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Extreme Antriebslosigkeit

Rinaa

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Hallo Leute,

bin neu im Forum, also entschuldigt bitte eventuelles Missverhalten Ich leide seit dem Sommer an immer wachsender Antriebslosigkeit. In den letzen zwei Monaten ist diese kaum überwindbarich habe jetzt erst mein Studium begonnen; gehe aber nie in die Vorlesungen, vernachlässige meine Hygiene (dusche immer seltener, putze mir die Zähne oft nicht) und schlafe viel zu lange (um die 10 Stunden; hasse es aus dem Bett zu kommen) und verbringe den ganzen Tag zuhause. Das unlogische ist, dass ich mich dafür hasse so faul zu sein und ich merke wie schlecht es mir tut, jedoch habe ich überhaupt keine Kraft etwas dagegen zu tun. Und es ist leider keine Ausrede. Früher konnte ich mich zum Lernen oder Sport motivieren und in schlechten Zeiten zwingen, aber nun ist es mir unmöglich.

Ich bin mir ziemlich sicher an einer Depression zu leiden; da ich des Weiteren auch Konzentrationsprobleme habe, keine Merkfähigkeit, ständige gedrückte Stimmung, Probleme mit dem Sprechen, Schlafstörungen, Kopf- und Gliederschmerzen, überhaupt keine Interessen und keine Fähigkeit zur Freude. (hab vor ca einem Monat meinem Abschluss geschafft und hab keine Freude verspürt, nicht mal Erleichterung)

In zwei Monaten habe ich meinen ersten Termin bei einem Psychiater. Nun ist mein Problem das ich bald eine wichtige Uni Prüfung habe und wenn ich diese nicht schaffe nur wegen meiner Niedergeschlagenheit, würde ich mir nie verzeihen. Was kann ich tun damit es mir schon jetzt besser geht damit ich für meine Prüfung lernen kann? Soll ich zum Hausarzt und mir Medikamente für Konzentration verschreiben lassen? Ist das möglich, sinnvoll oder gesund? Ich bin verzweifelt, wenn ich die Uni nicht schaffe dann würde ich mich als kompletter Loser fühlen und momentan würde ich dieses Gefühl nicht aushalten.

21 Jahre, weiblich

Danke fürs Lesen
Liebe Grüße

20.11.2018 21:25 • #1


Camilla-v

Camilla-v

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Hallo,
wenn ich du wäre, würde ich mir Hilfe suchen. Egal wie schwer es sein mag, es ist anscheinend eine sehr wichtige Prüfung. Sie nicht zu bestehen ist auch absolut ok, ich hoffe das weißt du. Ich kann leider keine Erfahrungen bezüglich dessen teilen, aber ich hoffe es finden andere die diese mit dir teilen können. Ich sende sehr viel Liebe und Kraft.

Camilla

20.11.2018 23:52 • x 1 #2


issabella

issabella

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Hallo,
Du bist noch so jung!
Die alle Symptome kenne ich. Versuch, einen vernünftigen Neurologen/Psychiater zu finden.
Ein Hausarzt wird Dir mit Sicherheit keine aufputschende Medis verschreiben, vor allem, fast Alles davon bedarf BTM Rezept und überschreitet das Budget der Praxis.
Patienten mit Schlafkrankheiten z.B. brauchen eine Odyssee mit verschiedenen Arzt Besuchen ca 10 Jahre oder mehr, bevor jemand überhaupt in Erwägung zieht, in diese Richtung paar Tests zu machen, oder richtig die Anamnese zu beurteilen.

Es spricht vieles für Depressionen, aber darunter können sich auch andere Krankheiten verstecken.
Ist irgendwas in Deinem Leben geschehen, dass eine Dp verursachen könnte?

Ich wünsche Dir alles Gutes für die Prüfung.
Schreib, bitte ,weiter.
Ich möchte meine Vermutung noch nicht aussprechen - zu wenig Daten.

Sei herzlich gegrüßt
issabella

21.11.2018 00:08 • x 1 #3


issabella

issabella

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Noch ein Tipp: Schilddrüsen Funktion zu überprüfen.

An sonsten, alle Mögliche diagnostische Untersuchungen, wie z. B. großes Blutbild.
Es kann ganz gut sein, dass Du eine Anemie hast und mit einfachen Medis wiederhergestellt bist.

Eine MRT wäre nicht verkehr, zumindest, um einige Krankheiten auszuschließen.

Ich wünsche Dir alles Gute und bitte Dich, Dich wieder zu melden.
i.

