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Extreme Hoffnungslosigkeit

Steventhefloor

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Hey

Ehrlich gesagt weiß ich nicht was mich dazu bewegt diesen Artikel zu verfassen, aber ich nehme an dass ich zwar unzählige Erfahrungsberichte gelesen habe jedoch keiner wirklich zutreffend war.

Zu mir:
Ich heiße Stefan und bin 25.
Meine "Leidensgeschichte" fängt bei mir an als ich in der 4ten Volksschule in einem Knabenchor (Sängerknaben — Internat) anfing.

Typischerweise beginnt man eigentlich in der ersten Hauptschule ich jedoch entschied mich schon früher dafür.
Da ich somit alleine in eine geschlossene Gesellschaft in einer öffentliche Schule Einstieg und etwas moppelig war wurde mein Leben ab diesem Zeitpunkt zur Qual.

Ich wurde nicht nur beleidigt sondern auch gedemütigt durch einsperren im Schrank unter der Stunde mit Drohungen wenn ich diesen während der Stunde verlassen würde oder in den Pausen sowohl körperlich als auch psychisch misshandelt.

Meine damalige Lehrerin hat es ab und an mitbekommen und hat es unter "kindische Aktionen" verbucht.

Ich kam quasi immer komplett gedemütigt zurück ins Internat ohne richtigen Rückzugsraum und nachdem das mobbing ein Jahr ging bis ich gleichaltrige in meinem Zimmer hatte war ich schon sehr geübt darin mich im Klo zu verbarrikadieren.

Da versäumte ich den Anschluss und wurde zum Außenseiter und somit wurde mein treuester Begleiter mein Magen der unermüdlich arbeiten musste.

dadurch pendelte sich dass auf bis zu einem Kampfgewicht von 150 Kilo im Alter von 18.

Warum habe ich nichts gesagt?
Warum habe ich nichts an der Situation geändert?

Nunja… Ich hatte einen Alk. Vater dessen Aufmerksamkeit ich nur durch Musikalischem Erfolg verdienen konnte damit er am nächsten Saufgelagere wieder von seinem ach so talentiertem Sohn berichten kann.

Auf der anderen Seite stand eine gutmütige bewundernswerte Mutter die immer betonte dass das Internat sehr kostspielig sei und ich meine Chance nutzen müsse damit etwas aus mir wird.

Also Gefühlt (als Kind) sah ich keinen Ausweg und aktzepierte quasi mein Schicksal mit der Zuversicht dass die Zukunft glanzvoller wird sobald ich mein Gewicht loswerde

Nach unzähligen abnehmversuchen mit 20/30 abgespeckten Kilos (verdammter Jo-Jo Effekt…) unterzog ich mich einer Magenbypass Operation im Alter von 18.

Nach abgeschlossener Doppellehre (Optiker und Hörakustiker) und 60 Kilo weniger musste ich feststellen dass ich mich zwar erfolgreich durchs Leben gekämpft haber aber meine Probleme nicht automatisch weg sind.

Die Jahre von 18-22 waren ein relativ ereignisloses Tief welches von undiagnostizierten depressiven Episoden geprägt war durch die ich einige Arbeitsstellen verlor.

Seit nun 3 Jahren bin ich durchgehend Depressiv. Seit einem Jahr in erfolgloser Therapie. War sowohl Stationär als auch auf Reha und Tagesklinik. Habe 5 Antidepressiva durch und bin tief in der dualen Behandlung drinnen.

Ich habe mir bereits ein Exit bag zurecht gelegt (Helium—bag) welches mir den Ausstieg absichern soll. Nicht dass ich mich jetzt sofort meinem Schicksal füge oder morgen, aber ich habe gerne einen Plan B wenn ich nicht mehr weiter weiß und das ist wenigstens einer.

Seitdem ich es in griffweite habe gibt es mir auf perverser Art und Weise das Gefühl der Sicherheit (perv. im Sinne von lächerlich/komisch/absurd).

Mein sehnlichster Wunsch ist es Morgens nicht aufzuwachen demnach kann ich nie einschlafen und nehme lange Schlaftabletten.
Allerdings kann ich die nicht nehmen wenn ich keinen extrem wichtigen Termin habe (Psychiater etc.) da ich nur so selten schlafen will wie möglich damit ich nicht enttäuscht aufwachen muss.

Ich steige aus dem Bett nachdem ich Stunden auf einen Fleck gestarrt habe nur um eine zu Rauchen und dann wieder zurück ins Bett zu kriechen.

Ich habe zwar extrem gute Freunde mit denen ich zumindest jeden Samstag was mache, jedoch nur weil ich somit den Deal machen konnten dass sie mich die restlichen 6 Tage nicht nerven.

Wir lieben uns über alles und sie verstehen dass alles für mich extrem anstrengend ist.

Im großen und ganzen muss ich sagen:

Mein Leben war noch nie wirklich Lebenwert und ich sehe keine Besserung.

Auf der Reha/Stationär/Tagesklinik kamen die Patienten hin lachten und genossen ihr Leben, berichteten wie viel besser es ihnen nicht schon geht, während ich ihnen am liebsten eins übergezogen hätte.
Anfangs "freute" ich mich für die anderen mittlerweile fühle ich mich selber verarscht und unglaubwürdig wenn ich sage das es bei mir vorbei ist, da es andere auch so fühlen und im nächsten Moment lachen und spatzieren gehen.

Ich schaffe es nicht mich aufzuraffen und regelmäßig zu Duschen geschweige den Zähneputzen oder Wäsche waschen.

Auch wenn ich einen großen Freundeskreis habe dürfen nur die wenigstens zu mir da meine Wohnung nicht lebenswürdig ist und ich weder die Kraft habe noch den Sinn dahinter sehe.

Im großen und ganzen hatte ich bisher nur einen Hoffnungsschimmer die auf der Annahme von Hilfe beruhte jedoch erlischte mit der bitteren Realität dass alle Anstrengungen vergeblich waren und Ich lediglich durch unerwünschte Nebenwirkungen der Medikamente belohnt wurde.


Dieser Text wurde sehr viel länger als erwartet und ich erhoffe mir hier nicht viel doch leider war das Gefühl der Auswegslosigkeit noch nie so stark und einseitig.

Ich weiß was ich erreicht habe und ich bin durchaus attraktiv kenne meine Stärken und Schwächen dennoch fehlt mir sowohl die Kraft als auch die Motivation weiter zu machen.

Bin absurd verblendet was mir bewusst ist jedoch kann ich trotz intensiver Arbeit daran nichts ändern.

Die unvergänglichen Depressionen haben den Kampf wohl gewonnen.

Auch die professionellen Optionen neigen sich dem Ende zu was meinen vorzeitigen Abschied begünstigt.

16.12.2021 04:09 • x 5 #1


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maya60

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Zitat von Steventhefloor:
Ehrlich gesagt weiß ich nicht was mich dazu bewegt diesen Artikel zu verfassen,

Gut gemacht!
Zitat von Steventhefloor:
Sängerknaben — Internat)

Dass dort viele seelisch-körperliche schwarze Pädagogik und Mobbing lief, ist ja leider bekannt !
Zitat von Steventhefloor:
sowohl körperlich als auch psychisch misshandelt.

