite zuvor hatte @Schlüsselkind mal geschrieben:

Zitat von Schlüsselkind:
Versuche möglichst im Moment, im hier und jetzt zu bleiben.


Das sehe ich auch in deiner aktuellen Situation so.

Im Hier und Jetzt steht die Entscheidung bzgl. des Tests an - und sonst nichts.
Stand jetzt ist das Ergebnis ungewiss, wobei du sogar schreibst, dass ein schlimmes Ergebnis eher unwahrscheinlich wäre.

Insofern helfen bei der jetzt anstehenden Entscheidung Horrorgedanken an ein Worst-Case-Szenario in der Zukunft (im Falle eines schlechten Ergebnisses: Entfernung von Brüsten und Eierstöcken) nicht weiter.
Dafür wäre schlimmstenfalls in der Zukunft noch genügend Zeit.

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Alles Gute für dich!

19.11.2024 14:36 • x 2 #21


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hallo hollibee,

Fibroadenom/Angst vor Brustkrebs

x 3#3


Ilse77

Ilse77
Mitglied

Beiträge:
2251
Themen:
3
Danke erhalten:
5086
Hallo @hollibee ,

ich war in einer ähnlichem Situation. Ich leide ja auch unter einer Angststörung, die auch hypochondrische Anteile hat inzwischen, durch die mehrfachen Krebserkrankungen meiner Mutter. Das zu begleiten hat mich leider pessimistisch werden lassen in Bezug auf das Thema Gesundheit.

Meine Gynäkologin schlug auch die genetische Untersuchung vor aufgrund der familiären Vorgeschichte.

Ich hatte mich relativ schnell dafür entschieden. Aus dem Grund, weil sowohl meine Gynäkologin als auch mein Radiologe mich gefühlt schon so behandelten, als hätte ich schon Krebs und ich ständig nur noch darüber nachdachte, oh je, wann geht es bei mir los.

Es ging nicht nur um erblichen Brustkrebs, sondern auch um Darm- und Gebärmutterkrebs.

Ich wusste bei meiner Entscheidung für den Gentest schon vorher, sollte eine der Varianten gefunden werden, lasse ich mich operieren.
Aus diesem Grund machte die Untersuchung für mich Sinn.

Die Warterei aufs Ergebnis war natürlich anstrengend, das Ergebnis dann zum Glück negativ. Seitdem bin ich entspannter, nur bei komischen Symptomen kommt die Angst mal vorbei. Meine Ärzte gehen auch entspannter mit mir um. Zur Untersuchung gehe ich trotzdem alle sechs Monate.

Wenn etwas herausgekommen wäre, weiss ich allerdings nicht, wie es mir jetzt gehen würde. Mit der Zeit hätte ich hoffentlich gelernt, damit umzugehen. Ganz ohne Angst bin ich so oder so nicht.

So meine Geschichte, aber entscheiden kannst du nur alleine für dich.

Letztendlich bedeutet ein negativer Test nicht, dass man keinen Krebs bekommt. Und ein positiver nicht, dass man an Krebs sterben wird. Man bekommt nur mehr gezahlt von der Kasse und die Ärzte sind viel vorsichtiger. Mit dem Wissen der teils deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit muss man dann allerdings umzugehen lernen.

LG

Ilse77

21.11.2024 21:08 • x 2 #27


Zum Beitrag im Thema ↓

Alle Antworten:


Catalie
Hallo,

Die Zeit bis zur Untersuchung ist immer schwierig auszuhalten, dass würde mir auch so gehen. Was ich dir sagen kann und was dich vielleicht ein bisschen beruhigen kann, ich gehe davon aus, dass die Ärztin dir ehrlich gesagt hätte, wenn sie eine schweren Befund befürchtet, sie will es aber nur zur Sicherheit abklären, dass sie trotzdem eine Diagnose angibt, mit "wahrscheinlich bösartigem Befund" hat etwas damit zu tun, dass die Kranknekassen sonst die Biopsie erst garnicht bezahlen würden. Würde auf der Überweisung stehen, vermutlich ist eh alles okay, dann würde keine Biopsie gemacht...

x 2 #2


hollibee
@Catalie Das hatte meine Freundin mir auch schon so gesagt, dass sie davon ausgeht das es deswegen ist. Aber wenn (doof wie ich ja oft bin mit der Googelei) das so liest... da wirds einem komisch!

#3


Fritz
Hi hollibee
Erstmal willkommen
Dass du Ängste hast, es könnte sich ein bösartiger Tumor gebildet haben, ist verständlich und nachvollziehbar.
Ohne Mammografie und Biopsie lässt sich keine Diagnose stellen.
Also mach die Sachen und bleibe optimistisch, vielleicht ist es nicht so schlimm.
Mehr kann ich zu dem Thema nicht sagen.
Ein weiser Spruch: Von den vielen Ängsten und Sorgen sind die wenigsten eingetroffen.
Vielleicht ist es bei dir auch so!
Servus

x 1 #4


Ilse77
Hallo, ich wollte dir nur sagen, ich hab mehrere Fibroadenome, auf Biopsie wurde erstmal verzichtet und ich gehe alle 6-8 Monate zum Ultraschall. Sind auch so verschiebliche Knoten. Deine Ärztin will lieber auf Nummer sicher gehen, mein Arzt hatte auch überlegt, sich aber dann für weiter beobachten entschieden. Versuch vielleicht trotzdem bis dahin dich weiter abzulenken. In den allermeisten Fällen sind die Ergebnisse von Biopsien gutartig. Der Brustkrebs meiner Mutter war hart und nicht verschiebbar, wie ein Stück Knochen.
Lg ilse77

x 2 #5


hollibee
@Ilse77 Ich dank dir für deine aufbauenden Worte. ☺💐

x 1 #6


Ilse77
Ps: Was deiner Psyche vielleicht ein bisschen hilft ist, wenn du dir sagst, dass heutzutage die allermeisten Frauen mit Brustkrebs geheilt werden. Und dass du diese Krise meistern würdest, selbst wenn es so wäre. Aufregung ist normal, aber vielleicht kannst du so den Panik Kreis etwas durchbrechen weil du dir wieder etwas Kontrolle gibst über die Situation.

