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Erfahrungen mit Medikamenten? (Antidepressiva usw.)

Trefusis

Trefusis

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Hallo, liebe Forengemeinde.

Kurz drei Dinge zum Einstieg:
Ich (31) leide seit meinen Teenagerjahren an Depressionen, denke auch oft an Selbstmord, auch wenn ich mir fest vornehme, diesen nicht in die Tat umzusetzen.
Und ich bin gegen Dro., ich nehme nicht mal die üblichen legalen Alltagsdrogen wie Alk. und Tbk (höchstens Tees und Schokolade ^^).
Zwar war ich bisher bei zwei verschiedenen Therapeuten in Gesprächen, aber von denen hatte keiner damals mir Antidepressiva verschrieben.

Eine Frage beschäftigte mich immer wieder: Würden mir - nebst einer therapeutischen Hilfe, die ich anstrebe - auch Medikamente helfen, meine Depressionen zu bekämpfen/besser auszuhalten?
Ich verspreche mir nicht von Medikamenten, dass sie meine Probleme lösen. Ich begreife, dass ich da woanders ansetzen muss. Aber vielleicht würden sie mir den Alltag erträglicher machen.

Hat jemand von euch da Erfahrungen gemacht? Und welche? Mich würde das sehr interessieren. Besten Dank!

05.03.2016 13:34 • #1


Knoten

Knoten

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Hallo Trefusis,

Medikamente, können neben einer anderweitigen Therapie unterstützend sein.
Dazu zu raten oder auch nicht, können wir hier leider nicht, da wir keine Ärzte oder Therapeuten sind.

Es gibt sehr viele verschiedene Medikamente. Welche um die Stimmung aufzuhellen, welche um sie zu dämpfen. Welche um Schlaf zu finden u.s.w.
Die Medikamente wirken in der Regel auf die Neurotransmitter in unserem Gehirn. Sich mit diesem Thema auseinander zu setzen hat mir persönlich am Anfang sehr geholfen. Es macht bewusst, was da, neben unserer psychischen Problematik, in unserem inneren vor sich geht.
Es erklärt auch warum, u.a. Sonne und Sport uns gut tut.

Spreche einfach mal mit deinem Therapeuten, Psychiater oder bei wem du in Behandlung bist, darauf an. Diese Person wird dir sicher mehr zu dem Thema sagen können, da Medikamente immer genau auf eine Person abzustimmen sind.

07.03.2016 10:04 • #2


77Balea

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Ich habe auch viele ausprobiert, besonders von den neueren, bin dann aber auf einem alten Trizyklischen hängen geblieben und nehme das jetzt seit mehr als 4 Jahren. Momentan mindere ich die Dosis sehr langsam. Den seit ich zusätzlich Vitamin D nehme, sind die bösen Gedanken viel weniger und weniger aufdringlich. Die meisten Menschen in unserer Region haben einen Vitamin D Mangel. Meiner war auch sehr weit unten, eigentlich unter der Mess grenze.
Vitamin D wird ja auch vom Körper selbst gebildet, wenn man die Haut mit Sonne bestrahlt. Da ich aber eher ein Schattenhocker bin und auch immer Sommer eher im Schatten sitze, weil ich die Sonne auch nicht vertrage, kann meine Haut da anscheinend nicht genug selbst bilden.
Ich bin immer noch skeptisch, aber mir scheint es zu helfen. Und ich frag mich ob das vielleicht die Antwort ist. Fehlt meiner Gehirnchemie wirklich nur Vitamin D um klar zukommen?

Zu Medikamenten im allgemeinen. Ich finde sie meist schon Sinnvoll. Psychische Erkrankungen sind letztendlich doch auch nur eine falsche Gehirnchemie. Wenn wir Bluthochdruck haben, oder Diabetes, oder Grippe, hilft ja auch nicht drüber reden und in der Kindheit forschen und dann gehen die Krankheiten wieder weg. Ich habe über die Jahre genug darüber geredet und bin es einfach leid. Außerdem bin ich zusehr Realist. Mir fehlt einfach die rosa rote Brille. Das wird mit reden auch nicht besser.
Letztendlich besteht doch unser ganzer Körper aus irgendwelchen Chemischen Stoffen und viel Wasser. Das das zu Bewusstsein fähig ist, wundert mich sowieso immer wieder.