Hattest du schon eine Traumatherapie?
Zitat von Steventhefloor:
wurde zum Außenseiter

Das verstehe ich gut.
Zitat von Steventhefloor:
Warum habe ich nichts gesagt?
Warum habe ich nichts an der Situation geändert?

Weil du ein Kind warst. Das braucht noch und hat ein Recht auf Hineinwachsen in die Selbstverantwortung.
Zitat von Steventhefloor:
Nach abgeschlossener Doppellehre (Optiker und Hörakustiker) und 60 Kilo weniger


Zitat von Steventhefloor:
dass ich mich zwar erfolgreich durchs Leben gekämpft haber aber meine Probleme nicht automatisch weg sind.

Leider ist das so bei solch traumatischen Kindheits-Altlasten, das kennen viele hier im Forum.
Zitat von Steventhefloor:
Ich schaffe es nicht mich aufzuraffen und regelmäßig zu Duschen geschweige den Zähneputzen oder Wäsche waschen.

Kennen wir gut hier im Forum!
Zitat von Steventhefloor:
Auch die professionellen Optionen neigen sich dem Ende zu

Hallo Stephan und Willkommen hier im Forum!

Das hast du gut entschieden, dich hier anzumelden, und ich wünsche dir einen guten Austausch. Das ist ein besserer Plan B.

Wenn du dich hier einliest, wirst du auch einige von uns finden, die aufgrund von Misshandlungen in der Kindheit und dysfunktionalem Elternhaus lange und intensiv an ihren Altlasten arbeiten und sich leider auch manchmal oder häufiger nach Plan B fühlen, aber zum Glück doch immer wieder sich fürs Leben entscheiden. Da sind 5 Jahre Therapie oft leider nur der Anfang, weil innerlich Schicht um Schicht der Depression über all die Jahre viel ist, was schief lief. Ohne eigene Schuld.

Dann tut das Forum hier unter Gleichbetroffenen einfach gut und es gibt zunehmend auch zwischendurch leichtere Zeiten mit dem Bearbeiten der Altlasten.

Liebe Grüße! maya60

16.12.2021 08:00 • x 7 #2



Hallo Steventhefloor,

Extreme Hoffnungslosigkeit

x 3#3


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Pessimist

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Ich bin zwar einiges älter, dennoch kommt mir vieles bekannt vor, was Du hier geschrieben hast. Du leidest zudem an Erschöpfungszuständen, weshalb Du Dich nie so richtig aufraffen kannst. Das gleiche ist auch bei mir.
Noch am letzten Samstag hat mir mein Therapeut erklärt, dass solche Erschöpfungszustände typische Anzeichen einer Depression sind!

Hoffnung habe auch ich keine mehr, zumal ich seit 35 Jahren in dieser Blase lebe. Es gibt nie mal ein erfreuliches Ereignis, sprich Highlight in meinem Leben!

Man sagt, dass es im Leben immer wieder mal rauf und runter geht, was ich auch von anderen kenne. Der Unterschied ist nur, dass die Leute sich dann wieder aufgerappelt haben, ich nie! Vor 35 Jahren ging es einmal runter und seitdem bin ich auch unten geblieben! Ich habe auch keine Hoffnung mehr, dass es jemals wieder mal rauf geht!
Ein Freund von mir meinte die Tage, dass ich in Recht auf Lebensfreude hätte. Er mag Recht haben, nur, für mich trifft das wohl eher nicht zu... ich kenne auch so etwas überhaupt gar nicht! Werde ich wohl auch nie mehr kennenlernen... dürfen!?

16.12.2021 08:15 • x 1 #3


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maya60

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Das ist doch hier Selbsthilfe

im Forum.

Was ist dann das für eine Hilfe, @Pessimist , einem jungen Mann gleich von deinen 35 Jahren Pessimismus zu schreiben?

Was soll das für eine Hilfe sein?

Soll er von Vornherein aufgeben? Gut, dass das nicht hier verbreitet ist im Forum.

Kann noch bitte wer mehr Unterstützung hinzufügen?

16.12.2021 08:24 • x 9 #4


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Ziva

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Hallü @Steventhefloor
Herzlich Willkommen bei uns im Forum und danke, dass du uns einen so ausführlichen Einblick in dein Leben gewährst.
Ich lese in deinen Zeilen auch mehr lebenswertes, als dass du es benennst. Maja hat oben ja schon einiges kommentiert, da schließe ich mich einfach an, bevor ich auch alles nochmal aufrolle.

Du hast vieles geschafft ! Du darfst dir erlauben, darauf stolz zu sein. Wenn es kein anderer ist, dann sind wir auf uns selbst gestellt und ich - auch wenn das doof klingt - finde es in diesem Rahmen völlig in Ordnung, wenn man sich selbst lobt. Wenn man sieht, wenn man fühlt, was man geschafft hat. Deine Sätze klingen jedoch so, als würdest du es nicht sehen. Das finde ich sehr schade. Aber genau aus dem Grund möchte ich das nochmal schreiben.

Wenn du mit dem Finger schnipsen könntest und von jetzt auf gleich würde sich etwas ändern, was würdest du dir wünschen? (Morgens nicht mehr aufwachen oder Plan B zu benutzen steht hier nicht zur Auswahl).

Liebe Grüße,
Ziva*

16.12.2021 08:51 • x 7 #5


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Greta

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Hallo Stefan,
zunächst einmal auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum

Zitat von Steventhefloor:
Ich schaffe es nicht mich aufzuraffen

Auch mir ging es lange Zeit so; die totale Erschöpfung und Antriebslosigkeit.
Alles war schwer und unglaublich mühsam und ich hatte von mir selbst das Bild von jemandem, der gar nichts mehr schafft.
Irgendwann fing ich dann an, mir jeden Tag aufzuschreiben, was ich gemacht habe; selbst die kleinste Kleinigkeit. Und am Ende war ich jedes Mal erstaunt, was da alles zusammenkam und fühlte mich dadurch nicht mehr so unnütz.
Bei dir wäre das z.B.: Du hast diesen Beitrag im Forum geschrieben ... du bist aufgestanden ... du triffst dich samstags mit Freunden ... und sicher auch: du isst, du trinkst, du nimmst deine Medikamente, du gehst zur Therapie ... und sicher gibt es da noch viel mehr.
Außerdem hat mir geholfen, alle Aufgaben in kleinste Schritte zu unterteilen.
Beispiel Bad putzen: Ich nahm mir vor, nur mal schnell mit dem Lappen durchs Waschbecken zu gehen. Mehr nicht!
Wenn ich damit fertig war, habe ich manchmal gedacht: Jetzt machste auch noch eben das Klo.
Oft schaffte ich aber nur das Waschbecken, war aber dennoch zufrieden, weil ich ja das, was ich mir vorgenommen hatte, geschafft hatte.
Klingt alles sehr banal, ich weiß. Aber mir haben nicht die großen Schritte geholfen, sondern die vielen vielen kleinen.
Zitat von Steventhefloor:
Mein Leben war noch nie wirklich Lebenwert und ich sehe keine Besserung

Was müsste sich in deinem Leben ändern, damit es für dich lebenswert ist?
Zitat von Steventhefloor:
und ich erhoffe mir hier nicht viel

Nicht viel heißt, ein bisschen erhofft du dir schon? Was wäre das?
Auf jeden Fall bist du hier nicht allein, kannst dich austauschen, musst dich nicht verstellen und findest immer Verständnis und Unterstützung.

Liebe Grüße
Greta

16.12.2021 10:09 • x 4 #6


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Jana7

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Hallo,

irgendwie verspüre ich den Wunsch, Dir zu antworten. Und ich spüre, wie schwierig das ist.

Das mit dem Exit Bag
https://de.wikipedia.org/wiki/Exit-Bag
kann ich nachvollziehen.
Das Leben ist kaum aus- bzw. durchzuhalten und man weiß, nun hat man die Möglichkeit, es jederzeit spontan und human zu beenden.
Ich würde mich erleichtert und sicherer fühlen.

Du hast Dich demnach mit Suizid beschäftigt.
Ich verurteile das nicht. Suizid ist eine legitime Option. Ich bin nicht religiös, demnach zufällig am leben. Und nach dem Leben ist es vorbei. Das Bewusstsein, die quälenden Gefühle: Weg. Wie ein traumloser, ewiger Traum.

Selbst als Mutter eines Kindes, das diesen Weg wählt, wäre ich nicht wütend. Man muss sein eigenes Leben ertragen können. Man lebt nicht für andere. Wenn es zur endlosen Qual wird...
Als Mutter wäre ich tief betroffen, erschüttert. Erschüttert, dass ich nichts tun, helfen konnte oder nichts wusste. Mein Leben wäre danach wahrscheinlich für immer (noch) trauriger - aber das wäre ok so. Niemals wäre ich wütend.

Nichtsdestotrotz: Viele werden gerettet und sind irgendwann wirklich erleichtert. Bei den meisten Menschen ist das Leben doch ein auf und ab. Und irgendwann geht es meist doch wieder bergauf. Und diese Chance nimmt man sich durch Suizid.

Deinen fände ich wirklich verfrüht.
Ich denke doch, dass das Leben noch Freude für Dich bereithalten könnte.

Du bist erst 25. Auch wenn es abgedroschen klingt: Du hast das Leben noch vor Dir. Du hast noch viele schöne Jahre vor Dir.
Dein Start ins Leben war wirklich schwierig und Du hast das alles überstanden und bewältigt.
Es ist schlimm, dass Lehrer nicht helfen, selbst liebende Mütter ratlos und sicherlich teilweise ahnungslos sind.

Schon mit nur 18 Jahren entscheidest Du Dich für eine Magenbypass-OP. Das ist beachtlich! Und sie hat Dir dabei geholfen, Dein Gewicht zu reduzieren.
Das muss Dir doch eigentlich ein gutes Gefühl geben? Du hast Enormes geleistet.

Ich denke, es kann generell sinnvoll sein, zu versuchen, die eigenen Gefühle aktiv wahrzunehmen. Man kann sich in einer Art Tagebuch Notizen machen. Vllt. eine Skala: Gefühle von -10 bis +10.

In Bezug auf diese Magen-OP: Du schreibst nichts über Deine Ernährungsweise. Es könnte Sinn machen, im Blutuntersuchungen auf Mangelzustände zu machen. Das müsste eigentlich stets gemacht werden, bevor man Antidepressiva's verschreibt. Das wird oft nur in Kliniken gemacht. Es müsste auch in Psychiatrien vor jedem Antidepressiva gemacht werden...
Wenn Du selten draußen bist, ist auch Vitamin D wichtig.
Die Schilddrüsenwerte. Die Schilddrüse wird standardmäßig nicht untersucht.
Darum muss man aktiv bitten.

Zwei Dinge haben mich beim Durchlesen überrascht und ich habe es inhaltlich nicht ganz verstanden.

Mein sehnlichster Wunsch ist es Morgens nicht aufzuwachen demnach kann ich nie einschlafen und nehme lange Schlaftabletten.

Allerdings kann ich die nicht nehmen wenn ich keinen extrem wichtigen Termin habe (Psychiater etc.) da ich nur so selten schlafen will wie möglich damit ich nicht enttäuscht aufwachen muss.


Du nimmst Schlaftabletten nur wenn Du einen wichtigen Termin hast?

Wie dem auch sei: Die meisten Depressiven möchten eigentlich mehr schlafen, weil der Tag endlos lang ist. Vom Aufwachen dürften sie nicht gerade begeistert sein.
Dass man nicht einschlafen will, damit man nicht enttäuscht aufwachen muss, finde ich etwas merkwürdig.
Ich vermute mal, dass es Dir direkt nach dem Aufwachen besonders schlecht geht.

Du scheinst momentan nicht zu arbeiten. Hat Dir die Ausbildung gefallen? Hast Du im Beruf gearbeitet?
Musstest Du wegen Depressionen aufhören?
Ich glaube, es ist wertvoll zu versuchen, dass genauer zu analysieren.

Ich finde, es kann auch belastend sein, aufzuwachen und keinerlei Ziel zu haben. Oft ist es so, dass man sich zu einer Aktivität überwinden muss - aber hinterher und mit viel Glück auch schon währenddessen - ist man froh, sich überwunden zu haben.
Hinzu kommt, dass mit Aktivität meist auch eine körperliche Aktivität verbunden ist, der Kreislauf in Schwung kommt... Man trifft Menschen auf seinen Wegen.
Man wird stimuliert. Das alles fehlt, wenn man einfach zuhause bleibt.

Du bist 25. Du könntest eine noch passendere Ausbildung machen.
Bist Du mal verreist? Ich schaue manchmal diese Doku mit dem Kreuzfahrtschiff. Na ja, den Kapitän beneide ich schon, lol.
Im Reisebüro sitzen und anderen meine Traumreisen verkaufen fände ich allerdings kontraproduktiv.

Du bis 25 - Du hast noch soooo viele Optionen.
Auch eine eigene Familie. Und wenn Du Dich öffnen kannst, besteht die Möglichkeit eine passende, verständnisvolle PartnerIn zu finden... Und mit Deinen Kids wirst Du es besser machen.

Du könntest Dir als nächstes Ziel setzen, zB zu versuchen, dass Rauchen aufzugeben.
Wieso rauchst Du? Weil Du Dich durch eine Zig. gut fühlst oder besser? Oder um die üblen Entzugserscheinungen, mit denen man morgens natürlich aufwacht, zu unterbrechen?
Du hast so viel geschafft - es würde Dir ganz sicher gelingen, diese Sucht loszuwerden.
Natürlich wird es ein tieferes seelisches Tal sein: Aber Dich erwartet am Ende ganz sicher Licht.

Magst Du Tiere? Traust Du Dir das zu - Katzen, einen Hund? Das kannst Du sicher irgendwie mal testen, ohne Dir direkt ein Tier anzuschaffen.

Nun das zweite, was mich überrascht:
Ich habe zwar extrem gute Freunde mit denen ich zumindest jeden Samstag was mache, jedoch nur weil ich somit den Deal machen konnten dass sie mich die restlichen 6 Tage nicht nerven.

Wir lieben uns über alles und sie verstehen dass alles für mich extrem anstrengend ist.


Das ist doch Wahnsinn! Du hast echte Freunde - das ist krass!
Du hast Menschen, die Dich kennen und so nehmen wie Du bist - und Du willst sie nicht sehen?
Und Du machst sogar was mit ihnen... All das bringt Dich auch währenddessen kein bisschen in eine positive Stimmung? Ihr trinkt doch sicher auch mal ein B.? Ich denke, das geht auch mit Medis noch gerade so.

Ich vermute, Du leidest nicht unter Einsamkeitsgefühlen? Die dürften Dir durch Freunde ja abhandenkommen...

Nun zu Deiner Medikation.
Da würde ich mich über mehr Details freuen. 5 Medis - das ist ja nun nicht wirklich viel.
Zudem gibt es Gentests. Die sollte man nach einigen erfolglosen Medikamenten durchführen. Das wird ein Psychiater auf Wunsch sicher verlanlassen.
Je länger man depressiv ist, desto schwieriger wird es, die Hoffnung nicht ganz zu verlieren.
Dann gibt es heute Ketamin bzw. Esketamin - Behandlungen.
Es gibt dann noch andere Medikamente, die man Off-Label verwenden kann.
Ich selbst nehme eines, dass mir innerhalb von nur 5h hilft.

Wechsele Ärzte. Jeder ist anders, kommt auch andere Ideen. Blind alles akzeptieren würde ich allerdings nicht.
Ärzte sind leider auch nur Menschen...

Und als allerletzte Möglichkeit kann man die EKT Behandlung versuchen. Auch der kann man vor einem Suizid eine Change geben.

16.12.2021 18:12 • x 1 #7


phaack43

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Hallo, was ist eine EKT Behandlung? Würde mich mal interessieren.

16.12.2021 18:35 • #8


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bones

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Elektro-Krampf-Therapie.

Die Elektrokonvulsionstherapie (von "Konvulsion", "tonisch-klonischer Krampf, (Schüttel-)Krampf", von lateinisch convellere "erschüttern") oder Elektrokrampftherapie (EKT für beide) dient der Behandlung therapieresistenter und schwerer depressiver Störungen. Mit wenige Sekunden andauernden Stromimpulsen unter Narkose mit Muskelrelaxationwird eine kurzzeitige neuronaleÜbererregung im Gehirn ausgelöst, die für den Patienten nicht spürbar ist. Die konvulsive Wirkung, die direkt während der etwa 30 Sekunden dauernden Behandlung auftritt, ist in der Regel nur messtechnisch (elektroenzephalografisch (EEG)) zu beobachten. Daneben kann sie auch durch Abbinden eines Arms, wodurch das Muskelrelaxans nicht über die Blutbahn in Arm und Hand gelangt, und Beobachten von Muskelkrämpfen der Hand registriert werden.[1] Während der Narkose wird der Patient anästhesiologisch überwacht und mit Sauerstoff beatmet. Üblich sind 8 bis 12 Behandlungen mit einem jeweiligen Abstand von zwei bis drei Tagen.

16.12.2021 20:15 • #9


Lischen

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@phaack43 Elektrokrampftherapie. Sie erfolgt unter kurzzeitiger Vollnarkose und kann unter anderem bei sehr schweren, therapieresistenten Depressionen angewandt werden. Sie gilt als sehr wirksam (jedoch löst zumindest in mir die Vorstellung einer solchen Behandlung großes Unbehagen aus); Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Gedächtnis-/Konzentrationsprobleme können auftreten. Du findest im Internet bestimmt viele Infos dazu.

@Steventhefloor Es tut mir unheimlich leid das zu lesen; und es fällt mir schwer, etwas darauf zu entgegen. Ich möchte dich einfach wissen lassen, dass du mit deinen Gedanken nicht alleine bist. Das Gefühl, keinen Ausweg mehr zu sehen, kenne ich; und ich bin überzeugt auch sehr viele andere in diesem Forum (womöglich in geringerem Ausmaß). Hast du denn einen Menschen, mit dem du offen darüber reden kannst? Es tut gut, sich zu entladen. Ich muss manches Mal an eine Freundin denken, deren Vater mit knapp 30 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Dann fing sein Leben an. Vielleicht fängt dein Leben auch noch an? Denn dass das Leben auch schön und lebenswert sein kann, glaube ich schon. Du auch? Hast du es schon mal gespürt/erfahren? Ich wünsche dir von Herzen, dass die Depression, die sich so mannigfaltig über dein eigentliches Wesen gelegt hat, sich löst, Schicht um Schicht, und dass du die Schönheiten und die Farben des Lebens erfahren darfst.
Ich glaube, das Leben ist es wert, zu kämpfen.

16.12.2021 20:17 • #10


phaack43

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Vielen Dank für die ausführlichen Infos.

16.12.2021 20:32 • #11


Steventhefloor

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@Ziva danke für deinen sehr netten Beitrag.

Nein, leider will es mir nicht gelingen meine Gedanken und Verhaltensweisen gegenüber meinen Erfolgen zu verbessern.

Mir wäre eigentlich am liebsten dem zwingenden Gefühl lebewohl zu sagen etwas zu tun. Gerne würde ich ohne nachzudenken abschalten wie ich es früher gut konnte um mich aufzutanken/ Kraft zu sammeln um aufzustehen).

Mittlerweile bin ich in einem Teufelskreis… Ich kann aufgrund meines Erschöpfungszustandes nichts machen und habe nicht die Motivation dazu. Auf der andren Seite wird von einem erwartet täglich kleine Schritte zu machen. Finde es schwierig überhaupt kleine Schritte zu machen wenn es mir nichteinmal gelingt zu stehen…

DANKE für die netten Worte.

16.12.2021 20:35 • x 1 #12


Steventhefloor

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@Greta Leider kann ich diese Frage nicht beantworten was sich ändern müsste. Ich habe schon viel darüber nachgedacht und auch einiges ausprobiert jedoch war das einzige was mir geholfen hat mich von jeglichem Druck zu befreien und sei es nur mir vorzuwerfen eine Mahlzeit nicht eingenommen zu haben..


Generell muss ich mich bedanken wie die vielen Kommentare in dieser kurzen Zeit.

Ich habe mit so einem Feedback nicht gerechnet.

Zu den anderen fragen:

Ja ich habe sehr gute Freunde mit denen ich etwas mache.

Das problem daran ist dass ich dennoch das Gefühl habe einsam zu sein.

Ich bin unter ihnen und ich finde es schön dennoch habe ich keinen Spaß

Alle lachen und auch ich bringe mich ein und bin lustig dennoch ist es mein trockener Humor der mir nur deswegen gelingt weil ich kaum etwas fühle.

Also fühle ich mich schlecht, egal wo ich bin und mit wem.

Ich wohne alleine und habe eine Katze die ich sehr lieb gewonnen habe während der Reha übergeben.

Die Freundin die aufgepasst hat, hat sich allerdings so gut um ihn gekümmert dass ich ihm nicht mehr zumuten wollte bei mir zu leben. Insofern kann ich mir nicht vorstellen da etwas neues anzufangen da ich gesehen habe dass das nicht im Interesse des Tieres ist.

Die ersten 2 Medikamente wollen mir grad nicht mehr einfallen aber die andren waren sertralin Wellbutrin und Duloxetin

Ja die Schlaftabletten nehme ich wenn ich zb. Vormittags einen Termin habe und ich schlafen muss um nicht einzuschlafen und womöglich den Termib zu verpassen.

