Escitalopram & Quietiapin bekommen wegen bipolarer Störung

im April diesen Jahres war es so schlimm... ich ging zum Arzt bekam Cipralex und Seroquel war in einer Tagesklinik... half nichts... letzte woche ging ich zu einem anderen Arzt, er meinte Tabletten absetzen... tat ich auch sofort... der Arzt vermutet ( durch erzählen wie es mir so geht) das ich eine bipolare Störung habe.
Er gab mir ein Buch mit und am Donnerstag zum Termin, möchte er wissen, ob ich mich darin wieder erkenne...
jaaa schon, aber die manische Phase erlebe nicht im extremen so wie es überwiegend beschrieben wird...
depressiv bin ich extrem ( wie im moment)

was genau bedeutet die Diagnose bipolare störung? mein Arzt teilte mir mit, das ich dann auf ein Medikament eingestellt werde, was dies speziell ins gleichgewicht bringen soll.

ich habe angst, das ich nicht mehr glücklich werde

25.07.2011 11:19 • #1


Hallo sadsandra,

schau mal hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung

Serafina

25.07.2011 12:10 • #2


David Spritz
Diese Wikipedia-Artikel sind nicht unbedingt für Betroffene geschrieben und können auch zusätzlich Angst machen.

Frühe nannte man die bipolare Erkrankung auch "manisch-depressiv", das bedeutet aber das gleiche.

Ich selbst habe in der Tagesklinik mal eine Frau mit bipolarer Störung kennengelernt und live miterlebt. In der depressive Phase war sie wie wir anderen Depressiven, aber nach einigen Wochen kam sie dann in die manische Phase. Der Arzt hat ihr Tabletten verschrieben, um die Manie ein wenig zu dämpfen, damit die nächste depressive Phase nicht so stark wird. Darüber war sie sehr traurig, weil sie das Gefühl hatte, nach ihrer depressiven Phase jetzt die manische Phase "verdient" zu haben, in der sie sich doch so glücklich fühlt.

25.07.2011 23:04 • #3


JeanLucca
Zitat von sadsandra:
ich habe angst, das ich nicht mehr glücklich werde
Doch, Du schaffst das. Ganz bestimmt

27.07.2011 06:52 • #4


Knoten
hallo sadsandra,

ich bin bipolar II mit einem deutlichen hang ins depressive.

die medis die du nimmst bekomme ich auch. morgens escitalopram und bupropion, abends nehme ich die medikamente für das gleichgewicht. lamotigrin und quentiapin.

anfangs hat mich die diagnose bipolar auch ängstlich gemacht, doch mittlerweile habe ich sie angenommen, akzeptiert. die akzeptanz ist am anfang das wichtigste. darüber nachzugrübeln bringt dich nicht weiter. information jedoch ist sehr wichtig. setze dich mit deiner bipolarität auseinander, versuche zu verstehen warum du in bestimmten situation handelts wie du es tust, nimm deine gefühle wahr und lerne sie einzuordnen. du wirst bald sehen, das diese diagnose nicht zwangsläufig dazu führt nur noch unglücklich und traurig zu sein.
je besser du dich kennen lernst und je mehr du über deine krankheit weißt, desto leichter wird es damit umzugehen.
die medis sind dafür da, den hirnstoffwechsel zu beeinflussen. dies ist sehr hilfreich.
die botenstoffe die hierbei eine entscheidende rolle spielen sind serotonin und noradrenalin. sie bestimmen unsere stimmung maßgeblich mit.

ich bin seit april 2009 in behandlung, bis november 2010 unter der diagnose depression. im november 2010 hat mein psychiater erkannt, dass ich bipolar bin. damit hatte ich glück, den nur ca 3% der bipolar II kranken werden als dies auch erkannt, weil die depressive stimmung viel deutlicher hervor tritt, als die hypomanische, die bei dabei auftritt.
seit dieser diagnose und der umstellung der medis, ging es mir stück für stück besser. das einzige was mich auch jetzt noch "aus der bahn" wirft ist stress. um glücklich sein zu können, darf ich nicht unter stress geraten. den stress verursacht eine verschiebung der neurotransmitter, die ja durch die medis eingestellt werden.
das habe ich gerade wieder dieses jahr erfahren. vermutlich musste ich - wie ein kind wenn es laufen lernt - erst einmal hinfallen um zu begreifen was stress und druck bei mir auslöst. ich habe jedoch relativ schnell reagiert und bin nun vorerst wieder daheim und arbeitsunfähig geschrieben.
auch lachen kann ich hin und wieder wieder. es geht wieder bergauf. natürlich gibt es auch bei mir tage, da umfängt mich die traurigkeit, aber ich weiß auch das es wieder aufhört. manchmal hilft es mir einfach alles "auszukotzen" in dem ich mein tagebuch hier "vollplapper".

hab keine angst vor deiner krankheit, nimm sie an und lerne mir ihr zu leben. es gibt menschen die blind geboren werden, andere können nicht hören. auch diese menschen nehmen ihre krankheit an. viele menschen landen im laufe ihres lebens im rollstuhl, auch dies muss man lernen anzunehmen.
wir beide sind halt bipolar.

lg, knoten

27.07.2011 10:07 • #5


Hallo, darf ich dir schreiben? Du hast einiges geschrieben, was ich bei mir erkenne. Ich bin auch bipolar. Nehme Cymbalta und Lithium. Komme eigentlich klar. Sicher, ich bin ausgeglichener. Nun musste ich mir anhören, dass ich nicht mehr die Person bin, die ich vorher war. Da war ich lebensfroher. Gesagt haben das mein Arbeitgeber und Kollegen. Es waren noch andere Sachen. Ich bin so bestürzt darüber und traurig. Ist das so bei bipolar. Damit muss man doch leben, oder?

26.02.2017 09:25 • #6




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