x 2 #7


hollibee
@Ilse77 Das Problem was ich eigentlich hatte, das sie BIRADS 4 auf die Überweisung geschrieben hat, aber hätte sie 3 geschrieben, hätten sie nur die Mammografie gemacht und sie wollte ja die Biopsie auch haben. Vielleicht mache ich mich unnötig verrückt.

x 1 #8


Fritz
Hallo Hi hollibee

Nochmal ich.

Um Sorgen und Ängste aufzulösen oder sie zumindest kleiner zu machen, helfen Sprüche und Weisheiten des Lebens.
Deshalb befasse ich mit diesen Weisheiten und sie helfen mir.
Ob das auch für dich was ist, weiß ich nicht.
Nur das Ausprobieren gibt dir die Antwort.
Bedenke aber, von Heute auf Morgen ändert sich nichts, da brauchst du schon Geduld und Ausdauer!

Deshalb!
"Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie vergebens auf das Große warten"
"Angst vor dem Leid ist schlimmer als das Leiden selbst."
" Wir wissen, dass Angst nur selten konstruktiv ist – aber wer ist ohne!"

Vielleicht ist alles nicht so schlimm, wie du befürchtest.
Aber alles einfacher beschrieben als getan.
Mache dich nicht unnötig verrückt.
Servus und alles Gute

x 1 #9


hollibee
@Fritz danke für deine Antwort.
Ich kann für diese Ängste ja leider nichts. Dachte, hier könnte man sich etwas austauschen. Am Ende ändert sich die Diagnose nicht, egal ob ich Angst habe oder nicht. Letztes Jahr musste ich zum Schädel MRT weil eine HNO Ärztin meinte, der Tinnitus käme von einem Hirntumor. Ich war drei Wochen nicht ich selbst und hatte panische Angst. Am Ende war aber alles gut. Aber man kann ja auch mal Pech haben im Leben.

#10


Schlüsselkind
Gute Ärzt*innen machen aus meiner Sicht und Erfahrung grundsätzlich immer zusätzliche Untersuchungen, um Erkrankungen auszuschließen, vielleicht hilft Dir ein Perspektivenwechsel weiter:

Ich würde mir mehr bewusst machen, dass die Untersuchung mir auf jeden Fall helfen wird, eine Krankheit auszuschließen und erst einmal nicht vom worst case scenario ausgehen, also eine Krankheit zu bestätigen.

Versuche möglichst im Moment, im hier und jetzt zu bleiben. Ich habe da mal ein sehr interessantes Video zu gesehen, darin sprach ein Therapeut davon, sich immer ganz bewusst im Moment zu halten und sich zu sagen, das einem jetzt gerade nichts passieren kann und man sicher ist. Das muss man natürlich üben, sich bewusst zu entspannen und von dem Drang Infos zu sammeln, möglichst fernhalten.

Alles Liebe! 💕

x 4 #11


hollibee
@Schlüsselkind danke dir für deine Antwort. Diese Sicht der Dinge beruhigt mich etwas. Vielleicht sollte ich einfach auch nichts mehr im Internet konsumieren. Egal was man öffnet, überall nur noch Krebs Krebs Krebs.
Ich lese und sehe auch nur was ich sehen will. Ich sehe nur das schlechte, dass ist wirklich ein großes Problem. Meine Freundin sagte mir eben: ich bin lieber einmal kurz schockiert, als ständig der Angst Raum zu geben. Eigentlich hat sie recht damit.

x 2 #12


hollibee
Hallo, ich wollte mal kurz eine kleine Rückmeldung geben.
Am 13.06. war ich zur Stanzbiopsie und am 19.06. wurde mir mitgeteilt, dass der Knoten raus muss, da es sich um eine Krebsvorstufe handelt und damit es nicht irgendwann zu einer Entartung kommt, lieber raus.

Ich habe sehr große Angst und hoffe das es mit der OP dann ausgestanden ist.

Liebe Grüße an euch alle.

x 1 #13


Schlüsselkind
Liebe @hollibee,

ich wünsche Dir für Deine bevorstehende OP alles erdenklich Gute und
hoffe, dass diese möglichst bald stattfinden kann, damit Du auch wieder
zu Deiner Ruhe finden kannst!

x 1 #14


A


Hallo hollibee,

x 4#15


Marylu
Liebe hollibee,
ich habe gerade deinen Thread gelesen und wünsche dir auch alles Gute für die OP.
Wann findet sie statt? Vielleicht schaffst du es, das Positive zu sehen, dass es noch rechtzeitig festgestellt wurde, bevor es entartet ist. Wird nur das Stück Gewebe entnommen?
Alles Gute und viele Grüße freunde

x 1 #15

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag