Zitat von Jobuwa: Ich bin etwas geschockt, daß ich heute wieder nur 4 Stunden schlafen konnte.
Was schockiert Dich denn daran? Oder anders gefragt, was erwartest Du von einem längeren Schlaf genau?
Musst Du eine Leistung erbringen, die mehr vorangegangen Schlaf erfordert?
Gibt es zu wenig ermüdendes in Deinem Tagesablauf um ausgiebiger Schlafen zu können?
Hast Du Angst, dass etwas schlimmes passieren kann, wenn Du nicht „regelkonforme“ Schlafgewohnheiten pflegst? Oder willst Du mehr schlafen um weniger von der Welt mitzubekommen?
Mittlerweile muss ich keinen normativen Verpflichtungen mehr nachkommen, wie pünktlich zur Arbeit erscheinen, 8 Stunden Leistung erbringen, zu üblichen Tageszeiten unbedingt Dinge erledigen, ect. und kann schlafen wann und wie lange ich will und kann. Die wenigen Termine in denen ich mich natürlich nach bestimmten Zeiten zu richten habe, sind aber nicht unbedingt von einem totalen ausgeschlafen sein abhängig. Daher kommt es auch vor, dass ich mich hinlege, wenn ich müde bin und dann schlafe, auch wenn ich es in der Betrachtung Anderer zu Unzeiten tue.
Natürlich will ich Dir nicht den Wunsch absprechen, so schlafen zu können, wie Du es unbedingt willst. Nur vielleicht könnte es helfen, wenn es Dir nicht allzuviel ausmacht, wenn Du so schläfst, wie Du es eben kannst. Medikamente die Offlabel zur Sedierung eingesetzt werden und in die Hirnchemie eingreifen, können meines Erachtens nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und auch der subjektive Eindruck kann sich auf einen Placebo oder Nocebo Effekt beziehen, der zwar hilfreich sein kann, aber eben auch nicht, zumindest nicht dauerhaft. Denn Medikamente sind eben keine Drops oder Smarties, sondern wirken auf den Organismus. Natürlich haben sie trotzdem unbedingt ihre Berechtigung, wenn sie gezielt eingesetzt werden um Krankheiten zu heilen oder zumindest eine Genesung bewirken können. Ebenso wenn der Körper etwas nicht (mehr) produziert, dass lebensnotwendig ist.
Vielleicht wäre es Dir ja möglich mal gezielt Schlafmediziner aufzusuchen oder in ein Schlaflabor zu gehen um überhaupt mal festzustellen, was Dich objektiv um den Schlaf bringt und wie das geändert werden könnte. Auch eine Blutuntersuchung auf bestimmte Hormone, die mit dem Schlaf zusammen hängen, könnte vielleicht mal aufschlussreich sein.