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Hallo @hollibee ,
ich war in einer ähnlichem Situation. Ich leide ja auch unter einer Angststörung, die auch hypochondrische Anteile hat inzwischen, durch die mehrfachen Krebserkrankungen meiner Mutter. Das zu begleiten hat mich leider pessimistisch werden lassen in Bezug auf das Thema Gesundheit.
Meine Gynäkologin schlug auch die genetische Untersuchung vor aufgrund der familiären Vorgeschichte.
Ich hatte mich relativ schnell dafür entschieden. Aus dem Grund, weil sowohl meine Gynäkologin als auch mein Radiologe mich gefühlt schon so behandelten, als hätte ich schon Krebs und ich ständig nur noch darüber nachdachte, oh je, wann geht es bei mir los.
Es ging nicht nur um erblichen Brustkrebs, sondern auch um Darm- und Gebärmutterkrebs.
Ich wusste bei meiner Entscheidung für den Gentest schon vorher, sollte eine der Varianten gefunden werden, lasse ich mich operieren.
Aus diesem Grund machte die Untersuchung für mich Sinn.
Die Warterei aufs Ergebnis war natürlich anstrengend, das Ergebnis dann zum Glück negativ. Seitdem bin ich entspannter, nur bei komischen Symptomen kommt die Angst mal vorbei. Meine Ärzte gehen auch entspannter mit mir um. Zur Untersuchung gehe ich trotzdem alle sechs Monate.
Wenn etwas herausgekommen wäre, weiss ich allerdings nicht, wie es mir jetzt gehen würde. Mit der Zeit hätte ich hoffentlich gelernt, damit umzugehen. Ganz ohne Angst bin ich so oder so nicht.
So meine Geschichte, aber entscheiden kannst du nur alleine für dich.
Letztendlich bedeutet ein negativer Test nicht, dass man keinen Krebs bekommt. Und ein positiver nicht, dass man an Krebs sterben wird. Man bekommt nur mehr gezahlt von der Kasse und die Ärzte sind viel vorsichtiger. Mit dem Wissen der teils deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit muss man dann allerdings umzugehen lernen.
LG
Ilse77