Ja, Nach dem aufwachen ist es schrecklich. Kann nicht genau erklären weshalb aber da bin ich stundenlang extrem unruhig obwohl ich müde bin und nach 2-7 Stunden schaffe ich es erst diese innere Unruhe zu minimieren und dann schaffe ich es zu "überleben" aber kritisch ist eben immer die erste Zeit nach dem aufwachen

16.12.2021 21:00 • x 1 #13


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Ziva

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Zitat von Steventhefloor:
@Ziva danke für deinen sehr netten Beitrag. Nein, leider will es mir nicht gelingen meine Gedanken und Verhaltensweisen gegenüber meinen Erfolgen zu verbessern. Mir wäre eigentlich am liebsten dem zwingenden Gefühl lebewohl zu sagen etwas zu tun. Gerne würde ich ohne nachzudenken abschalten wie ich es früher gut ...

Hey (:

Ich finde es richtig großartig, dass du nochmal recht ausführlich geantwortet hast. Danke dafür.
Darf ich fragen, wer oder was dich zwingt, etwas zu tun?

Da du von einem Erschöpfungszustand sprichst, war hier der erste Schritt zu erkennen, dass dieser da ist.
Und meiner Meinung nach, ist hier auch ganz klar ein gesunder Egoismus gefragt - den du - wie ich finde in mindestens einem Lebensteil sehr gut auslebst - nämlich in Bezug auf deine Freunde. Du kannst klar benennen was geht und was du nicht willst.

Ich versuche grade die richtigen Worte zu finden, verzeih mir, wenn das nun vielleicht wieder blöd klingt, aber ich möchte es gern versuchen. In deinen Beiträgen lese ich, dass du die ganze Zeit über etwas geschafft hast und du bestätigst mir, dass du das nicht wahrnehmen kannst. Darf ich?

- du hast diesen Beitrag geschrieben
- du hast dich fremden Menschen geöffnet
- du hast von dir erzählt
- du antwortest auf unsere Fragen
- du suchst den Austausch
- du hast hier Dinge angesprochen, die für dich bis heute sehr verletzend sind
- du hast unzählige Male versucht, abzunehmen
- und du hast es geschafft !
- du hast dich sehr früh für einen Magenbypass entschieden (das ist verbunden mit hohen Kosten, mit Ängsten, sicher auch mit Zweifeln? Du warst 18!)
- zwei abgeschlossene Berufsausbildungen
- einige Kilos weniger
- du hast Humor - trocken oder anders, egal, irgendwie ist der da
- du stehst auf für eine Zig. (ist doch völlig egal für was du aufstehst - DU STEHST AUF)
- du triffst jeden Samstag deine Freunde
- du warst in Therapien
- du warst in Rehas
- du machst eine Therapie

Zitat:
Warum habe ich nichts gesagt? Warum habe ich nichts an der Situation geändert?

Du warst ein Kind. Andere Menschen waren und sind noch immer für deine Gefühle verantwortlich - früher, wie auch heute. Sowas bleibt. Dafür kannst du nichts.

Ich finde es erstaunlich, was du alles schon geschafft hast !
Ich verstehe aber auch, dass es schwer ist, diese Dinge wahrzunehmen. Ich bin selbst nicht gut darin..
Aber wie ich vorher schon einmal schrieb, glaube ich daran, dass wir uns ab einem gewissen Punkt nur noch selbst helfen können.

Mir ist eben noch eingefallen, dass so ein Erschöpfungszustand ja erstmal aussagt, dass du nicht mehr kannst.
Und ich glaube dir das sofort, wenn ich deine Geschichte lese. Von Anfang an war alles immer ein Kampf und mit enormer Anstrengung verbunden. Hast du zwischendrin jemals eine Pause gemacht? Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht lang genug.

Es gilt, dem Körper zu geben, was ihm guttut und was er braucht.

Also was brauchst du?
Wenn es keine frische Wäsche ist, keine Dusche - was brauchst du?
Kannst du das benennen? Oder geht das nicht, was nicht schlimm ist.

Ich trau mich einfach mal zu sagen, dass dein inneres Kind eine starke Hand die hilft oder eine Umarmung braucht.

.. Wenn ich dir zu nahe getreten bin oder eine Grenze überschritten habe, dann tut mir das leid.
Mir war nur erstmal wichtig dir irgendwie zeigen zu können, dass dein Leben - trotz aller Tiefen und Sorgen - nicht unlebenswert ist.

Ich lasse dir einen Drücker da.
Ziva*

16.12.2021 21:58 • x 3 #14


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bones

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Nun ich möchte dir Kraft und Hoffnung schenken, dass es dir bald besser gehen soll.

Nun ich hatte bei all meinen depressiven Episode mit Antrieb und Hoffnungslosigkeit zu kämpfen gehabt. Es gab sogar ne Zeit da hatte ich die Vorstufe vom stupor gehabt. Auch ich hatte wie du das Problem gehabt dass ich zwar unter Menschen war aber mich gefühlt hatte, als ob i die einzige Person darin war. So verfangen in der dunklen Phase, dass kein Luft zum Atmen war, alles schon mir schwarz zu sein.
Auch war es bei mir in ganz schlechten Zeiten nicht möglich irgendwas zu tun. Ich mache schon lange Therapie. Doch als die depressive Episoden wieder auftrat, war alles was ich vorher zur Besserung beigesteuert, vergessen. Und wo dann die suizidgedanken bis vor kurzem noch dazu kam, da hatte ich Jed Hoffnung aufgegeben. Nix hatte mehr geholfen. Aber ich habe als einzige Möglichkeit gesehen, mit Medikamenten dagegenzusteuern. Als dies geschah, ging es mir Schritt für Schritt besser. Hab hart an mir gearbeitet. Aber die täglichen Arbeit an mir selbst hat sich ausgezahlt. Heut , seit kurzem, geht es mir wieder besser. Auch wenn die Freude nur begrenzt ist, da ich eine chronische psychische Erkrankung hab, kann es jederzeit wieder kommen. Aber solang es mir gut geht, genieß ich es.

Was ich eigentlich sagen wollt, gib dich nicht auf. Es wird besser. Wer an sich arbeiten versucht , dem/der wird es besser gehen. Nicht direkt aber in nahbarer Zukunft.

16.12.2021 21:59 • x 3 #15


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Greta

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Zitat von Steventhefloor:
Leider kann ich diese Frage nicht beantworten was sich ändern müsste.

Sorry, ich glaube, ich habe die Frage auch falsch formuliert.
Ich meinte eher, was du dir wünscht wie dein Leben sein soll; wenn du dir ein anderes Leben aussuchen könntest, wie wäre dieses Leben?
Zitat von Steventhefloor:
mich von jeglichem Druck zu befreien

Ich denke, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Sich selbst akzeptieren mit allen Eigenheiten und auch mit allen Einschränkungen. Sich nicht mit anderen zu vergleichen und nicht zu versuchen, jemand zu sein, der du nicht bist bzw. im Moment nicht sein kannst.
Zitat von Steventhefloor:
Nach dem aufwachen ist es schrecklich

Das Morgentief ist ganz normal bei einer Depression.
Ich weiß, du hast schon jede Menge Therapie- und Medikamentenerfahrung, aber dennoch ... vielleicht gibt es ein Medikament, das diese schreckliche Morgenzeit etwas abmildert?
Zitat von Ziva:
Ich finde es erstaunlich, was du alles schon geschafft hast !

