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Hey Pessimist,
Ich lese in deinen Beiträgen auch so viel Angst und so viele Fragen und auch Zukunftsängste. Ich verstehe das sehr gut.
Versuch alles Schritt für Schritt anzugehen. Ich sehe dich auf einer Straße stehen und vor dir ist ein riesen Berg, den es irgendwie zu erklimmen gilt. Ganz oben am Gipfel steht wohl der Wunsch nach einem Job, LTA etc. aber eben auch ganz oben. Fang mit kleinen Schritten an. Das hast du übrigens schon getan - du hast den Fachleuten in der Klinik Paroli geboten, aber eben auch von deinen Ängsten und Sorgen erzählt. Was gut ist, nur so können sie mit dir zusammen den Weg gehen.
Ich musste in meiner Klinikzeit lernen, dass ich nicht als anderer Mensch entlassen werde. Ich hatte auch lange den Druck in mir, dass ich gesund entlassen werden muss. Dass das Leben für mich nur gut weitergehen kann, wenn ich ein komplett anderer Mensch werde.
Dem ist aber nicht so. Und es war hart das einzusehen. Berge habe ich stetig vor mir. Aber wenn ich es heute nur bis zum ersten Ausblick schaffe, anstatt bis zum zweiten, dritten, vierten Stopp oder bis nach ganz oben, dann ist das oke. Es ist auch oke, wenn ich gar nichts schaffe.
Ich schreib auch wieder nur komisches Zeugs hier. Eigentlich möchte ich dir nur irgendwie vermitteln, dass kleine Schritte zählen und du so Stück für Stück an dein Ziel kommen kannst. Aber das es vielleicht auch eine Überlegung wert ist, hochgesteckte Ziele dort oben zu lassen und sich mit den kleinen Dingen zu befassen, die es erst möglich machen, das Hochgesteckte zu erreichen.
Mir hat es geholfen, meine großen Ziele auszublenden. Mich zu sehen, zu fühlen, für mich gut zu sorgen.
Ich bin arbeitsunfähig entlassen worden, aber ich war deshalb nicht enttäuscht von mir. Meine Mutter war es, tja. What ever.. Mein Weg geht weiter und ich werde es vielleicht irgendwann noch schaffen, meine Ziele zu erreichen. Aber in erster Linie habe ich mich endlich um mich selbst gekümmert und bin für mich eingestanden.
Die Therapeuten in der Klinik sagen dir ja schon, dass sie dir zumindest einen kleinen Teil deiner Ängste nehmen wollen. Das klingt doch nach was (:
Lass dich darauf ein und hör aber trotzdem auf dich und deine Gefühle und sprich immer an, wenn es dir mit etwas nicht gut geht.
Fühl dich umarmt*
Ziva*