21.11.2018 00:25 • x 1 #4


Rinaa


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Hi,
danke für eine Antwort und die Liebe und die Kraft; kann ich gut gebrauchen Ich hab mir einen Termin beim Psychiater gemacht (ich habe zwei Wochen lang gebraucht, um mich zu überwinden und da endlich anzurufen). Gibt es andere Stellen wo ich sofort Hilfe bekommen kann? Und ehrlich gesagt würde ich schon viel lieber bestehenweil ich mache buchstäblich nichts anderes als studierenich hab keinen Grund es nicht zu packen und wenn ich es in den Sand setze hab ich nichts in meinem Leben in dem ich erfolgreich bin :/

21.11.2018 00:26 • #5


Rinaa


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Hallo,
danke dir für die Antworten Theoretisch bin ich zwar jung aber ich fühle mich sehr alt und müde. Und ja ich habe Annemie und nehme seit einem Jahr Eisentabletten. Die Blutabnahme war ein Jahr her und ich hatte sonst keine anderen Mängel. Meine Blutarmut hat mich schon immer schlapp gemacht aber es war noch nie so extrem wie momentan, weswegen ich annehme dass es eher etwas psychisches ist. Mein Problem ist dass ich eigentlich keinen Grund habe depressiv zu sein; wüsste ich weswegen ich so niedergeschlagen bin würde ich an einer Lösung arbeiten. Also falls du eine Vermutung hast - nur her damit ^^
Mein Leben war schon immer mittelmäßig und ich hatte seit der Pubertät immer wieder depressive Verstimmungen, jedoch haben die immer nur 2-3 Wochen gedauert und waren nicht so intensiv wie das was ich jetzt durchmache.

21.11.2018 00:36 • #6


issabella

issabella

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Ich glaube, Du machst Dir selber viel zu viel Druck.
Möglicherweise kann das zu Gründen Deiner Müdigkeit gehören. Wirst Du damit jemandem zufrieden stellen, z. B. Deine Eltern?
Das lohnt sich nicht - Du kannst genauso gut eine andere Ausbildung machen - einfach, was zu Dir passt.
Irgendwas zu studieren, das nur Druck erzeugt und keinen Spass macht - ist auch nicht gesundheitsfördernd.
Ich habe mit Pharma angefangen - nichts für mich. Erst dann.
Es gibt auch für Ausbildung Bafög.
Lass Dich nicht unterkriegen.
Wenn ich aber nicht richtig liege und Dein Studium passt zu Dir, dann schau oben - sich durchchecken lassen.
LG
i

21.11.2018 00:46 • x 1 #7


Rinaa


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Zitat von issabella:
Ich glaube, Du machst Dir selber viel zu viel Druck.
Möglicherweise kann das zu Gründen Deiner Müdigkeit gehören. Wirst Du damit jemandem zufrieden stellen, z. B. Deine Eltern?
Das lohnt sich nicht - Du kannst genauso gut eine andere Ausbildung machen - einfach, was zu Dir passt.
Irgendwas zu studieren, das nur Druck erzeugt und keinen Spass macht - ist auch nicht gesundheitsfördernd.
Ich habe mit Pharma angefangen - nichts für mich. Erst dann.
Es gibt auch für Ausbildung Bafög.
Lass Dich nicht unterkriegen.
Wenn ich aber nicht richtig liege und Dein Studium passt zu Dir, dann schau oben - sich durchchecken lassen.
LG
i


Ja es stimmt dass es Druck gibt, aber der kommt von mir selber. Meine Eltern kann man nie zufriedenstellen deswegen habe ich schon seitdem ich 16 bin entschlossen einige ihrer Aussagen weniger ernst zu nehmen.
Ich mache mir Druck weil ich weiss dass ich sonst nichts machen werde. Das Studium interessiert mich wirklich. Eines meiner Probleme ist aber dass ich keine Leidenschaft entwickeln kann. Ich habe Jahre lang keine Hobbys mehr und keine Interessen. Das einzige was ich bis jetzt immer durchgehalten habe war die Schule. Ich habe nach meinem Abi, ein Kolleg besucht und hatte da schon ähnliche Probleme mit der Motivation obwohl die Ausbildung eines der wenigen Dinge war die mich interessierten. Interesse auf Sachebene ist das einzige zu dem ich fähig bin "emotionales Interesse hatte ich schon eine sehr lange Zeit nicht mehr.

21.11.2018 00:58 • #8


issabella

issabella

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Hallo, unsere Antworten haben sich, so zu sagen, gekreuzt.