Das sehe ich genauso!
So wie ich überhaupt @Ziva s Beitrag komplett unterschreiben könnte.

17.12.2021 09:27 • x 2 #16


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Kitten

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Hallo @Steventhefloor

Schön, dass du dich hier im Forum angemeldet hast und deinen Leidensweg aufgeschrieben hast. Willkommen. Das ist ein erster Schritt, den du machen konntest aus deiner Hoffnungslosigkeit heraus. Du wirst sehen, dass viele von uns auch durch dunkle Zeiten gingen und aktuell noch gehen und dass der gegenseitige Zuspruch sehr hilfreich sein kann.

Ich war sehr erschüttert, als ich von deinen Erfahrungen im Internat gelesen habe - da ist dir sehr viel schlimmes angetan worden, woran du bis heute zu kämpfen hast.
Maya hat dich ja gefragt, ob du eine Traumatherapie machst? Dieses Trauma aus der Kindheit/Jugend wiegt sehr stark und verunmöglicht ein normales Leben. Ich kann mir vorstellen, dass die Verarbeitung des Traumas der Schlüssel ist. Eine Traumatherapie könnte ein Versuch sein, einen Weg in ein neues Leben zu begehen.

Bei Medikamenten ist es ja häufig so, dass zuerst verschiedene Sachen ausprobiert werden müssen, bis dann das Richtige anschlägt. Da möchte ich dir Mut zusprechen, dass du da dran bleibst.
Wie ist denn derzeit so das Verhältnis zu deinem Psychiater oder Thearpeut? Spürst du da Vertrauen? Kannst du über alles reden? Das ist m.E. der wichtigste Punkt in einer Therapie.

Wie schon einige vor mir geschrieben haben, ist es erstaunlich, was du alles schon geleistet hast in deinem noch jungen Alter! Mit 25 bist du noch jung und du hast noch viele Perspektiven!
Sei nicht zu streng mit dir. Erlaube dir Ruhepausen, die du benötigst. Eine gute und enge Begleitung durch diese schwere Krise wird notwendig sein. Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Kraft und Durchhaltewillen.

17.12.2021 14:41 • x 1 #17


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Jana7

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Hallo,
Dein Beitrag hat mich doch sehr berührt und ich bin etwas beunruhigt.
Ich recherchiere generell viel zum Thema Depression und habe jetzt mit dem Stichwort Anhedonie recherchiert.

Ich habe einen wirklich sehr interessanten Artikel gefunden.
Hoffentlich findest Du die Kraft, ihn zu lesen. Auch wenn er länger ist...
Es wird u.a. ein spezielles Medikament (Pramipexol) empfohlen.
https://www.spektrum.de/news/anhedonie-...en/1755470

Für alles was über diese typischen SSRI hinausgeht, muss/sollte man dann wirklich zum Facharzt gehen.

Aber ich glaube, der Artikel macht es auch schon deutlich: Die Psychiater sind alle sehr unterschiedlich (engagiert, informiert, flexibel).
Mir ist klar, dass man im Grunde die Kraft eines Gesunden benötigt, um den richtigen zu finden. Es könnte sich zB lohnen, den Weg zu einem der genannten Psychiater auf sich zu nehmen.

Wie dem auch sei. Der Artikel endet mit den Worten eines Betroffenen:
Mit ihrem Leid ist sie allerdings nicht länger allein. »Als ich in deinem Alter war, litt ich drei Jahre lang unter Anhedonie«, antwortet ihr ein User, der sich Cyrano nennt. Er habe einen Suizidversuch hinter sich, sei nun aber froh, dass er noch lebt. »Mit den Jahren habe ich viele Dinge gelernt. Heilsam ist für mich, für andere da zu sein. Ich weiß, wovon ich spreche, wenn ich dir sage: Gib nicht auf.«

Es wäre sehr hilfreich, wenn Dir gelingen könnte, das Rauchen aufzugeben. Niemals im kalten Entzug einfach keine Zig. mehr rauchen. Man sollte es wirklich schleichend tun und das geht nicht mit Zig..
Ideal sind Nikotinpflaster. Es gibt sicherlich Alternativen, wenn man recherchiert.

Dasselbe gilt für Medikamente. Nicht retardierte Tabletten zerteilen, retardierte Kapseln öffnen und Kügelchen zählen, reduzieren. Immer die Halbwertszeiten googeln, damit man weiß, wieviel Wirkstoff ungefähr noch im Körper ist und man herausfinden kann, in welcher Geschwindigkeit man abdosiert.
Abgesehen davon gibt es ein Forum, das sich mit dem Abdosieren beschäftigt: ADFD

Diese Entzugssymptome sind stärker als Medikamente. Nikotin führt zudem zum schnelleren Abbau der Medikamente.

19.12.2021 10:31 • #18


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bones

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Das Forum adfd kommt immer wieder zu Wort. Ich halte nix vom den Forum. Die Methode dort sind meines Erachtens übertrieben, auch die Schritte dort sind für mich falsch. vielleicht bei benzos mag dies gut sein. Aber alles andere wie Antidepressiva, neuroleptika oder stimmungsstabilisator ist für mich unnötig in die Länge gezogen. Auch sind dort die Menschen keine Fachärzte, sondern wie hier alle Laien. Es ist daher eher ratsam besser auf Ärzte zu hören. Und es verunsichert einen nur. Auch kann das triggern. Wer sich bisschen mit medis beschäftigt, der ist auch in der Lage mit Verstand zu reduzieren. Das man langsamer reduzieren soll, wenn Symptome auftreten oder gar ne Pause einlegen sollte, muss jeden klar sein. Dafür braucht man kein Forum wie adfd. Es sind in dem Forum überwiegend Menschen, die Probleme mit absetzen haben. Die keine Probleme haben, wird man in der Regel dort nicht treffen.

19.12.2021 10:51 • x 1 #19


Steventhefloor

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Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen.

Ich habe nicht mit so viel Rückmeldung gerechnet und habe auf viele Fragen keine Antworten gewusst bzw. keine Ahnung was ich da jetzt schreiben sollte.

Die Ansätze waren schon richtig von fast allen Antwortenden und es wäre auch sinnvoll das Rauchen aufzuhören — ohne frage.

Hat allerdings keine Prioritäty ich habe Gefühlt 100 Baustellen da bei der einzigen anzufangen die mir aufgrund der Sucht das Gefühl von halt gibt finde ich (als leihe) sehr gefährlich.

Weiters kann ich heute nicht sagen ob ich den morgigen Tag überlebe.

Also Rauchen aufhören für was?
Für die Gesundheit/die Zukunft?


Hatte heute leider wieder ein schlimmes Erlebniss, und obwohl ich hier schon so viel rausholen durfte will ich Wissen wie ich vorgehen soll..

Mir wurde auf der Reha eine Traumateraphie nahegelegt da die aktuellen Therapien absolut nichts bringen. Das Trauma aufgrund der Kindheit wurde da erst "gefunden".
Ich dachte vorher dass es einfach so gekommen ist da ich keinen Übergang feststellen konnte.

Leider auch die Therapeutin und psychiaterin nicht.

Mir wurde nahegelegt dass ich mich wieder in einen Stationären Aufenthalt begebe um auf Spravato eingestellt zu werden.