07.03.2016 12:10 • #3


auferstehung

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Ich hatte eine Art von Depression, bei der ohne externen Auslöser einfach der Hirnstoffwechsel ausgetickt ist, was sich nur durch ein Medikament (bei der zweiten Episode sogar nur durch Elektrokrampftherapie) zuerst heilen und jetzt stabil halten lässt.

07.03.2016 15:41 • #4


Chris2313

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Xanax Erfahrung?

Hat jemand Erfahrung mit xanax 0.25mg , kan man auch damit auto fahren ? Mein psychologe meinte es sollte sehr schwach wirken da ich 1.82cm gross und 120k bin . Was denkt ihr und wie ist die wirkung bei dieser dosis ?

07.02.2019 21:03 • #5


CeHaEn

CeHaEn

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Moin

Ganz so schlimm sollte die Dosierung bei dir nicht wirken. Aber gerade im Hinblick aufs Fahren und ähnliche Aktivitäten muss dich ein Medikament auch nicht gerade ausknocken, um deine Fahrtüchtigkeit zu beeinträchtigen. Deswegen würde ich dir zumindest am Anfang vom Autofahren abraten. Achte stattdessen sehr genau auf dich selbst. Kopfschmerzen? Verminderte Reaktion? Müdigkeit? Sehstörungen? Solche Nebenwirkungen können sich im Laufe der Einnahmezeit auch wieder legen. Falls du noch andere Medikamente nimmst, solltest du mögliche Wechselwirkungen natürlich mit deinem Arzt besprechen.

07.02.2019 21:34 • x 2 #6


Chris2313

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Jo sollte ab negster woche auch sertralin 25mg einnehmen wegen meiner gene.angststörung. Dabei ich aber sagen muss vielleicht hilft auch manchmal ein xanax und dan eben unvermwindlich die psychoteraphie ganz klar. Danke für die antwort

07.02.2019 21:50 • #7


Angus

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Alternative zu Zopiclon

Hallo,
Aufgrund von Depression, PTBS und Schlaproblemen (2-3 Stunden / Nacht) bin ich seit vielen Jahren in Behandlung.
Nach langer Therapie ist das PTBS gut um Griff. An Antidepressiva habe ich eine Menge durch und vor 15 Monaten das letzte Medikament abgesetzt(Citalopram). Ich bin weiterhin in Therapie.
Seit der Pubertät habe ich mit extremen Schlafstörungen zu kämpfen. (jetzt seit 35 Jahren) Eine zeitlang hat mir mein Hausarzt Zopiclon verschrieben, wobei ich es nur zweimal die Woche nehmen durfte, da es lt ihm sonst abhängig macht.
Seit vier Jahren bin ich nun an einer ambulanten Therapieeinrichtung einer Klinik, die waren davon garnicht begeistert und meinten, ich soll auf die Schlafanstossende Wirkung der jeweiligen Antidepressiva vertrauen. Bringt nur leider nichts. Meine Therapeutin ist wirklich toll, nur der Arzt sagt mir immer wieder, wenn sie schlafen wollen, nehmen sie wieder Antidepressiva! Ich komme aber momentan endlich ohne Medikamente zurecht, möchte nur schlafen. Auch mit Antidepressiva wurde mein Schlaf nicht besserGibt es irgendein Medikament das nicht abhängig macht und hilft? (alles frei verkäufliche, Meditation und sonstige Tipps habe ich in den letzten Jahrzehnten schon durch)

12.02.2019 05:45 • #8


Foierstain

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Ich hatte zwischenzeitlich in der Klinik Promethazin in geringer Dosierung verschrieben bekommen zusätzlich zu meinen RLS Medikamenten, das macht meines Wissens nach nicht abhängig. Als Sedativum wird es noch verschrieben, in höherer Dosierung war es ursprünglich als Antipsychotikum gedacht, für die Indikation wird es wohl nicht mehr verordnet aufgrund von heftigen Nebenwirkungen. Empfehlen möchte ich es daher in dem Sinne nicht, aber als mögliche Variante genannt haben.

Gestern 22:41 • x 2 #9




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