Ich kann keine Vermutungen reinstellen - die Tipps habe ich schon geschrieben.
Ferndiagnose kann und darf kein Arzt erstellen. Außer Tipps, kann ich Dir einfach nicht helfen.

Bitte, lasst Dich von Fuss bis Haar untersuchen lassen. Es wird nicht so schlimm ( mit Anemnie hatte ich doch richtig getippt )
So gerne, wie ich Dir helfen möchte ( Du bist etwas jünger als meine Tochter, die auch an Depressionen gelitten hatte, inzwischen hat sie studiert und eine Arbeitsstelle bei Wohnungsamt bekommen.)

Sollte was ernstes sein - Gesundheit geht immer voraus - Ausbildung kann man immer noch nachholen.
Kopf hoch! Ich bin überzeugt, dass Du in Deiner Stadt auch kompetente Ärzte findest.

LG
i.

21.11.2018 01:27 • #9


issabella

issabella

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Rinaa,
Ich sehe Dich immer noch online, bist Du auch, wie ich, ein Nachtmensch?
LG
i.

21.11.2018 01:43 • #10


Rinaa


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Hallo, du hast mir schon ziemlich geholfen. Schon allein dass du mich ernst nimmst bedeutet mir viel. Oft kann ich mich selber nicht ernst nehmen. Ich werd mal schauen dass ich zum Arzt komme und mich über die Untersuchungen beraten lasse.
Das mit deiner Tochter gibt mir Hoffnung dass es doch eines Tages gut laufen kann
Und ja ich bin eine Nachteule und ich wünschte die Gesellschaft würde auch nachtaktiv sein. Wie schön wär es jetzt noch etwas zu unternehmen, aber leider schlafen alle

21.11.2018 01:49 • #11


issabella

issabella

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Zitat:
Das mit deiner Tochter gibt mir Hoffnung dass es doch eines Tages gut laufen kann

Das freut mich sehr. Es wird bestimmt gut gehen.

Zitat:
Und ja ich bin eine Nachteule und ich wünschte die Gesellschaft würde auch nachtaktiv sein. Wie schön wär es jetzt noch etwas zu unternehmen, aber leider schlafen alle
[/quote]

Die Frage habe ich nicht um sonst gestellt.
Wie schon geschrieben, nur ein Tipp (muss auch nicht richtig sein):
DSPS
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafphasensyndrom
Im Schlaflabor festzustellen. Ich war im Treysa, Prof. Dr Gerd Meyer eine Korifee in De.
Bevor Du richtige Depressionen bekommst, versuche es einfach, Dich in dieser Richtung zu Diagnostizieren.
Es ist nichts mehr, als eine Vermutung.Ich schätze mal, dass es ein bisschen egsotisch klingt..
LG
i.

21.11.2018 02:27 • #12


Rinaa


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Viele der Symptome treffen zu. Ich lege mich ab 1 bis 2 Uhr ins Bett, schlafe aber erst um 3 oder 4 Uhr ein. Wache, nicht immer, aber schon öfters, "mitten in der Nacht" mindestens einmal (maximal drei mal) auf und kann dann für 30 bis 60 min nicht mehr einschlafen. Einschlafen war schon immer schwierig für mich auch wenn ich hundemüde bin. Aufstehen tu ich dann um 11 oder 12 Uhr. Und meistens fühlt es sich so an, als ob mir jemand gegen den Kopf gehämmert hätte.

Aber diese Schlafprobleme sind erst nach meinem Stimmungstief verstärkt aufgekommen, also glaub ich nicht, dass sie direkt der Grund sind. Aber ich nehme an dass sie alles schlimmer machen.

21.11.2018 02:43 • #13


issabella

issabella

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Nach meinem Wissen ist die Störung in jungen erwachsen Jahren oft.
Meistens gehen die Syndrome später ganz weg.
Wie schon geschrieben, Du bist sehr Jung, und, wenn ich Recht habe, muss Du nur abwarten (inzwischen sich diagnostizieren lassen und helfen lassen), irgendwann kommt die Realität zurück.
Wenn Du ein Jahr Deines Studiums verpassen solltest, ist nicht so schlimm. Dann kannst Du mit doppelter Kraft wieder anfangen.

[i]Versuch es einfach, Dein junges Leben ohne Druck zu genießen.[/i]

Viel Glück
issabella

21.11.2018 03:09 • #14


Rinaa


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Du hast Recht; das ist ein sehr guter Ratschlag. Danke dir vielmals!

21.11.2018 03:12 • #15




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