Es half als mir mein Arzt auf der Reha sagte: "da sie noch keinen Tharapieerfolg hatten kann ich ihre Hoffnungslosigkeit verstehen, umso wichtiger ist es einen Therapieerfolg zu erzielen und dies sollte und spätestens mit spravato gelingen".


So weit so gut.
Heute war ich eben bei meine Psychiaterin. Diese war am Anfang schon etwas genervt das mich ihre Vertretung "reingeschoben" hat.

Ich arbeitete 5 KM von der Bundesgrenze entfernt und da ich im gleichen Haus arbeitete wie die Psychiaterin bekam ich den Termin spontan— Wartezeit bei den andren 6 Monate.

Bei den letzten 2 besuchen war ich nicht mehr bei der Vertretung sondern bei der, der die Ordination gehört.

Beim vorletzten Termin wurde meine langjährige schwere Depression die mehrmals von verschiedenen Einrichtungen diagnostiziert wurde umgeändert auf eine Anpassungsstörung und dazu geraten sofort wieder Arbeit zu suchen und nebenbei eine Therapie zu machen.

Ich fühle mich absolut nicht so weit.
Das wurde mir auch auf der Reha bestätigt dass ich nicht belastbar geschweige denn Arbeitsfähig bin.

Heute war ich eben wieder bei ihr.
Ich hatte den Plan mit Traumatherapie und der neuen Medikation. Auf Reha wurde mir auch empfohlen zuerst nochmal die duale Behandlung zu erhöhen vor dem Versuch mit spravato.

Demnach kam ich heute mit der Erwartung einer einfachen Erhöhung der aktuellen Medikation.

Leider war die Reaktion anders.

Konnte mir nur die Sätze merken die mich am meisten trafen. Ich übertreibe hier nicht es viel wortwörtlich:

Sie: Ahh schön sie waren auf Reha
Ich: ja, leider hat es mir weniger gebracht als erhofft.
Sie: gibt es nicht. Ich kenne niemanden dem die Reha nicht geholfen hat vor allem da diese Einrichtung sehr gute Rezessionen hat. Außerdem sehen sie gesund aus.
Ich: Ja. Sie bemühten sich sehr um jeden einzelnen zu helfen dort, aber im laufe der Reha wurde festgestellt dass ich unter einem Trauma leide und dieses nicht unter der Reha behandelt werden darf sondern nur in laufender Therapie da sie diese nicht abschließen können.
Sie: Von ihrem Trauma lese/höre ich das erste mal.
Ich: Ja. Es wurde erst dort festgestellt dass es weitreichender ist als vorerst angenommen. Empfohlen wird Erhöhung der dualen Medikation und sollte es nichts helfen dann Spravato. Auf der andren Seite eben die Traumatherapie mit Stationärem aufenthalt. Dies stellt allerdings der behandelnde Psychologe fest, da eine Traumatherapie nicht zu jedem Stadium angefangen werden kann.
Sie: Ich kann mir nicht vorstellen dass ihnen Medikamente helfen sie brauchen eine Therapie, auch wenn ich die Traumatherapie nicht empfehlen würde, aber auf ihren Wunsch hin schreibe ich eine Überweisung für die Klinik obwohl ich dieses Medikament nicht kenne.
Ich: Danke, es wurde aber vorerst eine Erhöhung empfohlen
Sie: Medikamente bringen so und so nichts bei ihnen sie halten maximal ihren aktuellen Zustand —(keine Besserung von der ersten Einnahme weg)— es wird nur eine Psychotherapie helfen.


Leider habe ich den genauen Wortlaut für die andren Themen vergessen aber es ging darum dass ich bis 9.Jänner krankgeschrieben bin und sie wissen wollte was ich vorhabe.

Als ich dann den Abschluss krönte mit der Aussage dass ich zZ so unter meinem Zustand leide dass es mir unmöglich vorkommt meinen Alltag wie z.n. Duschen/Wäsche waschen/Zähne putzen und und und zu bewältigen und ich mir nicht vorstellen kann einen "Job im Geschützen bereich" anzunehmen (man bekommt Arbeitslosengeld und Arbeit zu gewissen Zeiten 5 Tage die Woche. Ein paar Stunden täglich) .

Jetzt steht im überweisungsschreiben drin:

"Wir bitten um eine Einstellung auf Spravato da dies ambulant nicht möglich ist, da der Patient angibt (was schwer zu verstehen ist) dass er den Alltag nur mit größeren Anstrengungen bestehen könne."


Das war alles, aber ich fühle mich so unendlich verarscht.

Wenn ich bisher gesagt habe dass es mir schlecht geht wurde mir zumindest geglaubt.

Fühle mich grade noch mehr in die Ecke getrieben aus folgenden Punkten:

Mein letzter ganz kleiner Hoffnungsschimmer wurde aufgebaut auf Medikamente. Nicht dass ich glaube mir gehts nach 2 Wochen wie neu geboren durch sie, aber zumindest mehr Antrieb oder irgendwas wäre nett. Diese Hoffnung gab mir der Arzt in der Reha Klinik (hatte auch die Sorge darum dass ich alles falsch mache da ich keine Verbesserung finde und vielleicht ist ja irgendwas besser aber ich sehe es nicht).
Weiters war er die Meinung dass eine normale Therapie keinen Sinn macht sondern mehr auf mein Trauma eingegangen werden sollte.
Dies funktioniert aber nur wenn man sieht dass es einen ausweg gibt. Hoffnungslos in eine Therapie macht keinen Sinn.

Also habe ich 2 komplett widersprüchliche Meinungen
Auf der einen Seite sollte ich sofort arbeiten auf der andren kann ich nicht
Ich habe ein Trauma aber dieses Trauma ist unwichtig da es bisher nie auffiel.
Medikamente sind DIE Lösung aber sie bringen mir garnichts weil AUSSCHLIESSLICH eine Psychotherapie helfen wird.



Ich bin durch mit den Nerven und noch verzweifelter als vorher.

Wollte es wortwörtlich und emotional unbelastet wiedergeben da ich mir alles an den Kopf werfe aber mich so unendlich verletzt und missverstanden fühle.

Kann mir wer helfen.

Hat es wirklich nicht gepasst, oder rede ich mir das nur aufgrund meines Zustands ein und es könnte doch was dran sein ?!

Ich kann nicht mehr

21.12.2021 21:23 • #20


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Kate

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Hi, hast Du in der Reha keinen Bericht bekommen, wo das alles detailliert für die Weiterbehandlung drinsteht?
Da bräuchtest Du Dich nämlich auch überhaupt nicht erklären und als Bittsteller dastehen, sondern Ärzte haben dies festgestellt und geben eine Empfehlung für die Weiterbehandlung. Zumindest lief das bei mir so ab.
Ich drück Dir die Daumen, dass es noch in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann.

LG Kate

21.12.2021 21:35 • x 3 #21


Steventhefloor

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@Kate ja das ist eben das "lustige".

Es gibt einen Befund. Den habe ich ihr vorgelegt aber sie hat ihn keine 30 Sekunden überflogen und stellte ihr eigenen Theorien auf und das ohne großartige Fragen. Hatten da auch erst 1x 30 min und den Bericht der Vorgängerin der ganz anderes aussagt und schlüssiger ist im vergleich zum Reha Befund.

Aber wieso muss mir meine Psychiaterin dermaßen Negativ reingreifen ?

