Erstes Beratungsgespräch als Angehöriger - wer zahlt?

Hallöchen,

mein Stiefpapa und ich möchten meiner Mama gern helfen und dazu ein Beratungsgespräch mit einer Psychotherapeutin führen, was man genau beim Krankheitsbild meiner Mama machen könnte, wie man ihr helfen kann usw.

Meine Frage ist nun: Wer bezahlt dieses Gespräch?

Braucht einer von uns eine Überweisung vom Hausarzt?

Eigentlich geht es ja gar nicht um uns, sondern um meine Mama.

Wie ist da die Regelung?

Würde mich sehr freuen, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.

Viele liebe Grüße

Nina

20.09.2010 12:19 • #1


Ich bin es noch einmal, Nina ;) ... doch es geht auch um euch/dich.

Der Hausarzt kann dich überweisen. Hast du schon einen Psychotherapeuten? Du kannst dich jedoch auch an deine Krankenkasse wenden und direkt fragen. Sie können dir evtl. auch einen Therapeuten empfehlen.

20.09.2010 12:37 • #2


Ich wollte ohnehin nochmal zu meinem Hausarzt.

Er ist auch der Hausarzt meiner Mutter und ich kann ihm das Problem ja mal schildern und er wird mir sicherlich eine Überweisung ausstellen.

Und diese Überweisung reicht dann für meinen Besuch beim Psychotherapeuten?
Mein Stiefpapa wollte dann auch mitkommen.

Ich habe eine Liste der Psychotherapeuten in unserer Stadt und mir schon 5 rausgesucht, die in Frage kommen könnten.
Sind die Wartezeiten immer so lang? Würde gern Anfang Oktober hingehen.

Danke für Deine Hilfe

20.09.2010 12:42 • #3


Liebe Nina, ja, leider sind diese Wartezeiten meist so lang. Dein Wunsch, direkt im Oktober anzufangen, ich denke, das bleibt bei einem Wunsch. Viele haben Wartezeiten von drei Monaten und mehr. Vielleicht findest du jedoch einen Therapeuten, der dir zumindest das Erstgespräch ermöglicht in naher Zeit. Mit der Überweisung kannst zu zum Psychotherapeuten.

Die meisten Therapeuten haben eh Anrufbeantworter laufen, erzähl einfach kurz, worum es geht. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass du im Anfang alleine zum Therapeuten musst und irgendwann dein Stiefpapa mit einbezogen werden könnte. Vllt. täusche ich mich ja auch, und es geht. Ihr müßt es halt alles ausschöpfen und versuchen

Deshalb bin ich ja auch der Meinung, dass ihr, wenn ihr schon zusammen was tun wollt, euch zunächst einer Selbsthilfegruppe für Angehörige anschließt (siehe auch deinen Thread im Angehörigenbereich). Viele Kirchengemeinden bieten so etwas an.

20.09.2010 12:51 • #4


Okay, danke.

Ich persönlich bin nicht so der "Fan" von Selbsthilfegruppen, da gerade solche persönlichen familiären Gespräche unter der Schweigepflicht eines Arztes stattfinden sollten, finde ich.

Ich möchte ungern wildfremden Leuten von meiner und unserer Geschichte erzählen, die ich mit Pech sogar kenne (kleine Stadt) und denen ich erneut begegnen könnte. Das müsste meine Mutter dann schon selbst entscheiden, denn es geht ja um sie.

Ich hoffe, Du verstehst diesen Gedanken.

Liebe Grüße, Nina

20.09.2010 13:03 • #5


Zitat:
Ich hoffe, Du verstehst diesen Gedanken
Liebe Nina, du mußt nicht mich überzeugen, sondern dich selbst ... ich hoffe, du verstehst das? ... es gäbe ja auch noch andere Städte mit Selbsthilfegruppen ...

20.09.2010 13:10 • #6


Ja das verstehe ich ;)

Ich denke mal darüber nach. Danke :)

20.09.2010 13:12 • #7


Hallo Nina,

Zitat von Nina1985:
Ich möchte ungern wildfremden Leuten von meiner und unserer Geschichte erzählen, die ich mit Pech sogar kenne (kleine Stadt) und denen ich erneut begegnen könnte. Das müsste meine Mutter dann schon selbst entscheiden, denn es geht ja um sie.

Wenn Du nicht gerne wildfremden Menschen von Deiner Geschichte erzählst, ist das verständlich.
Ich möchte nur nochmal erwähnen, dass auch in Selbsthilfegruppen sowie auch in anderen Therapiegruppen die Schweigepflicht besteht. Das wird meist auch in den Gruppen thematisiert, dass alles, was dort gesprochen wird, auch im internen Schutzraum der Gruppe bleibt.

Wenn Du oder Dein Stiefvater in eine Selbsthilfegruppe gehen würdet, dann braucht ihr nicht die Entscheidung Eurer Mutter, weil es nämlich nicht um SIE geht, sondern dann ist das Eure Entscheidung, weil es in dem Fall um EUCH geht, um sich auszutauschen, wie man als Angehöriger mit solch einer Situation umgeht.

Und nochmal zu der Therapeutensuche: Bei Deiner Krankenkasse könntest Du eine Liste von Therapeuten anfordern, die FREIE Plätze haben. So müsstet Du Dir nicht die Finger wundwählen, sondern könntest direkt Kontakt mit einem Therapeuten aufnehmen, wo Du nicht warten musst.

20.09.2010 15:19 • #8




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