Wenn sie einmal einen der Befunde (egal welchen) durchgelesen hätte würde sie wissen wie schwer ich mir tue überhaupt zu überleben…

Aber jetzt stelle ich auch wieder alles in Frage. Auch wenn sie meiner Meinung nach unangemessen war, ist sie dennoch eine ausgebildete Psychiaterin. Wie soll ich soeben vertrauen? Wie irgendwem von denen Vertrauen wenn sowas aus dem nichts kommen kann?

Will natürlich nicht gegen alle hetzen da bisher nur emphatische und nette hatte, leider trifft es mich dennoch.

21.12.2021 21:43 • #22


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Kate

9798
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Zitat von Steventhefloor:
Wie soll ich soeben vertrauen? Wie irgendwem von denen Vertrauen wenn sowas aus dem nichts kommen kann?

Mein erster Therapeut, bei dem war ich zum Glück nur 5 Stunden, hatte mit mir anhand einiger Fragebögen eine Art Diagnostik gemacht. Als es dann zur Auswertung dessen kommen sollte, sagte er zu mir, er könne mir das nur bei einem gemeinsamen Kaffe in einem Café sagen. Ich bin nach kurzer Skepsis mitgegangen, der knallte er mir mein desolates Ergebnis vor den Latz und meinte, so jemanden wie mich hätte er noch nie gesehen und könne er nicht behandeln.

Ich glaube da fühlte ich mich ähnlich wie Du, nur noch schräger.

Vielleicht suchst Du Dir einfach eine andere Psychiaterin. Ich habe jetzt seit Jahren den Weltbesten Therapeuten, warum sollst Du nicht auch Glück haben.

21.12.2021 21:50 • x 2 #23


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Anneklatsche

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Lieber @Steventhefloor
Ich habe zwar noch nicht viel mit Therapeuten zu tun gehabt, aber es gibt auch andere Ärzte, wo ich mir denke, wtf wieso hört der mir nicht zu oder warum stellt er mir jedes mal dieselbe Frage..
Wie @Kate schon schreibt, such dir jemand anderen..
ich weiß, dass es schwierig ist, einen anderen Arzt/Therapeuten zu finden, aber es geht hier um dich und um sonst niemanden..

21.12.2021 22:31 • #24


Steventhefloor

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Danke, das dachte ich mir aus.

Leider habe ich aber nicht mehr die Kraft dazu alles wieder "neu" anzufangen und zu erklären nach gefühlt 100.000 Wiederholungen

Sehe keinen Sinn darin, glaube auch nicht das sich was ändert, und wenn ich ehrlich bin… wen ich von mir rede, rede ich gerne in der Vergangenheitsform vor allem in letzter Zeit.

Vonwegen — ich hab’s probiert. Ich habe es geändert. Ich war stark. Ich habe gehofft


Ich fühle mich aufgegeben und nur durch Fremdmotivation angetrieben.
Nicht aus Respekt dem Leben oder mir gegenüber ziehe ich mein Ende nicht vor…

Eher habe ich immer gekämpft und über Leute gewettert die aufgegeben haben und so asozial sind ihr Leben zu beenden und allen anderen dadurch große Schmerzen zufügen.

Aus Respekt meiner Famile und meinen Freunden gegenüber konnte ich es nie durchziehen.

Das hat sich mittlerweile geändert. Irgendwann ist der Leidensdruck größer als das schlechte Gewissen bevor man andere verletzt.

Ich schreibe das nicht aus Mitleid/emotionaler Instabilität oder Weckruf.

Traurige Realität ist es dass ich mittlerweile weiß dass ich mein Leben nicht überleben werde…

21.12.2021 23:08 • #25


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Anneklatsche

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@Steventhefloor
Du siehst also keinen Sinn darin? Hast keine Kraft, alles nochmal zu wiederholen?
Wieso schreibst du dann ellenlange Texte und fragst nach Hilfe?
Das macht mich wütend und traurig, was du schreibst..
Uns geht es überwiegend allen schlecht, wenn nicht genauso oder noch schlechter als dir..
Und trotzdem versuchen wir, dir zu helfen..
Und als Antwort kommt, dass du dich schon aufgegeben hast?
Das kann ich nicht akzeptieren..
Ich sehe trotzdem, in allem was du schreibst, ein Funke Hoffnung in dir, dir irgendwie helfen zu lassen, also versuche es doch bitte einfach noch mal..

21.12.2021 23:36 • x 2 #26


Steventhefloor

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Auch hier danke für deine offene und direkte Art, das weiß ich durchaus zu schätzen.

Ja sehr leicht möglich dass es wem geht wie mir oder (Gott behüte) schlechter. Habe mich hier auch schon sehr viel durchgelesen und sehr viel kam mir vertraut vor.

Allerdings wollte ich dies womöglich noch los werden als Bestätigung… Keinen Plan.

Weder Freunde noch Familie würde ich jemals vorwarnen da sie mich zum Leben überreden wollen würden und auch schon erfolgreich gemacht haben. Hier kann ich wenigstens noch dass bedrückende loswerden bevor ich mich für den nächsten Schritt entscheide, was vor allem in meiner jetzigen Phase einiges bedeutet.

Finde deine Ansicht jedoch wirklich nachvollziehbar und ich würde nie wem unterstellen eine Notlage vorzutäuschen. Ebenso wenig wie ich es tue.

Insofern danke nochmal für alles und für mich war es das vorerst hier, ich sehe die Tage was ich mache.

Schöne Feierage und einen guten Rutsch .

21.12.2021 23:44 • #27



Hallo Steventhefloor,

x 4#28


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bones

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Zitat von Steventhefloor:
Ich muss mich an dieser Stelle entschuldigen. Ich habe nicht mit so viel Rückmeldung gerechnet und habe auf viele Fragen keine Antworten gewusst ...

Nun ich würde nicht so viel Gewicht rein legen an den Aussagen deiner Psychiaterin. Denn sie mag zwar ausgebildet sein, aber wenn ich so Sätze wie " sie sehen doch gesund aus" oder Medikamenten helfen so oder so nicht" oder noch ein Satz , der auf sich hat wie " mit Reha ,dass sie zum ersten Mal hört, dass sowas nicht vorgekommen ist".
das sind Aussagen , die eigentlich ein sehr guter Arzt nicht sagen würde.
1. keiner weiß, ob das Medikament helfen bzw. nicht helfen kann.
2. nicht jeder kann man helfen dort, es gibt immer wieder Fälle, wo Faktoren aufeinander prallen, wo wo anders erstmal therapiert werden muss, eher die Reha einem helfen kann.
3. du hast nix Falsches gemacht.

nun die Frage, die ich stelle ist bei spravato, die man das handhaben tut? Weil meines Wissen muss man dafür immer zum Arzt. Ist zwar nicht täglich , aber sehr umständlich. Aber soll gute Ergebnisse haben. Nur langfristig ist es ein Aspekt, wo jeder überlegen sollte, ob man sowas macht.
besser wäre für mich , ne richtige ketamin-Behandlung stationär zu machen.

wenn das dann besser wird, dann kann es bei dir mit Therapien auch besser geholfen werden. Aber in deinen Zustand weiß ich nicht, ob da nun eine Therapie Sinn macht.

22.12.2021 16:20 • #28

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